Hier nochmals die Meldung vom 04.April 05 aus dem Handelsblatt:
Der Bonner Immobilienkonzern IVG greift nach der insolventen Hamburger Immobiliengruppe Agiv. Die IVG, die zu den größten Unternehmen der Branche in Europa zählt, will die Mehrheit an der Agiv Real Estate sowie deren Tochtergesellschaft Deutsche Real Estate AG übernehmen. HAMBURG. Bis spätestens Anfang Juni soll im Zuge einer Unternehmensbewertung ein abschlussfähiges Angebot unterbreitet werden. Dies geht aus einem Angebotsschreiben vom 8. April hervor, das dem Handelsblatt vorliegt.
Damit zeichnet sich ein Bieterstreit zwischen der IVG (Xetra:
620570.DE - Nachrichten - Forum) und der ANZEIGE amerikanischen Citigroup (NYSE: C - Nachrichten) ab. Denn die weltgrößte Finanzgruppe zeigt ebenfalls seit mehr als einem Monat Interesse an dem Immobilienvermögen der Agiv. Die Amerikaner schielen vor allem auf die Übernahme der Agiv-Töchter Deutsche Real Estate sowie Adler Real Estate (Xetra:
500800.DE - Nachrichten) . Sprecher der IVG Holding sowie der Agiv wollten hierzu nicht Stellung nehmen. Die Citigroup kommentiert Marktgerüchte nicht.
Schluckt die IVG die Agiv- Gruppe, würde der Bonner Konzern auf einen Schlag sein Immobilienvermögen um rund 400 bis 500 Mill. Euro auf 3,6 bis 3,7 Mrd. Euro aufstocken. Die Gesellschaft hat sich vor allem auf Gewerbe- und Logistikimmobilien konzentriert und im vergangenen Geschäftsjahr das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 130 auf 202,6 Mill. Euro gesteigert.
Analysten halten einen Einstieg des Bonner Immobilienkonzerns für sinnvoll: Die IVG ist im selben Segment wie die Agiv tätig. Es ist nur eine Frage des Preises, ob sich ein Einstieg lohnt, erklärte ein Aktienexperte einer Frankfurter Großbank. Der Kurs der IVG-Aktie legte gestern um 1,35 Euro auf 11,25 Euro zu.