WELCOME BACK TO BULLCITY!
Der gestrige Tag war wunderbar und er war einmal mehr ein Beweis dafür, dass an der Börse die Hirnlosigkeit für viele Tage dominieren kann. Gegen 16 h war das Put/Call Ratio über 0,7 und schon hatten wir den Startschuss für eine fulminante Rally. Wenn es nun in Ihrem Bauch brodelt und sie sich fragen müssen, ob Sie unterinvestiert sind, sage ich: Nur zu, kaufen Sie Aktien!
Wir sind gestern zum dritten Mal über das Schäfchenlevel gehievt worden und welch Wunder, dass das Volumen schon wieder zugenommen hat. Na ja, es war begründet, denn schließlich wird es keinen Krieg geben, oder einfach nur viel, viel später. Präsident Bush zieht zwar weiter seine Armee im Golf zusammen, aber das macht er nur aus reinem Spaß an der Freude. Die Börse honoriert zumindest diesen Umstand und steigt weiter.
Dass wir im Zuge des gestrigen Tagesverlaufs wieder über das Schäfchenlevel gelaufen sind, ist natürlich reiner Zufall und hat nichts zu bedeuten. Es ist auch völlig unbedeutend, dass die Hassmails zunehmen und diverse Schäfchenschreier alles angreifen, was nur annähernd bärisch ist. Ich habe da einen interessanten Thread auf W/O gelesen, ganz entzückend. Dass die Schreier in wenigen Monaten da sitzen werden und sich mit dem Scherbenhaufen auseinander setzen dürfen ist natürlich völlig unwahrscheinlich.
Es war schon immer so, dass sich die Börse nach den Schreihälsen gerichtet hat,
...denn schließlich handelt es sich hierbei um eine ganz besonders intelligente und erfahrene Beugungsform unserer Spezies. Dass die Kandidaten längst auf der Schlachtbank sitzen und in Wirklichkeit Ihren Untergang beweihräuchern, ist in diesem Zusammenhang völlig unerheblich, denn nur der Moment zählt, "carpe diem" so to say. Na ja, die Börse lebt von Schafen und wenn es sie nicht gäbe, müssten wir uns zwei Dinge fragen... 1. Wer nimmt uns im Bereich der Hochs unsere Aktien ab, und ...2. Wer verkauft uns das ausgebombte Material an den Tiefs?!
Ich meine, hey, ich gebe mir wirklich viel Mühe die Zusammenhänge zu schildern und früh genug vor katastrophalen Entwicklungen zu warnen, doch in manchen Köpfen brodelt derart das Adrenalin, dass kein Platz mehr für den Weitblick bleibt. Wenn ich mir diese Entwicklung betrachte, verstehe ich sehr gut, dass sich am Ende eines Bärenmarktes die Majorität der Marktteilnehmer für IMMER vom Aktienmarkt abwendet. Es scheint in der Natur der Sache zu liegen und die Spielchen der Big Boys werden wohl bis zum letzten Atemzug dieses Bären aufgehen, so viel scheint sicher zu sein.
Schauen wir uns den gestrigen Tag genauer an
Der COMPX ist in den ersten 90 Minuten über das Schäfchenniveau gelaufen und die restlichen 5 Stunden fand, im Zuge eines Seitwärtsverlaufs, Distribution statt. Ja, ich weiß, ich träume wohl. Da sind sicherlich die Dummen ausgestiegen, während sich besonders schlaue Schäfchen in den Markt gestürzt haben. Das Problem an der Sache ist recht einfach. Je länger wir da oben rummachen und je mehr Distribution betrieben wird, desto heftiger und grausamer wird der anschließende Downturn!
Bin ich noch bärisch?
Oh, ja! Ich bin sehr bärisch, und mit jedem weiteren Vorstoß gen Norden verstärkt sich meine Meinung. Ich finde es sehr erstaunlich, dass der Pulsschlag des Bärenmarktes bis zum heutigen Tag vielen Investoren verschlossen bleibt, obwohl sich die Dinge so klar und schlüssig vor unseren Augen offenbaren. Es wird abgeladen, sobald wir die Schäfchenlevels nach oben durchbrechen, und sofort strömen die Schreihälse aus allen Löchern. Pfui!
Sicherlich habe ich keine Glaskugel und kann nur schwer beurteilen, wie lange wir uns diesmal auf der Schäfchenweide aufhalten werden. Erfahrungsgemäß kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis der Ausflug mit einem Verlassen der Schäfchenwiese, sprich einem Durchbruch des Schäfchenlevels, beendet wird. Für die Big BOYS ist es ideal, da sie die Chance bekommen, weiteres Material abzuladen und das Momentum von morgen pflegen können. Ich sagte vorhin, dass die Größe des Downturns meist durch die Verweildauer auf der Schäfchenwiese gekennzeichnet wird.
Der Zusammenhang ist einfach.
Je länger wir oben bleiben, desto mehr Schäfchen werden in den Markt gezogen, und je mehr Schäfchen in den Markt strömen, desto mehr Material gibt es im folgenden Downturn abzuladen. Ich werde jetzt keine Prognose über die Verweildauer auf der Schäfchenwiese abgeben, da ich diese Spekulation nicht im Griff habe. Ich kann Euch nur sagen, dass wir vor einer sehr bitteren Zeit stehen, und wenn die folgenden 1-2 Wochen freundlicher bleiben sollten, ändert es NICHTS an meiner Ansicht!
Ich bin also nach wie vor der felsenfesten Überzeugung, dass wir es mit einem MULTIDAY HEADFAKE zu tun haben und der Rasierbrand an den US-Börsen Einzug hält. Sollten die kommenden Tage und 1-2 Wochen freundlicher bleiben, wird es uns sicherlich nicht besser gehen, doch was ändert das für einen mittelfristig bärisch ausgerichteten Anleger? Ich kann es Euch sagen! Er wird am folgenden Downturn mehr verdienen, als er ursprünglich angenommen hat.
Zu guter Letzt möchte ich auch darauf hinweisen, dass die Halbleiteraktien keinen guten Tag hatten.
In diesem Zusammenhang sollten wir uns die Chart von Altera (ALTR), Applied Materials (AMAT), Applied Micro (AMCC), Intel (INTC), KLA Tencor (KLAC), Linear Technologies (LLTC), LSI Logic (LSI), Micron (MU), Novellus (NVLS) und Texas Instruments (TXN). In den meisten Aktien haben wir INTRADAY REVERSALS kassiert und mache Aktien haben unter dem Vortag geschlossen. Nehmen wir die Halbleiter als LEADING INDICATOR, ist anzunehmen, dass wir uns keine drei Tage mehr über dem Schäfchenniveau aufhalten werden.
Für den heutigen Tag erwarten wir um 14.30 h Arbeitsmarktdaten
...und wenn der Markt freundlich eröffnen sollte, wird uns das Put/Call Ratio wieder verraten, wie es um den Tagesverlauf steht. Sollte der Tag fester werden, ist unbedingt davon auszugehen, dass sich die Distribution fortsetzen wird. Demzufolge sollten wir einen enge Spanne (