New York: AT&T Wireless begehrt
(Instock) Neue Konjunkturdaten blieben am Dienstag nahezu unbeachtet, die Akteure widmeten sich vielmehr dem bevorstehenden Weihnachtsfest. Bei dünnen Umsätzen baute vor allem die Nasdaq ihre am Vortag eingefahrenen Gewinne leicht aus.
Der Dow Jones-Index legte 3 Zähler auf 10.341 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 zog ebenfalls 3 Zähler auf 1.096 Punkte an. Dow und S&P haben damit im Handelsverlauf neue Jahreshöhen erreicht. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite-Index 19 Zähler oder 1 Prozent auf 1.974 Punkte.
Am Rentenmarkt notierte die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Staatsanleihe mit 4,27 Prozent (+ 11 Stellen), die der 30-jährigen Staatsanleihe mit 5,05 Prozent (+ 6 Stellen). Am Devisenmarkt gab der Euro auf 1,2390 US-Dollar nach. Der Preis für eine Feinunze Gold erreichte 410,45 Dollar.
Im Blickpunkt
Mit einem Kurssprung von 51 Prozent machte der Taschencomputer-Hersteller Research In Motion (RIM) auf sich aufmerksam. RIM schrieb im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen und steigerte den Umsatz um 22,4 Prozent. Obendrein hob der Konzern seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Schlussquartal an. Letzte Notiz: 69,61 Dollar.
Branchenkollege PalmSource ist nach Vorlage seiner Bilanz für 24,06 Dollar zu haben. Die Softwareschmiede weitete im vergangenen Quartal aufgrund von Sonderbelastungen ihren Nettoverlust von 8,3 auf 9,1 Millionen Dollar aus. Zugleich stieg der Umsatz um 13 Prozent. Da Analysten zuvor zu schwarz gemalt hatten, ging es nur leicht auf 23,55 Euro bergab.
Ein Bericht des "Wall Street Journal" bescherte AT&T Wireless einen Tagesgewinn von 4,6 Prozent auf 7,75 Dollar. Offenbar prüft Cingular Wireless die Fusion oder den Kauf des Konkurrenten. Cingular, zweitgrößter US-Mobilfunkanbieter, will zudem 2004 den Gang auf das New Yorker Börsenparkett wagen.
Der IT-Konzern Computer Sciences kann sich über einen Großauftrag des britischen Gesundheitsministeriums freuen und kletterte 4,9 Prozent auf 43,90 Dollar. Der Auftrag im Wert von 1,7 Milliarden Dollar läuft bis 2013. Branchenprimus IBM rutschte 0,6 Prozent auf 92,79 Dollar ab.
Im Einzelhandelssektor verstimmte der Discounter Target (- 0,3 Prozent auf 38,03 Euro). Die vergleichbaren Umsätze in der Vorwoche blieben hinter den internen Erwartungen zurück, teilte Target mit. Die Analysten von Piper Jaffray sehen die Aktie dennoch als "strong buy" und nennen ein Kursziel von 46 Dollar. Auf diesem Niveau wäre das Papier mit einem 2005er KGV von 20 bewertet, hieß es zur Begründung.
Auch beim Erz-Rivalen Wal-Mart bleibt das Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurück – der Kurs gab 0,6 Prozent auf 52,77 Dollar nach.