Welche wirtschaftspolitische Einstellung habt ihr?


Thema
abonnieren
Beiträge: 29
Zugriffe: 1.372 / Heute: 2
SchwarzerLor.:

Welche wirtschaftspolitische Einstellung habt ihr?

 
16.08.02 14:04
Zur Abstimmung springen.

Diese Nachricht wurde automatisch erzeugt. Der Thread wird nach jeder 3. vergebenen Stimme im Board nach oben geholt.

Antworten
chreil:

Wo bleiben die ganz normalen

 
16.08.02 14:05
neoklassisch-neoliberalen Ideen?
Antworten
chreil:

Noch was: Vor 20 Jahren war diese Abstimmung

 
16.08.02 14:24
sogar aktuell!!! :)
Antworten
Nick Leeson:

vor 20 jahren hat Thatcher sehr gut gezeigt, was

 
16.08.02 14:28
man mit der Keynes(idee) alles falsch machen kann!!!
Ein mittelding zwischen monterarismus und Keynes' Theorie ist wohl nachwievor der beste weg die Wirtschaft zu lenken.


gruss
nick

Antworten
Nick Leeson:

@schwarzeLord,soviel ich weiss

 
16.08.02 14:34
besagt ja die Keynes Theorie, dass die freihe marktwirtschaft ohne groessere intervention langfristig sich in einen idealzustand einpendelt(natural flow)

Die monetaristen wiedersprechen dieser theorie und meinen , dass es notwendig ist durch intervention in der freien marktwirtschaft eine ideale balance zu schaffen.(die wirtschaft muss von oberster hand gelenkt werden)

richtig?

gruss

nick
Antworten
IZ:

Es fehlen noch wichtige!

 
16.08.02 14:35
Wie stets mit
A. Smith explizit
D. Ricardo ?

Ich bin Anhänmger von L. Boltzmann.

Gruß
IZ

Antworten
Nick Leeson:

naja adam smith ist ja im grunde die mutter

 
16.08.02 14:37
aller theorien , die von keynes, ricardo und anderen weitergefuehrt (gedacht) wurden.


gruss

nick

Antworten
IZ:

hier mehr infos:

 
16.08.02 14:37
www.kgh-online.de/infoschul/projekt/...nne/oekonome/oeko-1.htm
Antworten
Schnorrer:

Ich bin Malthusianer. Obwohl ich das nicht will.

 
16.08.02 14:39
Aber das ist die Realität.
Antworten
IZ:

re:

 
16.08.02 14:39
stimmt, deswegen ja das wort explizit.
aber eigentlich fehlt noch marx.
dessen monumentales werk "das kapital"
richtig interpretiert ,
ergibt nach einigen umformungen smithismus.

;-)
IZ
Antworten
SchwarzerLor.:

Keynesianismus

 
16.08.02 18:03
Keynesianismus
Als Keynesianismus wird eine staatliche Wirtschaftspolitik bezeichnet, die darauf ausgerichtet ist, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu beleben und so die Wirtschaft anzukurbeln. Die theoretische Grundlage lieferte der englische Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes in den 30er Jahren.
Keynes ging davon aus, daß die Marktwirtschaft regelmäßig Nachfrageschwankungen erzeugt, die wiederum zu Produktions- und Beschäftigungsschwankungen führen. Der Markt reguliere sich jedoch nicht selbst, und so komme es zu Wirtschaftskrisen und Massenarbeitslosigkeit. Es sei denn, der Staat greift ein und steuert gegen, indem er in Phasen von Konjunktur- und Beschäftigungskrisen die Nachfrage stärkt. Eine wichtige Rolle spielt im keynesianischen Konzept

die öffentliche Nachfrage: Der Staat tritt als Nachfrager nach Gütern für die Allgemeinheit auf ; er legt zum Beispiel ein Investitionsprogramm auf finanziert aus Steuergeldern neue Verkehrswege, Bildungseinrichtungen oder Umweltschutzanlagen. Dabei können Bund, Länder und Gemeinden sich ruhig - zeitlich befristet
verschulden. Weitere Mittel, die Konjunktur zu beleben, sind:
eine höhere private (Konsum-)Nachfrage. Sie wird erreicht durch steigende Reallöhne und staatliche Zuwendungen wie Sozialhilfe oder Kindergeld
und höhere Investitionen der Unternehmen. Sie sollen durch niedrige Steuern und Zinsen angeregt werden.

