Wall Street: Wie damals 1983
Die monatliche Sitzung der US-Notenbank steht im Mittelpunkt des zweiten Handelstages der Woche. Dabei geht es weniger um die Frage nach einer möglichen Zinsentscheidung, die im Vorfeld in den Medien bereits abgehakt wurde, als viel mehr um die Frage, wie Alan Greenspan, der oberste Währungshüter der USA, die zum Teil durchwachsenen Konjunkturdaten der letzten Zeit interpretieren wird .
Die Produktivität steigt nach vorläufigen Berechnungen im ersten Quartal 2002 gegenüber dem vierten Quartal 2001 um 8,6 Prozent. Analysten gingen im Schnitt von einem Wachstum um 6,9 Prozent aus. Dieser Anstieg ist der höchste seit dem zweiten Quartal 1983. Im späteren Tagesverlauf werden zudem noch die Lagerbestände im Großhandel und die Konsumentenkredite für März veröffentlicht. Nachbörslich kommen die vielbeachteten Quartalszahlen des Netzwerkriesen Cisco heraus.
Die US-Futures reagieren auf die Produktivitätsdaten mit einem deutlichen Anstieg. Der Nasdaq-Future liegt mit 1,1 Prozent im Plus, der S&P-Future legt um 0,4 Prozent zu.
Charttechnik
Wie indiziert setzte sich nach dem Bruch der Leiste der Abwärtsreigen in derNasdaq fort. Zwischen 1.640 und 1.695 Punkten bildete sich in der letztenWochen eine Leistenkonsolidierung. Der Ausbruch aus dieser Formation kosteteden Nasdaq-Composite-Index in den vergangenenbeiden Sitzungen bereits 3,8 Prozent. Und weiterhin macht der Bruch inRichtung Süden fallende Kurse wahrscheinlicher.
Kaum verwunderlich ist die weiterhin negative Prognose der Indikatoren. EineSeitwärtsphase kann man laut Aroon erwarten. Hingegen interpretiert der21er-AMA die aktuelle Marktlage als Abwärtsphase. Der Trendfolger MACD undder kurzfristige ProjectionOscillator stimmen ihm mit Verkaufssignalen zu.Das schrumpfende Volumen der zurück liegenden vier Sitzungen deutet jedochauf eine geringe Marktbreite. Die Nachhaltigkeit der Abwärtsbewegung dürftedemnach gering sein.
Unternehmen des Tages
Der weltweit führende Hersteller von Laserstrahlquellen Rofin-Sinar erwirtschaftet im zweiten Quartal einen Umsatz von 53,4 Mio. Dollar und liegt damit 8,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gewinn je Aktie sinkt von 27 Cent im Vorjahreszeitraum auf 10 Cent ab. Bei einem Nachsteuergewinn von 1,1 Mio. Dollar liegt die Umsatzrendite bei 2,1 Prozent.
Der Softwareriese Microsoft bietet rund 1,33 Mrd. Dollar für den dänischen Anbieter von Unternehmensplanungs-Software Navision. Microsoft plant die Eingliederung des Unternehmens in die vor zwei Jahren gekaufte US-Tochter Great Plains und steigt mit der Akquisition zu einem der größten Anbieter von Buchhaltungssoftware auf. In diesem bereich droht nun eine Kollision mit den Branchengrößen Oracle und SAP.
Der Computerhersteller IBM hat sich einem Bericht des Wall Street Journal zu Folge in einer internen Aussendung an die Beschäftigten negativ zur konjunkturellen Entwicklung geäußert. Dem Schreiben zufolge werde der Technologiesektor im nächsten Jahr in keinem Fall mit einer Wachstumsrate von 10 oder 11 Prozent aufwarten können.
Die monatliche Sitzung der US-Notenbank steht im Mittelpunkt des zweiten Handelstages der Woche. Dabei geht es weniger um die Frage nach einer möglichen Zinsentscheidung, die im Vorfeld in den Medien bereits abgehakt wurde, als viel mehr um die Frage, wie Alan Greenspan, der oberste Währungshüter der USA, die zum Teil durchwachsenen Konjunkturdaten der letzten Zeit interpretieren wird .
Die Produktivität steigt nach vorläufigen Berechnungen im ersten Quartal 2002 gegenüber dem vierten Quartal 2001 um 8,6 Prozent. Analysten gingen im Schnitt von einem Wachstum um 6,9 Prozent aus. Dieser Anstieg ist der höchste seit dem zweiten Quartal 1983. Im späteren Tagesverlauf werden zudem noch die Lagerbestände im Großhandel und die Konsumentenkredite für März veröffentlicht. Nachbörslich kommen die vielbeachteten Quartalszahlen des Netzwerkriesen Cisco heraus.
Die US-Futures reagieren auf die Produktivitätsdaten mit einem deutlichen Anstieg. Der Nasdaq-Future liegt mit 1,1 Prozent im Plus, der S&P-Future legt um 0,4 Prozent zu.
Charttechnik
Wie indiziert setzte sich nach dem Bruch der Leiste der Abwärtsreigen in derNasdaq fort. Zwischen 1.640 und 1.695 Punkten bildete sich in der letztenWochen eine Leistenkonsolidierung. Der Ausbruch aus dieser Formation kosteteden Nasdaq-Composite-Index in den vergangenenbeiden Sitzungen bereits 3,8 Prozent. Und weiterhin macht der Bruch inRichtung Süden fallende Kurse wahrscheinlicher.
Kaum verwunderlich ist die weiterhin negative Prognose der Indikatoren. EineSeitwärtsphase kann man laut Aroon erwarten. Hingegen interpretiert der21er-AMA die aktuelle Marktlage als Abwärtsphase. Der Trendfolger MACD undder kurzfristige ProjectionOscillator stimmen ihm mit Verkaufssignalen zu.Das schrumpfende Volumen der zurück liegenden vier Sitzungen deutet jedochauf eine geringe Marktbreite. Die Nachhaltigkeit der Abwärtsbewegung dürftedemnach gering sein.
Unternehmen des Tages
Der weltweit führende Hersteller von Laserstrahlquellen Rofin-Sinar erwirtschaftet im zweiten Quartal einen Umsatz von 53,4 Mio. Dollar und liegt damit 8,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gewinn je Aktie sinkt von 27 Cent im Vorjahreszeitraum auf 10 Cent ab. Bei einem Nachsteuergewinn von 1,1 Mio. Dollar liegt die Umsatzrendite bei 2,1 Prozent.
Der Softwareriese Microsoft bietet rund 1,33 Mrd. Dollar für den dänischen Anbieter von Unternehmensplanungs-Software Navision. Microsoft plant die Eingliederung des Unternehmens in die vor zwei Jahren gekaufte US-Tochter Great Plains und steigt mit der Akquisition zu einem der größten Anbieter von Buchhaltungssoftware auf. In diesem bereich droht nun eine Kollision mit den Branchengrößen Oracle und SAP.
Der Computerhersteller IBM hat sich einem Bericht des Wall Street Journal zu Folge in einer internen Aussendung an die Beschäftigten negativ zur konjunkturellen Entwicklung geäußert. Dem Schreiben zufolge werde der Technologiesektor im nächsten Jahr in keinem Fall mit einer Wachstumsrate von 10 oder 11 Prozent aufwarten können.