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Meldung des Tages: Während Washington Kupfer strategisch erklärt, schärft diese Aktie ihr Modell

voraussichliche Kriegsauswirkungen


Beiträge: 32
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Kicky:

voraussichliche Kriegsauswirkungen

 
07.10.02 15:33
Die Schätzungen für die Kosten eines Krieges reichen von einstelligen Milliardenbeträgen bis hin zu hohen dreistelligen Beträgen. Das Congressional Budget Office rechnet mit monatlichen Kosten von $9 Milliarden, während ein 60 täglicher Konflikt zwischen $28 und $37 Milliarden verschlingen könnte.

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Lawrence Lindsey, schätzt den Kostenpunkt auf zwischen $100 und $200 Milliarden.

"Jeder, der versucht, jetzt die Kosten zu beziffern, lügt, es ist bestenfalls eine gut gemeinte Schätzung," sagt der Budget Experte Stanley Collender.

"Es scheint nicht der Fall zu sein, dass irgendjemand Einsparungen oder Steuererhöhungen fordert, um das zu finanzieren, also muss es aufgenommen werden," fügt er hinzu.

Das Weiße Haus rechnet bereits bis ins Jahr 2005 hinein mit Haushaltsdefiziten. Das Congressional Budget Office nennt das Jahr 2006.

Auch Firmenbosse machen sich Gedanken um mögliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und besonders ihrer Unternehmen.

Ein kurzer Militärschlag gegen den Irak würde die negativen Wirkungen auf die Wirtschaft verringern, so der allgemeine Tenor auf der Business Council Sitzung in West Virginia. Allerdings würde ein langer Krieg die negativen Effekte verstärken, so Harrison, der Vice Chairman des Business Coucil.

Die CEOs großer Unternehmen aus dem Tech- bis hin zum Pharmasektor fanden sich an dem Treffen ein. Sie wurden von dem Chef des CIA George Tenet und dem Verteidigungsminister John Ashcroft über den Stand der Situation unterrichtet.

Ein Umfrageergebnis von der Sitzung zeigt, dass der Großteil der Firmenbosse einen Rückgang des Wachstums im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten erwarten. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum bei 3.2%.

"Ich glaube nicht, dass eine $100 Milliarden Belastung für die US-Bürger so gut ist," sagt Scott McNealy, Chef von Sun Microsystems und spricht damit die geschätzten Kosten eines Krieges gegen den Irak an.

Der Chef von Fannie Mae, Franklin Raines, sieht eine weitere Verschlechterung des Investitionsklimas durch einen Krieg. Ein Angriff würde Unternehmen dazu bewegen, ihre Investitionen noch weiter aufzuschieben.

Der Chef von Delta Air Lines, Leo Mullin, sieht einen unausweichlichen Rückgang der Zahl der Fluggäste. Während des Golfkrieges im Jahr 1991 war die Zahl der Fluggäste bei Transatlantikflügen um 10 Prozent und bei Inlandsflügen in den USA um 5 Prozent zurückgegangen, sagt Mullin.

Der CEO von DuPont, Charles Holliday, sieht eine Gefahr durch den Ölpreis. Dieser werde wahrscheinlich weiter ansteigen, wenn ein Angriff durchgeführt werde. Seit dem die Spekulationen über einen Krieg auftauchten, stieg der Ölpreis bereits um $5, so Holliday.

Bill Esrey, Chef von Sprint, dem zweigrößten Festnetzanbieter und dem viertgrößten Mobilfunkkonzern der USA, betont, dass durch große Ereignisse mehr telefoniert und mehr eMails verschickt würden. So seien die Netzwerke in den USA am 11. September doppelt so stark wie normal belastet gewesen.

von www.aktienbord.com
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special:

naja

 
07.10.02 15:36
es muss ja auch wieder aufgebaut werden was mühsam zusammengeschossen wurde...und neue waffen gebaut und wieder weiterverkauft werden.

ein bissi wird auch daran verdient, denk ich mal
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Kicky:

letzten 15 Minuten v. Saving Private Ryan ähnlich

 
08.10.02 15:16
Die Bush-Regierung und die Medien stellen eine Invasion weitgehend so dar, als handele es sich nur darum, Saddam Hussein "auszuschalten" und ein dankbares irakisches Volk zu "befreien". Dies, so behaupten sie, werde ihnen mit Hilfe satellitengesteuerter Präzisionsbomben gelingen, die einige Paläste und Bunker des Präsidenten zerstören und die Zivilbevölkerung weitgehend vor Verlusten bewahren.

