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Was würdest Du wählen ?


Beiträge: 52
Zugriffe: 1.637 / Heute: 1
Dan17:

Was würdest Du wählen ?

 
12.03.02 13:55
Zur Abstimmung springen.

Diese Nachricht wurde automatisch erzeugt. Der Thread wird nach jeder 3. vergebenen Stimme im Board nach oben geholt.

Antworten
mothy:

Am liebsten nichts mehr vom ganzen Sauhaufen!! FDP

 
12.03.02 15:06
FDP war ein Scherz, aber wenn das so weiter geht mit dem Hick Hack, dann kommt die FDP noch auf Ihre 18 % brrrrrr.

SPD: versinkt jetzt auch im spendensumpf/ hat den durschblick verloren
    lang leben die Bauunternehmer (hauptsache neuen Firmensitz mit horrender
     mtl. Miete)
CDU/CSU: Stoiber hat keine ausstrahlung/ können nur alles blockieren im        Bundestag/ wollen uns noch höher verschulden/ NEIN Sager ohne gutes Konzept
FDP: was fällt mir zu dem Wetterfähnchen den ein, mmhhhhhhhhhhh
Grüne: wissen selber nicht was sie wollen und haben den politischen Faden
verloren, regieren koste es was es wolle
Schill: zugekiffter Verein, die Lichtgestallt im Hanburger Sumpf von undurchsichtigen Freunden
PDS:  Politisch Dumme Sichtweise
habe gute Verbindungen zur rechtsextremen Szene (sieh bericht gestern ARD)


also was wähle ich keine ahnung?
Vielleicht sollte man die einzelnen Politiker für die einzelnen Ämter wählen!!!

Antworten
Dan17:

reicht doch für rot-gelb man kann nicht alles hab. o.T.

 
12.03.02 15:14
Antworten
mod:

aber mothy

 
12.03.02 15:15
Abwägen:

Was ist für Dich wichtig?

Sozialpolitik?
Wirtschaftsp.?
Aussenpol.?
usw.
usw.

Wer kann es höchstwahrscheinlich am besten?

.. und dann das kleinere Übel.

Nicht immer diese Äusserlichkeiten!
Dann würde Deutschland wohl geschlossen "Schröder" wählen.

Ist doch auch langweilig *g*

Antworten
Schnorrer:

Wir brauchen echte Alternativen.

 
12.03.02 15:19
Blondinen
Rothaarige
Schwarzhaarige
Männer

Dazu einen Zuschuß für die Stimmabgabe. 30 Euro Staatsgeld pro Briefwahl zu vernichten ist kein angemessener Ausgleich für die Verarschung.
Antworten
ReWolf:

ich wähle nur schnorrer

 
12.03.02 15:23
und weil er noch nicht aufgestellt ist....wähle ich seit dem ich wählen darf ....NIX auch weiterhin
Antworten
ramazotti:

man, was soll diese umfrage?

 
12.03.02 21:16
hier klicken die schill-leute einfahc den ganzen tag die mäuse - und schon sind sie bei knapp 15%... (jetzt, 12.03., 21:15 Uhr), völlig unrealistisch...

naja, "wenns scheh macht...."

laßt sowas in zukunft lieber sein. es bringt gar nix. hier kann gemogelt werden ohne ende und letztlich übt das falsche ergebnis auch noch eine falsche wirkung auf labile charktere aus...

gruß

rama  
Antworten
ruhrpottzocker:

Ich habe gerade bei der richtigen Partei auf

 
12.03.02 21:22
10 % erhöht.

Gute Übung. Mach ich jetzt immer !
Antworten
GPunktStimul.:

SPD und Kaiser Franz

 
13.03.02 00:16
wie wärs mit Franz Beckenbauer als Wahlkampfhelfer der SPD,
Slogan: SPD - so läufts Business.
Antworten
hjw2:

aber mothy

 
13.03.02 01:14
Abwägen:
Was ist für dich wichtig ?

Abwägen:

Was ist für Dich wichtig?

Sozialpolitik?
Wirtschaftsp.?
Aussenpol.?
Bescheissungsfaktor?
usw.
usw.

Wer kann es höchstwahrscheinlich am wenigsten schlecht..

und dann das kleinere Übel...wer bescheisst weniger ist weniger korrupt
hat weniger Auslandskonten...ergaunert weniger in die Parteikasse...??

Nicht immer diese Äusserlichkeiten!

Dann würde Deutschland wohl geschlossen "Schröder" wählen.

Ist doch auch langweilig ...



stimmt, erinnert an die DDR...Unterschiede zwischen SED und den Blockflöten

immerhin durfte (darf) man wählen...

rülps
hjw

Antworten
SchwarzerLor.:

@ramazotti

 
13.03.02 08:15
Falls Du es noch nicht wußtest: Sämtliche freie Abstimmungen im Radio, in Zeitungen oder Internet sind nicht repräsentativ. Selbigen Anspruch erhebt diese Ab. oben auch nicht. Und selbst bei den scheinbar seriösen Instituten ist immer zu beachten, welchem politischen Lager die angehören.
Hör auf, auf die Schill-Anhänger einzudreschen. Ebenso könnte ich behaupten, daß hier ständig Kommunisten oder Atomkraftradikalinskis vorbeischauen und labile Charaktere (wie Dich?) beeinflussen. Also laß diese Einflußnahme und akzeptiere solche Ergebnisse, auch wenn sie Dir nicht in den Kram passen.
Beste Grüße,
S.Lord
Antworten
gandalf012:

Ich muß mich doch wundern,dass

 
13.03.02 09:19
auf einem kapitalistischen Board rote und tiefrote Socken favorisiert
werden. Letzendlich kann man keiner Partei vertrauen, aber die FDP hat
für "selbstandige"Bürger, damit meine ich mündige, fähige, die wissen wo´s lang geht, keine Schnorrer und sich beim spargelstechennichtbückenwoller, die interessantesten Lösungen.
........und in irgendwelche Spendenaffären können die ja gar nicht verwickelt werden (höchstens als Spender) (Zitat Harald Schmidt)
Antworten
fosca:

@gandalf012

 
13.03.02 10:22
hahaha
Dir haben sie wahrscheinlich als kleines Kind Horrorgeschichten ueber das kommunistische Gespenst erzaehlt, das kommt und Dir Dein Hab und Gut entreisst.
Wenn Du hier schon schreibst, dass es ein kapitalistisches Board waere, solltest Du hinzufuegen, dass es eine soziale Marktwirtschaft ist. Ich moechte Dich sehen, wie Du im Manchester Kapitalismus leben wuerdest.
Ich bin im uebrigen eine von diesen roten Socken, wenn auch mehr vom Herzen als im wirklichen Leben. Humanismus ist eine hoehere Stufe der Dialektik, die Du leider noch nicht verstehst, wie so viele von Deiner Gattung.
Antworten
PRAWDA:

@fosca

 
13.03.02 10:28
Aha, deswegen dealts Du in manchester-kapitalistischer Manier mit Aktien?

