Welcher Idiot hat eigentlich bei den Apothekern


Thema
abonnieren
Beiträge: 48
Zugriffe: 1.522 / Heute: 3
flexo:

Welcher Idiot hat eigentlich bei den Apothekern

 
26.07.02 10:01
unterschrieben. 7 oder 8 Mio. halbgare Volltrottel sollen bei den Apothekern in Deutschland Listen (insbesondere wohl gegen den Arzneihandel im Internet) unterschrieben haben:
" Ja, ich möchte auch in Zukunft horrende Arzneimittelpreise haben. Der Krankenkassenbeitrag soll bitte jedes Jahr ein halbes Prozent steigen und ich möchte vor allem in meinem 250 Einwohner Ort auch die Möglichkeit haben zwischen 5 verschiedenen Apotheken zu wählen."
Warum sind die Leute manchmal eigentlich so stinkend blöd?
Antworten
MJJK:

Also ich nicht!

 
26.07.02 10:05
Ansonsten teile ich Deine Meinung.

Ich frage mich sowieso, warum die was von "Beratung in der Apotheke" erzählen.
Antworten
Babytrader:

@ flexo

 
26.07.02 10:05
da hast du absolut recht, was die Preise angeht.

Ich habe jedoch vorgestern einen Bericht gesehen, dass durch diese Arzneimittelimporte auch die Fälschung von Medikamenten immer beliebter wird. Der Verbraucher bekommt jetzt schon viel Schrott angedreht. Man geht davon aus, dass ca. 10 % aller Arzneimittel bereits jetzt schon gefälscht sind. Von diesen Fälschungen sind 40 % reine Placebos, 20 % enthalten einen geringeren Wirkstoffanteil und 16 % sind sogar vergiftet.

Unter diesen Umständen kann man das durchaus verstehen, zumal die Apotherker selbst nicht mehr wissen was sie verkaufen.

B.
Antworten
Mützenmacher:

Tja, daß wenn man wüßte?

 
26.07.02 10:06
Vielleicht isses die Angst, über´s Internet angeschmiert zu werden. Ich weiß es auch nicht.

Mütze
Antworten
taos:

Schau doch mal hier nach.

 
26.07.02 10:07
jack303:

@baby

 
26.07.02 10:07
da 90 % der medikamente eh nicht wirken, macht das mit den placebos eh nix.

gruss jac´k
Antworten
sash2811:

Ich auch nicht. Die sollen doch DocMorris in Ruhe

 
26.07.02 10:11
wirtschaften lassen. Auf die 'Beratung' in der Apotheke verzichte ich gerne, wenn die Krankenkassenbeiträge endlich mal gleichbleiben würden und ich nicht auf ein Medikament mit VK 9,86 noch 8 Euro drauflegen muss. Das sind alles ältere Mitbürger, die nur wenig über das wissen, was sie unterschreiben. Denen wird halt gesagt: Unterschreiben auch sie bitte, für den Erhalt unsrer Apotheke. Sie sind doch deit Jahren Kunde bei uns.
Die Vorzüge vom Internethandel z. B. Lieferung nach Hause, sehen sie nicht. Na ja, unterschrieben haben ja genug, und alle leiden drunter :-(( .

Sash
Antworten
slimfast:

Welcher Idiot geht überhaupt noch in eine Apotheke

 
26.07.02 10:12
und kauft sich ein künstlich erzeugtes Pharmaprodukt, wo doch alles auch auf natürliche Weise kurierbar ist...

Die Wehwehchen der Menschen in den Industrienationen beruhen doch zu 95% auf Einbildung, dann haben auch Plazebos ihre Berechtigung. Richtig erkannt liebe Pharmaindustrie.

Ich kenne Leute, die waren seit 20 Jahren nicht mehr beim Arzt.
Antworten
flexo:

Vielleicht ist es Zeit

 
26.07.02 10:12
die WAHRHEITSPARTEI zu gründen. Wenn man in diesem Land sieht, wie die Opfer ihren Henkern hinterherlaufen, dann muß das ja irgendwie an einem Informationsdefizit liegen.
Antworten
Babytrader:

@ jack

 
26.07.02 10:14
sehr gute Sichtweise - warum dann noch die Diskussion. Boykottieren wir doch gleich die Apotheken und nehmen Großmutters Mittelchen zur Hand.
z.B.
bei Husten - heißes Öl und Watte auf der Brust verreiben
bei Dünnschiss - trockenes Brot und Wasser

Weiß jemand noch was?
Antworten
Wolkenstein:

Wer braucht denn noch Apotheken ?

