Großer Börsenschlussverkauf
Weg mit dem Ramsch!
Der heutige Tag wird den Börsianern wieder einmal als schwarzer Freitag in Erinnerung bleiben. Der Dax verlor innerhalb von drei Handelsstunden fast 140 Punkte. Am Neuen Markt markiert der Nemax 50 ein neues Allzeit-Tief.
Frankfurt am Main - Das Börsenbarometer stand gegen 11.19 Uhr bei 639,73 Punkten - ein Minus von 5,44 Prozent. Das bisherige Rekordtief hatte der Nemax 50 am 21. September 2001 bei 641,31 Zählern erreicht.
Derzeit wird der Abwärtstrend aber noch dadurch beschleunigt, dass zahlreiche so genannte Stop-Loss-Marken fallen und dadurch zusätzliche Verkaufsorders in Massen erteilt werden. Gestützt wird diese Interpretation durch die enorm hohen Umsätze. Offenbar ziehen auch Großinvestoren die Notbremse, um ihre Verluste zu begrenzen. Schwergewichte wie DaimlerChrysler , SAP , Volkswagen und Siemens gaben zwischen 4,1 und 5,1 Prozent nach: SAP nähert sich wieder der Marke von 100 Euro, während DaimlerChrysler nur noch knapp über 46 Euro notiert.
Die Aktie der Deutschen Telekom hat gar die psychologisch ungeheuer wichtige Marke von zehn Euro durchschlagen und notierte zuletzt mit einem Verlust von 3,3 Prozent unter 9,80 Euro. Mehr als Zweckoptimismus blieb den Händlern in dieser Situation nicht übrig: "Wenn jetzt die Marke endlich gefallen ist, gibt es vielleicht die Chance auf eine Erholung in den kommenden Wochen."
Von der miesen Stimmung bleiben auf Finanztitel wie Deutsche Bank , HypoVereinsbank und Commerzbank nicht verschont. Sie setzten genauso wie die Autotitel am Freitag ihre Talfahrt fort. Die Aktie der Münchener Rück gab zuletzt knapp drei Prozent nach und fiel unter 220 Euro: Die Credit Suisse First Boston (CSFB) hat Händlern zufolge am Freitag den fairen Wert der weltgrößten Rückversicherungs-Gesellschaft von 295 auf 260 Euro gekürzt.
In dieser Situation zeigte auch die Nachricht, dass Microsoft-Gründer Bill Gates für mehrere hundert Millionen Dollar Aktien aus seinem Portfolio verkaufen will, ihre Wirkung. Die Aktie des weltgrößten Softwarekonzerns geriet unter die Räder. Zuvor hatte im Kartellverfahren gegen Microsoft ein US-Gericht den Antrag des Konzerns abgelehnt, die Klage von neun Bundesstaaten abzuweisen.
Ironie der Börse: Ausgerechnet die am stärksten geprügelten Titel der vergangenen Tage legten am Freitag gegen den Trend zu. Der Finanzdienstleister MLP gewann 1,9 Prozent und war Spitzenreiter im Dax. Zwar hat MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen die Vorwürfe des Anlegermagazins "Börse Online" zurückgewiesen. Dies hat der Aktie zunächst aber nicht helfen können.
Einen Gewinner gab es auch am Neuen Markt: MobilCom. Die Aktie kletterte am Freitag um weitere 2,6 Prozent auf 7,70 Euro, nachdem sie am Vortag rund 20 Prozent zugelegt hatte. Damit hat sie allerdings erst einen kleinen Teil der Verluste aus den Vortagen wieder wettgemacht. Als die Nachricht bekannt geworden war, dass sich der französische Telefonkonzern France Télécom aus dem Vertrag mit den Büdelsdorfern lösen will, hatte das Papier in kürzester Zeit rund 60 Prozent seines Wertes verloren.
Weg mit dem Ramsch!
Der heutige Tag wird den Börsianern wieder einmal als schwarzer Freitag in Erinnerung bleiben. Der Dax verlor innerhalb von drei Handelsstunden fast 140 Punkte. Am Neuen Markt markiert der Nemax 50 ein neues Allzeit-Tief.
Frankfurt am Main - Das Börsenbarometer stand gegen 11.19 Uhr bei 639,73 Punkten - ein Minus von 5,44 Prozent. Das bisherige Rekordtief hatte der Nemax 50 am 21. September 2001 bei 641,31 Zählern erreicht.
Derzeit wird der Abwärtstrend aber noch dadurch beschleunigt, dass zahlreiche so genannte Stop-Loss-Marken fallen und dadurch zusätzliche Verkaufsorders in Massen erteilt werden. Gestützt wird diese Interpretation durch die enorm hohen Umsätze. Offenbar ziehen auch Großinvestoren die Notbremse, um ihre Verluste zu begrenzen. Schwergewichte wie DaimlerChrysler , SAP , Volkswagen und Siemens gaben zwischen 4,1 und 5,1 Prozent nach: SAP nähert sich wieder der Marke von 100 Euro, während DaimlerChrysler nur noch knapp über 46 Euro notiert.
Die Aktie der Deutschen Telekom hat gar die psychologisch ungeheuer wichtige Marke von zehn Euro durchschlagen und notierte zuletzt mit einem Verlust von 3,3 Prozent unter 9,80 Euro. Mehr als Zweckoptimismus blieb den Händlern in dieser Situation nicht übrig: "Wenn jetzt die Marke endlich gefallen ist, gibt es vielleicht die Chance auf eine Erholung in den kommenden Wochen."
Von der miesen Stimmung bleiben auf Finanztitel wie Deutsche Bank , HypoVereinsbank und Commerzbank nicht verschont. Sie setzten genauso wie die Autotitel am Freitag ihre Talfahrt fort. Die Aktie der Münchener Rück gab zuletzt knapp drei Prozent nach und fiel unter 220 Euro: Die Credit Suisse First Boston (CSFB) hat Händlern zufolge am Freitag den fairen Wert der weltgrößten Rückversicherungs-Gesellschaft von 295 auf 260 Euro gekürzt.
In dieser Situation zeigte auch die Nachricht, dass Microsoft-Gründer Bill Gates für mehrere hundert Millionen Dollar Aktien aus seinem Portfolio verkaufen will, ihre Wirkung. Die Aktie des weltgrößten Softwarekonzerns geriet unter die Räder. Zuvor hatte im Kartellverfahren gegen Microsoft ein US-Gericht den Antrag des Konzerns abgelehnt, die Klage von neun Bundesstaaten abzuweisen.
Ironie der Börse: Ausgerechnet die am stärksten geprügelten Titel der vergangenen Tage legten am Freitag gegen den Trend zu. Der Finanzdienstleister MLP gewann 1,9 Prozent und war Spitzenreiter im Dax. Zwar hat MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen die Vorwürfe des Anlegermagazins "Börse Online" zurückgewiesen. Dies hat der Aktie zunächst aber nicht helfen können.
Einen Gewinner gab es auch am Neuen Markt: MobilCom. Die Aktie kletterte am Freitag um weitere 2,6 Prozent auf 7,70 Euro, nachdem sie am Vortag rund 20 Prozent zugelegt hatte. Damit hat sie allerdings erst einen kleinen Teil der Verluste aus den Vortagen wieder wettgemacht. Als die Nachricht bekannt geworden war, dass sich der französische Telefonkonzern France Télécom aus dem Vertrag mit den Büdelsdorfern lösen will, hatte das Papier in kürzester Zeit rund 60 Prozent seines Wertes verloren.