Anderen dummen Aktionären das Geld abgaunern?

Was willst Du in Indien?

Die Überheblichkeit Deiner weißen Rasse ausnutzen?

Oder nur die Ärmsten der Armen ausbeuten, um bequemer ohne Arbeit zu leben?

Schizophrenie?

oder einfach  ...............?

Antworten
fosca:

@PRAWDA (hahaha)

 
13.03.02 10:49
Als Aktionaer bist Du Teilhaber eines Unternehmens und da Du nicht nur eine Aktie hast, von vielen Unternehmen. Demzufolge nimmst Du an dem Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens teil und ergaunerst kein Geld von dummen Aktionaeren. Im uebrigen solltest Du mein Posting nochmals aufmerksam lesen. Dort schreibe ich,:
"Ich bin im uebrigen eine von diesen roten Socken, wenn auch mehr vom Herzen als im wirklichen Leben."
Ein Humanist ist unter einer Masse von Bloedmaennern, wie Du einer zu sein scheinst nicht ueberlebensfaehig.
Was ich in Indien will?
Ich unterrichte an der Universitaet von Rajasthan Computer Science im Master-Kurs und das unentgeldlich.
Ausserdem, woher willst Du Pakel meine Hautfarbe wissen?
Antworten
PRAWDA:

@fosca

 
13.03.02 11:08
Ein klein wenig verstehe ich schon von Kommunismus, Wirtschaft, Börse und
Manchester-Liberalismus. Auch die angewandte EDV ist mir nicht fremd.
Falls Du Bautzen von innen kennst, in der DDR lange gelebt hast und die Vorteile
einer Emeritierung beurteilen kannst, sollten wir Dich einmal in unser schönes, großes Haus einladen. Die Einliegerwohnung für Gäste ist sehr bequem, und ein Zweitwagen steht auch zur Verfügung.
Interessant.
Bis die Tage
Antworten
fosca:

Unter diesen Umstaenden muss ich

 
13.03.02 11:30
mein vorheriges Posting relativieren.
Sicherlich ist das eine Erfahrung, die ich missen moechte.
Ich habe mich auch nicht als Sozialisten bezeichnet, sondern als theoretischen Humanisten.
Das jede gute Idee auch missbraucht werden kann ist fuer Dich sicher auch nichts neues. Ein Messer ist doch beispielsweise ein absolut wichtiger Gebrauchsgegenstand. Haette man es nach dem ersten Mord bei dem es verwendet wurde verteufeln sollen?
Antworten
SchwarzerLor.:

Ausrede

 
13.03.02 11:35
Das Märchen vom Kommunismus hat und wird nie wahr werden. Und warum? Weil wir es hier mit Menschen zu tun haben. Und eine Eigenschaft des Menschen an sich ist es, mehr oder weniger in bestimmten Situationen an sich selbst zu denken. Daher KANN Kommunismus oder Sozialismus nicht funktionieren.
@fosca: Auf den ersten Blick erscheint Deine Argumentation schlüssig, auf den zweiten schon nicht mehr. Klar, mit Aktien beteiligt man sich am Unternehmen. Klingt sehr gleichheitsliebend. Aber: Warum besitzen dann nicht alle gleich viel von allen Aktien? Siehste! Schon diese Tatsache entlarvt den komm. Ansatz als Träumerei.
Ich will gar nicht abstreiten, daß das Streben nach einem nie zu erreichenden Zustand an sich eine sinnvolle Sache ist, da zumindest eine Annäherung an ein Ideal erfolgen sollte. Aber zur Abstimmung stehen nun mal nicht Träume oder Wünsche. Sondern knallharte Realität. Und die besagt, daß wir es hier mit "Schein-"Kommunisten zu tun haben bei der SED-PDS, die verantwortlich ist für den wirtschaftlichen Niedergang eines Staates auf Basis von Einschüchterung und Unterdrückung. Die Maueropfer danken Dir Deine Stimme, dessen sei Dir gewiß. Es ist und bleibt ein Schlag ins Gesicht des Humanismus, eine Partei zu wählen, die für Gewalt und Tod steht, die Andersdenkende ausgrenzt und Teile der Gesellschaft bewußt zu spalten versucht. Verweise bitte nicht auf andere Parteien, die auf anderen Gebieten Dreck am Stecken haben. Aber jede Spendenmillion ist nicht annäherend so schlimm wie eine langjährige Haftsstrafe in Bautzen.
Die Wahl einer anderen Partei als der SED-PDS schließt humanistische Ideale keineswegs aus. Die Diffamierung von gandalf läuft somit absolut ins Leere.
MfG, S.Lord
Antworten
Ulla:

"... dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint"

 
13.03.02 11:44
Die Waffen nieder!
Schon am Tag nachdem die DVU vorige Woche die bange Frage ins Internet gestellt hat, ob bald wieder deutsche Kriegswitwen um Gefallene weinen müssen, ist es geschehen: Zwei Bundeswehrsoldaten haben den deutschen Kriegseinsatz in Afghanistan, fern der Heimat, mit ihrem Leben bezahlen müssen. Furchtbarerweise ist zu erwarten, dass sich derlei Nachrichten häufen.

Die beiden Gefallenen haben bislang sozusagen immer noch keinen Namen, kein Gesicht. Das offizielle Berlin hat darüber geschwiegen wie das Grab, in das die toten Soldaten nun gesunken sind. Sorgsam achtet man darauf, dass "keine Emotionalisierung" geschieht. Diese Gefühllosigkeit wird mit Pietät gegenüber den Angehörigen verbrämt. Man weiß, dass eine Mehrheit im deutschen Volk gegen die Einmischung in fremde Kriege eingestellt ist. Und dass die Betroffenheit noch größer wäre, würde man dem Volk die Kriegstoten mit Namen und Bildern vor Augen führen. Kräfte, die über Jahrzehnte alles unternommen haben, um Emotionen zum Zwecke der "Vergangenheitsbewältigung" aufzuwühlen, sind jetzt auf einmal um Entemotionalisierung bemüht, wo es um gegenwärtiges Sterben in einem Kriegsgebiet geht.