 
26.07.02 10:15
Es gibt doch 30 Tonner, Autobahnbrücken, Hochhäuser, Küchenmesser.....
Antworten
flexo:

Was braucht man denn, wenn man immer RIEMIG ist? o.T.

 
26.07.02 10:16
Antworten
Mützenmacher:

Ich bestelle auch über´s I-net

 
26.07.02 10:18
und verdiene sogar noch Geld.

Mütze
Antworten
Wolkenstein:

@flexo: Das nennt sich Frau..., gibts überall o.T.

 
26.07.02 10:19
Antworten
ottifant:

@Wolkenstein

 
26.07.02 10:23
An jeder Straßenecke!!!
Antworten
slimfast:

Es gibt auch die Hand

 
26.07.02 10:23
aber das ist nur die Kopie, wenn grad niemand zur Stelle ist.
Antworten
slk306cabrio:

@ Flexo

 
26.07.02 10:25
Wer will denn schon die Wahrhet wissen? Wir bekommen irgendwann für alles alternative Strukturen durchs Internet usw. Stell dir mal folgendes Szenario vor:


88 Mio Deutsche sagen, wir wählen einen Bundeskanzler übers Internet. DEr ist dann Billiger. Und SIEGER wird dann neuer Bundeskanzler.

Na das ist doch mal ein Schnäppchen


:-)
Antworten
flexo:

Und was hilft gegen Abstimmungswahn? o.T.

 
26.07.02 10:26
Antworten
Pichel:

ich brauch die Apotheken, sonst geht der Witz nich

 
26.07.02 10:31
Kommt ein Mann in die Apotheke, die total probenvoll ist. Er zeigt von hinten eine Hand hoch und die Apothekerin fragt:" Handcreme?"
"Nein" sagt dieser, "ich hätte gern 5 Viagra. Ich bekomme heute abend Damenbesuch!"
Er bekommt sie und geht wieder. Am nächsten tag kommt er wieder in die Apotheke, die wieder probenvoll ist und zeigt von hinten 2 Hände hoch.
Darauf die Apothekerin:" Heute 10 Viagra?"
"Nein, heute Handcreme. Die Damen kamen nicht!"
*lllooollll* *g*

Gruß Welcher Idiot hat eigentlich bei den Apothekern 733292
Antworten
Mützenmacher:

Lol o.T.

 
26.07.02 10:33
Antworten
Wolkenstein:

@flexo Der Ausschaltknopf...

 
26.07.02 10:35
 
Antworten
neo andersson:

dann stell mal samstag abend um 16:00 uhr fest,

 
26.07.02 10:46

das dein antihystaminika alle ist. dann kannst du schnell noch übers i-net was bestellen, übers wochende zuschwellen und ersticken und am montag oder dienstag findet dann der postbote deine leiche beim liefern des medikaments.

von insulin und andern dingen die eine lückenlose kühlkette brauchen, rede ich erst gar nicht. antibotika, die sofort verfügbar sein müssen ( z.b. bei gürtelrose ) wollen wir auch nicht erwähnen.

schmerzmittel bei unerträglichen kopfschmerzen, migräneanfällen oder kieferentzündungen kann man gut und gerne drei tage später nehmen, dass hilft immer noch.

das kann man zwar alles später über die notaufnahme bekommen, aber das wird noch teuerer.

ich bin ein grosser fan des versandes über i-net, aber eine flächendeckende versorgung mit apotheken muss gewährleistet sein. und es ist halt die frage, ob die sich halten können, wenn die i-net konkurenz zu groß wird. deswegen kann ich die 8 millionen sehr gut verstehen.

in diesem sinne
Antworten
Reila:

@neo andersson

 
26.07.02 10:59
Erstens scheint es mir immer noch Supermärkte zu geben, obwohl man sich alles in Online-Shops bestellen kann.

Im übrigen sind am Wochenende sowieso mindestens drei Viertel aller Apotheken geschlossen. Und die Versorgung ist trotzdem gesichert.

