vorgestellt in Genf, sieht zwar hässlich aus, dürfte aber weltweit der erfolgreichste in seinem Segment sein.
Ein paar Auszüge aus dem Spiegel (Technik) vom 12.3.2007 Seite 162:
Die erste Niederlage war schon schlimm genug. Sie bestand in der kollektiven Erkenntnis deutscher Automanager, die Lage falsch eingeschätzt zu haben. Vor gut 2 Jahren beschlossen Sie, erstmal in der Geschichte ihrer Zunft den Japanern nachzueifern und auch Hybridautos zu bauen.
Zu groß ist der Spareffekt des kombinierten Benzin- Elektroantriebs. Das Thema ließ sich nicht weiter ignorieren.
Die zweite Schlappe erlitt Porsche-Chef Wiedeking persönlich. Er wollte möglichst schnell den besten Hybridbausatz für seinen schluckstarken Geländewaren Cayenne. So fragte er gleich bei Toyota an, dem famosen Pionier dieser Technik.
Die Japaner erklärten, sie könnten schon liefern, allerdings nur im Komplettpaket, der Plattform des gesamten Fahrzeugs. Der bloße Einkauf einzelner Komponenten, wie Wiedeking ihn sich wünschte, ergebe keinen Sinn. Höflich rieten die Asiaten, die Komplexität dieses Antriebstyps nicht zu unterschätzen. Dann wurden die Gespräche beendet.
Heute wissen Porsche-Ingenieure, dass sie damals keinesfalls veralbert wurden. Sie entwickeln inzwischen gemeinsam mit Volkswagen einen Hybridantrieb in Isenbüttl bei Wolfsburg, wo der VW-Konzern ein Forschungszentrum unterhält. Das Projekt humpelt.
Im Jahr 2008, so der ursprüngliche Plan, sollten Hybridmodelle der Geländewagen VW Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne marktreif sein. doch der Termin ist nicht zu halten.Der Porsche-Chefentwickler spricht mittlerweile vage vom "Ende des Jahrzehnts".
Das schwierigst daran ist ein ruckfreies Zuschalten des Verbrennungsmotors aus dem reinen Elektromodus.
Daimler(Crysler) und BMW misstrauen der preiswerten Lösung und entwickeln in den USA zusammen mit General Motors ein aufwendigeres Vollhybridsystem. Es orientiert sich an dem Toyota-Vorbild, soll aber dank einer anspruchsvolleren Mechanik nochmals niedrigere Verbrauchswerte ermöglichen. Bei der 7-er Reihe und der S-Klasse wird ein milder Hybrid bevorzugt.
Es bleibt spannend im Automobilsektor, vielleicht ist jetzt erstmal Daimler und Porsche dran.