07. August 2003 Der Großküchengeräte-Hersteller Rational hat an der Börse wieder zur richtigen Betriebstemperatur zurückgefunden. Ausgehend von einem Tief im Juni bei knapp 30 Euro hat sich die Notiz zuletzt um rund 30 Prozent verbessert. Die zwischenzeitliche Schwäche, welche den Aktienkurs ausgehend von einem Rekordhoch bei 73 Euro abstürzen ließ, scheint damit bei einer aktuellen Notiz von rund 40 Euro ausgestanden.
Im Grunde genommen war dieser Kurssturz damals auch übertrieben, denn bei Rational handelt es sich um ein solide finanziertes und sehr gut geführtes Unternehmen, das im Vorjahr seinen Weltmarktanteil von 46 auf 47 Prozent steigern konnte. Hinzu kommt die Tatsache, daß sich die Gesellschaft, die sich selbst als weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die thermische Speisenzubereitung in Groß- und Gewerbeküchen bezeichnet, seit Jahren auf Wachstumskurs befindet.
Unternehmen auf Wachstumskurs
Im ersten Quartal 2003 ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedenfalls um 7,4 Prozent auf 43,2 Millionen Euro gestiegen. Ohne den negativen Einfluß des starken Euro hätte das Umsatzplus sogar elf Prozent betragen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag mit 7,6 Millionen Euro um 28,1 Prozent über dem des ersten Quartals 2002. Der Jahresüberschuß nach Steuern erhöhte sich um 39 Prozent und das Ergebnis je Aktie stieg von 0,29 Euro auf 0,40 Euro.
Trotz schwieriger konjunktureller Bedingungen fällt es dem Vorstand bei dieser soliden Ausgangslage nicht schwer, auch für das Gesamtjahr ein zweistelliges Wachstum zu versprechen. Die jüngsten Kursavancen lassen vermuten, daß die Anleger bei der im August anstehenden Veröffentlichung der Halbjahreszahlen nicht mit einer negativen Überraschung in Sachen Geschäftsprognosen rechnen.
Großauftrag aus China zeigt das Zukunftspotenzial
Das schöne an Rational ist, daß der Bereich Heißluftgerätetechnik - einer Gerätekombination von Heißluft und Dampf, in dem die Gesellschaft technologisch führend ist - das Wachstumspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat. Dies wird auch daran deutlich, daß man unlängst in China mit der Restaurantkette Kentucky Fried Chicken den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte an Land ziehen konnte. Kommt es zu weiteren Abschlüssen dieser Art, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut 16 durchaus zu vertreten.
Das Chartbild in Kombination mit den guten Wachstumsaussichten läßt mittelfristig einen Vorstoß in den Bereich von 45 bis 46 Euro erwarten. Allerdings nur unter der Bedingung, daß an den Geschäftsprognosen nicht gerüttelt wird. Die Suppe in dieser Hinsicht könnte eigentlich nur ein anhaltend fester Euro versalzen, doch seit der Bekanntgabe der Erstquartalszahlen hat sich die Situation an der Währungsfront nicht verschlechtert.
es grüßt € $ ¥ das Zentrum der Macht