Einige hohe pensionierte Offiziere, die damit sicherlich ernsthafte Befürchtungen innerhalb der militärischen Führung zum Ausdruck brachten, haben versucht, dieses Szenario in Frage zu stellen, und vor der Möglichkeit eines anhaltenden und verlustreichen Krieges gewarnt. General Joseph Hoar, der nach dem Golfkrieg von 1991 Oberbefehlshaber der US-Armee im Nahen Osten war, sagte in einer Anhörung vor dem Militärausschuss des Senats am 23. September, dass die amerikanischen Invasoren möglicherweise 100.000 irakischen Soldaten gegenüberstünden, die mit Tausenden Artilleriegeschützen Bagdad verteidigen würden.

Hoar bestätigte, dass die US-Truppen letztlich die Stadt erobern würden, fuhr dann aber fort: "Doch zu welchem Preis? Und was wird der Preis sein, wenn der Rest der Welt zusieht, wie wir dicht besiedelte Viertel bombardieren und unter Artilleriebeschuss nehmen?"

Im Häuserkampf, so seine Warnung, "kann an einem Tag auch mal ein ganzes Bataillon aufgerieben werden." Er fügte hinzu, ein derartiger Kampf würde "den letzten 15 Minuten von Saving Private Ryan ähneln".

Irakische Führer haben angekündigt, dass sie den Krieg ganz anders führen wollten. Sie wollen ihre Soldaten in Städten in Stellung bringen, um sie so zu schützen und die amerikanischen Truppen in sehr riskante Kämpfe in den Städten verwickeln."Ein ehemaliger General warnte, dass Saddam Hussein plane, 15.000 Soldaten der Republikanischen Garde für den Straßenkampf nach Bagdad zu verlegen. Ein Reporter sagte voraus, Tausende tote Iraker, Soldaten wie Zivilisten, seien in einem solchen Kampf unvermeidlich, ebenso hohe Verluste bei den Amerikanern.
Bei jeder größeren amerikanischen Militärintervention ist es zu absichtlichen Angriffen auf Zivilisten gekommen. Der US-Krieg in Vietnam hat zwei Millionen Menschenleben gekostet; die meisten waren unbewaffnete Zivilisten. Besonders berüchtigt waren die Bombenteppiche auf Hanoi und das Massaker von My Lai. Bei der Invasion von Panama 1989 - die, so unglaublich das klingt, von amerikanischen Politikern als Modell für den "Regime-Wechsel" zitiert wird, den sie im Irak erreichen wollen - wurden viertausend Zivilisten getötet, als die USA dicht bewohnte Arbeiterviertel bombardierten.
Bei den Nato-Bombardements von Jugoslawien 1999 wurden Tausende Zivilisten getötet und verwundet. Personenzüge, Bauerndörfer und nicht-militärische Fabriken waren Ziele von Bombenangriffen.

Im letzten Golfkrieg wurde ein Luftschutzbunker im Bagdader Stadtteil Al-Amariya bombardiert; dabei kamen 288 Zivilisten ums Leben, die meisten Frauen und Kinder.Die jetzt in der Presse erscheinenden Berichte sollen schon jetzt auf das Entsetzen und die Abscheu vorbereiten, die das Blutbad, das eine Invasion des Irak unvermeidlich begleiten wird, in den USA und auf der ganzen Welt auslösen wird. Die Presse versucht die Bevölkerung schon jetzt zu überzeugen, sie solle nicht glauben, was sie mit eigenen Augen sehen wird - einen von amerikanischem Militär begangenen Massenmord an irakischen Zivilisten.
www.wsws.org/de


aber das sind ja nur Kollateralschäden!


