Von Lemmingen und Kursblasen


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proxicomi:

Von Lemmingen und Kursblasen

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17.03.01 01:38
Behavioral Finance
Von Lemmingen und Kursblasen


16. März 2001 Viele Dinge, die mit einem bösen Erwachen enden, fangen oft ganz harmlos an. Das ist im normalen Alltagsleben nicht anders als an der Börse.

So war es auch bei der Spekulationsblase, die sich bis März 2000 an den Weltbörsen breit gemacht hatte. Auch da ging es zunächst unspektakulär los. Als 1982 die Hausse in den USA ihren Anfang nahm, verdienten zunächst nur wenige daran. Im Aktien-Entwicklungsland Deutschland wussten damals die meisten Menschen noch nicht einmal, wie man das Wort Aktie schreibt. Erst nach und nach entdeckten immer mehr Anleger das Thema Börse. Am Ende hatte der Bazillus Aktie dann aber fast jeden erwischt. Teilweise trug das Ganze sogar Züge von Massenhysterie. Wer mit offenen Augen durch die Welt ging, hätte spätestens da erkennen müssen, dass die Aktienmärkte ihre beste Zeit hinter sich haben. Denn woher soll weitere Nachfrage noch kommen, wenn bereits alle potenziellen Investoren engagiert sind.

Wie so oft, sieht man aber den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das ist verständlich, da menschlich. Überhaupt wimmelt es an der Börse nur so vor menschlichen Schwächen. Im Grunde genommen sind sie sogar die wichtigste Quelle allen Übels. Die Ursache, warum das so ist, hat mit Gier, Massenhysterie, Herdenverhalten, Gruppenzwang, Neid und Selbstbetrug zu tun.

Immer wieder das gleiche Strickmuster

Doch der Reihe nach: zu Beginn fängt wie gesagt alles ganz harmlos an. Das Beispiel Neuer Markt belegt es. Das vor vier Jahren gestartete Wachstumssegment nahmen zunächst nur die Insider wahr. Erst als man merkte, dass es hier Geld zu verdienen gibt, sprangen immer mehr Anleger auf den fahrenden Zug auf. Schließlich wollte man dabei sein und sich auch an der Gelddruckmaschine bedienen. Das ging auch lange gut. Aber nur so lange, bis der Zug wegen Überfüllung von den Gleisen rutschte.

Das Muster, nach dem die Sache ablief, war vermutlich ähnlich gestrickt wie die berühmte holländische Tulpenmanie, die sich zwischen 1634 und 1637 abspielte. Damals wie heute glaubte man, unbedingt mitmischen zu müssen. Wie eine Herde Lemminge stürzte man sich auf Tulpen oder zuletzt eben auf Aktien. Die Annahme lautete: was so lange so hoch gestiegen ist, wird bestimmt noch weiter steigen. Besonders gierig wurden diejenigen, die zuvor noch nicht am Futtertrog geleckt hatten. Denn sie sahen voller Neid und mit Schmerzen, dass der Nachbar oder der beste Freund immer reicher wurde, man selbst aber außen vor stand. Das musste sich ändern, und so tummelten sich am Ende viele unbedarfte Anleger an der Börse.

Hochmut kommt vor dem Fall

Selbst als der Bogen längst überspannt war, wurde das nicht mehr erkannt. Warnzeichen wurden entweder verdrängt oder als Fehlsignale abgelehnt. Letztlich wurden die hohen Kurse sogar mit neuen Bewertungsgesetzen verteidigt. Historisch betrachtet ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Party vorbei ist. Die dabei bei der Mehrheit der Anleger vorherrschende Einstellung bezeichnet der Wirtschaftsprofessor und Behavioral Finance-Experte Rüdiger von Nitzsch von der technischen Hochschule in Aachen zutreffend als „erlernte Sorglosigkeit“. Schließlich hatte man eingetrichtert bekommen, dass sich Aktien immer lohnen, wenn man nur lange genug durchhält.

