Irak-Konflikt
von Thomas Grüner, Thomas Grüner Vermögensmanagement GmbH
Die aktuellen Geschehnisse im Irak haben wieder viele Akteure an den Finanzmärkten verunsichert. Der Ölpreis hat wieder leicht angezogen und der drohende militärische Konflikt belastet anhaltend die weltweiten Aktienmärkte.
Doch vor was haben wir eigentlich Angst?
Ist die Bedrohung tatsächlich zu fürchten oder nur überwiegend psychologischer Natur?
Das aktuelle Krisenempfinden, ausgelöst durch Wirtschaftsschwäche, Terror- und Kriegsangst wird unserer Meinung auch durch die Medien weiterhin überzeichnet.
Die tatsächlichen und objektiven - statistisch nachweisbaren - Gefahren für unser Leben liegen schlicht ausgedrückt beispielsweise im Strassenverkehr wesentlich höher.
Diffuse Terrorwarnungen der Geheimdienste, die seit dem 11.09.2001 allgegenwärtig sind, belasten die Stimmung konstant.
Vergleichen wir die Ereignisse mit dem Golfkrieg 1990/1991.

Während der Überfall des Irak auf Kuwait die Finanzmärkte 1990 völlig überraschend traf und der Ausgang eines militärischen Konflikts mit der damals viertstärksten Armee der Welt ungewiss war, so hat sich doch die Ausgangslage heute klar verändert.
Ein militärischer Konflikt, den wir trotz der Annahme der UN-Resolution durch den Irak weiterhin für wahrscheinlich halten, würde die Märkte nicht überraschen und nur kurzzeitig negativ beeinflussen.
Der Irak konnte seine militärischen Möglichkeiten durch die angespannte wirtschaftliche und finanzielle Lage – zusätzlich verstärkt durch die sehr restriktiv wirkenden UN-Embargos gegen das Land – nur sehr beschränkt wieder aufbauen. Die USA haben in den letzten elf Jahren dagegen ihre Schlagkraft dramatisch erhöht.
Wir halten einen die Märkte negativ beeinflussenden, länger andauernden Konflikt, unter Einbeziehung eventuell auch benachbarter Staaten für unwahrscheinlich. Wir sind der Meinung, dass die Beendigung des Irak-Konflikts – gleich in welcher Art und Weise – für eine Initialzündung an den weltweiten Aktienbörsen sorgen wird.
Der Irak ist aktuell nur an Position 11 der größten Erdölförderländer zu finden, besitzt jedoch nach Saudi-Arabien mit geschätzt 112 Milliarden Barrel die zweitgrößten gesicherten Vorkommen weltweit.
Ein Regimewechsel im Irak hin zu einer pro-westlichen Politik, würde den Einfluß und die Macht der OPEC auf den Ölpreis drastisch beschneiden und für Preisdruck sorgen.
Ein deutlich nachgebender Ölpreis und ein Wegfall des potentiellen Angst- und Risikofaktors wird die Weltwirtschaft positiv beeinflussen.
Dazu bleibt das von uns als maßgeblich betrachtete Umfeld weiterhin günstig:
Die Anzahl leerverkaufter Aktien befindet sich weiterhin auf Rekordniveau. Eine gewaltige, lediglich in die Zukunft verschobene Nachfrage.

Die Risikoaversion der Anleger hat ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht und lediglich eine Normalisierung würde sofortigen positiven Einfluss auf der Nachfrageseite bedeuten.
Das Renditeniveau festverzinslicher Wertpapiere in den USA und Europa verharrt weiterhin auf extrem tiefem Niveau. Ein Investment in den vermeintlich sicheren Hafen der Rentenmärkte erscheint uns wegen des sehr ungünstigen Chance-Risiko-Verhältnisses keine sinnvolle Alternative zu sein.

Es fällt uns schwer, Risiken zu sehen, die noch nicht eingepreist sind. Der Bärenmarkt ist im historischen Vergleich sehr alt und erscheint uns müde.

