US Schlußbericht


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Nassie:

US Schlußbericht

 
17.10.03 22:16
US-Aktien: nur die besten Quartalszahlen gewinnen
17.10.2003 22:06:00


   
Die amerikanischen Börsen straften am Freitag reihenweise Unternehmen ab, die gute und größtenteils über den Analystenprognosen liegende Quartalszahlen ablieferten.
Der Dow Jones Index verlor in der Folge 0,72 Prozent auf 9721 Punkte. Der Nasdaq Composite gab um 1,95 Prozent auf 1912 Punkte nach.

Das weltweit größte Internetauktionshaus eBay meldete am Donnerstag nach Börsenschluss Quartalszahlen, die dem oberen Ende der Prognosen entsprachen. Die Prognosen für das laufende Quartal lagen sogar leicht über den Erwartungen. Für das kommende Jahr erwartet das Management aber eine Abschwächung des Wachstums unterhalb der prognostizierten Werte, was die Anleger mit einem Minus von 4,45 Prozent auf 54,94 Dollar bestraften. Immerhin konnte eBay im Gegensatz zu vielen anderen Werten gegen Handelsende auf Tageshoch notieren. Andere Internetwerte wurden von eBay in Mitleidenschaft gerissen. Speziell die Aktien von CNET gaben aufgrund verfehlter Umsatzprognosen gar 13 Prozent auf 8,29 Dollar ab, notieren damit aber immer noch 730 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tiefstkurs. Werte wie dieser offenbaren, welche Rally manche Titel in den vergangenen Monaten hinter sich gebracht haben und sind auch der Grund für die steigende Angst vor Gewinnmitnahmen, sollte das enorme Wirtschaftswachstum der USA in den vergangenen Monaten nicht anhalten, was viele Firmenbosse anscheinend nicht glauben.

Härter traf es die Halbleiterwerte. AMD hatte am Vorabend Quartalszahlen weit über den Analystenprognosen gemeldet und auch die Managementprognosen waren ambitioniert. Einige Analysten sahen aber die rechte Zeit zum Ausstieg gekommen, weshalb die Aktie gegenüber dem Vorabend quasi unverändert schloss.

Die Aktien des Kommunikationschip-Spezialisten Broadcom verloren nach guten Quartalszahlen und Prognosen sogar 8 Prozent. Viele Investoren hatten sich anscheinend mehr erwartet und sehen für die nahe Zukunft keinen Kursaufschwung voraus. Mit einem Minus von 3,7 Prozent erging es PMC Sierra nach dem Erreichen der Profitabilität im abgelaufenen Quartal kaum anders.

Die Softwaretitel notierten auch durch die Bank schwächer, wobei wie so oft Microsoft mit einem Minus von nur einem Prozent schlimmeres an der Nasdaq verhinderte.

Die schwache Performance ist kaum auf die Konjunkturindikatoren zurückzuführen. So stieg der Verbrauchervertrauensindex für den Monat Oktober von 87,7 auf 89,4 Punkte. Experten hatten durchschnittlich einen Punkt weniger erwartet. Der Baubeginn bei Neubauten legte um 3,4 Prozent auf eine adjustierte Jahresrate von 1,89 Millionen zu, neben Juli dem höchsten Wert seit 17 Jahren. Allerdings ging die Zahl der bewilligten Bauanträge um 2,2 Prozent auf 1,86 Millionen zurück.

Der Herdentrieb könnte auch weiterhin für steigende Kurse an den US-Börsen sorgen, denn die Investoren haben vergangene Woche satte 4,4 Milliarden Dollar in Aktienfonds gepumpt, die angelegt werden wollen.
 
-red- / -red-

Schön wärs wenn es nächste Woche weiter nach oben geht.
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Nassie:

Weihnachtsrallye ?

 
17.10.03 22:19
Von Michael Mross
Die Zeiten sind etwas stürmischer geworden an der Börse. Ein ganz normales Herbstphänomen. Dazu gehört auch, dass die Crash-Propheten wieder Oberwasser haben. In den vergangenen Wochen bin ich von verschiedenen Kollegen und Experten mit der These behelligt worden, dass der Crash naht. Besonders eindrucksvoll war die Prognose eines Astrologen, der Ungemach für die Börsen heraufziehen sah, weil die Sterne ungünstig stünden.