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Pichel:

kennt einer den Link:

 
08.10.02 15:20
www.globalsecurity.org/military/ops/iraq-timeline.htm
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auf geht´s:

wirklich interessante Seite - da hat sich einer

 
08.10.02 15:24
richtig Arbeit gemacht !
Aber keine Ahnung wer da wirklich dahinter steckt??

AUF GEHT`S
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n1608:

Warum sollten die Amis in Bagdad einmarschieren?

 
08.10.02 15:29
das wird ähnlich laufen wie in Afghanistan. erst wird mit bombenteppichen die reste von saddam`s armee zerstört und anschleißend werden die amis die kurden und schiiten auf bagdad marschieren lassen. die haben einen gehörigen zorn, nachdem saddam sie mit chemischen waffen versucht hat auszurotten und sie wissen, dass es ihre letzte chance ist. bleibt saddam siegreich wird er sich bestialisch an ihnen rächen. also werden sie alles daran stzen, diesen despoten endlich ins jenseits zu befördern.
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MaMoe:

Es wird überhaupt nichts zu sehen sein ...

 
08.10.02 15:33
... wenn die USA im Vietnam-Krieg etwas teuer gelernt hat, dann das: "no press" ... und das hat man auch bisher ziemlich konsequent durchgezogen ... vom Krieg 1991 hat der Normalverbraucher wirklich so gut wie nichts gesehen ... die irakische Presse dürfte nach den Boden-Luft-Abwehrstellungen das 2. Ziel sein ...

Ich glaube allerdings keineswegs, dass die USA 100000 Mann vor Bagdad gegebenüberstehen werden ... innerhalb der ersten 12h wird wohl mehr als die Hälfte der irakischen Männer unter Waffen das Handtuch werfen und mit weissen Fähnchen das Weite suchen ... diese Jungs wissen, was 1991 passiert ist und das überlebt man höchstens einmal ... 15 % der regulären Streitkräfte sind bereits dessertiert ... alleine auf die Kriegsdrohungen hin ...

Aber besonders beachtenswert halte ich folgende Aussage: "Die US-Militärs befürchten, daß Saddam Hussein bei einer amerikanischen Mobilmachung die US-Streitkräfte am Golf in einem Präventivschlag angreifen könnte, noch bevor alle US-Verbände aufmarschiert sind. " ...



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007Bond:

Richtig teuer für uns wir es,

 
08.10.02 15:35
wenn der IRAK in Folge eines Angriffs die Ölfelder der OPEC-Länder in Brand steckt ...
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Schnorrer:

mamoe: zwingend logisches Szenario

 
08.10.02 15:35
was meinste? ist das Ding bereit am Laufen?
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mod:

Kicky ´s Prognosen zu Afghanistan !!!?

 
08.10.02 15:36
Ich kann mich noch genau erinnern:
"Weltuntergangsszenario".
Wird man im Alter sehr pessimistisch?

Um nicht missverstanden zu werden:
Ich halte Krieg nicht für ein Mittel der Politik,
sondern nur für die Ultima ratio,
aber nur mit UN-Beschluss.
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MaMoe:

Der Irak-Krieg läuft sowieso schon längst

 
08.10.02 15:38
4.9.2001 / Südirak (As-Samawah) / Flugabwehrstellung (1)
9.9.2001 / Südirak / FlaRak-Stellung (2)
27.9.2001 / Südirak (Shahban, Nassiryah) / Flugabwehrstellung (3)
2.10.2001 / Südirak (Basra, Al Hallah) / Flugabwehrstellung (4)
21.1.2002 / Südirak / Flak-Stellung (5)
4.2.2002 / Nordirak / (6)
28.2.2002 / Nordirak / Flugabwehrstellung (7)
15.4.2002 / Südirak / Flugabwehrstellung (8)
20.5.2002 / Südirak (As-Salman) / Luftverteidigungsradar (9)
22.5.2002 / ? / Kommandozentrale, FlaRak-Stellung (10)
24.5.2002 / ? / ? (10)
28.5.2002 / Nordirak (Mosul) / Flugabwehrstellung (11)
30.5.2002 / Südirak / Radarstellung (10)
14.6.2002 / Südirak (Amarah) / Radarstellung (12)
28.6.2002 / Südirak / Kommandozentrale (13)
19.7.2002 / Südirak / Kommunikationsanlage (14)

Bisherige US-Angriffe auf den Irak ...
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Kicky:

haste nicht den Flughafen von Basra vergessen`?

