US-Aktien: nur die besten Quartalszahlen gewinnen
17.10.2003 22:06:00
Die amerikanischen Börsen straften am Freitag reihenweise Unternehmen ab, die gute und größtenteils über den Analystenprognosen liegende Quartalszahlen ablieferten.
Der Dow Jones Index verlor in der Folge 0,72 Prozent auf 9721 Punkte. Der Nasdaq Composite gab um 1,95 Prozent auf 1912 Punkte nach.
Das weltweit größte Internetauktionshaus eBay meldete am Donnerstag nach Börsenschluss Quartalszahlen, die dem oberen Ende der Prognosen entsprachen. Die Prognosen für das laufende Quartal lagen sogar leicht über den Erwartungen. Für das kommende Jahr erwartet das Management aber eine Abschwächung des Wachstums unterhalb der prognostizierten Werte, was die Anleger mit einem Minus von 4,45 Prozent auf 54,94 Dollar bestraften. Immerhin konnte eBay im Gegensatz zu vielen anderen Werten gegen Handelsende auf Tageshoch notieren. Andere Internetwerte wurden von eBay in Mitleidenschaft gerissen. Speziell die Aktien von CNET gaben aufgrund verfehlter Umsatzprognosen gar 13 Prozent auf 8,29 Dollar ab, notieren damit aber immer noch 730 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tiefstkurs. Werte wie dieser offenbaren, welche Rally manche Titel in den vergangenen Monaten hinter sich gebracht haben und sind auch der Grund für die steigende Angst vor Gewinnmitnahmen, sollte das enorme Wirtschaftswachstum der USA in den vergangenen Monaten nicht anhalten, was viele Firmenbosse anscheinend nicht glauben.
Härter traf es die Halbleiterwerte. AMD hatte am Vorabend Quartalszahlen weit über den Analystenprognosen gemeldet und auch die Managementprognosen waren ambitioniert. Einige Analysten sahen aber die rechte Zeit zum Ausstieg gekommen, weshalb die Aktie gegenüber dem Vorabend quasi unverändert schloss.
Die Aktien des Kommunikationschip-Spezialisten Broadcom verloren nach guten Quartalszahlen und Prognosen sogar 8 Prozent. Viele Investoren hatten sich anscheinend mehr erwartet und sehen für die nahe Zukunft keinen Kursaufschwung voraus. Mit einem Minus von 3,7 Prozent erging es PMC Sierra nach dem Erreichen der Profitabilität im abgelaufenen Quartal kaum anders.
Die Softwaretitel notierten auch durch die Bank schwächer, wobei wie so oft Microsoft mit einem Minus von nur einem Prozent schlimmeres an der Nasdaq verhinderte.
Die schwache Performance ist kaum auf die Konjunkturindikatoren zurückzuführen. So stieg der Verbrauchervertrauensindex für den Monat Oktober von 87,7 auf 89,4 Punkte. Experten hatten durchschnittlich einen Punkt weniger erwartet. Der Baubeginn bei Neubauten legte um 3,4 Prozent auf eine adjustierte Jahresrate von 1,89 Millionen zu, neben Juli dem höchsten Wert seit 17 Jahren. Allerdings ging die Zahl der bewilligten Bauanträge um 2,2 Prozent auf 1,86 Millionen zurück.
Der Herdentrieb könnte auch weiterhin für steigende Kurse an den US-Börsen sorgen, denn die Investoren haben vergangene Woche satte 4,4 Milliarden Dollar in Aktienfonds gepumpt, die angelegt werden wollen.
-red- / -red-
Schön wärs wenn es nächste Woche weiter nach oben geht.
17.10.2003 22:06:00
Die amerikanischen Börsen straften am Freitag reihenweise Unternehmen ab, die gute und größtenteils über den Analystenprognosen liegende Quartalszahlen ablieferten.
Der Dow Jones Index verlor in der Folge 0,72 Prozent auf 9721 Punkte. Der Nasdaq Composite gab um 1,95 Prozent auf 1912 Punkte nach.
Das weltweit größte Internetauktionshaus eBay meldete am Donnerstag nach Börsenschluss Quartalszahlen, die dem oberen Ende der Prognosen entsprachen. Die Prognosen für das laufende Quartal lagen sogar leicht über den Erwartungen. Für das kommende Jahr erwartet das Management aber eine Abschwächung des Wachstums unterhalb der prognostizierten Werte, was die Anleger mit einem Minus von 4,45 Prozent auf 54,94 Dollar bestraften. Immerhin konnte eBay im Gegensatz zu vielen anderen Werten gegen Handelsende auf Tageshoch notieren. Andere Internetwerte wurden von eBay in Mitleidenschaft gerissen. Speziell die Aktien von CNET gaben aufgrund verfehlter Umsatzprognosen gar 13 Prozent auf 8,29 Dollar ab, notieren damit aber immer noch 730 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tiefstkurs. Werte wie dieser offenbaren, welche Rally manche Titel in den vergangenen Monaten hinter sich gebracht haben und sind auch der Grund für die steigende Angst vor Gewinnmitnahmen, sollte das enorme Wirtschaftswachstum der USA in den vergangenen Monaten nicht anhalten, was viele Firmenbosse anscheinend nicht glauben.
Härter traf es die Halbleiterwerte. AMD hatte am Vorabend Quartalszahlen weit über den Analystenprognosen gemeldet und auch die Managementprognosen waren ambitioniert. Einige Analysten sahen aber die rechte Zeit zum Ausstieg gekommen, weshalb die Aktie gegenüber dem Vorabend quasi unverändert schloss.
Die Aktien des Kommunikationschip-Spezialisten Broadcom verloren nach guten Quartalszahlen und Prognosen sogar 8 Prozent. Viele Investoren hatten sich anscheinend mehr erwartet und sehen für die nahe Zukunft keinen Kursaufschwung voraus. Mit einem Minus von 3,7 Prozent erging es PMC Sierra nach dem Erreichen der Profitabilität im abgelaufenen Quartal kaum anders.
Die Softwaretitel notierten auch durch die Bank schwächer, wobei wie so oft Microsoft mit einem Minus von nur einem Prozent schlimmeres an der Nasdaq verhinderte.
Die schwache Performance ist kaum auf die Konjunkturindikatoren zurückzuführen. So stieg der Verbrauchervertrauensindex für den Monat Oktober von 87,7 auf 89,4 Punkte. Experten hatten durchschnittlich einen Punkt weniger erwartet. Der Baubeginn bei Neubauten legte um 3,4 Prozent auf eine adjustierte Jahresrate von 1,89 Millionen zu, neben Juli dem höchsten Wert seit 17 Jahren. Allerdings ging die Zahl der bewilligten Bauanträge um 2,2 Prozent auf 1,86 Millionen zurück.
Der Herdentrieb könnte auch weiterhin für steigende Kurse an den US-Börsen sorgen, denn die Investoren haben vergangene Woche satte 4,4 Milliarden Dollar in Aktienfonds gepumpt, die angelegt werden wollen.
-red- / -red-
Schön wärs wenn es nächste Woche weiter nach oben geht.