In den 70er Jahren orientierte sich die Wirtschaftspolitik in fast allen westlichen Industrieländern am Keynesianismus - auch in der Bundesrepublik. 1982 brachte der Regierungswechsel eine Wende. Die in den USA (wieder) in Mode gekommene Angebotspolitik wurde auch hier zur Richtschnur der Wirtschaftspolitik. Dieses Konzept setzt darauf, die Bedingungen auf der Angebotsseite zu verbessern: niedrigere Löhne und Steuern sollen Unternehmen anregen, mehr zu investieren.
Die Gewerkschaften halten den Keynesianismus auch nach dem Trendwechsel für ein geeignetes Mittel, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Und mit ihnen eine Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern - zum Beispiel die "Memorandum"-Gruppe, die alljährlich Alternativgutachten zum Wirtschaftsgutachten des Sachverständigenrats vorlegt.

Quelle: www.igmetall.de/direkt/lexikon/keynesianismus.html
Antworten
vega2000:

Ich bin Anhänger von "Arrows Unmöglichkeits-

 
16.08.02 18:19
Antworten
Schnorrer:

Der Thread nervt mich. Alles halbseidener Müll

 
16.08.02 20:32
Nichts ist gefährlicher als Halbwissen.
Antworten
Schnorrer:

Die Amis sind auch Malthusianer

 
16.08.02 20:53
Krieg ist eine langfristige Notwendigkeit:

Der britische Nationalökonom Thomas Robert Malthus (1766-1834) schrieb vor 200 Jahren die erste sachliche Abhandlung über das Prinzip des Bevölkerungswachstums. Malthus ging der Frage nach, wie stark die Bevölkerungszahlen in Friedenszeiten anwachsen und in Kriegszeiten durch Schlachten, Hunger, Kälte und Seuchen wieder zurückgehen.

In seinem Werk behauptete Malthus, daß die Bevölkerung beständig anwachse und Kriege dieses Wachstum langfristig nur unwesentlich beeinflußten. Malthus vertrat die Theorie, daß die Bevölkerung geometrisch wächst, also etwa nach der Zahlenreihe 1, 2, 4, 8, 16, ... während die Produktion an Nahrungsmitteln nur arithmetisch zunimmt. Eine arithmetische Zahlenreihe wäre z.B. 1, 2, 3, 4, 5, usw. Nimmt die Erzeugung von Nahrung um das doppelte zu, vervierfacht sich die Bevölkerung, einer Verdreifachung der Nahrungsproduktion stünde etwa eine Verneunfachung der Bevölkerungszahl gegenüber. Malthus zog den Schluß, daß das Anwachsen der Menschheit unablässig der landwirtschaftlichen Erzeugung davoneilt.

Hungerkatastrophen und schreckliche Verteilungskriege erschienen nach dieser Theorie unvermeidbar. Als Lösung schlug Malthus eine Senkung der Geburtenrate durch sexuelle Enthaltsamkeit und späte Heirat vor. Autoren, welche Malthus' Ideen übernahmen, empfahlen zudem systematische Abtreibungen. Die Gedanken von Malthus und insbesondere seiner Anhängern wurden erwartungsgemäß mit Mißbilligung zur Kenntnis genommen.

Thomas Malthus hat sich 1798 mittelfristig geirrt, langfristig hat er prinzipiell recht behalten. Sein Werk erschien, als die industrielle Revolution bereits angelaufen war. Im selben Jahr, als Malthus seine Theorien veröffentlichte, wurde die erste Hochdruck-Dampfmaschine in Betrieb genommen. Die Folgen der Industrialisierung waren ein Wachstum in allen Bereichen des Lebens. Bergbau, Landwirtschaft, Textilien, Pharmazie, Verkehr - überall fand eine zügige Entwicklung statt, sowohl mengenmäßig als auch hinsichtlich der Qualität. Diese rasante Entwicklungsphase bewirkte eine noch schnellere Vermehrung der Bevölkerung. Die Folgen dieses Wachstums konnten durch einen enormen Einsatz von Energie in Form von Kohle und Öl bis heute teilweise verschleiert werden.