Am 9. November 2002 wird es sich zum 110. Male jähren, dass auf Initiative der von edelster Humanität erfüllten Bertha von Suttner in Berlin die Deutsche Friedensgesellschaft gegründet wurde. "Die Waffen nieder!" Unter diesem Leitspruch trat die Organisation an und so lautete auch der Titel der Grundsatzschrift von Suttners sowie des (ebenfalls vor 110 Jahren gegründeten) Sprachrohrs der Friedensgesellschaft. Dieser Appell aber erscheint der Deutschen Volksunion nach bittersten Erfahrungen unseres Volkes in zwei Weltkriegen gerade für Deutschland als ein Gebot der Stunde wie kaum je zuvor.

Und wir erinnern an Bekundungen der Friedfertigkeit in deutschen Hymnen, wie sie zweifellos der Volksmehrheit aus dem Herzen gesprochen haben und sprechen: "Nicht um Völker zu erdrücken, flammt in seiner Hand das Schwert, sie zu segnen, zu beglücken, ist der Preis, den er begehrt!" hieß es im Wortlaut der von Haydn komponierten Hymne für Kaiser Franz, auf welche Melodie Hoffmann von Fallersleben 1841 sein friedvolles Deutschlandlied mit dem Bekenntnis zu einem Vaterland, das zu "Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält", dichtete. "Schling um uns dein Friedensband, Land der Liebe, Vaterland!" So lautete es in der von Rudolf Alexander Schröder gedichteten und von Hermann Reutter vertonten Hymne "Land des Glaubens, deutsches Land", die Bundespräsident Heuss 1951 vorschlug. Zwei Jahre zuvor war in der DDR "Auferstanden aus Ruinen" als Hymne proklamiert worden - mit Johannes R. Bechers Bekenntnis zu "Deutschland, einig Vaterland" und den Zeilen: "Lasst das Licht des Friedens scheinen, dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint."

<img src=/images/voting.png border=0> Was würdest Du wählen ? 606660

Antworten
fosca:

@Scharzer Lord

 
13.03.02 12:21
Zitat:
"Auf den ersten Blick erscheint Deine Argumentation schlüssig, auf den zweiten schon nicht mehr. Klar, mit Aktien beteiligt man sich am Unternehmen. Klingt sehr gleichheitsliebend. Aber: Warum besitzen dann nicht alle gleich viel von allen Aktien? Siehste! Schon diese Tatsache entlarvt den komm. Ansatz als Träumerei."

Ich habe nie behauptet, dass das etwas mit Kommunismus zu tun hat. Es ist ein Prinzip der sozialen Marktwirtschaft, die eine Weiterentwicklung des Manchester Kap. darstellt.

Zitat:
"Ich will gar nicht abstreiten, daß das Streben nach einem nie zu erreichenden Zustand an sich eine sinnvolle Sache ist, da zumindest eine Annäherung an ein Ideal erfolgen sollte. Aber zur Abstimmung stehen nun mal nicht Träume oder Wünsche."

Ich habe geschrieben, dass ich mich als theoretischen Humanisten verstehe. Abgestimmt habe ich ueberhaupt nicht. Warum nicht?
Weil eine Partei auf den Wirtschaftlichen Gefuege basiert. Es ist also im Endeffekt voellig egal welcher Kasper da oben sitzt. Den idealen Zustand halte ich durchaus fuer erreichbar. Einem Christen erzaehlst Du das wahrscheinlich nicht, dabei sind die Lehren des Christentums die Grundlage des Humanismus. Was waere, wenn Du Deinen Naechsten liebst, wie Dich selbst?
Das die menschliche Natur nicht soweit ist, sehe ich auch so. In der Geschichte der Menschheit laufen wir gerade mal Sekunden auf zwei Beinen. Da ist es nur natuerlich, dass wir zum grossen Teil nicht durch den Kopf sondern Hormone und Instinkte bestimmt werden. Kinder wie Amala und Kamala zeigen jedoch, dass der Mensch zum grossen Teil durch seine Umwelt bestimmt wird und "formbar" ist.

Zitat:
"Die Wahl einer anderen Partei als der SED-PDS schließt humanistische Ideale keineswegs aus. Die Diffamierung von gandalf läuft somit absolut ins Leere."

Die Wahl der FDP schliesst Humanismus aus.
Das Land muss im Interesse von
Effizienzsteigerung, Wettbewerb und Subventionsabbau alle öffentlichen
Fördermaßnahmen auf den Prüfstand stellen.
Die FDP tritt für ein Festhalten an Tiermast-Antibiotika ein und haelt die Leistungsfoerderer fur "unverzichtbar".
...
Dann kannst Du auch sagen, dass Du fuer den Frieden einstehst und deshalb mit der Waffe in der Hand fuer ihn kaempfst.  
Antworten
SchwarzerLor.:

Kein Widerspruch.

 
13.03.02 13:10
Ich stehe für den Frieden ein und würde dafür auch kämpfen. Damit habe ich kein Problem.
Du hast Dich selbst als rote Socke bezeichnet. Somit wohl auch als Kommunist? Davon gehe ich aus. Somit beißt sich aber Deine Einstellung mit Deiner Überzeugung. Und wie Lafontaine links reden und rechts kassieren, das finde ich nicht besonders konsequent. Irgendwie sollte man auch versuchen, wenn man schon für Ideale steht, auch solche durch eigenes Leben zu verwirklichen und vorzuleben versuchen. Das kann ich bei Aktienkauf und PDS-Sympathie nicht vereinbaren.
Es ist nicht egal, welcher Kaspar da sitzt. Überhaupt nicht. Denn Politik wird von Menschen gemacht, die mehr oder weniger stark und schwach sind.
Ich bin ebenfalls sehr christlichen Werten zugetan, allerdings differenziert (Ablehung der kath. Kirche). Schließlich ist der Leistungsgedanke u.a. auch eng mit den evangelischen christlichen Ausrichtung verbunden.
Auf weitere Diskussionen...
Antworten
fosca:

SL

 
13.03.02 13:43
> Ich stehe für den Frieden ein und würde dafür auch kämpfen.

Ich denke bei genauer Betrachtung dieser Aussage wirst auch Du bemerken, dass es absurd ist. Wenn niemand kaempft hast Du den Frieden. Solange Du kaempfst wird es nie Frieden geben.

> Du hast Dich selbst als rote Socke bezeichnet. Somit wohl auch als
> Kommunist? Davon gehe ich aus.

