Banken parken Geld bei EZB
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„Hintergrund ist aktuell das starke Engagement europäischer Banken in Staatsanleihen angezählter Euro-Länder wie Italien. Das hohe Misstrauen der Institute untereinander wird vor allem daran deutlich, dass die Banken vorhandene Liquidität lieber bei der EZB hinterlegen, anstatt es sich gegenseitig zu leihen. Ähnlich wie in der Finanzkrise 2008 ist der sogenannte Interbankenhandel, der normalerweise vollkommen reibungslos funktioniert, erneut gestört.“
Es könnte aber auch ganz anders sein. Hintergrund ist, dass die EBA bis Mitte 2012 sehr hohe Anforderungen an das Eigenkapital der Banken stellt und diese vor allem durch den Abbau von Risikoaktiva die Eigenkapitalquote steigern können. Indem die Banken keine Kredite mehr an andere Banken vergeben, steigern sie ihre Eigenkapitalquote.
„Darüber hinaus nutzen die Banken immer stärker die Europäische Zentralbank (EZB), um dort überschüssige Liquidität zu parken: ... Das Ausmaß ist enorm. 300 Milliarden Euro an überschüssigem Kapital werden bei der EZB geparkt. 300 Milliarden Euro, die normalerweise an andere Banken verliehen werden würden.“
Das macht bei den 70 von der EBA gegeißelten Banken durchschnittlich 4,3 Mrd. Euro weniger an Risikoaktiva pro Bank. Das lässt den Schluss zu, dass die Commerzbank inzwischen gut 15 % von den 30 Mrd. Euro, die sie an Risikoaktiva abzubauen gedenkt, allein über diesen Weg abgebaut hat.
Erneut („FAZ mit negativem BIAS“) ein von der Presse einseitig falsch negativ interpretierter Sachverhalt (gegenseitiges Misstrauen), anstatt die wahren Gründe zu nennen, nämlich die (zu) hohen Eigenkapitalanforderungen an die Banken.