Dabei hätte man es besser wissen können. So hatte US-Notenbankchef Alan Greenspan schon am 5. Dezember 1996 vor übertrieben hohen Aktienkursen gewarnt. Seine Rede von einem irrationalen Überschwang an den Börsen wurde nach einem kurzen Einbruch aber schnell wieder verdrängt und letztlich als wirres Gerede eines nicht mehr zeitgemäß denkenden alten Mannes abgetan. Ein teurer Fehler, wie sich mittlerweile herausgestellt hat.

Die nächste Blase kommt bestimmt

Doch alle, die nun ihre Verluste zählen und erst jetzt zum ersten Mal etwas von Behavioral Finance gehört haben, nachdem das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, brauchen sich nicht zu grämen. Denn die Geschichte lehrt, dass dies nicht die letzte Kursblase an den Börsen gewesen ist. Die nächste irrationale Übertreibungsphase kommt bestimmt: Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Jeder wird also noch einmal Gelegenheit bekommen, die neu erworbenen Behavioral Finance-Erkenntnisse in seine Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen.

 


gruß
proxi
 

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potti:

wirklich interessanter Artikel...

 
17.03.01 10:27
auch ich habe die Warnungen Greenspans immer ignoriert
Antworten
chartgranate:

trefflich trefflich proxi

 
17.03.01 11:57
saubere Analyse vom Einfluss vielerlei ach so menschlicher Neigungen auf die Börse.Kann Dir in vielen Dingen nur zustimmen.
Viel Geld fließt auch über die Sorte Anleger in den Markt für die es einfach chic ist investiert zu sein,eröffnet es doch den Zugang zu so mancher Stammtischrunde,welche als Hauptgetränk eher den lässigen LongDrink denn das ordinäre Bier wählt.Der Vorteil solcher Runden ist häufig das elitäre Gefühl welches seine Teilnehmer beschleicht.Man ist umgeben von smarten Bon Vivants des Lebens,erlebt das schöne Gefühl der Selbstgefälligkeit.Hier verschafft Invest in Aktien zugleich den Zugang zu einem inner circle der Gesellschaft,welcher nicht in der Mittelmäßigkeit von Omas Sparbuch gefangen sein muß.Hinzu kommt dann,daß die Kohle ja eigentlich nicht real erscheint sondern lediglich als Zahl in der virtuellen Realität des Internetdepots auf das man alle Tage 3-5x starrt.Es ist so,als ob man sein Geld durch einen dreifachen Weichspül-Filter beobachtet (kenne dieses Gefühl auch selbst)und deshalb ein wenig die notwendige Ernsthaftigkeit zu verlieren droht.Erschreckend ist häufig auch die Tatsache,daß es eher cool gilt mit der Möglichkeit zu prahlen hohe Verluste entspannt aussitzen zu können,da man ja noch genug money in der Hinterhand hat("ole,und noch´n Schampi für mich und meine Fraunde hier").Hier zeigt erst richtig,was für ein tougher guy man wirklich ist.Aber: Genau hier ist eben die Chance auf einen Change (in Verbindung mit Deinen Prophezeiungen bzgl.der nächsten Blase),denn in welchen Kreisen auch immer,es ist eben nicht chic immer nur über Verluste sinieren zu müssen,von den einsamen Stunden zuhause gar nicht zu reden,wenn einem keiner beim Selbstbetrug hilft.Sehr viel Geld und sehr viele Typen an der Börse sind früher oder später zu einer neuen Blase verdammt,und häufig sind das Jungs und Mädels,welche auch in den strategisch richtigen Positionen innerhalb der Gesellschafft sind, um diese Blase mit zu erzeugen.Sie müssen sich nur endlich mal wieder einig werden,egal ob sie zu den Mitfirmeninhabern,den Medien,den Analysten,den Brokern oder einfach nur den Moneyspendern gehören und dann können sie für einen positiven Stimmungsumbruch sorgen.Solange ich genug solcher Menschen kenne,bleibe ich selbst wirklich relativ entspannt und versuche nur die eine oder zwei Branchen zu erkennen,welche dann mit am Start nach Norden stehen wird.Hier gilt es dann die entstprechenden fundierten und gut aufgestellten Werte zu finden und jetzt in diese zu investieren.
Natürlich weiß ich,daß es so ganz einfach nicht ist und diese Anlegerklientel nur einen Teil des Gesamten ausmacht,aber wir sprachen bis jetzt ja von Lemmingen und menschlichen Grundtrieben und die Frage stellt sich dann natürlich,wer zieht und wer wird folgen (ein Schneeball an der richtigen Stelle kann die Lawine auslösen...)
also,it´s not over!!!!!
Ciao
Chartgranate  
Antworten
das Zentrum d.:

@all

 
17.03.01 12:06
Proxi - ein wirklich guter Artikel

Chartgranate - dein Beitrag hätte meines erachtens einen grünen Stern für gut analysiert verdient. wirklich sehr gelungen! Aus deinem Posting entnehme ich das du mehr auf die Massenpsychologie setzt als auf die wirtschaftlichen Aussichten eines Unternehmens. Interessant! Wenn du die Phasen richtig erkennst mußt du ja zwangsläufig sehr erfolgreich sein.
Antworten
Reinyboy:

Die nächste Blase könnten

 
17.03.01 12:31
polnische, tschechische und ungarische Aktien werden.





Mfg       Reinyboy
Antworten
chartgranate:

@das Zentrum der Macht

 
17.03.01 13:11
stimmt.Überall da wo sich Menschen tummeln und in Konkurrenz,Kommunikation oder sonstige Interaktion zueienander treten werden die schnöden menschlichen Urinstinkte und Neigungen und ihre daraus resultierenden Aktionen mindestens ebenso wichtig für die Ergebnisse wie fundamentale bzw.auf wirtschaftlichen Sachfacts basierende Dinge.Es ist der alte Kampf zwischen Kopf und Bauch eines Menschen,den kennen wir doch alle!Die Börse ist oftmals nichts anderes als ein solcher Tummelplatz!!Natürlich ist das nur die eine Seite der Medaille,aber eine teilweise verkannte und häufig leichtfertig als Psychogeschwätz abgetane,zwingt sie uns doch uns mit uns selbst kritisch und ehrlich umzugehen (können nicht so viele.
Was den eigenen Erfolgsstatus angeht,so muß ich zugeben mich derzeit hin und wieder gezielt ebenfalls dosiert dem Selbstbetrug hinzugeben,was ich natürlich (wie jeder Raucher)klar und jederzeit kontrollieren und steuern kann.Dann nehme ich auch noch´n LongDrink und weiß das alles besser wird.
Es ist allerdings unumgänglich die psychologischen Hebel am eigenen Leibe durchzuspielen um sie dann auch gezielt handlen zu können.Somit betrachte jegliche gezielten Ausflüge in die gepflegte Dekadenz trotz eines Depots welches einen leicht deflatorischen Hauch in harten Zeiten wie diesen erfährt (aaaaaaaaaarrrrrrrgggggghhhhhhhhh,locker mal die gute Oberklasse eines uns allen bekannten schwäbischen Autokonzerns momentan verbraten),als knallharte Selbststudie für eine gute Sache!
Du als Mann des Kopfes wirst die augenblickliche Phase sicherlich unbeschadeter überstehen,womit wir wieder bei der anderen Seite der Medaille wären die nunmal nach wie vor ebenfalls wichtiger Bestandteil des Handelns sein muß.
Take Best of both worlds und die Chartgranaten werden in Zukunft nur so fliegen.......
Ciao
Antworten
das Zentrum d.:

nun liebe Chartgranate

 
17.03.01 14:47
auch wenn ich zugegebener Maßen deine Postings oft zweimal lesen muß bevor ich den gesamten Inhalt verstanden habe, sind sie doch sehr fundiert und sachlich gut analysiert. Das die Massenpsychologie an der Börse große Chancen bietet ist klar, aber das sie auch der größte Feind für einen selbst ist haben auch die ganz großen Legenden erkannt. Ihr Erfolg begründet sich nicht zu letzt aus der Tatsache diese weitestgehend für sich selbst auszuschalten. Das ist auch der Grund warum mir die Anlagegrundsätze eines Warren Buffet, Andre Kostolany, Benjamin Graham, Philip Fisher, Lawrence N. Bloomberg, Sir John Tempelton u.v.m so entgegen kommen. Nicht das man sie kopieren könnte, das ganz bestimmt nicht, aber lernen kann man von ihnen und das nicht zu knapp. Und gerade das Thema Psychologie ist ein zentrales und sehr wichtiges Problem. Wer es für sich ausschalten oder zunutze machen kann, zählt langfristig zu den Siegern. Da du aber schreibst, das dein Lehrgeld schon ziemlich beträchtlicht gewesen ist (oder habe ich das falsch verstanden) kann ich dir empfehlen mal die Charts für eine kurze Zeit beiseitezulegen und vielleicht noch das eine oder andere Buch zulesen.

P.S: deine Postings sind bisher eine Bereicherung in diesem Board. Ich hoffe das es auch weiterhin viel von dir zu lesen gibt.
Antworten
outl:

guter Artikel prox

 
17.03.01 15:20
besser können es die Journalisten
auf ihren Wirtschaftsseiten auch nicht
darstellen bzw. argumentieren.

Gebe dZde recht. Interessante Ansichten
auch von chgr, leider etwas schwer verdaulich,
was keine Kritik sein soll.
trotzdem: a green one

outl :-)  
Antworten
proxicomi:

@ chartgranate

 
17.03.01 18:31
übrigens gelungene id:)


dein statement ist gelungen, die börse besteht zu 80% aus psychologie und 20% fundamentals(charts, news....).
hierbei denke ich auch , an den grund eines investments, woher habe ich das geld, wofür lege ich das geld an.
anstatt zu denken bzw. eiskalt die möglichkeiten zu kalkulieren, wie ein schachcomputer, lässt sich das debile individuum von der gehirnweichspülenden werbung der großbanken sowie emittenten leiten.
bei diesem manipulations/propagandainstrument -WERBUNG-, lässt sich der einzelne auch von namen, farben, symbolen verleiten.
selbstverständlich reiten wir alle auf der nächsten welle mit, einige werden wie immer überspült. aber der grossteil der anleger, wie hier im arivaboard haben 5000€ oder 10000€ im negativen bereich eingefahren, aber das hat diese anleger immun bzw. hart gemacht, gg. gier und andere schwächen. diese leute werden die überlebenden der nächsten bubble sein, börsendarwinismus pur:)
hierzu sollte sich jeder gottesfürchtige bzw. auch jeder eingefleischte atheist die bibel, mit den in ihr aufgezählten todsünden einprägen. ich glaube es waren sieben...................


gruß
proxi  
Antworten
MONG:

HI Proxi, ich habe mir den Text gleich ...

 
17.03.01 20:25
einmal kopiert, um Ihn in unsere Homepage einbinden zu können. Der Artikel ist super, zumal er mein persönliches Empfinden und meine eigene Meinung wiedergibt...

Aber was nützen die schönen Text - im nachhinein.. Wer so in diesem Board persönlich geschrieben hätte - vorher - wäre regelrecht deklassiert worden...
Ich habe schon oft den oberschlauen Finger gehoben und damit gewackelt - siehe meine sinnigen Wort vom Sept 2000 - jedoch nur mitleidiges Lächen geerntet, wobei meine Lieblingsschlageworte - Lemmingen und Hammelherdentrieb - immer wieder in meinen Predigten auftauchten.