Ich bezeichne mich selbst als theoretischen Humanisten und bin evangelisch. Fuer mich ist das Ziel der evangelischen Kirche das gleiche Ziel wie das des Kommunismus. Um ein humanistisches System zu erreichen, muessten wir nur alle wahre Christen werden. Wenn die Menschen ihren Naechsten lieben wuerden wie sich selbst, nicht morden ...
Was glaubst Du, in was fuer einem System wuerden wir dann leben?
Dem Kapitalismus?

> Irgendwie sollte man auch versuchen, wenn man schon für Ideale steht,
> auch solche durch eigenes Leben zu verwirklichen und vorzuleben
> versuchen.

Zum einen ist das nicht immer durchfuehrbar. Stell Dir vor Du bist Alltruist und lebst in einer Gesellschaft von Egoisten. Wie lange wuerdest Du wohl ueberleben? Um Alltruisten zu ermoeglichen bedarf es vorher TitForTAT. Sie sorgen dafuer, dass Egoisten nicht ueberlebensfaehig sind und machen den Weg frei fuer TITFORTATTAT.
Als Egoist gehst Du zum Alltruisten, laesst Dir was geben und verschwindest. Wenn der Alltruist kommt und was willst, jagst Du ihn fort. Das machst Du bis der Alltruist ausgestorben ist. TITFORTAT gibt Dir immer genau das zurueck, was Du bereit warst zu geben. TITFORTATTAT gibt Dir die Moeglichkeit ihn zwei mal zu missbrauchen.
Was will ich damit sagen?

Ganz einfach, man kann in dem System nur in einer Zwischenstufe existieren, andernfalls ist man nicht ueberlebensfaehig.
Die zweite Moeglichkeit waere, sich einfach vom Rest der Geselschaft abzukapseln und in einer gleich gesinnten Gruppe die Prinzipien zu verwirklichen.

> Das kann ich bei Aktienkauf und PDS-Sympathie nicht vereinbaren.

Bei mir ist nie das Wort PDS gefallen.

> Es ist nicht egal, welcher Kaspar da sitzt. Überhaupt nicht.
> Denn Politik wird von Menschen gemacht, die mehr oder weniger stark und
> schwach sind.

Es ist vollkommen egal, denn die Politik agiert auf einem Fundament. Das Fundament kann die Politik nicht aendern, sondern nur darin agieren. Auch eine PDS wuerde daran nicht viel aendern koennen.
Antworten
TamerB:

welchen betrüger oder betrügerbande soll,,,,,,

 
13.03.02 13:47
man da wählen die haben doch alleeeeee nen fahl im arsch. beschisenste umfrage seit langem
Antworten
graziani31:

@fosca

 
13.03.02 14:24
Du schreibst:"...Fuer mich ist das Ziel der evangelischen Kirche das gleiche Ziel wie das des Kommunismus..."
Das stimmt nicht ganz, denn der Kommunismus hat "sich auf die Fahnen geschrieben", daß Religion "Opium für's Volk" ist und damit schädlich für die Moral der Bevölkerung. Schlußfolgernd würden Kirchen im Endeffekt nur noch Museen sein. Und das nicht nur wortwörtlich, sondern auch bezugnehmend auf Gläubige. Daß das nicht nur Theorie ist, zeigten Deportationspläne der Regierung(en) der DDR.
"...Um ein humanistisches System zu erreichen, muessten wir nur alle wahre Christen werden. Wenn die Menschen ihren Naechsten lieben wuerden wie sich selbst, nicht morden ..."
Amen! Nächstenliebe heißt: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst! Aber der Kommunismus geht vom "Anti-Egoismus" des Einzelnen aus. Das funktioniert nicht einmal im Ansatz.

Gruß

graziani
Antworten
gandalf012:

@fosca

 
13.03.02 14:45
Schön schön was Du da so erzählst ...leider gibt es zu viele von deiner Sorte
in Germany, deswegen haben wir so viele Arbeitslose und Kriminelle...........
wenn das alles gestrafft würde, wäre alles besser...........Letztendlich werden wir doch alle die in die GRV einzahlen müssen um unser Lebenswerk beschissen und verkauft. Da muss man sich ansehen, dass die IG-Metall(laufen mit lustigen fahnen rum verlangen mehr geld und saufen dabei bier((habs selber gesehen)) 6% fordern............... was kommt denn eff. raus?? Scheisse!!! statt auf die str. zu gehen und für die komplette privatealtersvorsorge zu kämpfen, machen die so einen müll....wenn ich das, was ich und mein AG in die GRV einzahlen auch nur in eine popelige priv.Rentenversicherung stecken würde würde ich mit 50 als Millionär auf malle sitzen,  aber das wissen ja eh hier alle.........

beste grüße an alle realisten und nicht afghantuchundbirkenstockmitlangermattetragende hemmer!!!!

gruß gandalf  
Antworten
hjw2:

Endlich Primatenniveau erreicht..prima..

 
13.03.02 15:55
Pisa lasst grüssen...
Antworten
SchwarzerLor.:

Sorry, fosca.

 
13.03.02 17:26
Versteh es bitte nicht falsch, wenn ich auch mal Dich zitiere. Deine Zitate und die Argumentation nehme ich Dir ja auch nicht übel. Das nur mal zwischendurch, damit nicht der Eindruck einer persönlichen Schlammschlacht entsteht. Das will ich unbedingt vermeiden!

"Ich bin im uebrigen eine von diesen roten Socken, wenn auch mehr vom Herzen als im wirklichen Leben." --> Das hast Du wirklich oben geschrieben. Also ich verbinde mit roten Socken die PDS. Sollte ich da falsch liegen, korrigiere mich bitte.

Aber wie soll denn Frieden entstehen, wenn keiner dafür kämpft. Dabei gehe ich noch nicht einmal vom alttestamentlichen Ansatz aus mit Auge um Auge etc., sondern meine auch den intellektuellen, geistigen Kampf. Leider wird man es nie erreichen, daß alle Menschen gleich gut und friedlich sind. Somit sollte es immer welche geben, die den anderen helfen, notfalls aber auch mit der Waffe in der Hand.

Ich betone nochmals, daß natürlich die Strukturen eines Systems nur einen gewissen Spielraum den handelnden Personen lassen. Dennoch ist die Gestaltung sehr differenziert zu beobachten. Ob ich mich nun für eine Stärkung der traditionellen Familie einsetze, dies über Gesetze (Kindergarten, Anrechnung von Erziehungszeiten etc.) und steuerlich fördere, macht schon einen Unterschied, als wenn ich für die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partnerschaften eintrete. Ebenso für und gegen Atomkraft, für Liberalisierung der Strafgesetze oder dagegen, für eine Wehpflichtarmee oder dagegen usw. Da kann man gewaltige Unterschiede feststellen.

