Was die neue Börsenwoche bringt
Wall Street am Scheideweg
Nach dem Kurssturz am vergangenen Freitag hoffen die Anleger an der Wall Street in der kommenden Woche besonders auf gute Unternehmenszahlen. Die New Yorker Börsen hatten mit den größten Verlusten seit fast drei Jahren geschlossen.
HB NEW YORK. Im Wochenverlauf fiel der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 2,7 Prozent auf 10 667 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 2,0 Prozent auf 1261 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq verlor drei Prozent auf 2247 Punkte. Zuvor hatten Börsen-Schwergewichte wie der Mischkonzern General Electric und der Chiphersteller Intel überraschend niedrige Quartalsgewinne veröffentlicht.
„Kurseinbrüche dieser Größenordnung gibt es nie, wenn nicht wirklich etwas falsch läuft“, sagte Alec Young von Standard & Poor's. Die Investoren begriffen, dass die schwachen Zahlen keine Einzelfälle seien. Am Montag dürften die Privatanleger die Lage analysieren und den Markt weiter nach unten drücken.
Weitere Unternehmensdaten werden zeigen, ob die Firmengewinne tatsächlich auf ganzer Breite zurückgehen. In der kommenden Woche sollen etwa 150 der im S&P 500 notierten Großkonzerne ihre Ergebnisse vorlegen. Dazu gehören Microsoft, American Express und General Motors.
Negativ werde sich ein weiterhin hoher Ölpreis auswirken, erklärte Chef-Volkswirt Michael Strauss von Communfund. „Das Barrel sollte besser nicht über 65 Dollar gehandelt werden. Das belastet den Markt, und nur einige Energieversorger-Unternehmen profitieren.“ Die meisten anderen würden dagegen unter höheren Kosten und steigender Inflation leiden. Am Freitag kletterte der Preis pro Barrel (knapp 159 Liter) für US-Leichtöl um 2,2 Prozent auf 68,35 Dollar. Anlass waren neue Anschlagsdrohungen in Niger und die Probleme im Iran.
Die während der Woche erwarteten Konjunkturdaten könnten Aufschlüsse darüber liefern, welchen Effekt der Ölpreisanstieg auf die US-Wirtschaft hat. Für Freitag wird eine Schätzung des Bruttoinlandsprodukts der USA erwartet. Seine Wachstumsrate ist demnach wahrscheinlich im vierten Quartal 2005 auf 3,1 Prozent von 4,1 Prozent im Vorjahreszeitraum gefallen sein.
Am Donnerstag sollen die Auftragseingänge der Industrie im Dezember veröffentlicht werden, am Mittwoch der Absatz bestehender Eigenheime im selben Monat.
Quelle: HANDELSBLATT, Sonntag, 22. Januar 2006, 15:25 Uhr
...be invested
Der Einsame Samariter
Wall Street am Scheideweg
Nach dem Kurssturz am vergangenen Freitag hoffen die Anleger an der Wall Street in der kommenden Woche besonders auf gute Unternehmenszahlen. Die New Yorker Börsen hatten mit den größten Verlusten seit fast drei Jahren geschlossen.
HB NEW YORK. Im Wochenverlauf fiel der Dow-Jones-Index der Standardwerte um 2,7 Prozent auf 10 667 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 2,0 Prozent auf 1261 Zähler nach. Der Technologie-Index Nasdaq verlor drei Prozent auf 2247 Punkte. Zuvor hatten Börsen-Schwergewichte wie der Mischkonzern General Electric und der Chiphersteller Intel überraschend niedrige Quartalsgewinne veröffentlicht.
„Kurseinbrüche dieser Größenordnung gibt es nie, wenn nicht wirklich etwas falsch läuft“, sagte Alec Young von Standard & Poor's. Die Investoren begriffen, dass die schwachen Zahlen keine Einzelfälle seien. Am Montag dürften die Privatanleger die Lage analysieren und den Markt weiter nach unten drücken.
Weitere Unternehmensdaten werden zeigen, ob die Firmengewinne tatsächlich auf ganzer Breite zurückgehen. In der kommenden Woche sollen etwa 150 der im S&P 500 notierten Großkonzerne ihre Ergebnisse vorlegen. Dazu gehören Microsoft, American Express und General Motors.
Negativ werde sich ein weiterhin hoher Ölpreis auswirken, erklärte Chef-Volkswirt Michael Strauss von Communfund. „Das Barrel sollte besser nicht über 65 Dollar gehandelt werden. Das belastet den Markt, und nur einige Energieversorger-Unternehmen profitieren.“ Die meisten anderen würden dagegen unter höheren Kosten und steigender Inflation leiden. Am Freitag kletterte der Preis pro Barrel (knapp 159 Liter) für US-Leichtöl um 2,2 Prozent auf 68,35 Dollar. Anlass waren neue Anschlagsdrohungen in Niger und die Probleme im Iran.
Die während der Woche erwarteten Konjunkturdaten könnten Aufschlüsse darüber liefern, welchen Effekt der Ölpreisanstieg auf die US-Wirtschaft hat. Für Freitag wird eine Schätzung des Bruttoinlandsprodukts der USA erwartet. Seine Wachstumsrate ist demnach wahrscheinlich im vierten Quartal 2005 auf 3,1 Prozent von 4,1 Prozent im Vorjahreszeitraum gefallen sein.
Am Donnerstag sollen die Auftragseingänge der Industrie im Dezember veröffentlicht werden, am Mittwoch der Absatz bestehender Eigenheime im selben Monat.
Quelle: HANDELSBLATT, Sonntag, 22. Januar 2006, 15:25 Uhr
...be invested
Der Einsame Samariter