Aber sag Du mir doch einmal, wie man eine Arivagemeinde nur zum zuhören und nicht immer gleich zum kaputtdiskutieren gewinnen kann.

Ich habe auch im wirklichen Leben immer wieder feststellen können -

Ideen werden nicht zuerst aufgegriffen.
"Negative" Aspekte werden zuerst entdeckt, stundenlang diskutiert -
positive Aspekte verdrängt ....
Ergebnisse - null ...


MFG
MONG

Antworten
proxicomi:

Sechs Ratschläge für "diffizile" Börsenphasen

 
17.03.01 21:51
Die 6 Gebote eines Bärenmarktes

Die aktuelle Börsenphase verlangt außergewöhnliches, besonnenes und vor allem fehlerfreies Trading mit ruhiger Hand.

1. Versuchen Sie nicht, bestehende Positionen Ihres Depots, die sich vielleicht schon weit im Minus befinden, durch Zukauf weiterer, optisch preiswerter Aktien zu "verbilligen". Die Gefahr, daß Sie hierbei "schlechtem Geld" noch gutes hinterherwerfen, ist enorm groß. Kaufen Sie gegebenfalls dann nach, wenn sich chart- und markttechnische Hinweise auf eine Aufwärtstrendwende der entsprechenden Aktie finden. Prüfen Sie aber zuerst, ob die Börse Ihnen nicht viel bessere Angebote macht als ausgerechnet diese Aktie.


2. Vermeiden Sie es unbedingt, bei niedergeknüppelten Aktien, beispielsweise am Neuen Markt, auf Ratschläge zum sogenannten "bottom fishing" hereinzufallen. Wo dieser "bottom" letztlich wirklich liegt, wird Ihnen der Chart noch früh genug zeigen. Denken Sie daran, wie viele Anleger bei MobilCom, EM.TV, T-Online, Fantastic oder United Internet von einem Tief zum nächsten nachgekauft haben und heute illiquide auf Besserung nur noch hoffen.


3. Kaufen Sie (siehe Regel 2) nicht "unten", sondern erst nach dem Aufwärtsbreak wichtiger charttechnischer Widerstände, und platzieren Sie dann einen engen Stoppkurs, um die Schäden möglicher Bullenfallen so gering als irgend möglich zu halten.


4. Beachten Sie, daß der Trendbruch einer Abwärtstrendlinie allein noch keineswegs einen Trend in die Gegenrichtung begründet. Warten Sie auf die Ausbildung von Trendwendeformationen oder die Entwicklung eines neuen Aufwärtstrendkanals.


5. Rechnen Sie beim Kauf von Optionsscheinen, ganz gleich ob Calls oder Puts, jetzt bitte zweimal nach. Die extrem hohen Schwankungen der letzten Handelstage haben Aufgelder vieler Warrants und oftmals auch die Bid/Ask-Spreads dermaßen in die Höhe getrieben, daß das Erreichen der Gewinnschwelle nahezu unmöglich werden dürfte, falls sich die Wogen an den Börsen bald glätten sollten.


6. Vergessen Sie nicht, daß gerade inmitten der größten Panik und Resignation auch die größten neuen Chancen geboren werden. Halten Sie hierfür(!) Ihre Liquidität bereit und erliegen Sie nicht dem Reiz der schnellen Mark.


gruß
proxi




aus "Chartanalyst"
www.boersenverlag.de
Antworten
proxicomi:

Wer glaubt an steigende Kurse, nach dem 20.03.2001 o.T.

 
18.03.01 17:55
Antworten
erzengel:

Ja ich, aber nur das Jahr kann ich noch nicht sage o.T.

 
18.03.01 18:35
Antworten
das Zentrum d.:

Ich !! der 1.4.2003 liegt ja auch danach, oder?

