Der Konjunkturhimmel in den Vereinigten Staaten klart unerwartet rasch auf.
Vor gerade drei Monate stellten die USA offiziell fest, dass sie inmitten einer Rezession steckten. Und zwar seit März 2001. Ende Januar jedoch gab es die erste Überraschung: Statt des erwarteten weiteren Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes um rund ein Prozent legte die US-Wirtschaft nach vorläufigen Zahlen real um 0,2 Prozent zu.
Das schürte Zuversicht, und schon machte das Wort von der Mini-Rezession die Runde. Damit aber nicht genug: Nach Schätzungen der Deutschen Bank soll das Bruttoinlandsprodukt bereits im laufenden Quartal auf plus 3,3 Prozent*) empor schnellen.
Es waren die unerwartet guten Verbraucherdaten für Januar, die den Optimismus anheizten, denn noch vor kurzem prognostizierten die Experten ein Wachstum von ein bis anderthalb Prozent. Zwar gaben die US-Konsumenten im letzten Monat insgesamt weniger aus, doch ohne die gewöhnlich stark schwankenden Autoverkäufe legten sie überraschend deutlich zu.
Daneben hilft der US-Konjunktur der rasche Abbau der Lagerbestände. Er lässt hoffen, dass die für einen Wirtschaftsaufschwung so wichtigen Investitionen der Unternehmen schon bald wieder anspringen.
Richtungswechsel bei US-Notenbank
Die neue Zuversicht entfacht indes keine Euphorie: Denn auch wenn sich die Zahl von drei Prozent beeindruckend anhört - für die US-Wirtschaft im frühen Erholungsstadium ist das nicht besonders viel. Typischerweise legt sie im ersten Quartal oder im ersten Halbjahr einer Aufschwungphase um rund sechs Prozent zu.
Für den weniger deutlichen Anstieg gibt es jedoch gute Gründe: Die Wirtschaft ist in den letzten Monaten nicht so stark geschrumpft wie etwa in den Rezessionen 1973 bis 1975 und 1981 bis 1982. Auch haben zinsempfindliche Branchen wie etwa die Bauwirtschaft zuletzt kaum gelitten, daher sind die Auswirkungen der Zinssenkungen der US-Notenbank Fed weniger deutlich zu spüren.
Das erstarkende Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten wird freilich die Fed-Politik neu ausrichten. Die Analysten der Deutschen Bank rechnen damit, dass bereits im März die Notenbank ihre Grundhaltung (Bias), die bisher eher „Zinslockerung“ entsprach, auf „neutral“ ändert und im Mai dann auf „Zinsstraffung“ schwenkt.
Im Juni könnten gemäß diesem Szenario die Zinsen zum ersten Mal steigen. Wahrscheinlicher sei jedoch, dass die Fed erst im August die Zinsen erstmals wieder anhebt.
*) real, jeweils gegenüber Vorquartal; annualisierte Werte
Vor gerade drei Monate stellten die USA offiziell fest, dass sie inmitten einer Rezession steckten. Und zwar seit März 2001. Ende Januar jedoch gab es die erste Überraschung: Statt des erwarteten weiteren Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes um rund ein Prozent legte die US-Wirtschaft nach vorläufigen Zahlen real um 0,2 Prozent zu.
Das schürte Zuversicht, und schon machte das Wort von der Mini-Rezession die Runde. Damit aber nicht genug: Nach Schätzungen der Deutschen Bank soll das Bruttoinlandsprodukt bereits im laufenden Quartal auf plus 3,3 Prozent*) empor schnellen.
Es waren die unerwartet guten Verbraucherdaten für Januar, die den Optimismus anheizten, denn noch vor kurzem prognostizierten die Experten ein Wachstum von ein bis anderthalb Prozent. Zwar gaben die US-Konsumenten im letzten Monat insgesamt weniger aus, doch ohne die gewöhnlich stark schwankenden Autoverkäufe legten sie überraschend deutlich zu.
Daneben hilft der US-Konjunktur der rasche Abbau der Lagerbestände. Er lässt hoffen, dass die für einen Wirtschaftsaufschwung so wichtigen Investitionen der Unternehmen schon bald wieder anspringen.
Richtungswechsel bei US-Notenbank
Die neue Zuversicht entfacht indes keine Euphorie: Denn auch wenn sich die Zahl von drei Prozent beeindruckend anhört - für die US-Wirtschaft im frühen Erholungsstadium ist das nicht besonders viel. Typischerweise legt sie im ersten Quartal oder im ersten Halbjahr einer Aufschwungphase um rund sechs Prozent zu.
Für den weniger deutlichen Anstieg gibt es jedoch gute Gründe: Die Wirtschaft ist in den letzten Monaten nicht so stark geschrumpft wie etwa in den Rezessionen 1973 bis 1975 und 1981 bis 1982. Auch haben zinsempfindliche Branchen wie etwa die Bauwirtschaft zuletzt kaum gelitten, daher sind die Auswirkungen der Zinssenkungen der US-Notenbank Fed weniger deutlich zu spüren.
Das erstarkende Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten wird freilich die Fed-Politik neu ausrichten. Die Analysten der Deutschen Bank rechnen damit, dass bereits im März die Notenbank ihre Grundhaltung (Bias), die bisher eher „Zinslockerung“ entsprach, auf „neutral“ ändert und im Mai dann auf „Zinsstraffung“ schwenkt.
Im Juni könnten gemäß diesem Szenario die Zinsen zum ersten Mal steigen. Wahrscheinlicher sei jedoch, dass die Fed erst im August die Zinsen erstmals wieder anhebt.
*) real, jeweils gegenüber Vorquartal; annualisierte Werte