Wenn man den offiziellen Zahlen glauben will, dann bunkern die Zentralbanken jede Mengen Gold. Warum? Und wem gehören diese wertvollen Barren? Goldreporter bringt etwas Licht in das Dunkel der Goldreserve-Politik.
Gold war einst ein wichtiger Bestandteil des Weltwährungssystems. Und es hatte eine regulierende Wirkung auf die Geldpolitik. Neues Geld konnte nur dann ausgegeben werden, wenn es ausreichend mit Edelmetall gedeckt war. Das nannte man Goldstandard.
Ohne Disziplin
Anfang der 70er-Jahre entschied die US-Regierung, sich diesen Klotz vom Bein zu schlagen. Von einem Stapel glänzender Metallblöcke wollte man sich schließlich nicht die Höhe der Staatsausgaben diktieren lassen. Für den Vietnam-Konflikt und zuvor im Stellvertreterkrieg in Korea brauchte man schließlich Unmengen an Geld. Das vorhandene Gold reichte schon lange nicht mehr aus, um den Staatshaushalt zu erhöhen. Mit dem Tod des Goldstandards endete schließlich auch die staatliche Ausgabendisziplin.
Gold als Währung hat heute keine Bedeutung mehr, sollte man meinen. Warum aber horten die Zentralbanken das Edelmetall so stark wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr? Und wem gehört das Gold überhaupt? Wie entstehen Währungsreserven, zu denen man auch die Goldbestände der Notenbanken zählen?
Exportierter Wohlstand
Fangen wir mit den Reserven an. Fremdes Geld kommt ins Land, wenn inländische Firmen etwas ins Ausland liefern. Was passiert damit? Die Firmen wechseln die erhaltenen Devisen in ihre Landeswährung. Oder der ausländische Warenkäufer besorgt sich zur Zahlung die Landeswährung des Exporteurs. So oder so: Am Ende landen Devisen bei der Zentralbank des Exporteurs, denn diese gibt das nationale Geld aus und häuft so auch die eingetauschten Devisen an. Umso mehr, je stärker das eigene Land exportiert.
Die Funktion des Goldes
Kommen wir nun zum Gold. Es gilt als wertbeständig und eignet sich deshalb ideal als Vermögensspeicher. Leistungsfähige Exportländer – wie zum Beispiel Deutschland – sammeln reichlich Devisen ein. Um den Wert dieses Geldes zur erhalten und um die Ausgaben des Staates zu finanzieren, kauften Zentralbanken in den Zeiten des Goldstandards viel Gold. Je mehr Gold man hatte, desto mehr (gedecktes) Geld konnte man ausgeben. So gesehen führte der Goldstandard in den großen Exportländern zu einer üppigen Wohlstandsmehrung.
Wofür brauchen Zentralbanken Gold?
Warum akkumulieren die Zentralbanken heute Gold, wenn es doch keine Geldfunktion mehr hat? Die aktuelle Krise deckt den Fehler im System immer deutlicher auf. Die massive und durch nichts gedeckte Staatsverschuldung kann von heute auf morgen zur Vernichtung allen Buchgeldes führen. Das wertbeständige Gold ist auch für die Banken eine Versicherung dagegen. Ein Land mit großen (tatsächlichen) Goldbeständen ist immer liquide, auch wenn der Wert der Devisenreserven gegen Null tendiert. Gold ist eben doch noch Geld!
Aber wem gehört das Gold nun eigentlich?
Genau genommen ist das Gold Volkseigentum. Schließlich wurde es akkumuliert, weil inländische Firmen Waren und Dienstleistungen produzierten, die das Ausland nachfragte. Hierzu war die Arbeitsleistung von vielen Menschen erforderlich. Das Gold wurde somit vom Volk regelrecht erarbeitet.
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Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott.
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,dann richtet das Volk und dann gnade Euch Gott.