@hjw: Ich kann da nichts primatenhaftes erkennnen. Wir diskutieren hier um Ideale und pragmatische Einstellungen.
Antworten
Schnorrer:

Das Problem heißt wohl "expectation gap".

 
13.03.02 17:46
Ich zitiere jetzt auch mal etwas, das mir gut gefällt:

"Ich betone nochmals, daß natürlich die Strukturen eines Systems nur einen gewissen Spielraum den handelnden Personen lassen. Dennoch ist die Gestaltung sehr differenziert zu beobachten. Ob ich mich nun für eine Stärkung der traditionellen Familie einsetze, dies über Gesetze (Kindergarten, Anrechnung von Erziehungszeiten etc.) und steuerlich fördere, macht schon einen Unterschied, als wenn ich für die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partnerschaften eintrete. Ebenso für und gegen Atomkraft, für Liberalisierung der Strafgesetze oder dagegen, für eine Wehpflichtarmee oder dagegen usw. Da kann man gewaltige Unterschiede feststellen."

Nur den letzten Satz kann ich so nicht unterschreiben. Die Unterschiede liegen nur in den Ankündigungen, in den Ausführungen ist jeder am "Sachzwang" gescheitert. Wer der Herr Sachzwang oder die Interessenfamilie Sachzwang, habe ich noch nicht herausgefunden, aber ich hätte da schon eine Ahnung. Und weil er sich so gut bedient fühlt, muß er ab und zu auch mal was abgeben vom Kuchen. Und mit wild abwehrenden Gesten nehmen die Parteien das erst dann, wenn sie sicher sein können, daß quer durch die Bank alle bedient wurde und damit der Deckel drauf bleibt.

Eine Petra Kelly mußte doch glatt vor lauter Gram über solches Verhalten Selbstmord begehen?
Antworten
flexo:

PISA...oder Bildung die nach hinten losgeht.

 
13.03.02 18:25
hjw, hast du nicht doch noch einen tip...aber was neues ;-)
Antworten
hjw2:

@flexo..doch

 
13.03.02 18:54
viele meiner Bekannten haben sich bereits verpisst...hehe
Antworten
flexo:

grrrrrrr

 
13.03.02 19:19
<img src=/images/voting.png border=0> Was würdest Du wählen ? 607307home.arcor.de/meischelman/gifs/s/simpsons1.gif" style="max-width:560px" >
Antworten
fosca:

...

 
14.03.02 06:42
@graziani:
Du betrachtest das aus einer etwas anderen Perspektive. Ich finde den Ausspruch "Religion ist Opium fuer das Volk" durchaus zutreffend. War es denn etwas anderes in der Geschichte. Die Kirche diente als Machtinstrument der oberen Schicht. Wer das irdische ungerechte System angriff lehnte sich gegen Gott gegebenes auf.
Marx war kein Prophet sondern ein Oekonom, der die Geschichte analysierte und Schlussfolgerungen zog. Kommunismus war seine hoechste Form der Dialektik.
Mir ist eigentlich egal ob es Kommunismus oder Humanismus ist. Die Voraussetzung dafuer sind nun mal Menschen, die nicht Egoistisch denken. Liebe Deinen Naechsten wie Dich selbst beinhaltet ebend, dass Du nicht egoistisch bist, wie sollte es sonst funktionieren und das ist nun mal die Voraussetzung fuer ein humanistisches System. Dabei sollte man auch mal ueber den Tellerrand schauen. In solch einem System geht es beispiesweise nicht darum wieviel etwas kostet und das man es deshalb nicht verwirklicht, ob oekologisch oder humanistisch (wobei das eine das andere beinhaltet).

@gandalf
Du haettest mal lieber auf Rindfleisch verzichten sollen.

@SL
> "Ich bin im uebrigen eine von diesen roten Socken, wenn auch mehr vom
> Herzen als im wirklichen Leben." --> Das hast Du wirklich oben
> geschrieben. Also ich verbinde mit roten Socken die PDS. Sollte ich da
> falsch liegen, korrigiere mich bitte.

Da liegst Du falsch. Oder verbindest Du alle Christen mit der CDU? Rot bedeutet fuer mich der Wunsch nach einer humanistischeren Gesellschaft, in der man keine Miniatombomben baut, sparsame Fahrzeuge aufgrund der Oelindustrie nicht baut, lieber Kernkraft statt Solarenergie, auf Kosten anderer lebt ...

kurz eine Gesellschaft in der das Wohl der Umwelt und der Menschen im Vordergrund stehen und nicht ein Tauschmittel wie Geld. Fuer mich beinhaltet das ebenso Tierschutz wie Naturschutz. Eigentlich die Loesung aller Probleme. Klar ich bin ein Traeumer in dieser Beziehung. Wie sieht denn der andere Weg aus? Die Ferengi in Star Trek erinnern mich doch arg an das bestehende System. Nur wird man es nie soweit schaffen. Die oekologischen Schaeden sind jetzt bereits katastrophal und eigentlich glaube ich pragmatisch (SL), dass wir vom Erdball verschwinden.

> Aber wie soll denn Frieden entstehen, wenn keiner dafür kämpft. Dabei
> gehe ich noch nicht einmal vom alttestamentlichen Ansatz aus mit Auge um
> Auge etc., sondern meine auch den intellektuellen, geistigen Kampf.
> Leider wird man es nie erreichen, daß alle Menschen gleich gut und
> friedlich sind.

Das alte Testament ist wohl eines der blutigsten Buecher ueberhaupt. Und wenn Du Dich danach richtest, bist Du ja nicht sonderlich viel wert, denn Du gehoerst nicht zum auserwaehlten Volk (vermute ich einfach mal oder bist Du Jude?).
Dein Buch sollte das Neue Testament sein und da steht nicht von Auge um Auge. Es gibt eine Passage im NT in der Jesus sagt:"Ich bin nicht gekommen den Frieden zu bringen, sondern das Schwert".
Nach der Auslegung der Bibel durch die Kirche ist das wohl geistig gemeint.
Wissenschaftler sehen das anders und glauben in Jesus einen Revolutionaer zu sehen. (In "Das Leben des Brian" wird die Geschichte ganz anders erzaehlt ;) )
Fakt ist, solange Du mit der Keule los rennst und jemandem damit auf die Muetze haust, wirst Du keinen Frieden bekommen, denn der geschlagene wird Dich kaum dafuer moegen.
Das System in dem wir leben braucht jedoch den Krieg. Krieg bedeutet Profit und Wachstum.
Kennst Du den Spruch: "Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin"?
Naja, zu Deinem letzten Satz. Du denkst also das gandalf diskutiert?