 
08.10.02 15:43
war ja wohl ein ziviler Flughafen
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Kicky:

noch einmal Kriegstaktik

 
08.10.02 15:46
www.globalsecurity.org/org/news/2002/021006-iraq1.htm
diesmal aus sichererer Quelle für die wie mod die der wsws.org nicht glauben
Antworten
MaMoe:

@Kicky: wenn du mal wirklich unabhängige, aber

 
08.10.02 15:55
brilliante Analysen lesen willst, dann versuchs mal hier:

www.stratfor.com/fib/fib_view.php?ID=206586

In diesem Artikel wird dargelegt, warum Europa gegen den Irak-Krieg ist ... das hat mit Friedenswillen nichts zu tun, sondern auch hier mit wirtschaftlichen Interessen ...

Die einen sind so schlecht wie die anderen ...
Europa will Einfluss auf den Iran und somit an seinen Ölreserven nicht verlieren; USA wollen die Kontrolle über die irakischen ...

Der Stärkere wird gewinnen ...
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Hiob:

Na, MaMoe, heute keine Polemiken gegen

 
08.10.02 16:02
"linke Volltrottel" (wörtliches Zitat)???
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lutzhutzlefutz:

wichtigste Auswirkung vergessen!

 
08.10.02 16:05
Bedrohung durch ABC-Waffen verringert!
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Pieter:

N1608, die Schiiten werden sich hüten, für

 
08.10.02 16:14
USA die Drecksarbeit zu machen. Die wissen schon auch noch ganz genau, wie sie beim 1.GK von den Amis hintergangen und
ans Messer geliefert wurden. Da wurden nämlich auch, wie jetzt alle im Irak, die mit dem Herrscher unzufrieden waren, aufgerufen, sich gegen Saddam zu erheben. Das taten die Schiiten und Kurden ja auch. Nun, und dann sind die Amis vor Bagdad abgedreht und Saddam hat im Irak wieder die Oberhand gewonnen und sich als erstes fürchterlich an den Kurden und Schiiten gerächt. Erst Tage später haben sich die Amis dann dazu hergegeben, dem Morden Einhalt zu gebieten.
Ich denke, diesmal werden sich Kurden und Schiiten neutral verhalten und auf keinen Fall aus der Deckung kommen.
Pieter
Antworten
MaMoe:

@Hiob: ich liebe die Linken ab sofort, denn alle

 
08.10.02 16:14
meine Anträge sind durchgegangen und somit ist mir diese Regierung ans Herz gewachsen ... ich profitiere sehr an der neuen dt. Solidarität und insofern sind weitere Angriffe nicht mehr notwendig ... ich ärgere mich nur ein Bißchen über mich selbst, dass ich nicht schon vor 3 Jahren in den vollen Topf des Staates gegriffen habe ... aber Fehler verzeiht man am schnellsten, wenn man sie aufarbeitet und dann vergisst ... denn Geld hat kein Gewissen ...

Ich hätte extreme Probleme bekommen mein jetziges Tun gewissenstechnisch bei einer von mir gewählten Regierung durchzuziehen ...

Daher: Polemiken sind nicht mehr nötig ... ich schlage mich auf die Seite der Wahlgewinner und kann dann - wenn´s schief geht - sagen: "aber ich hab CSU gewählt ..."

Und wer´s immer noch nicht glaubt: die neue dt. Solidarität klappt bei jedem .. ich wollt´s vorher auch nicht glauben ... die Frage ist, wie lange es klappt ... aber solange Geld da ist, nimmt man sich´s am Besten ... verstehst du, was ich meine ???

