" Welchen Frieden wollen wir der Welt schenken...


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Speculator:

" Welchen Frieden wollen wir der Welt schenken...

 
11.10.02 09:36
...den von uns militärisch erzwungenen?" (John F. Kennedy)

Dieses Zitat wurde gestern im Zusammenhang mit einem möglichen Irakkrieg in den Tagesthemen erwähnt.

Auf jeden Fall besser als diesen Diktator weiter gewähren zu lassen, sagte ein Kollege von mir als ich ihn diesen Satz vortrug. Klar, Saddam ist eine Bedrohung für die westliche Welt geworden aber wäre mit einem Sturz Saddams das Problem beseitigt? Werden die Amis einen neuen Diktator aus dem Ärmel zaubern oder eher auf Demokratie setzten und für freie Wahlen plädieren?

So oder so, wird die Problematik dadurch nicht aus der Welt geschaffen. Zum Beispiel zeichnet sich bei den Parlamentswahlen in Pakistan ein überraschend großer Erfolg der islamitischen Parteien ab. Bis Freitagmorgen haben die Pro-Taliban-Parteien "Vereinte Aktionsfront, MMA" ein Drittel der bislang ausgezählten 72 Wahlkreise gewonnen.

Warum strömen die Menschen zu den Radikalen?
Ich denke es liegt daran, dass Amerika im Nahen Osten so gut wie verspielt hat. Den Amerika ist nicht fair. Während sie bei den Islamischen Staaten wie Irak auf bedinglose Erfüllung der UN-Resolutionen pocht und dies mit Wirtschaftssanktionen und nun auch mit Krieg untermauert sind ihnen die weiterhin unerfüllten UN-Resolutionen Israels Scheiß egal.

Die  Geschichte der zionistischen Besiedlung Palästinas ist eine Geschichte von Diskriminierung und Vertreibung, die schon vor der einseitigen Ausrufung des Staates Israels im Jahre 1948 begann. Nach der Staatsgründung Israels wurden 770 000 Palästinenserinnen und Palästinenser vertrieben, und statt der im UN-Teilungsplan von 1947 vorgesehenen 56,4 Prozent des ursprünglichen Palästinas hatte Israel nun 78 Prozent gewaltsam in seinen Besitz gebracht.

1967 besetzte Israel die restlichen 22 Prozent Palästinas: Gazastreifen und Westbank einschließlich Ost-Jerusalem. Erneut wurden dabei Hunderttausende Palästinenser vertrieben. Heute leben mehr als 3,5 Millionen Flüchtlinge und ihre Nachkommen in der Diaspora, zum Teil in der dritten und vierten Generation in Flüchtlingslagern. In den besetzten Gebieten wurden systematisch israelische Siedlungen errichtet und dafür weiteres palästinensisches Land konfisziert. 1981 wurde Ost-Jerusalem annektiert und seitdem mit riesigen Siedlungsblöcken umgeben.

Mit seiner Besatzungs- und Enteignungspolitik verstößt Israel nicht nur gegen das Völkerrecht, sondern auch gegen eine Fülle von UN-Resolutionen, die Israel zur Räumung der besetzten Gebiete, zur Beendigung der Siedlungstätigkeit und zur Rückführung der palästinensischen Flüchtlinge auffordern – und dies obwohl sich Israel bei der Aufnahme in die Vereinten Nationen 1949 verpflichtete, sich vorbehaltlos an die Charta der UN zu halten und ihre Resolutionen umzusetzen.

So lange dieses Problem nicht gelöst wurde wird es kein Frieden in der Region geben und das geht uns alle was an, wie die Ereignisse vom 11. September gezeigt haben.

Das musste ich Mal loswerden,

mfg: Speculator
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