Doch der prognostizierte Crashtag (14.10.) blieb ruhig. Und ich bleibe bei der These, dass die Märkte ruhig noch etwas nach oben laufen können. Die Grundstimmung ist immer noch eher negativ. Viele Börsianer sind immer noch unterinvestiert. Und manch einer wartet nur darauf, dass die Kurse wieder billiger werden, um dann noch einsteigen zu können. Wie sollen die Aktienmärkte unter diesen Umständen dramatisch nach unten stürzen?

Ein Dax-Stand von 4.000 Punkten zum Jahresende ist nach wie vor nicht unrealistisch. Doch die Rallye wird spät einsetzen. Viele werden bis zum Schluss abwarten, in dem Ansinnen, billigere Kurse zu erwischen. Klappt das nicht, werden sie dann wohl oder übel im Dezember doch noch einsteigen. Das gilt vor allem für Vermögensverwalter und manche Fondsmanager. Viele von ihnen haben die Aktienquote in den vergangenen Wochen wieder reduziert. Wahrscheinlich werden sie diesen Schritt dann korrigieren, wenn die Aktien wieder steigen.

Wer will schon am Jahresende mit leeren Händen dastehen und seiner Kundschaft erklären, dass er von der Rallye des letzten halben Jahres nicht profitiert hat?

Die Weltkonjunktur und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen gleichwohl derzeit nur begrenzte Hoffnung auf einen Aufschwung zu. Doch auch, wenn bis jetzt nur wenig Licht am Horizont auszumachen ist – die Börse lebt nicht von der Gegenwart, sondern von der Zukunft. Und da ist sicherlich ein gewisser Optimismus angebracht. Irgendwann wird auch der Patient Deutschland wieder genesen, und dann geht es steil nach oben. Nicht nur mit dem Land, sondern auch an der Börse.

Wann dies allerdings sein wird, vermag derzeit niemand genau zu sagen. Bis jetzt allerdings haben wir alle zyklischen Krisen am Ende doch irgendwie gemeistert. Und dann hat Deutschland und die deutsche Börse das größte Aufwärtspotenzial.

Fazit: Optimismus zahlt sich meistens aus.


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Nassie:

Wochenzusammenfassung

 
18.10.03 13:01
+++ Wohin marschierte Frankfurt?
Nach den überraschend guten Quartalszahlen von Motorola (853936), Intel (855681) und AMD (863186) erinnerten sich die Anleger an die alte Börsenweisheit "Sell on good news!" und kassierten Gewinne ein. Die neuesten Konjunkturdaten vom Freitag konnten die aufgekommene Euphorie der vergangenen Tage nicht untermauern. Sie waren zwar gut, aber nicht gut genug. Der Index für das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan stieg im Oktober stärker als erwartet auf 89,4 Punkte.

Im Mittelpunkt des Interesses stand die Münchener Rück (843002). Der weltgrößte Rückversicherer hat die monatelangen Spekulationen beendet und seine größte Kapitalerhöhung der Nachkriegsgeschichte beschlossen. Anleger mögen eigentlich Kapitalerhöhungen nicht, denn sie verwässern den Gewinn. Doch irgendwie hatten sich die Anleger bereits auf Wassersuppe eingestellt. Das Papier verlor nur 1,02 % auf 97,00 Euro. Verantwortlich für die geringen Verluste war die Ratingagentur Standard & Poor's, die wertet die geplante Kapitalerhöhung des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück als positiv. Die Analysten halten weiterhin eine Rückkehr der Gesellschaft zu einem Rating im "AA"-Niveau
Heftig erwischte es die Aktie der HypoVereinsbank (802200). Mit einem Verlust von 7,01 % rutschte die Münchener Bank ans Ende der DAX-Liste. Grund: Die HypoVereinsbank will sich - anders als die Allianz - voll an der Kapitalerhöhung beteiligen.

Was erwartet uns am Montag?
Novartis (904278), CitiGroup (871904), Texas Instruments (852654), 3M (851745) und Norsk Hydro (851908) werden ihre Bücher öffnen, in München zittert man sich in den Beginn der Computermesse Systems

+++ Wall Street nachbörslich

Der Nasdaq 100 After Hours Indicator verlor 0,04 % auf 1.393 Punkte. Umsatzstärkster Wert war Sun Microsystems (871111) (unverändert), größter Gewinner Lattice Semiconductor (LSCC) mit einem Plus von 7,44 % auf 8,23 Dollar und größter Verlierer Encore Medical Corp mit einem Minus von 5,70 % auf 6,45 Dollar.
Details zur Nachbörse ...