 
18.03.01 18:44
mal im Ernst, die wirklich guten Aktien, vielleicht nicht gerade aus den Top-Indexen, entwickeln sich gerade in den letzten Wochen wesentlich besser als jeder Index. Mit Sicht auf 12 Monate kann ich mir bei meinen Lieblingswerten auch eine ansehnliche performence vorstellen.

Meinst du aber die breite Masse, dann muß ich passen. Da ist einfach alles drin. Von Himmel hochjauchzend bis zu tode betrübt. Ich habe gelernt das eine positiver Trend immer dann ensteht wenn keiner mehr damit rechnet. Also lautet die Frage: Glauben noch viele an die Trendwende oder nicht?
Gerade in den letzten zwei Tagen zumindest hier im Board geht der Glaube verloren. Ansich ein gutes Zeichen. Aber die Interpretation der Marktverfassung überlasse ich lieber euch. Da bin ich kein Spezialist. Ich bin jetzt zwar auch im Minus, aber erst mit 5%. Und das trotz 100% investition. Kein Bares mehr da, habe in den letzten Wochen eingekauft ohne Ende(seit Januar).

Für die einen ist es zur Zeit das Ende der Welt, für andere jedoch die Chance des Lebens. Wozu zählt ihr?

Schönen Sonntagabend noch
Antworten
proxicomi:

Ich liebe solche Stimmungsbilder der Agonie! o.T.

 
18.03.01 18:49
Antworten
erzengel:

Na gut, aber der Dow geht vorher noch runter :-( o.T.

 
18.03.01 18:53
Antworten
LANARAS:

AGONIE o.T.

 
18.03.01 18:58
Antworten
ak10:

@Reinyboy -also ich weis nicht....

 
18.03.01 19:00
,polnische, tschechische und ungarische Aktien ,meinst du wirklich? Ich habe da so meine Zweifel.Ist zwar was neues aber da fehlt die Phantasie und die Wirtschaft dort entwickelt sich nicht sooo bahnbrechend das man dort investieren sollte. Ehrlich gesagt bin ich auf dem Gebiet aber kein Experte ,wenn du Lust hast das mal etwas genauer zu erklären, dann wäre ich
daran interressiert.

Gruß ak1  
Antworten
LANARAS:

Keine Hoffnung

 
18.03.01 19:05
Die zinsendscheidung können wir getrost vergessen, es wird nur ein kleiner Pull.Back sein wo die Institutionelen ihre Reste an (sicheren Hafen-Dow Werte) los wedren.
Eine Rezession dauert eben keine Monate sondern Jahre.
Ich glaube nicht das die Zinsendcheidung die Wende bringt.
Antworten
das Zentrum d.:

@proxicomi - Agonie ? Bitte Erklärung ! o.T.

 
18.03.01 19:42
Antworten
Reinyboy:

ak1

 
18.03.01 19:46
Wegen der bevorstehenden Eu-Aufnahme.

Der griechische Index legte wegen EU-Aufnahme um 500% !!! in 3 Jahren zu um dann wieder Luft abzulassen.

Das muß natürlich nicht wieder so sein, aber die Chancen auf ein Outperform stehen eigentlich ganz gut, insbesondere weil dort die Kurse momentan auch fallen, ergeben sich auf längere Sicht enorme Kurschancen.

Geraten wird sich zu positionieren und kurz vor EU-Aufnahme, die Aktien zu verkaufen.





Mfg          Reinyboy
Antworten
ak10:

@Reinyboy -Ich werd mir das mal anschauen.

