Der Umgang mit Stoppkursen
»Ich lasse mich doch nicht umsonst ausstoppen!« Dieser Satz, ausgesprochen von einem namhaften
kanadischen Fondsmanager, trifft den Nagel auf den Kopf: Gerade bei schwankungsintensiven
Aktien wie im Rohstoffbereich kommt es an manchen Tagen zu Kursschwankungen von mehreren
zehn Prozent. Ärgerlich, wenn man dann ausgestoppt wird und anschließend mit ansehen muss, wie der Titel seine Rallye fortsetzt. Bei solchen
Investments agieren Profis wie folgt:
Arbeiten ohne Stopps: Diese Strategie kommt gerade im Fondsbereich oft zum Tragen, denn hier geht es um Langfrist-Investments.
Stopps unterhalb von Tiefpunkten: Diese Strategie wird von Tradern angewendet, denn ein Tiefkurs ist zumeist eine Unterstützung, wo Zukäufe erfolgen (siehe Chart links).
‚Mentale‘ Stopps je nach Marktlage: Der Stopp wird ‚im Kopf‘ gesetzt und je nach Marktsituation via Verkaufsorder umgesetzt.
Den ‚idealen‘ Stoppkurs gibt es also bei Profi-Investoren nicht. Letztlich hängt dieser vom privaten Risikoprofil des Investors und von der allgemeinen Marktlage ab. Damit sind auch die in Publikationen erwähnten Stoppkurse nur als Vorschlag zu verstehen. »Privatanleger sollten den Mut haben, ihre Stoppkurse selbst zu bestimmen
«, rät ein Profitrader. Denn nur so, so der Profi, werde man selbst zum Profi.