Antworten
SchwarzerLor.:

Fortsetzung.

 
14.03.02 07:05
Zum letzten Satz: hjw hat das sehr allgemein formuliert, daher fühlte ich mich auch angesprochen.
Zu den roten Socken: Frag mal in der Öffentlichkeit, was er unter rote Socken versteht. Das Ergebnis wird Dich vermutlich dann doch sehr überraschen!
Zum Alten Testament: Ich schrieb ja, daß ich noch nicht einmal vom AT ausgehe, sondern eher von einer geistigen Ebene argumentiere. Es wäre wünschenswert, wenn es keine Auseinandersetzungen mehr gibt. Solange es aber noch so ist, ist es für Unterdrückte und unschuldig Betroffene wichtig (siehe Afghanistan, Irak), daß jemand für Menschenrechte einsteht. Leider beeindruckt jemanden, der Giftgas produziert, ein liebevoller Appell nicht besonders. Das lehren tausende Jahre Menschheitsgeschichte. Ich sehe es anders: Wer nicht bereit ist für etwas zu kämpfen, hat seine Träume und Vorstellungen bereits verloren gegeben. Und den vorletzten Satz kenne ich selbstverständlich. Nur bringt er nicht weniger Leid hervor als die andere Lösung, sondern mehr. So hat das engagierte Eintreten im 2. Weltkrieg danach für die weitaus größte Zahl der Menschen weltweit Frieden gebracht. Insbesondere in Europa gab es jahrezehntelang Frieden.
Zum Erdball: Das klingt sehr fatalistisch und ist ein Gedanke, der es leicht macht, Problemen auszuweichen. Auch wenn ich Tag für Tag schlechte Dinge auf der Welt sehe, glaube ich doch generell immer noch an das gute im Menschen. Und dafür lohnt es sich zu leben. Ansonsten könnte ich mich doch gleich vor die Glotze setzen, die Tür verriegeln und langsam verhungern.
Außer ein paar Fanatikern wird außerdem kaum einer auf die Idee kommen, die Bibel wörtlich zu nehmen (auserwählt etc.). Auch die historische Rolle des Jesus klart immer mehr auf (empfehlenswert: Das Buch von Baigent/Leigh).
S.Lord
Antworten
fosca:

...

 
14.03.02 07:28
Es ist mir eigentlich egal was die Oeffentlichkeit unter roter Socke versteht. Es ist halt die menschliche Natur alles in irgend ein Kaestchen stecken zu wollen und moeglichst nicht nachzufragen.

> Solange es aber noch so ist, ist es für Unterdrückte und unschuldig
> Betroffene wichtig (siehe Afghanistan, Irak), daß jemand
> für Menschenrechte
> einsteht. Leider beeindruckt jemanden, der Giftgas produziert, ein
> liebevoller Appell nicht besonders.

Glaubst Du denn im ernst das es dabei um Meschenrechte geht? Es geht um Geld und nichts anderes. Denk mal nicht, dass die amerikanischen Ruestungskonzerne besonders traurig ueber den Anschlag sind. Es ist die Profitquelle schlecht hin. Es gibt ein neues Feindbild und ein willkommener Anlass viel Geld zu verdienen.
Warst Du uebrigens schon mal in Afghanistan. Solltest Du mal hin fahren. Die haben dort Pilotschulen und die Leute leben im totalen Prunk. Mit 18 werden die dann auf Flugzeugen zu Terroristen ausgebildet.
Naja, zum Glueck gibt es die Friedensarmee der USA, die rechtzeitig eingetreten ist um uns vom den Taliban zu befreien. Naja gut, die USA haben die ausgebildet und an die Macht gebracht. Was solls. Das vergessen wir mal schnell wieder.

> So hat das engagierte Eintreten im 2. Weltkrieg danach für die weitaus
> größte Zahl der Menschen weltweit Frieden gebracht.

Du meinst doch hoffentlich nicht die USA damit.
Wie sieht es mit den Deutschen aus, die nach Russland maschiert sind? Die hatten die gleiche Einstellung wie Du. Sie wollten fuer etwas einstehn, fuer etwas kaempfen.
Ich weiss nicht, ob man Kamp immer vermeiden kann. Es ist aber sicher, dass Du durch Kamp keinen Frieden erreichst. Nicht umsonst bezeichnete man Deine erwaehnte Zeit als kalten Krieg.
Antworten
mod:

Hi fosca

 
14.03.02 09:27
Was viel mehr interessiert:
Berichte doch ab und an einmal kurz von Deiner Arbeit und Deinen persönlichen Eindrücken.
Dann würdest Du allen hier helfen und
unser Weltbild erweitern.
Vielen Dank dafür im voraus.
Viele Grüsse
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zit1:

Frank Zappa! o.T.

 
14.03.02 10:11
Antworten
graziani31:

@fosca

 
14.03.02 12:56
Tut mir leid, daß ich jetzt erst Deine Antwort gelesen habe. Vor allem für diejenigen, die tagsüber lieber was über Aktien wissen wollen... Aber ich bin nun leider nicht "immer" online...
Ja, es ist wohl so, daß bei dieser Diskussion kein gemeinsamer Nenner zu finden ist, was das "Ideal" betrifft und so einige Definitionen. Ich kann Humanismus und Kommunismus nicht gleichsetzen. Sie sind für mich zu verschieden.
Das mit dem "Opium" habe ich selbst erlebt. Es wurde zu "Kalter-Krieg-Zeiten" selten mit den mittelalterlichen Verhältnissen in Verbindung gebracht.
Was den Egoismus betrifft, habe ich es nicht so genau genommen. Sorry, mein Fehler... :-( In diesem Zusammenhang wäre vielleicht ein anderer Begriff besser am Platz gewesen, aber nur zur Erläuterung: Ich meinte, daß jeder Mensch seinen "Nächsten" nur soviel annehmen kann wie sich selbst. Nächstenliebe ist nur dann wirksam, wenn dem gegenüber eine gewisse "Eigenliebe" steht. Dieses "Paradies" ist also nur über Individuen erreichbar (auch wenn es nicht der einzige Faktor ist). Der Kommunismus ist aber kein System von Einzelpersonen. Es ist ein System, was große Ähnlichkeit mit einem Ameisenstaat aufweist.
Was "rot" ideologisch bedeutet, gehen unsere Meinungen auch weit auseinander. Dazu möchte ich aber nur anmerken, daß die "rote Socke", soweit nicht wörtlich gemeint, eine Wortkreation zur "Wendezeit", somit ziemlich eindeutig belegt ist. Darauf brauche ich aber nicht näher eingehen, stimmt's? Die PDS ist meines Erachtens in diesem Zusammenhang zu erwähnen, weil sie sich nicht von gewissen Geschehnissen distanziert. Allerdings heißt das nicht, daß sich nicht auch außerhalb dieser Partei solche Menschen "tummeln".