+++ Top-Sektoren an der Wall Street
Der Amex Biotech Index (BTX) ist in der abgelaufenen Woche um 4 % gefallen. Besonders unter die Räder kam MedImmune, nachdem Wal-Mart Stores (860853) das Unternehmen mit dem Grippe-Nasen-Spray "FluMist" ausgeladen hat. Cerus gehört ebenfalls zu den größten Verlierern, - das Unternehmen wird 25 % seiner Belegschaft entlassen, da das Bluttransfusionsprogramm eingestellt wird.

Gewinnmitnahmen zogen den Philadelphia Semiconductro Index (SOX) in die Tiefe. Er verlor 1 % im Verlauf der letzten Woche. Intel und Motorola boten zwar bessere Zahlen als erwartet, ihre Aktien gingen jedoch zum Ende der Woche auf Tauchstation. Broadcom überzeugte ebenfalls mit guten Zahlen , wurde jedoch von Smith Barney auf "sell" gesetzt.

Die Airline-Papiere landeten ebenfalls im roten Bereich, nachdem Continental Airlines (887642) für 2004 einen traurigen Ausblick geboten hat. Der Amex Airline Index büßte 2,7 % ein. Der falsche Alarm, der gegen Ende der Woche von den gefundenen Teppichmessern in einem Southwest Airlines (862837)-Flugzeug ausging.

Der Philadelphia Gold & Silver Index konnte sich knapp einen Prozentpunkt nach oben schieben. Ein Highlight war Freeport-Mcmoran Copper & Gold (FCX). Die Aktie kletterte auf ein 52-Wochen-Hoch bei 38,19 Dollar, nachdem das Unternehmen die Analysten mit deutlich besser als erwarteten Quartalszahlen überraschte.

+++ WCM (780100) weiterhin ein heißes Eisen
Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG ist der Meinung, dass ihr ein Rückkauf eines 42-Prozent-Anteils an der Sirius GmbH durch die niederländische Beteiligungsgesellschaft Rebon B.V. nicht aus der Misere helfen würde. Der Markt hatte diese Nachricht ursprünglich sehr positiv aufgenommen, gestern war es dann vorbei mit guter Stimmung: Das Papier gab 5,72 % auf 1,81 Euro ab.
+++ Ahold (851287) - Ex-IKEA-Chef Moberg kann auch nicht zaubern
Die Erwartungen waren wohl etwas überzogen, als Ahold Anders Moberg, ehemaliger CEO bei IKEA,
im Mai 03 den wankenden Riesen übernommen hatte. Auch er kann nicht zaubern und Gewinne dort produzieren, wo sich immer neue Löcher seiner Vorgänger auftun. Die Folgen des Billianz-Skandals bei der Ahold-Tochter U.S. Foodservice werden auch im laufenden Jahr und 2004 tiefe Löcher in die Bilanz der Niederländer reißen.

Der in einen Bilanzskandal verstrickte niederländische Einzelhändler hat 2002 mehr als vier Milliarden Euro Verlust gemacht. Auch für 2003 rechnet Ahold, die weltweite Nummer Drei der Einzelhändler , mit höheren Ausgaben bei gleichzeitig sinkendem Umsatz. Das Papier verabschiedete sich mit einem Minus von 4,18 % auf 8,24 Euro ins Wochenende.
+++ Porsche (693773)feiert heute den 40. Geburtstag seines 911
Der "911" widersteht seit 40 Jahren allen Widrigkeiten. Davon gibt es einige: Ist doch die Zahl "911" USA-weit die allgegenwärtige Notrufnummer. Als sich nach dem Terroranschlag das Kürzel "9/11" sehr schnell zum Markenzeichen für Terrorismus entwickelt hatte, haben bei den Verkaufsstrategen Porsches sicherlich die Alarmsirenen geläutet. Immerhin sind die USA für die Sportwagenmarke der wichtigste Absatzmarkt. Das spürt man seit Wochen überdeutlich. Auf US-Sites wirbt die weltweit profitabelste Autoschmiede massiv für ein Ereignis, das in Deutschland fast totgeschwiegen wird. Der 911 wird immerhin 40 Jarhe alt.