Falls du einen Steuerberater hast, frag ihn mal nach dem Einkommen von Apothekern. Das hätten viele gern. Aber Wettbewerb ist eben etwas für Sonntagsreden und gut, solange es einen nicht selbst betrifft. Warum sollen Apotheker nicht auch Pleite gehen können, so wie jede andere Firma auch? Auch Autohäuser und Werkstätten gehen Pleite. Hast du große Angst, daß du morgen deshalb keinen Neuwagen mehr kaufen kannst oder ihn dir niemand repariert - fachgerecht. Ach so, Beratung: die Höchstform der Beratung, die ich selbst in der Apotheke erfahren habe, stand mit Kuli auf der Packung und war vom Rezept abgeschrieben: "3 x 2".

flexo, volle Zustimmung

R.
Antworten
pfennig:

neo andersson, meine ich auch ...

 
26.07.02 11:08
wer meint, er müsse solche
wie DocMorris unterstützen...,

Würde ernsthaft die Existenz eines flächendeckenden Netzes der
Medikamentenversorgung vor Ort gefährdet, hätte es viele
Nachteile
Würde für die Apotheken nur der "Kleinkram" bleiben (DocMorris
spezialisiert auf den Rest), der fast unter Serviceleistungen fällt,
ließe sich davon wohl kaum ein gut sortiertes, teures Warenlager und das Personal bestreiten.


Machen wir doch alle eine Internetapotheke auf, schaffen uns über die
Steuer ... einen Wettbewerbsvorteil, umgehen das deutsche Recht
(Canabis aus Holland, Koks aus Kolumbien übers i-net :-) ), ... - und
schaffen die Ärzte und Krankenhäuser auch ab, -- wer braucht die denn?

Ernst wirds erst, wenn wir mal ernsthaft Krank werden, also :-)
Antworten
methusalem:

@neo andersson

 
26.07.02 11:08
endlich mal eine differentierte aussage.
die ganzen körperlich offensichtlich gesunden hier an board können sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen , daß auch noch menschen gibt, die vielleicht gar keinen internet anschluß haben.
-und es soll sogar menschen geben ,die sich lieber von richtigen menschen beraten lassen,als über irgendwelche sogenannten hotlines.
diese sieben oder acht millionen menschen wollen einfach nur, daß ihre kassenbeiträge für das verwendet werden was ihnen wichtig ist.
u.a. für eine ortsnahe,flächendeckende versorgung für menschen -von menschen.

alles andere als blöd !-auch wenn es für internetjunkies blöde erscheint.
Antworten
flexo:

Notversorgung

 
26.07.02 11:09
kann man kostengünstiger als jetzt organisieren. Alten Frauen beim Kauf ihrer Medikamente aber eine Unterschriftenliste unterzuschieben ist nicht ganz sauber.
Und genau das ist das Problem in Deutschland: Alles wird der langsamsten und anfälligsten Einheit untergeordnet, deswegen haben wir Strukturen, so langsam, so 5-fach abgesichert (und das oft noch schlecht), und so Verbandsbezogen.

Zum Kotzen.
Antworten
flexo:

@pfennig, wer umgeht denn hier deutsche

 
26.07.02 11:13
Steuern? Du musst nicht alles glauben, was du unterschreibst. DocMorris zahlt auch in Deutschland Steuern.
Antworten
neo andersson:

wie organisiert man denn die notversorgung

 
26.07.02 11:17
kostengünstiger?

wie versorge ich denn die alten und gebrechlichen ohne internet und computer auf dem land kostengünstiger als mit apotheken?

wie versorge ich den chronisch kranken der auf lückenlose medikamentation mit einer lückenlose kühlkette angewiesen ist kostengünstiger?

das problem ist, das die i-net anbieter sich die lukrativen sachen raussuchen. die apotheken brauchen aber die lukrativen sachen, um die defizitären teile ( und das ist nicht selten die notversorgung) zu subventionieren.
wenn die keine gewinnträchtigen sonstigen einahmen mehr haben, wird die notversorgung noch viel teuerer, als sie ohnehin schon ist.

aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, sagt mir nur wie ich die kranken ohne i-net anschluss und ohne pc permanent versorge mit medikamenten die in stunden da sein müssen.

in einer sache stimme ich allerdings reila und allen kritikern gerne und vorbehaltlos zu. die beratung in apotheken ist häufig schrott. das ist deutlich verbesserungswürdig.

in diesem sinne
Antworten
flexo:

Warum?