Zu den "gerechten " Kriegen wollte ich nun noch was sagen: Du erwähntest das neue Testament. Ich bin dahingehend voll Deiner Meinung, daß es genügend Stellen gibt, die zeigen, daß man friedlich leben sollte -größte Gabe ist die Liebe;  andere Wange hinhalten, wenn man vorher geschlagen worden ist; geheiltes Ohr bei Gefangennahme usw. . Doch das neue Testament beinhaltet auch, daß es Grenzen gibt - Rauswurf der Händler aus dem Tempel; die Gebote gelten weiterhin (Originaltext -nicht, wie bei heutigen Übersetzungen- 5. Gebot: Du sollst nicht unschuldig (!) Blut vergießen.) etc. . Wenn man Terroristen und ähnlichen Nächstenliebe entgegenbringt, erinnert mich das ebenfalls an einen Bibelspruch: "... Perlen vor die Säue werfen...".

Puh, jetzt habe ich aber ziemlich viel getippt, hoffentlich war das jetzt nicht ein wenig zuviel...

Gruß

graziani
Antworten
mothy:

Hoffe ihr habt euch nicht alle totgeschlagen :-) o.T.

 
15.03.02 15:12
Antworten
hjw2:

rülps... o.T.

 
15.03.02 15:22
Antworten
mod:

hjw, kein Stil, bei Tisch? *g* o.T.

 
15.03.02 15:23
Antworten
hjw2:

mod..schwere Kost..*g* o.T.

 
15.03.02 15:29
Antworten
mod:

Es wird alles nicht so heiss gegessen wie gekocht o.T.

 
15.03.02 15:52
Antworten
SchwarzerLor.:

mod, Du schreibst es - klar und deutlich. o.T.

 
15.03.02 16:06
Antworten
fosca:

@mod

 
16.03.02 06:32
Was moechtest Du denn gerne wissen :) ?

@graziani
Danke fuer Deine ausfuehrliche Antwort. Die von Dir erwaehnte Abkehr von der Familie sagt mir auf den ersten Blick auch nicht sonderlich zu.
Allerdings ist es wahrscheinlich ein unabaenderbares Resultat der zu erreichenden Entwicklungsstufe. Denn wenn man es genau nimmt, beginnt doch im Denken an die Familie die Abgrenzung und der Egoismus. Das erweitert sich dann jeh nach Entfernung. Beispielsweise der Nationalstolz und das eintreten fuer das eigene Land. Der Beginn ist dabei oft das eigene Ego. Die Dialektik hat, was Du wahrscheinlich weisst, nicht Marx sondern Hegel begruendet. Hegel sah in der Dialektik eine Entwicklung zum Goettlichen. Diese Dialektik "kombinierte" Marx mit dem durch Feuerbach begruendeten Materialismus und "entfernte" so den goettlichen Hintergrund.
Wieso sollte nun das Ziel, die Hoechste Entwicklungsstufe einer Gesellschaft, so verschieden sein?
Ich denke wir kommen wie Du bereits geschrieben hast, nicht auf einen Nenner. Das sollte ja auch nicht das Ziel einer Diskussion sein. Ich fand es auf jeden Fall interessant.
 
Antworten
mod:

Hi fosca

 
16.03.02 08:40
Ich finde es toll, was Du da machst.
Es könnte vielen hier in Bezug auf ihr Weltbild helfen, etwas mehr zu erfahren.
Im Grunde genommen interessiert mich alles, was Dein dortiges Leben und Arbeiten betrifft.
Vorschlag meinerseits:
Ein kleiner Thread "fosca berichtet", in dem Du ab und an in wenigen Zeilen Deine Eindrücke schilderst. Bloß  nichts  sehr Negatives, da sich dann viele
hier nur bestätigt fühlen und ihren entsprechenden Kommentar  abgeben.

Viele Grüsse
Antworten
SchwarzerLor.:

Familie

 
16.03.02 08:59
Ich halte die Familie als Ort der Geborgenheit und Quelle der Stärke, auch wenn das etwas kitschig klingt, für einen der wichtigsten Bereiche des Lebens. Klar, das hat auch etwas mit Egoismus zu tun. Aber selbst wenn man das Ideal der Gleichheit (und Göttlichkeit?) für den Menschen als Ziel setzt, so darf man nie außer acht lassen, das wir es hier mit Individuen zu tun haben. Und der Selbsterhaltungstrieb zwingt uns dazu, immer wieder auch unsere persönlichen Interessen in den Vordergrund zu stellen, was ja nicht immer auf Kosten der anderen sein muß. Auch in der Familie gibt es Streitereien, aber der Zusammenhalt ist dennoch stärker als bei Freundschaften.
Einer der besten Sprüche hierzu ist von Kolping: "Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie." [Adolf Kolping, genannt Gesellenvater (1813 - 1865), deutscher katholischer Theologe (Kolpingwerk)]

Die Nation an sich wurde bereits mehrfach hier in den Mittelpunkt von Diskussionen gestellt. Ich halte sie auch für unverzichtbar, weil nicht die Sprache eine unverwechselbare Identität gibt, sondern der Mensch etwas Überschaubares braucht, das ihn kulturell, wirtschaftlich, politisch etc. von anderen abgrenzt. Diese Stufe scheint zwar theoretisch überwindbar, doch plausible Lösungsansätze sind mir bislang noch nicht begegnet.
Antworten
Reila:

Humanität aus egoistischen Gründen.

 
16.03.02 10:27
Ende der 70er oder Anfang der 80er Jahre erschien Global 2000. Das war eine US-Regierungsstudie, die nach umfassender Analyse verschiedene Szenarien für die weitere Entwicklung der Welt besonders zu den Bereichen Bevölkerungsentwicklung, Rohstoffe, Nahrungsmittelproduktion und Umwelt ableitete. Auch die positivsten Szenarien für die Zukunft sahen globale Katastrophen ab etwa dem Zeitraum 2020 bis 2050 vor. Bis heute dürfte sich an der prognostizierten Entwicklung der Ausgangsdaten wenig geändert haben. Und wer wie fosca in Indien lebt, wird auch schon eine konkrete Ahnung davon haben, wie solche Katastrophen aussehen können.