In der Lösung der Irak-Krise schlummert viel mehr die Initialzündung für einen positiven Impuls für die weltweiten Finanzmärkte und die Realwirtschaft.
jo.
von Thomas Grüner, Thomas Grüner Vermögensmanagement GmbH
Die aktuellen Geschehnisse im Irak haben wieder viele Akteure an den Finanzmärkten verunsichert. Der Ölpreis hat wieder leicht angezogen und der drohende militärische Konflikt belastet anhaltend die weltweiten Aktienmärkte.
Doch vor was haben wir eigentlich Angst?
Ist die Bedrohung tatsächlich zu fürchten oder nur überwiegend psychologischer Natur?
Das aktuelle Krisenempfinden, ausgelöst durch Wirtschaftsschwäche, Terror- und Kriegsangst wird unserer Meinung auch durch die Medien weiterhin überzeichnet.
Die tatsächlichen und objektiven - statistisch nachweisbaren - Gefahren für unser Leben liegen schlicht ausgedrückt beispielsweise im Strassenverkehr wesentlich höher.
Diffuse Terrorwarnungen der Geheimdienste, die seit dem 11.09.2001 allgegenwärtig sind, belasten die Stimmung konstant.
Vergleichen wir die Ereignisse mit dem Golfkrieg 1990/1991.

Während der Überfall des Irak auf Kuwait die Finanzmärkte 1990 völlig überraschend traf und der Ausgang eines militärischen Konflikts mit der damals viertstärksten Armee der Welt ungewiss war, so hat sich doch die Ausgangslage heute klar verändert.
Ein militärischer Konflikt, den wir trotz der Annahme der UN-Resolution durch den Irak weiterhin für wahrscheinlich halten, würde die Märkte nicht überraschen und nur kurzzeitig negativ beeinflussen.
Der Irak konnte seine militärischen Möglichkeiten durch die angespannte wirtschaftliche und finanzielle Lage – zusätzlich verstärkt durch die sehr restriktiv wirkenden UN-Embargos gegen das Land – nur sehr beschränkt wieder aufbauen. Die USA haben in den letzten elf Jahren dagegen ihre Schlagkraft dramatisch erhöht.
Wir halten einen die Märkte negativ beeinflussenden, länger andauernden Konflikt, unter Einbeziehung eventuell auch benachbarter Staaten für unwahrscheinlich. Wir sind der Meinung, dass die Beendigung des Irak-Konflikts – gleich in welcher Art und Weise – für eine Initialzündung an den weltweiten Aktienbörsen sorgen wird.
Der Irak ist aktuell nur an Position 11 der größten Erdölförderländer zu finden, besitzt jedoch nach Saudi-Arabien mit geschätzt 112 Milliarden Barrel die zweitgrößten gesicherten Vorkommen weltweit.
Ein Regimewechsel im Irak hin zu einer pro-westlichen Politik, würde den Einfluß und die Macht der OPEC auf den Ölpreis drastisch beschneiden und für Preisdruck sorgen.
Ein deutlich nachgebender Ölpreis und ein Wegfall des potentiellen Angst- und Risikofaktors wird die Weltwirtschaft positiv beeinflussen.
Dazu bleibt das von uns als maßgeblich betrachtete Umfeld weiterhin günstig:
Die Anzahl leerverkaufter Aktien befindet sich weiterhin auf Rekordniveau. Eine gewaltige, lediglich in die Zukunft verschobene Nachfrage.

Die Risikoaversion der Anleger hat ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht und lediglich eine Normalisierung würde sofortigen positiven Einfluss auf der Nachfrageseite bedeuten.
Das Renditeniveau festverzinslicher Wertpapiere in den USA und Europa verharrt weiterhin auf extrem tiefem Niveau. Ein Investment in den vermeintlich sicheren Hafen der Rentenmärkte erscheint uns wegen des sehr ungünstigen Chance-Risiko-Verhältnisses keine sinnvolle Alternative zu sein.

Es fällt uns schwer, Risiken zu sehen, die noch nicht eingepreist sind. Der Bärenmarkt ist im historischen Vergleich sehr alt und erscheint uns müde.

In der Lösung der Irak-Krise schlummert viel mehr die Initialzündung für einen positiven Impuls für die weltweiten Finanzmärkte und die Realwirtschaft.
jo.