Grüßle
MaMoe ...
Antworten
n1608:

@pieter - Wer hat in den letzten 10 Jahren

 
08.10.02 16:29
für die Sicherheit der Kurden und Schiiten gesorgt? Würde es nicht die entsprechenden Flugverbotszonen geben, hätte saddam längst zurückgeschlagen. ich denke sowohl schiiten als auch kurden haben gar keine anderen wahl, als sich zu beteiligen. wer sägt sich schon den ast ab auf dem er sitzt?

gruß n1608
Antworten
mod:

Verfeindete Kurden im Norden des Iraks

 
08.10.02 16:45
haben vor einigen Wochen eine Allianz gegründet
mit dem Ziel, Saddam gegebenenfalls militärisch
anzugreifen.
Ich glaube, es war die Rede von 90.000 Kämpfern,
die natürlich jetzt weiter aufgerüstet werden.
Finde die Meldung nicht so schnell, da wenig Zeit.
Antworten
Hiob:

Das klingt nach Hochwasserschaden, MaMoe.

 
08.10.02 16:54
So manchem steht jetzt halt das Wasser bis zum Hals. Meine Empfehlung lautet daher, und das jenseits eventueller Parteizugehörgikeiten, einfach immer nur "Kopf hoch".
Antworten
Juze:

kicky - voraussichtliche kriegsaufwirkungen

 
08.10.02 17:36
....na wie gut, dass ich von geld keinen plan habe und es mich am ende auch nicht wirklich interessiert, denkt niemand an die menschen, die den krieg gar nicht wollen - man kann den ganzen schönen schein am ende doch nicht mitnehmen -
juze
mit 13.10. geht alles klar
Antworten
Schwedenkug.:

Eine Frage

 
08.10.02 18:33
Wieviele unschuldige Menschen müssen für den Quatsch sterben ? Sind doch alles Verbraucher, -ich finde das unverantwortlich gegenüber den Märkten.
Antworten
MaMoe:

@Hiob: ich habe zwar eine Jugendstil-Häuschen

 
08.10.02 18:37
mitten im Herzen von Dresden, aber nur, weil sie diese einem nach der Wende förmlich aufgedrängt haben und dabei einem das Geld für die Renovierung zusätzlich noch schier in den "Arsch geschoben" haben ... im Grunde muss ich sagen: "leider hatte ich da keinen einzigen Tropfen drinnen, aber ich warte mal ab, wie lange es sich die "Börsen-notierte-Finanz-All-Round-Firma" noch leisten kann mir die Miete dafür zu bezahlen" ... aber dann verkaufe ich sie eben an die Stadt ... die ärgern sich nämlich tierisch drüber, dass sie diese Perle damals für ein paar tausend Mark an einen Wessi verkloppt haben ... aber z.Z. könnten sie sich nicht mal die bunten Glasfenster daraus leisten ...

Insofern wäre wohl das Hochwasser doch besser gewesen, denn dann hätte ich Einiges mehr abkassieren können ... es geht aber auch so ...

Ansonsten bin ich mit dem Kopf ziemlich oben ... hatte mir auch mein "alter Herr" ziemlich deutlich eingebleut: "Schau dir den Hahn an auf dem Mist ... der ist der Chef und hat den Kopf immer oben ... so weit wie´s geht ... die dummen Hühner hingegen hängen mit ihren Schnäbeln immer im Dreck ..."
Aber danke für den Hinweis ...

Grüßle
MaMoe ...

Antworten
MaxCohen:

Kurden aufrüsten?

 
08.10.02 18:48
Das wird die Türkei aber gar nicht freuen, mal schauen, ob die Strategie ähnlich erfolgreich (oder sollte ich besser sagen folgenreich) wird wie bei den Mudschaheddin in Afghanistan.

Grüße Max
Antworten
hjw2:

Analysten spielen Szenarien durch

 
08.10.02 23:16
Irakkrieg: Analysten spielen Szenarien durch 04.10. 18:27  
Eine Entscheidung über eine militärische Intervention im Irak steht im US-Kongress kurz bevor. Analysten bewerten die Folgen eines solchen Krieges als nicht vorhersehbar.

Einige Wirtschaftswissenschaftler haben bereits ihre Prognosen für Wirtschaftswachstum für Ende des Jahres und Anfang des nächsten Jahres gesenkt. Ein schneller und erfolgreicher Krieg gegen den Irak und eine schnelle Auflösung des Konfliktes könnte der Wirtschaft allerdings in der zweiten Jahreshälfte helfen, sagen sie.