Noch unter Carter wurde die Ausarbeitung von Vorschlägen für die US-Regierung in Auftrag gegeben, wie auf diese globalen Entwicklungen reagiert werden könne, um die sonst unvermeidlichen Verwerfungen zu verhindern. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Vorwort zu diesem zweiten Buch. Darin heißt es sinngemäß, es gäbe eine Reihe von Gründen für die USA, diesen Entwicklungen entgegenzusteuern und zwar wirtschaftliche, humanitäre ... und EGOISTISCHE. Das letzte Wort hatte derjenige unterstrichen, der mir das Buch geliehen hatte. Und er hatte wohl recht damit. Handeln aus humanitären Gründen scheint mir in der Geschichte immer die Ausnahme gewesen zu sein. Und auch heute noch leben die meisten Menschen in Gegenden, in denen Menschenleben nicht besonders viel bedeuten. Aber es wird für niemanden mehr einen Sinn machen, in einer Welt zu leben, in der Rohstoffreserven erschöpft und genetische Ressourcen nicht mehr vorhanden (tropischer Regenwald - Amazonasdelta) sind, explodierende Bevölkerungen nicht mehr ernährt werden können, politische Strukturen zusammenbrechen und die Erde in Teilen wegen des Klimas unbewohnbar wird.

Noch geht es uns hier saugut. Aber das könnte sich ändern. Dann werden wir umdenken. Und vielleicht haben wir Glück (oder besser unsere Kinder) und es ist dann noch nicht zu spät.

R.
Antworten
fosca:

Atwort

 
18.03.02 06:45
@mod
Ich glaube, dass ein Indien-Thread eine Art von Selbstdarstellung waere und wuerde mich damit nicht wohl fuehlen. Er wuerde auch nicht so positiv ausfallen.
Als ich Anfang August letzten Jahres nach Indien kam, hatte ich bestimmte Vorstellungen von diesem Land. Ich wusste, dass Indien sehr arm ist, aber ich hatte von Indien gleichzeitig eine Maerchenhafte Vorstellung mit stolzen Menschen und schoener Natur. Tierschutzgesetze gibt es hier immerhin schon seit ueber tausend Jahren. Konfrontiert wurde ich mit etwas was mich sehr stark an Endzeitstimmung erinnert. In meinem Leben habe ich bisher noch nie solch eine Umweltverschmutzung gesehen. Beispielsweise Agra, wo das Taj Mahal steht, hat eine Luftverschmutzung, dass man kaum atmen kann. Der Fluss, der durch Agra fliesst, fliesst schon lange nicht mehr und Wissenschaftler sind sich darueber einig, dass darin nichts mehr leben kann. In Kalkutta wird man nach 3 Minuten schwarz im Gesicht und das nicht durch die Sonne. Die Altstadt in Dehli ist der reinste Horror. Varanassi, die heiligste Stadt der Inder ist verdreckt bis zum geht nicht mehr und auf dem Ganges sieht man tote Kuehe und tote sowie lebende Menschen schwimmen. Man sieht Hunde mit den schlimmsten Verletzungen (Hunde werden hier als reinkanierte Bettler angesehen). Aller Dreck wir auf die Strassen geschmissen und Schweine und Kuehe fressen das dann. Selbst Plastik-Flaschen, wovon sie letztendlich sterben und irgendwo mit aufgeblaehten Bauch liegen. Hier in Indien wird man sich bewusst, wo die Menschheit steht, naemlich ziemlich nah am Abgrund.

Es gibt sicher auch schoene Dinge in Indien. Beispiesweise eine Bevoelkerungsgruppe in der Naehe von Jodphur. Sie schuetzen seit langer Zeit die Natur und die Baeume und leben im Einklang mit der Natur. Ein Plastiktuetenverbot in Darjeeling und Sikkim. Man merkt, dass langsam ein Umdenken eintritt. Ein Freund sagte mal zu mir, man liebt Indien oder hasst es. Heute wuerde ich widersprechen. Ich kann es nicht lieben und nicht hassen.

@Reila
In dem derzeitigen System aendert sich da nichts.
Es ist einfach zu teuer, das Ueberleben zu sichern und bringt auch keinen augenscheinlichen Profit.Ein riesiges Ozonloch ueber Australien und wen interessierts schon. Zunehmende Klimaerwaermung, was solls, Waldsterben, wer braucht schon den Wald, naja, allenfalls zum abholzen ...
Antworten
Happy End:

Sehr interessant (und bedrückend)..... o.T.

 
18.03.02 06:59
Antworten
SchwarzerLor.:

@fosca: Motivation?

 
18.03.02 07:31
Was ist Deine Motivation zu leben? Ich höre verdammt viel Resignation aus Deinen Kommentaren raus, wobei viele Punkte schon meine Zustimmung haben, gerade was Egozentrismus und Umweltzerstörung angehen. Aber wie motivierst Du Dich zum Weiterleben und wie siehst Du das Thema Familienplanung unter diesen Gesichtspunkten?
Antworten
mod:

Lieber fosca,

 
22.03.02 11:45
vielen Dank für Deinen sehr informativen Kurzbericht.

Leider habe ich ihn erst jetzt gesehen.
War sehr interessant.
Wie läuft das so mit Deiner bemerkenswerten Tätigkeit?

Viele Grüsse
Antworten
MOTORMAN:

@schwarzerLord

 
22.03.02 12:55
Interessante Frage von dir bezgl. Familienplannung. Tja, habe ihr vor rd. 6 Monaten auch mal ein Posting bzgl. der globalen Situation reingestellt. Wir haben den Luxus uns über "Familienplannung" den Kopf zu zerbrechen. Was ja nichts schlechtes sein muss. Die Leute in den ärmsten Regionen der Welt müssen Kinder gebären, damit sie überleben. Bei uns sind Kinder mittlerweile auch schon langsam zu einem Statussymbol geworden wie Auto, Eigenheim, 2 x Urlaub im Jahr und eine "Sache", die einfach "dazugehört". Frag mal Ehepaare, warum sie Kinder bekommen haben? Meist eher egoistische Beweggründe.

Wenn ich nur mal Berichte über SOS-Kinderdörfer lese, dann habe ich eher den Wunsch so ein Kind zu adoptieren. Etwas provokant (?)

Liebe Grüße
mm
Antworten
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