Die von Malthus vorausgesagte Entwicklung wurde nur verzögert. Mehr Menschen brauchen mehr Nahrung und Energie. Eine größere Nahrungsproduktion, gleichgültig ob mit oder ohne Gentechnik, verbraucht mehr Boden und vernichtet unabwendbar die biologische Artenvielfalt. Mehr Energieaufwand, egal ob durch Kohle, Öl oder Kernenergie, hat zudem weitere schwere Eingriffe in das weltweite Ökosystem zur Folge. Ein Überleben der Menschheit hängt von der Fähigkeit ab, sowohl die Bevölkerungsexplosion zu drosseln als auch die aberwitzige Energieverschwendung zu verringern.

Antworten
Seth Gecko:

Keynesianer vs. Monetaristen - für faule Leser

 
16.08.02 22:14
Die Keynesianer stehen für:
-Fiskalpolitik, der Staat soll sich einmischen
-Zinsen haben eher geringen Einfluß auf die Investitionen
-Zinsen haben großen Einfluß auf die Geldnachfrage

Die Monetaristen stehen für:
-Der Staat soll sich eher raushalten, wenn überhaupt, dann Geldpolitik
-Zinsen haben großen einfluß auf Investitionsnachfrage
-Zinsen haben rel. wenig Einfluß auf die geldnachfrage

Ach ja, Keynes ist tot. Die britische Regierung ließ unter sein Portät folgende Zeilen setzen: "John Maynard Lord Keynes, dem es gelungen ist, sich ohne Arbeit ein Vermögen zu schaffen." ( übersetzt aus dem Englischen)

Milton Friedman lebt meines Wissens noch und müßte fast 100 Jahre alt sein. Er selbst äußert immer wieder Sätze wie: "Arbeitslosenhilfe ist ein Schlag ins Gesicht für jeden arbeitenden Menschen."

cu, seth
Antworten
Schnorrer:

Rechts vs. Links, Schwarz vs. Weiß, Oben vs. Unten

 
16.08.02 22:25
Stark vs. Schwach ... usw. ... die Welt ist wohl ganz einfach, sie ist schwarz oder weiß, oder? Niemals bunt? Oder?

Es lebt sich leicht, wenn man nur unterscheidet zwischen Nord und Süd, zwischen Rotterdam und Nigeria, zwischen Geldsack und Drecksack.

Wir Schlaumeier gehören ja zur Geldsackseite.


Laß ma Luft ab ... und benutz Deinen Kopf. Nur deshalb, daß etwas zwischen den Schultern sitzt, das man nicht ununterbrochen mit Essen, Saufen oder Schnarchen beschäftigen kann, heißt noch lange nicht, daß diese Pausen mit Denken gleichzusetzen sind.
Antworten
Seth Gecko:

ego vs. intellekt

 
16.08.02 22:36
es ist meist fatal, wenn beide annähernd gleich groß sind. und wenn sich dann zwei leute mit eben diesem attribut begegnen, kracht es gewaltig, eben weil die beiden sich sehr ähnlich sind, aber dennoch niemals auf einen gemeinsamen nenner kommen können.

natürlich ist die welt schwarzweiß. und weil sie es doch nicht ist, habe ich auch nicht abgestimmt.

gute nacht, seth
Antworten
Schnorrer:

@seth: 11 Minuten ... Respekt.

 
16.08.02 22:38
Und insofern gebe ich Dir Recht: wenn man überleben will, MUSS man die Dinge Schwarz-Weiss sehen ... sonst endet man in der keynesianischen Unbeweglichkeitsfalle ... *ggg*
Antworten
Seth Gecko:

wir wollen nicht übertreiben ;-)

 
16.08.02 22:44
gute nacht. ich muß jetzt mal endlich vom computer weg, bevor ich meinen kopf zum schnarchen benutze ;-)

cu, seth
Antworten
kalle4712:

Manche wählen tatsächlich Keynes

 
16.08.02 22:56
Ich habe hier als Nr. 24 natürlich Friedman ausgewählt. Und ich hatte eine üble Vorahnung - nämlich die, dass bei Ariva sicherlich viele auch Keynes wählen. Und ich habe mich nicht geirrt: Keynes sogar mit 25%, damit Vorsprung vor Friedman mit 21%.
Es ist ja kaum zu glauben: Sogar unter den Börsen-Anhängern gibt es noch Anhänger von Keynes - also Leute, die glauben, dass der Staat mit seinen Eingriffen gegen die Kräfte des Marktes (und vor allem: gegen die Kräfte der menschlichen Natur) ankommt.