 
26.07.02 11:21
Schliessen denn alle Apotheken, wenn doc Morris weiterversenden darf? Totschlagargumente.
Antworten
methusalem:

nein nicht alle aber vielleicht die hälfte? o.T.

 
26.07.02 11:25
Antworten
chefvonsganze:

es spricht doch keiner von der

 
26.07.02 11:27
Abschaffung der Apotheken. In Großstädten findest Du aber im Zentrum an jeder Ecke eine. Das Gejammere der Apotheker ist eben Jammern auf hohem Niveau...
Antworten
pfennig:

@neo andersson

 
26.07.02 11:28
das heißt ja auch Beratungsangebot, das genutzt
wird, oder nicht.

Bleibt aber bestimmt auch ein Unterschied, ob man sich vom
Apotheker (Pharmazeut) oder den PTA´s, also den
Pharmzeutisch Technischen Assistenten, Beratung wünscht.

Gruß pfennig
Antworten
neo andersson:

wieso totschlagargumente flexo?

 
26.07.02 11:35

du sagst, die notversorgung geht billiger.
ich will wissen wie.

das ist kein totschlagargument, sodern eine frage. wie versorge ich die oben genannten gruppen kostengünstiger?

und zu pfennig
das problem ist häufig, in der apotheke jemanden zu finden, der meine fragen beantworten kann. woran das liegt ist mir als kunde egal. ich will kompetente antworten auf meine fragen. und da habe ich häufig schlechte efahrungen gemacht. und wenn ich mir dann meine antworten aus dem netz saugen muss, aber gleichzeitig die apotheker gegen die netzkonkurrenz wettern, ist das nicht gerade konsequent. natürlich gibt es auch apotheken mit sehr guter beratung.

in diesem sinne
Antworten
josse:

War vor ein paar Tagen in der Apotheke,

 
26.07.02 11:44
da trau ich mir doch zum Apotheker zu sagen:" Im Internet
bei "blabla" ist dieses Medikament um ca. 30% günstiger
und ebenfalls in einer kleineren Verpackungseinheit zu haben".
Ich sah vor mir einen "Kochtopf" der langsam zu explodieren
drohte und brüllte mich an von wegen schlechter Qualität usw.
Der sieht mich nicht mehr.
Welcher Idiot hat eigentlich bei den Apothekern 733444
Antworten
vega2000:

neo andersson

 
26.07.02 11:55
Von der Abschaffung der ambulanten Pflegedienste ist doch hier nicht die Rede, -ausserdem: wenn jemand chronisch krank ist, dann wird er sich rechtzeitig mit genügend Medikamenten versorgen (lassen) & Krankenhäuser gibt es auch noch.
Welcher Idiot hat eigentlich bei den Apothekern 733464
Antworten
pfennig:

aber dann ist ja nichts gespart, dann wirds ja

 
26.07.02 11:57
noch teurer.

Gruß pfennig
Antworten
neo andersson:

vega2000

 
26.07.02 12:02
das basiert auf der idee, das der chronisch kranke zum einen immer die gleiche krankheit hat ( leute mit einer immunschwäche sind aber z.b. chronisch krank und haben immer andere krankheiten) zum anderen auf der idee, dass der chronisch kranke immer die gleichen medikamente braucht ( was sicher nicht immer der fall ist)
somit ist frühzeitig lagerhaltung von medikamenten schon wieder essig.

und warum krankenhäuser als lagerstätte für medikamente billiger sein sollten als apotheken, verstehe ich auch nicht. und auf dörfern und kleinstädten gibt es auch gar keine krankenhäuser.

in diesem sinne
Antworten
flexo:

Notversorgung

 
26.07.02 12:15
ist nur eine Frage des wirtschaftlichen Anreizes. Wenn ich selbst nicht mobil bin (z.B. durch einen PKW) ist auch die heutige Notversorgung vorn Arsch, oder etwa nicht?
Und ich bezweifle, das das ganze Ausmaß des Apotheken Nepp bekannt ist: Oder wer weiß schon, das in vielen Apotheken auch Nahrung für Pflegebedürftige zusammengemixt wird, in einer viertelstunde von einer Fachkraft mit extrem teuren aber wirkungslosen Ingredienzen zu 100 € und darüber pro Patient und Tag. Das haben wir, wenn Verbände zuviel Einfluß auf den Staat haben - da kann man sich noch ganz andere Nachfragebeispiele schaffen - so lange, bis alle ihre 8 Stunden (und mehr) am Tag abreißen nur noch um widersinnige Lebenserhaltung zu finanzieren.
Antworten
007Bond:

@neo andersson

 
26.07.02 12:17
Weshalb sollte eine Unterversorgung kranker Menschen stattfinden. Die meisten halten die für sie notwendigen Medikamente zu Hause auf Vorrat. Auch kenne ich keinen Astmatiker, der bei aktuter Atemnot noch in die Apotheke rennen kann ;-)

Generell gilt: Für wirkliche Notfälle stehen Notärzte zur Verfügung. Sie sind mit allen für Notfälle erforderlichen Medikamenten ausgestattet

Darüber hinaus - um auf das Thema Antibiotika zurückzukommen - die Gürtelrose ist eine Virusinfektion (gleicher Virus wie die Windpocken). Antibiotika helfen aber nur bei bakteriellen Infekten ...
Antworten
mod:

Wir brauchen auch hier: K O N K U R R E N Z o.T.

 
26.07.02 12:19
Antworten
derph:

A-p-o-t-h-e-k-e

 
26.07.02 12:19
hm...
Apo-theke
Apo-Theke
Was wird an dieser Theke verkauft?
Apo?
APO?
AußerParlamentarische Opposition?

hmm...ich komm nicht klar !
Antworten
Reila:

Mein Gott, die Welt geht unter.

 
26.07.02 12:25
Den I-Net-Versand gibt es doch auch in der Schweiz. Sterben die da jetzt massenhaft an Medikamentenmangel? Darf man nicht mehr in die Schweiz in Urlaub fahren? Durchreise nach Italien aus Sicherheuitsgründen nur noch über Österreich?

Während viele Branchen in der Krise sind, geht es Apothekern in ihrem geschützten Markt noch verhältnismäßig gut. Was ist denn dabei, wenn einige etwas weniger verdienen. Die Innovationsfähigkeit bei Apothekern beschränkt sich m.E. bisher auf den Verkauf überteuerter Hustenbonboons. Warum sollte etwas mehr Wettbewerb schaden?

R.
Antworten
pfennig:

Deutschland braucht das, den Markt ins Ausland

 
26.07.02 12:26
zu verlagern, - und die Produktion auch.

Wann kommt wohl das feindliche Übernahmeangebot?

Gruß pfennig
Antworten
007Bond:

Noch ein Argument:

 
26.07.02 12:33
In der Vergangenheit habe ich immer wieder feststellen müssen, dass Medikamente (auch solche, die in Deutschland hergestellt werden) oft im Ausland erheblich billiger als hier in Deutschland zu kaufen sind. Etwa kostet das Medikament Aspirin (von Bayer) in Spanien weniger als die Hälfte als hier in Deutschland.

Ein Öffnen der Märkte für den Handel von Medikamenten halte ich für sinnvoll und wünschenswert. Es entlastet zum einen die Kassen der Krankenkassen und zum anderen auch die der abgezockten Patienten (Pflichtbeteilung der geseztl. Krankenversicherten bei durch den Arzt verschriebenen Medikamenten). Oft verschreiben Ärzte bei teueren Medikamenten kleinere Packungsgrößen (manchmal auch Alternativen, die zwar die gleiche Wirkstoffkombination haben, aber möglicherweise durch Zusatzstoffe Allergien auslösen könnten), um zum Quartalsende keinen Ärger mit den Krankenkassen zu bekommen - und das, obwohl die größeren Packungsgrößen im Vergleich günstiger sind, als die kleineren. Dies gilt vor allem bei chronisch kranken Patienten, die dann zusätzlich mit entsprechend höheren Kosten belegt werden (siehe Zuzahlungen).

Antworten
Reila:

pfennig, die Ursache, warum es das nicht bei uns

 
26.07.02 12:35
gibt (Medikamentendirektversand), sind unsere Gesetze. Die sind uns nicht vom Ausland aufgezwungen. Im übrigen haben wir einen satten Handelsbilanzüberschuß. Da müßten sich eher andere beschweren.

Ich zahle auch gern teuere Handwerkerrechnungen, weil hier eine mittelalterliche Zunftordnung immer noch für die Zulassung von Handwerkern gilt. Wenigstens wird die EU hier langfristig einiges liberalisieren.

