Volatilität kündigt starke Kursausschläge an


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Volatilität kündigt starke Kursausschläge an

 
01.12.01 16:25
Charttechnik-Training
Von Thomas Bopp, CMT-Charttechniker

1. Dez. 2001 Wer eine Position an der Börse eingeht, will wissen, wie hoch das Risiko ist. Als Thermometer zur Messung der Risiken und der Chance dient die Volatilität. Sie zeigt die Schwankungsintensität an und gibt Hinweise auf das Preisverhalten von Optionen.

Da nun nicht jeder Anleger mit der Bewertung dieser spekulativen Instrumente vertraut ist, ist die Berechnung auf den Basiswert die einfachste Möglichkeit, sich ein Bild der Lage zu machen. Die Volatilität wird wie jeder andere Indikator in einer Chartgrafik dargestellt. Man nutzt überwiegend die Einstellung von zehn Tagen.

Nicht mit der Herde marschieren

Doch nicht nur für Optionen lässt sich dieser Indikator nutzen. Ein aus Amerika stammender Ansatz zeigt den Zeitpunkt bevorstehender starker Kursbewegungen an.

Niedrige Werte im Indikator zeigen Schläfrigkeit an. Und gerade diese schläfrigen Märkte geben meist den Startschuss für eine stärkere Bewegung in die eine oder andere Richtung. Denn zunächst ist kaum noch jemand positioniert, da die meisten Anleger aus Frust und Langeweile bereits ausgestiegen sind. Doch wenn dann überraschend Bewegung in die Kurse kommt, muss reagiert werden - alle kaufen oder verkaufen gleichzeitig. Wer von dem Herdenverhalten vorher Wind bekommt, etwa mittels Volatilitätsberechnung, kann sich natürlich vorab entsprechend positionieren.

Wie das Auswerten der Volatilitäten funktioniert, haben Connors und Hayward im Buch „Investment Secrets of a Hedge Fund Manager“ schon im Jahr 1995 hingewiesen. Darin wurde ein Konzept erklärt, was sich auch noch nach näherer Untersuchung bestätigt. Mit Hilfe des „Connors-Hayward Historical Volatility System“ wird die Zehn-Tage-Volatilität mit der 100-Tage-Volatilität verglichen.

Verhalten wie beim Hunde-Spaziergang

Während die längerfristige Berechnung sich nur unwesentlich von einem auf den anderen Tag verändert, haben kurzfristige Preisbewegungen schon einen schnell zu sehenden Effekt auf das Formel-Ergebnis. Man ist nun davon ausgegangen, dass sich die Volatilitäten über längere Zeit immer wieder annähern. Oder bildlich gesprochen: Der Hund entfernt sich zwar vom Herrchen, ist aber auf dem Spaziergang auch immer wieder neben ihm zu finden. Um ein Signal zu bekommen, muss die kurze Volatilität nur halb so stark wie die lange Volatilität sein. Besteht eine hohe 100-Tage-Volatilität von 25 Prozent und eine kurze Volatilität von zehn Prozent, wird die niedrigere Zahl ihren Weg wieder in Richtung 25 Prozent aufnehmen.

Dax signalisiert Kursverluste

Gerade beim Dax hat sich eine solche Konstellation kürzlich gebildet. In den vergangenen Monaten ist diese Konstellation nachfolgenden Kursbewegungen von mehr als 500 Zählern, in manchen Fällen sogar von über 1.000 Punkten vorausgegangen. Im untenstehenden Chartbeispiel sind die entsprechenden Signale zu sehen. Beachtenswert ist die Bewegung vor und nach dem Signal. Ging es vorher aufwärts, kam es zu folgeschweren Kursrückgängen.

Am 26. November wurde beim Stand von über 5.100 Punkten auf eine kommende starke Bewegung hingewiesen. Da der Dax vorher stark gestiegen ist, müsste es folglich nun merklich abwärts gehen. Zwischenzeitlich ging es seitdem auch schon um 200 Punkte nach unten.

Bleibt die Frage zu klären, ob damit schon das Ende erreicht ist? Die auf der Statistik der vergangenen Jahre basierende Antwort lautet Nein. Das lässt sich auch aus der unten angehängten Tabelle ablesen, welche die Signale für den Dax von 1992 bis März 2001 beinhaltet. Gemessen daran, muss jetzt mit zweistelligen Prozentverlusten gerechnet werden, was einem Niveau beim Dax von unter 4.700 Punkten entsprechen würde.

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ecki:

Soso. Bin echt gespannt....

 
01.12.01 17:06
Dieses Jahr wird alles anders!
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schmuggler:

Dieses Jahr ist schon alles anders geworden o.T.

 
01.12.01 17:13
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