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) feierte ein Fahrzeug im Jahre 1963 Premiere, das die Presse damals als "eines der interessantesten Autos der Welt" bezeichnete. Dass er heute, nach 40 Jahren, im Prinzip noch immer in nahezu unveränderter Form gebaut wird, beweist seine Faszination, auch wenn er derzeit im Schatten vom "dreckigen" Bruder Cayenne steht. Die Porsche (693773)-Aktie verlor im Freitagshandel 0,49 % auf 405,00 Euro.
+++ Mobilcom - vom Milliardär und Partylöwen zum Pleitegeier
Ein kleiner Trost kommt für mobilcom-Gründer G. Schmid aus Österreich. G. Schmid, der von seinem 42,4 prozentigen-Anteil an mobilcom keine einzige Aktie mehr hält, zählte vor ein paar Jahren noch zu den reichsten Deutschen und ist nun endgültig pleite. Würde er seine 42,4 % an dem Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen noch halten, könnte er sich über 235,57 Mio Euro noch freuen.

Ein ähnliches Schicksal ereilt gerade den Partylöwen und Bauunternehmer R. Lugner. Der holte gegen Bares einmal im Jahr eine abgehalfterte Größe aus dem Showbusiness und verpflanzte sie in seine Loge auf dem Wiener Opernball. Richard Lugner ist jetzt auch so gut wie pleite. Am Donnerstag verstrich für ihn eine letzte Frist zur Begleichung seiner Schulden.
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Autor: Joe

Börsenreport.de
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Luki2:

Ebay sorgt für Kursrutsch bei US-Technologiewerten

 
18.10.03 13:06
Nasdaq verliert fast zwei Prozent


Ebay sorgt für Kursrutsch bei US-Technologiewerten


Nach der jüngsten Kursrally an der Wall Street haben die Anleger am Freitag verstärkt Gewinne mitgenommen und damit die US-Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt.

HB NEW YORK. Das steigende Verbrauchervertrauen in den USA und allgemein bessere Firmenergebnisse im letzten Quartal haben an der amerikanischen Börse zum Wochenschluss nichts bewirkt. Händler sagten, die Anleger wollten auf Nummer Sicher gehen und hätten deswegen Gewinne kassiert. Anfang der Woche war der Dow-Jones-Index für 30 Standardwerte auf seinen höchsten Stand seit mehr als 17 Monaten gestiegen.

Am Freitag fiel der Dow um 69,93 Zähler oder 0,7 Prozent auf 9721,79 Punkte. Der technologieorientierte Nasdaq-Index verlor 137,78 Zähler oder 1,9 Prozent auf 1912,36 Punkte; das war der schwerste Rückschlag seit dem 30. September. Der jüngsten Umfrage der University of Michigan zufolge stieg das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher im Oktober auf 89,4 von 87,7 Punkte im September.

Die Tatsache, dass viele Unternehmen bessere Ergebnisse entweder vorausgesagt oder bereits vorgelegt haben, habe der Markt bereits eingepreist, sagten die Händler weiter. „Die seit Beginn der Berichtssaison nach oben berichtigten Gewinne stecken in den Kursen drin“, sagte Jeff Kleintop, ein Anlagestratege bei der Firma PNC Financial Services Group. „Die Frage lautet nun: Wollen die Anleger für künftige Gewinnsteigerungen Geld auf den Tisch legen?“

In der Wochenbilanz stiegen der Dow um 0,5 Prozent, doch der Nasdaq verlor 0,2 Prozent. An der New York Stock Exchange wurden am Freitag 1,3 Milliarden Aktien umgesetzt.

Abgegeben wurden die Aktien des Online-Auktionshauses Ebay. Das Unternehmen gab ein enttäuschendes Quartalsergebnis bekannt. Ebay fielen 2,64 Dollar auf 54,86 Dollar. Es war der größe Tagesverlust seit einem Jahr. „Ebay hat den ganzen Tech-Sektor nach unten gezogen. Wahrscheinlich hatte man die Erwartungen zu hoch gesteckt“, sagte Janna Sampson, Geldmanager bei Oakbrook Investments. Intel kündigte am Dienstag ein über den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis an. Die Aktien des weltweit führenden Halbleiterhersteller legten diese Woche um vier Prozent zu. Doch am Freitag fiel der Kurs um 57 Cent auf 31,66 Dollar.

Im Devisenhandel stieg der Kurs des Euro zum Dollar auf 1,1667 (1,1587) Dollar. Die Feinunze Gold verbilligte sich um einen Dollar auf 372,20 Dollar.


HANDELSBLATT, Freitag, 17. Oktober 2003, 22:36 Uhr



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