"Im Golfkrieg, bzw. sobald wir damals wussten, dass es einen Krieg geben wird, sind die Ölpreise und Aktienkurse gefallen. Das ist der Orientierungspunkt. Das ist, was wir auch dieses Mal erwarten," sagt Peter Garber, globaler Stratege bei der Deutschen Bank.

"Die maximalen Auswirkungen wird es im vierten Quartal bezüglich der Effekte der Unsicherheit geben, die jeden erstarren lassen wird. Im ersten Quartal, sobald es geschieht, erwarten wir einen dramatischen Anstieg," fügt Garber hinzu.

Aber diese kurzfristig-negativ, langfristig-positiv Szenarien haben ein Problem: Sie berechnen zuviele Unsicherheitsfaktoren mit ein und sind bestenfalls gut unterrichtete Schätzungen dessen, was niemand voraussehen kann, sagen einige.

"Es ist fast unmöglich, die Unsicherheit in Dollars zu bewerten," so Randell Moore, Editor des viel beachteten Blue Chip Economic Forecasters Newsletter.

"Wann wird es beginnen? Wie lange wird es dauern? Wir gewinnen im Irak, aber wie lange werden unsere Truppen da unten bleiben? Das sind solche Unabwägbarkeiten. Zwei Wochen nach Beginn kann man vielleicht damit anfangen, die Auswirkungen zu analysieren," fügt Moore hinzu.

Merrill Lynch, Lehman Brothers und die UBS Warburg haben angesichts des drohenden Irakkrieges ihre Wachstumsprognosen für das vierte Quartal gesenkt, aber die negativen Wirkungen werden hauptsächlich auf das vierte und das erste Quartal beschränkt bleiben, sofern der Krieg nur kurze Zeit dauern wird, hieß es.

"Diese Vorbereitungen sind ein weiterer Widerstand für die schon lahme US Konjunkturerholung," sagt Lehman in einer Research Niederschrift. "Aber eine Wiederholung der 1990-1991 Rezession ist unwahrscheinlich."

Die Zahl der Ölquellen, die durch den Krieg als Öllieferant ausfallen könnten, seien weit geringer als noch 1990 und könnten durch andere Quellen ersetzt werden. Darüber hinaus wird ein Krieg gegen den Irak nicht als Überraschung auftauchen, wodurch die Wirtschaft eher im Stande sei, einen Ölschock zu vermeiden, so Lehman.

Andere Volkswirte hingegen sind nicht so zuversichtlich und warnen davor, dass sich das Vertrauen der Unternehmen und Verbraucher weiter eintrüben könnte. Ein weiterer Schock auf das Vertrauen könnte die Wirtschaft in einer Rezession stürzen.

Im zweiten Teil erfahren Sie mehr über jene warnenden Stimmen, die durch den Irakkrieg ein Double Dip Szenario in den USA erwarten.


II. Teil hier

www.aktienboard.com/vb/news.php?id=85551

Antworten
Schwedenkug.:

Ein "erfolgreicher" Krieg ? Oha

 
08.10.02 23:33
Den Krieg als Wirtschaftsmotor zu definieren, ist glaub ich schwierig. Dazu sind mit dem Krieg zuviele Faktoren verbunden, die eine wirtschaftliche Entwicklung hemmen: z.B. Fehlallokation von Ressourcen in vergleichsweise unproduktive Wirtschaftssektoren (=die Ruestungsindustrie), Steigerung von Unsicherheit und damit sinkende Investitionsbereitschaft um nur 2 zu nennen. Ob Deutschland wirtschaftlich von dem Krieg im IraQ profitiert, wage ich auch zu bezweifeln. Welche unserer Exportgueter wuerden denn einer steigenden Nachfrage unterliegen?
Antworten
Hiob:

Aber, aber, alter Schwede,

 
09.10.02 14:29

wir verkaufen den Irakis wieder unsere Chemiefabriken, wie damals schon den Ghaddafis. Die Amis bomben sicher alles weg. Und dann ist er da, der Bedarf. Bezahlt wird in Öl, kann man doch immer gebrauchen.