Früher dachte ich immer, in der Bundesrepublik gäbe es Wettbewerb. Aber hier werden ja sogar die Taxipreise reguliert. Irgendwie scheinen die Regulierungen aber nicht den gewünschten Erfolg zu haben. Komisch, daß viele dann noch nach mehr Regulierung rufen. Aber ich habe gelernt. In meinem nächsten Leben werde ich Beamter. Ich trefft mich ann 8immer da, wo es schöne warme Plätze gibt.

R.

Antworten
neo andersson:

hmmmm...

 
26.07.02 12:53

also irgendwie verstehe ich die diskussion nicht richtig...

also ihr seit für i-net apotheken, weil die billiger sind.
also werdet ihr die ja auch wohl nutzen, wenn sie denn vorhanden sind.
also können die apotheken dieses geschäft nicht mehr machen.
also werden diverse apotheken dicht machen.

ihr sagt gleichzeitig, dass die apotheken nicht gefährdet sind, weil, ja warum eigentlich nicht?

entweder ist das i-net eine alternative die zu nutzen ist, und damit die bestehenden apotheken gefährdet, oder sie ist keine alternative, dann verstehe ich nicht, warum ihr so stark dafür macht.

zum thema gürtelrose:

wieder was gelernt. ich war mir sicher, das diese verdammte medikamente die man da alle paar stunden schluckt antibiotika sind. kann auch sein, dass ich nur leute kenne, die gleichzeit einen entzündungsherd hatten, der bakteriell verursacht war, was laut www.medizinfo.com/hautundhaar/viren/guertelrose/therapie.shtml wohl nicht so selten ist.
aber trotzdem danke 007bond.

das deutsche medikamente im ausland billiger sind als in deutschland ist natürlich eine frechheit. die frage ist, ob man das den apotheken anlasten kann, oder den herstellern. und wie sich deren preispolitik ändert, wenn die auf einmal nicht mehr die einnahmen aus deutschland hätten.

ich finde jedenfalls eine flächendeckende versorgung mit apotheken gut und richtig und notwendig. wenn sich eine coexistenz zwischen onlineangebot und vor-ort-apotheken realisieren lässt, bin für die i-net apotheken. ansonsten dagegen.
bei solchen sensiblen themen wie z.b. gesundheit, bin ich grundsätzlich der ansicht, dass man das system auf schwache, kranke und hilfsbedürftige zuschneiden und optimieren muss, und der rest der bevölkerung für die finanzierung zuständig ist. von der sicht rücke ich auch nicht ab.

in diesem sinne
Antworten
taos:

In den USA gibt es Medikamente im Supermarkt.

 
26.07.02 13:00
Ist die medizinische Versorgung deshalb schlecht.

Ich habe bis jetzt wirklich noch keine Notwendigkeit für Apotheken im Abstand von 50m gesehen.

Taos
Antworten
Reila:

Apothekern droht der Entzug der Zulassung

 
26.07.02 13:52
(heute gefunden in Berliner Morgenpost, Titelseite)
--------
Berlin - Wegen illegaler Geschäfte mit Aids-Medikamenten sitzt eine 33-jährige Patientin seit Mai in Haft. Das bestätigte Justizsprecherin Ariane Faust der Berliner Morgenpost. Die Frau wird des gewerbsmäßigen Betrugs in 95 Fällen verdächtigt, noch sei jedoch keine Anklage gegen sie erhoben worden.

Wie berichtet, stehen auch sechs Berliner Apotheker im Verdacht, sich an HIV-Präparaten bereichert zu haben. Sie sollen die Krankenkassen bei der Abrechnung von Medikamenten im großen Stil betrogen haben, an Patienten statt Pillen Parfüms oder gar Möbel abgegeben haben. Die Rezepte hätten die in Verdacht geratenen Apotheker dann zu Lasten der Kassen abgerechnet.

Den in den Schwindel verwickelten Apothekern kann nun die Zulassung und die Approbation entzogen werden. «Sollte sich der Verdacht bestätigen, dann ist das Betrug und gehört in die Hand des Staatsanwaltes», sagte Norbert Bartetzko, Präsident der Apothekerkammer.

Allerdings könne man bei den bisher bekannt gewordenen Taten nur von Einzelfällen sprechen, betonte Norbert Bartetzko. Insgesamt gibt es in Berlin 4100 Apotheker und 869 Apotheken.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht Alle 1 2

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--