Auszug
Ob als ritueller Gegenstand, Schmuck oder als Zahlungsmittel, Gold ist seit Menschengedenken ein Symbol für Reichtum,
Wertstabilität und Schönheit. Seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten machen das glänzende Edelmetall
zu einem begehrten und kostbaren Gut, welches bis heute nichts von seinem Reiz verloren hat und als Anlageform
wieder hoch im Kurs steht. Dabei wird in Kauf genommen, dass Gold anders als Aktien oder Anleihen keine laufenden
Erträge wie Dividenden oder Zinsen abwirft.
Goldene Zeiten
für Anleger?
Doch für Anleger gilt Gold vor allem wegen
seiner Wertbeständigkeit als krisensicher und
besitzt unter dem Gesichtspunkt der Portfolioallokation
und als Schutz vor Inflation einen
wichtigen Stellenwert. Zwar bewegt sich
die Inflation in Europa oder den USA derzeit
noch auf einem sehr niedrigen Niveau, trotzdem
ist dieses Problem nur aufgeschoben,
denn mit einer Erholung der Konjunktur
wird auch die Teuerung wieder zulegen.
Goldpreis erklimmt neues Allzeithoch
Nach einem Hoch bei 1.032 US-Dollar im
März 2008 kam es bei Gold zu einer Korrektur,
welche das Edelmetall auf 680,50
US-Dollar zurückwarf. Die anschließende
Erholung führte auf 1.006 US-Dollar, wo
die Kursnotierung auf Widerstand traf und
daraufhin konsolidierte. Das dabei gebildete
symmetrische Dreieck wurde Anfang September
2009 durch einen Anstieg über die
obere Begrenzung bullish aufgelöst. Damit
wurde die vorherige Aufwärtsbewegung bestätigt
und kann sich nun in Richtung 1.135
US-Dollar fortsetzen. In dieser Woche markierte
Gold mit 1.051 US-Dollar ein neues
Allzeithoch. Das alte Hoch bei 1.032 USDollar
dient nun als Unterstützung. Unter
das letzte Zwischentief bei 984 US-Dollar
sollte der Preis für das Edelmetall jedoch
nicht mehr zurückfallen.
fonds (IWF), aus seinen Beständen 403 Tonnen
Gold verkaufen zu wollen, um den Erlös von
etwa 13 Mrd. US-Dollar zur Entschuldung
armer Länder einzusetzen. Die Auswirkungen
des Verkaufs auf den Goldpreis sollen dabei jedoch
gering gehalten werden. So will der IWF
vor allem unter den Notenbanken und großen
Geschäftsbanken nach Abnehmern suchen und
den Rest möglichst marktschonend platzieren.
Auch China wird als Interessent für die Goldbestände
des IWF gehandelt, denn das Land ist
bestrebt, einen Teil seiner in US-Dollar gehaltenen
Währungsreserven von rund zwei Billionen
US-Dollar in Gold umzuschichten und tritt am
Goldmarkt daher verstärkt als Käufer auf. In
den vergangenen Jahren hat das Reich der Mitte
seine Goldreserven bereits deutlich erhöht. Wie
die staatliche Devisenbehörde jüngst berichtete,
hat man die Bestände seit 2003 von 600 auf
mehr als 1000 Tonnen ausgebaut. Damit ist
China in den exklusiven Club der fünf größten
Goldbesitzer weltweit vorgestoßen und hat
dabei die Schweiz, Japan und die Niederlanden
hinter sich gelassen. Da die Devisenreserven in
US-Dollar aufgrund des schwachen Dollars gegenüber
anderen Währungen an Wert verlieren,
will sich China durch den Kauf von Gold vor
einem weiteren Wertverfall schützen, denn der
Goldpreis und der US-Dollar korrelieren in der
Regel negativ zueinander. Angesichts der milliardenschweren
Neuverschuldung der USA, >>
Minenbetreiber lösen
Absicherungen auf
Angesichts der positiven Entwicklung des Goldpreises
hat die weltweit größte Goldminengesellschaft
Barrick Gold jüngst angekündigt, ihre
Hedging-Bücher innerhalb der nächsten zwölf
Monate schließen zu wollen. Um die Absicherungsgeschäfte
gegen einen fallenden Goldpreis
rückgängig zu machen, sollen drei Millionen
Feinunzen Gold zurückgekauft werden. Darüber
hinaus will man weitere 6,5 Millionen Feinunzen
an variablen Kontrakten teilweise auflösen.
Auch Anglogold Ashanti, weltweit die Nummer
drei unter den Goldminengesellschaften, will
ihre Hedging-Bücher um 800.000 Unzen verkleinern
und bis 2014 sogar ganz schließen, was
dafür spricht, das die Minenbetreiber künftig zumindest
mit einem stabilen Goldpreis rechnen.
Auf der anderen Seite befürchtet die indische
Schmuckindustrie negative Folgen durch den
Anstieg des Goldpreises für die dortige Schmucknachfrage.
So rechnet der größte Schmuckproduzent
des Landes mit einer erheblich schwächeren
Nachfrage in der diesjährigen Feiertagssaison,
sofern der Goldpreis nicht auf 960 bis 970 USDollar
zurückfällt. Im September hatte Indien
noch bis zu 50 Tonnen Gold importiert.
IWF verkauft Gold
Zu einer nur kurzfristigen Belastung führte die
Ankündigung des Internationalen Währungs-
Kurse Daten Fakten
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Wer Rechtschreibfehler findet, der darf diese gerne behalten