Übrigens lebt die Konjunktur nicht davon, daß sinnvolle Dinge produziert werden oder gar solche, die möglichst lange halten. Man könnte fast schon sagen: im Gegenteil. Der Gebrauchswert ist im Grunde genommen schädlich für die Wirtschaftsentwicklung. Das hergestellte Zeug muß möglichst schnell weg, damit wieder neues produziert und verkauft werden kann. Nur so läuft die Sache. Der Motor ist die ständige Entwertung, Vernichtung des Alten. Das gilt übrigens auch für die Firmen selbst. Je mehr jetzt in der Krise den Bach runter gehen, desto besser läuft es anschließend.

Auf diese Weise sind die HIOBsbotschaften von heute schon die gute Nachricht für morgen.

 
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Eskimato:

BZ.: "Türkei meldet Angriffsdatum"

 
09.10.02 23:28
Ist zwar normalerweise nicht meine Zeitung, aber die Meldung ist nicht ohne.

Türkei meldet Angriffs-Datum
Irak-Krieg ab Dezember
DPA, AFP

ANKARA/BAGDAD, 8. Oktober. Die USA haben einem türkischen Zeitungsbericht zufolge in Ankara um Erlaubnis zur Stationierung von Bodentruppen in der Türkei ersucht und durchblicken lassen, dass sie Irak noch vor Weihnachten angreifen wollen. Die Zeitung "Sabah" berichtete am Dienstag, das US-Verteidigungsministerium habe am Freitag zudem offiziell beim türkischen Generalstab um die Nutzungserlaubnis für drei Luftwaffenstützpunkte gebeten. Der US-Aufmarsch solle bis zum Ablauf des islamischen Fastenmonats Ramadan abgeschlossen sein, der am 5. Dezember endet.
Die irakische Seite habe inzwischen ihre Vorbereitungen für die Rückkehr der Waffeninspektoren abgeschlossen und erwarte sie am 19. Oktober in Bagdad, sagte der Waffenexperte Hosam Mohammed Amin in einem in Bagdad veröffentlichten Interview.

Frankreich will eine Debatte über die Irak-Krise im UN-Sicherheitsrat nicht mit einem Veto blockieren. Es sei "nicht sinnvoll", vom Vetorecht Gebrauch zu machen, "wenn man in der Diskussion mit den Partnern zu einer gemeinsamen Position kommen kann", erklärte Außenminister Dominique de Villepin. Russlands Außenminister Igor Iwanow kündigte unterdessen die Unterstützung Moskaus für eine neue UN-Resolution an, die auf wirksamere Waffenkontrollen ziele. (dpa, AFP)
Antworten
Schepper:

Boody X-mas! o.T.

 
09.10.02 23:51
Antworten
Kicky:

schwammige Kriegsbegründung gestern

 
10.10.02 00:43
Von Malte Lehming

Ein Dieb steht vor dem Richter. Er soll eine kostbare Perlenkette gestohlen haben. „Was hast du zu deiner Entschuldigung zu sagen?", fragt der Richter. „Dreierlei", antwortet der Dieb. „Erstens war es richtig, die Kette zu entwenden, weil die Frau, die sie trug, ein Luder ist. Zweitens gehört die Kette eigentlich mir. Und drittens habe ich sie nie im Leben gesehen." Der Präsident der USA ist kein Dieb, aber auch er hat ein Rechtfertigungsproblem. Seit Monaten sinkt die Zustimmung zu einem Irak-Krieg. Die Mehrheit der Amerikaner spricht sich zwar weiterhin für eine Invasion aus, um Saddam Hussein aus dem Amt zu jagen, aber die allgemeine Stimmung ist ambivalent. Man versteht die Eile und Dringlichkeit nicht, hat Angst vor einem Alleingang der USA und will, dass alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Kriegslüstern ist das Land nicht.