Das finde ich ziemlich traurig.
Antworten
SchwarzerLor.:

@schnorrer

 
20.08.02 03:42
Genau deswegen haben wir ja so Angst vor dir!
Antworten
ruhrpottzocker:

Verbohrte Ideologen aller Länder,

 
20.08.02 08:24

vereinigt euch.

Aber ihr seid nicht mehr viele. Pragmatiker sind gefragt.

<img src=/images/voting.png border=0> Welche wirtschaftspolitische Einstellung habt ihr? 755522
Antworten
avantgarde:

Ich habe auch für Keynes gestimmt. Die Theorien

 
20.08.02 08:57
die ihr hier zu Keynes nennt sind fast alle negativ belegt. Die guten Seiten des "eingreifenden Staates" sind jedoch nicht von der Hand zu weisen.

So versucht Keynes durch das "nicht direkte" eingreifen des Staates tiefe oder hohe Konjunkturschwankungen zu verhindern. Ziel ist eine stetig ansteigende Wirtschaftskraft, die nur marginal durch Rezessionen beeinflußt werden kann.

Durch ein sog. Anti-Zyklisches Handeln versucht der Staat diese Konjunkturwellen abzuschwächen. Er vergibt große Bauaufträge und Sannierungen in Zeiten der Rezession, und zieht dafür Geld vom Markt ab in konjunkturell guten Zeiten.


Das der markt sich allein Reguliert ist mE reine Theorie -, denn wenn man sich die theoretischen Transformationskurven nach Friedmann anschaut, dann wird dort der gleiche Fehler begangen, den Schnorrer und andere weiter oben bemängeln - nämlich die zu "einfache" Annahme oder das schwarz-weiß denken.


Als dann

Avantgarde

Antworten
avantgarde:

Hier die Formel nach Friedmann

 
20.08.02 09:07
M * v = P * y (M=Geldmenge; v=Umlaufgeschw.; P=Preisniveau; y=reales Einkommen);

Nach Friedmann erhält man eine Basis durch Konstantsetzung zweier Variablen. Wenn das nicht sehr schwarz-weiß gedacht ist weiß ich es auch nicht.

Anders Keynes.

Er sagt z. B. das der Staat die Steuern senken und somit die Nachfrage erhöhen soll. Einziges Problem ist dabei die Gefahr der Inflation.

Nehmen wir die aktuelle Lage in Deutschland so würde uns ein wenig Keynes derzeit sehr gut tun, Steuerentlastungen um den Markt anzuregen. DIe INflation ist derzeit so niedrig wie selten zuvor.

In diesem Sinne

Avantgarde

Antworten
diplom-oekon.:

Angebots- / Nachfrageseite

 
20.08.02 09:26
Es gibt ja nur grob zwei Richtungen - die eine fördert die
Angebotsseite (als die Unternehmen) und die andere (Keynes)
die Nachfrageseite. Was ist besser ?
Sehen wir uns aktuell die USA und Deutschland an. In den
USA wird alles für die Angebotsseite getan (niedrige Zinsen
niedrige Unternehmenssteuern, geringer Kündigungsschutz -hire and fire ). Aber wer sorgt für wirtschaftliche Dynamik
der Nachfrager ( US-Bürger die konsumieren auf Kredit und
ca. 10 Kreditkarten). In Deutschland sind ebenfalls die Unternehmenssteuern in den letzten vier Jahren gesenkt worden. Aber bei uns fehlt die Nachfrage (Konsum, Hausbau und kommt noch der Abschwung bei Automobilen).
Das A und O der wirtschaftlichen Probleme ist meiner Meinung
nach die fehlende Konsumbereitschaft (jeder hat schon alles) und neues (Handy) hat man auch schnell. Zudem gibt es immer
weniger Nachfrager (zu wenig Arbeitsplätze für Geringqualifizierte - z.B. in ein paar Jahren wird es keine
Briefträger mehr geben - Bankfilialen braucht man nicht mehr, es wird so sein wie bei Versicherungen ein- zweimal im
Jahr kommt ein Vertreter.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht 1 2 WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--