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Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland wird im kommenden Jahr nicht so stark ausfallen wie von der Bundesregierung erwartet. Zu diesem Schluss kommen die Konjunkturchefs der beiden führenden Wirtschaftsforschungsinstitute HWWA (Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv) und IWH (Institut für Wirtschaftsforschung Halle) im Gespräch mit der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe).
Anfang der Woche hatte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller für das erste Halbjahr 2002 noch ein Wirtschaftswachstum von "gut drei Prozent" in Aussicht gestellt. "Müllers Äußerungen decken sich nicht mit unserer Prognose", so der Leiter der Konjunkturabteilung des IWH, Udo Ludwig. Der Minister unterstelle eine schnelle Überwindung der Wachstumsschwäche in den USA. "Diese Erwartung haben wir nicht", sagte Ludwig der Zeitung. Auch Eckhardt Wohlers, Konjunkturchef des HWWA äußerte sich skeptisch: "Müllers Prognose scheint mir sehr optimistisch".
Ludwig sagte, der Wirtschaftsminister gehe bei seiner Prognose davon aus, dass es zu einer ähnlichen Erholung wie nach der Asien-Krise 1997/98 kommen werde. "Heute liegen die Dinge aber anders", erklärte Ludwig. Deutschland hänge bei der Konjunktur am Tropf der USA. Solange es dort nicht aufwärts gehe, werde sich auch die Konjunktur hierzulande nicht erholen. "Wenn es der Supermacht USA schlecht geht, beeinflusst das auch die Investitionsentscheidungen der deutschen Unternehmen", sagte Ludwig.
Zwar sei damit zu rechnen, dass die Investitionstätigkeit wieder zunimmt, wenn die Exporte wieder anziehen, doch das werde sich länger hinziehen. "Deshalb wird es unserer Ansicht nach erst im zweiten Halbjahr 2002 wieder aufwärts gehen", so der Konjunkturchef des IWH zur "Berliner Zeitung". Anfang der Woche hatte das IWH seine Konjunkturprognose für Deutschland für dieses Jahr weiter von 1,5 auf 1 Prozent gesenkt. "1 Prozent kann aber auch unter 1,0 Prozent bedeuten", stellte Ludwig klar. Das HWWA sieht das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zwischen 1,0 und 1,5 Prozent - "mit Tendenz eher Richtung 1,0 Prozent", so Wohlers. Für 2002 würden beide Institute von einem Wachstum von gut 2 Prozent ausgehen, schreibt die "Berliner Zeitung".
Wachstumsaussichten bleiben auch 2002 gedämpft
Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland wird im kommenden Jahr nicht so stark ausfallen wie von der Bundesregierung erwartet. Zu diesem Schluss kommen die Konjunkturchefs der beiden führenden Wirtschaftsforschungsinstitute HWWA (Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv) und IWH (Institut für Wirtschaftsforschung Halle) im Gespräch mit der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe).
Anfang der Woche hatte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller für das erste Halbjahr 2002 noch ein Wirtschaftswachstum von "gut drei Prozent" in Aussicht gestellt. "Müllers Äußerungen decken sich nicht mit unserer Prognose", so der Leiter der Konjunkturabteilung des IWH, Udo Ludwig. Der Minister unterstelle eine schnelle Überwindung der Wachstumsschwäche in den USA. "Diese Erwartung haben wir nicht", sagte Ludwig der Zeitung. Auch Eckhardt Wohlers, Konjunkturchef des HWWA äußerte sich skeptisch: "Müllers Prognose scheint mir sehr optimistisch".
Ludwig sagte, der Wirtschaftsminister gehe bei seiner Prognose davon aus, dass es zu einer ähnlichen Erholung wie nach der Asien-Krise 1997/98 kommen werde. "Heute liegen die Dinge aber anders", erklärte Ludwig. Deutschland hänge bei der Konjunktur am Tropf der USA. Solange es dort nicht aufwärts gehe, werde sich auch die Konjunktur hierzulande nicht erholen. "Wenn es der Supermacht USA schlecht geht, beeinflusst das auch die Investitionsentscheidungen der deutschen Unternehmen", sagte Ludwig.
Zwar sei damit zu rechnen, dass die Investitionstätigkeit wieder zunimmt, wenn die Exporte wieder anziehen, doch das werde sich länger hinziehen. "Deshalb wird es unserer Ansicht nach erst im zweiten Halbjahr 2002 wieder aufwärts gehen", so der Konjunkturchef des IWH zur "Berliner Zeitung". Anfang der Woche hatte das IWH seine Konjunkturprognose für Deutschland für dieses Jahr weiter von 1,5 auf 1 Prozent gesenkt. "1 Prozent kann aber auch unter 1,0 Prozent bedeuten", stellte Ludwig klar. Das HWWA sieht das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr zwischen 1,0 und 1,5 Prozent - "mit Tendenz eher Richtung 1,0 Prozent", so Wohlers. Für 2002 würden beide Institute von einem Wachstum von gut 2 Prozent ausgehen, schreibt die "Berliner Zeitung".