Um Überzeugungsarbeit zu leisten, wandte sich George W. Bush am Montag in einer Grundsatzrede an die Nation.Wer auf neue Gründe, schlüssige Argumente, schlagende Beweise gehofft hatte, wurde enttäuscht. Geschickt ließ sich Bush alle Hintertürchen offen. Er vermied jede Festlegung, wich den entscheidenden Fragen aus. Welches Ziel verfolgt seine Regierung – die Zerstörung der irakischen Massenvernichtungswaffen oder die Beseitigung des Regimes? Beide Annahmen hat der Präsident erneut genährt. Ja, das Regime in Bagdad kann den Konflikt verhindern, wenn es unsere Forderungen erfüllt. Ein Krieg ist weder unvermeidbar, noch steht er unmittelbar bevor. Das klingt moderat. Doch nur wenige Sätze später erklärt der Präsident, warum ein Regimewechsel „das einzig sichere Mittel" ist, eine „große Gefahr von unserer Nation" abzuwenden.

Ebenso schwammig bleibt Bush bei der Begründung für einen Krieg. Sind es die Massenvernichtungswaffen, die Verbindungen Saddams zu Al Qaida oder die Hoffnungen auf eine Demokratisierung des Nahen Ostens? Ja, der Irak könnte einige Kurzstreckenraketen chemisch bestücken, und er arbeitet an der Entwicklung weiter reichender Trägersysteme. Andererseits befinden sich die USA derzeit zweifellos außerhalb jeglicher Reichweite. Direkt bedroht sind allenfalls Saudi-Arabien, Israel und die Türkei. Ja, der Irak hat Verbindungen zu Al Qaida, aber einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem 11. September gibt es nicht. Ja, es sei Zeit, die Iraker „aus der Gefangenschaft" zu befreien. Aber Bush weiß genau, dass sich daraus kein legitimer Kriegsgrund ableiten lässt. Statt dessen redet er sich in Rage und ist bemüht, für jeden Zuhörer etwas im rhetorischen Gepäck zu haben: für die Weltgemeinschaft die Einhaltung der UN-Resolutionen, für die Falken im Kabinett den Sturz des Regimes, für die Landsleute die Abwehr einer akuten Terrorgefahr, für die neokonservativen Visionäre den Aufbau eines neuen Nahen Ostens.

Doch einem solchen Potpourri an Zielen und Motiven fehlt die Überzeugungskraft. Je zahlreicher die Gründe sind, auf die sich Bush bezieht, desto stärker drängt sich der Eindruck auf, ihm fehle ein wirklicher Casus belli. Politisch punkten kann er mit seinem Kurs allenfalls im Wahlkampf. Ohne Zweifel hat er die Demokraten mit seiner Taktik in die Bredouille gebracht. Die Irak-Frage spaltet die Opposition. Die Parteispitze will das Thema möglichst schnell vom Tisch haben, um andere Probleme in den Vordergrund zu stellen – von der Wirtschaftsmisere über die Unternehmensskandale bis zur Gesundheitsvorsorge. Deshalb wird der Kongress wohl noch in dieser Woche mit großer Mehrheit eine Resolution verabschieden, die den Präsidenten zum Kriegführen autorisiert. Doch die Basis der Demokraten muckt immer mehr auf. Sie lehnt diesen Schmusekurs ab.

Das Hauptziel seiner Rede hat Bush wohl kaum erreicht. Wer skeptisch war, ist skeptisch geblieben. Einen Kollateralnutzen seiner Irak-Politik kann er indes verzeichnen. Inzwischen dürfen die Republikaner bereits hoffen, bei den Kongresswahlen am 5. November die Mehrheit in beiden Häusern zu erringen. Und dann geht's auch außenpolitisch erst richtig zur Sache.
archiv.tagesspiegel.de/archiv/09.10.2002/250538.asp
Antworten
Kicky:

Direktor des CIA widerspricht Bush

 
10.10.02 01:36
Meanwhile, George Tenet, director of the CIA, contradicted President George Bush in Washington by stating that President Saddam was unlikely to attack the United States with either conventional or weapons of mass destruction in the near future. But he warned that the Iraqi leader might do so if an invasion by America became inevitable.

In a letter to the Senate Intelligence Committee, Mr Tenet released previously classified testimony in which a senior CIA official said the risk of an unprovoked attack by President Saddam was "low".
news.independent.co.uk/world/middle_east/story.jsp?story=341196

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