28. März 2011 2011-03-28 18:00:00
Nicht nur die Deutsche Bank ist in den Ruf geraten, Anleger mit windigen Finanzprodukten über den Tisch zu ziehen. Ein Wirtschaftsanwalt aus einer namhaften Anwaltssozietät wirft der Commerzbank vor, ihn mit einem wertlos gewordenen Zertifikat betrogen zu haben. Pikant an der Sache: Nach Angaben des Juristen, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, verweigerte ihm das Geldinstitut die Mithilfe, als er nach dem Totalverlust die Konstruktion des „Knock-out-Zertifikats“ entschlüsseln wollte. Er ist, weil er einer unverlangten Empfehlung seines Kundenberaters folgte, um rund 60 000 Euro ärmer und hat eine Schadensersatzklage eingereicht.
Versehentlich übersandte ihm sein Kundenberater auf seine Beschwerde hin zunächst sogar eine interne Version der Produktbeschreibung. Nach einer detaillierten Prüfung kann ich ausschließen, dass Ihnen irgendwelche manipulierten Unterlagen zugeleitet wurden“, schrieb der Vorstandsvorsitzende Martin Blessing persönlich an den jahrzehntelangen Commerzbank-Kunden. „Vor allem zeigt sich daran, wie erbärmlich die Bank ihre eigenen Berater informiert und dadurch missbraucht hat“, sagt der enttäuschte Anleger dazu, dass auch dort nach seiner Ansicht wichtige Angaben fehlten. Es geht um ein Zertifikat namens MezzCap aus dem Jahr 2006, mit dem das Geldhaus Mezzanine-Darlehen, die es 35 mittelständischen Unternehmen als Kredite gewährt hatte, wie in einem Fonds verbrieft hatte. Mezzanine-Forderungen haben ein erhöhtes Ausfallrisiko, weil sie bei einer Insolvenz des Kreditnehmers hinter dessen übrigen Verbindlichkeiten rangieren - also bestenfalls nachrangig bedient werden. Die Mittelständler seien aber sorgfältig geprüft worden, warb die Bank. Das Risiko sei durch eine breite Streuung in verschiedene Branchen und Regionen erheblich gemindert.
www.faz.net/s/...4F8FCA2886D2401FD5~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Wer sich über mich ärgert,der hat kein Problem mit mir,
sondern mit sich selbst