Noch mehr Sonne an der Börse
Derzeit streben eine Reihe von Unternehmen aus der boomenden Solarbranche an den Kapitalmarkt. Zuletzt hatte der Dresdner Solarmodulhersteller Solarwatt angekündigt, womöglich noch im November oder Dezember an die Börse gehen zu wollen. Der im Kleinwerteindex SDax gelistete Lüftungstechnikanbieter Centrotec will seine Solaraktivitäten im kommenden Frühjahr an die Börse bringen. Ende Juli war mit der Erlanger Solaranlagenfirma Solar Millennium ein Unternehmen aus der Branche an die Börse gegangen.
Solarworld-Fabrik: Der Rohstoff Silizium wird angesichts der weiltweit steigenden Nachfrage nach Solarstromanlagen knapp
Die positive Entwicklung der Branche führen Experten auf eine ganze Reihe von Gründen zurück. Die weiter steigenden Ölpreise setzten die Politik unter Druck, nach einer Alternative zum Öl zu suchen, was sich auch in der staatlichen Förderung der Branche widerspiegle.
Derzeit garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Betreibern von Solaranlagen je nach Größe der Anlage eine Einspeisevergütung von 54 Cent je Kilowattstunden eingespeisten Stroms. Das fortentwickelte EEG trat am 1. August vergangenen Jahres in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung auf mindestens 12,5 Prozent bis 2010 und auf mindestens 20 Prozent bis 2020 zu steigern.
Die Akzeptanz der erneuerbaren Energien sei in der Politik nach wie vor hoch, auch wenn die Union die Zuschüsse für die Erzeugung von Ökostrom senken will, sollte sie die Wahlen am 18. September gewinnen, heißt es. Jenseits möglicher politischer Unwägbarkeiten befürchten Beobachter angesichts der starken Nachfrage Engpässe bei der Versorgung mit Silizium, dem wichtigsten Rohstoff für die Herstellung von Solarzellen. Die Hersteller kämen bei der Produktion nicht mehr nach.
Spätestens 2007 sollte dieses Problem nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarindustrie (BSI) aber beseitigt sein. Denn die Siliziumhersteller investierten kräftig in ihre Produktionskapazitäten, erklärte unlängst BSI-Geschäftsführer Styri-Hipp. Mit einer drastischen Kürzung der Förderung rechne der BSI selbst bei einem Regierungswechsel nicht.
Nach BSI-Angaben vom März dieses Jahres hat der deutsche Markt für Solarstromanlagen in 2004 sein Volumen um 140 Prozent auf 360 Megawatt gesteigert. Für das laufende Jahr und 2006 erwartet der BSI, der die Solarproduzenten in Deutschland vertritt, eine Verstetigung des Wachstums auf niedrigerem Niveau von rund 20 Prozent jährlich.
Derzeit streben eine Reihe von Unternehmen aus der boomenden Solarbranche an den Kapitalmarkt. Zuletzt hatte der Dresdner Solarmodulhersteller Solarwatt angekündigt, womöglich noch im November oder Dezember an die Börse gehen zu wollen. Der im Kleinwerteindex SDax gelistete Lüftungstechnikanbieter Centrotec will seine Solaraktivitäten im kommenden Frühjahr an die Börse bringen. Ende Juli war mit der Erlanger Solaranlagenfirma Solar Millennium ein Unternehmen aus der Branche an die Börse gegangen.
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Die positive Entwicklung der Branche führen Experten auf eine ganze Reihe von Gründen zurück. Die weiter steigenden Ölpreise setzten die Politik unter Druck, nach einer Alternative zum Öl zu suchen, was sich auch in der staatlichen Förderung der Branche widerspiegle.
Derzeit garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Betreibern von Solaranlagen je nach Größe der Anlage eine Einspeisevergütung von 54 Cent je Kilowattstunden eingespeisten Stroms. Das fortentwickelte EEG trat am 1. August vergangenen Jahres in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromversorgung auf mindestens 12,5 Prozent bis 2010 und auf mindestens 20 Prozent bis 2020 zu steigern.
Die Akzeptanz der erneuerbaren Energien sei in der Politik nach wie vor hoch, auch wenn die Union die Zuschüsse für die Erzeugung von Ökostrom senken will, sollte sie die Wahlen am 18. September gewinnen, heißt es. Jenseits möglicher politischer Unwägbarkeiten befürchten Beobachter angesichts der starken Nachfrage Engpässe bei der Versorgung mit Silizium, dem wichtigsten Rohstoff für die Herstellung von Solarzellen. Die Hersteller kämen bei der Produktion nicht mehr nach.
Spätestens 2007 sollte dieses Problem nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarindustrie (BSI) aber beseitigt sein. Denn die Siliziumhersteller investierten kräftig in ihre Produktionskapazitäten, erklärte unlängst BSI-Geschäftsführer Styri-Hipp. Mit einer drastischen Kürzung der Förderung rechne der BSI selbst bei einem Regierungswechsel nicht.
Nach BSI-Angaben vom März dieses Jahres hat der deutsche Markt für Solarstromanlagen in 2004 sein Volumen um 140 Prozent auf 360 Megawatt gesteigert. Für das laufende Jahr und 2006 erwartet der BSI, der die Solarproduzenten in Deutschland vertritt, eine Verstetigung des Wachstums auf niedrigerem Niveau von rund 20 Prozent jährlich.