 
18.03.01 23:25
Gruß
Antworten
Happy End:

proxicomi: Von Lemmingen und Kursblasen

 
18.03.01 23:49
... nur zum Wiederfinden  ;-)

Gruß
Happy End
Antworten
chartgranate:

respekt respekt

 
19.03.01 11:46
Hohes Niveau an board,liebe Freunde deutschen Wortgutes!!Das Land der Dichter und Denker scheint noch nicht ganz verloren!!!
Ich persönlich bin auf 12 -24 Monatssicht absolut optimistisch eingestellt.Allerdings glaube ich auch nur sehr bedingt an die Macht von Zinssenkungen.Viel interessanter dürfte die Tatsache zu werten sein,daß wir in desem Jahr jetzt noch die zwei entscheidenden Messen CEBIT und IFA haben.Viele allesentscheidende Indikatoren fürs Börsenumfeld treffen dort geballt aufeinander:
1.Die Firmen:naturgemäß werden sich alle von ihrer besten Seite zeigen und im allgemeinen viele good feelings in den Martkt implementieren.Wenn es gelingt die Chance zu ergreifen und die vielfältigsten technischen Innovationen,welche im Moment die Branchen durchdringen und auf Sicht deutlich verändern werden,der breiten Masse positiv zu verkaufen und das momentan beim Endverbraucher vorherrschende Chaos bzgl.der unglaublichen Informationsflut der letzten Monate etwas zu sortieren (der Endverbraucher ist im Endeffekt immer noch der Moneygeber in diesem Spiel und will einfach verstehen was er heute für sein Geld eigentlich bekommen kann,ferner will er unbedingt Sicherheit darüber gewinnen in dieser sich ständig wechselnden Zeit das richtige zu kaufen,auf den für ihn richtigen Trend zu setzen!Hier ist momentan einfach extremer Handlungsbedarf in Sachen VERSTÄNDLICHER Information,um den Technikdschungel vor dem sich Lieschen Müller heute befindet,sei es nun in Bereichen der Telekommunikation,mobile Computing ,DVD,usw.usw.,ein wenig zu entwirren!!).

Diese Chance damit verbunden durch positive News Hunger auf die jeweiligen Branchen zu schüren und alle wieder richtig HEISS auf Konsum zu machen,werden sich die Firmen hoffentlich nicht entgehen lassen.Man will sich doch schließlich auch mal wieder endlich richtig selbst feiern können...
2.Die Medien.Wie schon vormals erwähnt,hat der Mensch nicht unbedingt vor permanent alles mies zu machen und sich selbst permanent mies zu fühlen.Also wird man diese Messen zu orgiastischen Medienevents hochjagen um endlich mal wieder von sunny days berichten zu können.Danach gieren wir doch alle in times like these.Hier sind die optimalen Vorraussetzungen um all die guten feelings der Industrie auch schön ins Volk zu streuen.
3.Der Handel.Hier ist ja in den letzten Monaten auch nicht alles rosarot gelaufen.Umsatz und Ertragsrückgänge allenthalben,Insolvenzverfahren bei Brinkmann,ein wirtschaftlich bescheidenes Jahr der Kingfisher-Gruppe mit ihren ProMärkten in Deutschland,viele Pleiten im Mittelstand usw.usw.
Auch hier ist man doch heiß drauf endlich wieder positivere Konsumstimmung zu schüren.Auch hier ist eine gigantische Medienmaschine am Start,die wieder mit den Hufen scharrrt die fantastic new World of Technologie zu pushen.

An allen miteinander liegt es doch die Chancen zu nutzen,welche ein solches Messenjahr bietet.Und alle haben mächtig Druck auf der Blase.Ich glaube somit kann bis Jahresende wieder ein besseres Gesamtklima in die Märkte kommen,welches sich dann hoffentlich in klingenden Münzen umsetzen wird und daraus würden dann wieder viele positive Unternehmensberichte zu Beginn 2002
erwachsen und die ganze Nummer kann wieder in einen positiven Kreislauf münden.
Don´t forget,it´s not over!!!

Übrigens haben meine verzückten Äuglein zwei grüne Sterne für mich zur Kenntnis genommen,MILLE GRAZIE!!!!!!!
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