US Schlußbericht

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US Schlußbericht Nassie
Nassie:

US Schlußbericht

 
09.06.03 22:48
#1
Die US Indizes haben den Handel heute schwächer eröffnet und gaben im Handelsverlauf weiter ab.

Der Nasdaq fällt in den Uptrendkanal seit März sowie unter den Widerstand bei 1620 Punkten zurück und gibt um 1,4% auf 1603,9 Punkte ab.
Support bietet kurzfristig das Niveau des mittelfristigen Uptrends mit dem dort liegenden mittleren Bollingerband (SMA 20) um 1560 Punkte.

Der Dow gab ebenfalls ab und verliert 0,9% auf 8980 Punkte. Die Marke von 9000 Punkten kann damit nicht gehalten werden.

Als relativer Underperformer zeigte sich der in den Vorwochen besonders starke Biotechsektor. Zum Handelsende fällt der $BTK um 4,6% auf 460,7 Punkte ab. Auch der Halbleiterindex $SOX konsolidierte um 2,4% auf 378,8 Punkte.

Ebenfalls deutlicher abgeben mussten Finance- und Softwaresektor. Der Banken-Index $BKX verliert 1,8% und prallt am primären Abwärtstrend ab.

Relative Stärke zeigten Gold- und Oil-Sektor, mussten aber ebenfalls abgeben.

Als Gewinner im Dow Jones konnte sich die Aktie von IBM (+2,4%) von den Verlusten der Vortage erholen. Abgeben mussten nach der Rally der Vortage besonders die Aktien von Boeing (-4,8%) und Disney (-4,5%).

Im Nasdaq 100 stand besonders die Aktie von JDS Uniphase unter Druck und prallt mit einem Verlust von 8,0% am übergeordneten langfristigen Abwärtstrend ab. Ebenfalls unter Druck standen die Aktien von Millennium Pharma (-5,4%) und Check Point Software (-4,7%).
Amazon konnte sich heute leicht um 1,0% erholen. Auch die Aktie von Microsoft legte nach den Verlusten der Vortage leicht um 0,3% zu.

US Schlußbericht Nassie
Nassie:

Teil 2

 
09.06.03 22:50
#2
Eine Gewinnwarnung beim Telekommunikationskonzern Motorola und schlechte Nachrichten vom Finanzdienstleister Freddie Mac, dessen komplette Vorstandsebene heute gegangen ist oder entlassen wurde, drückten heute auf die Stimmung an der Wall Street. Hinzu kamen Gewinnmitnahmen im Software-Sektor nachdem dort am vergangenen Freitag durch das Übernahmeangebot von Oracle an PeopleSoft die Kurse in die Höhe schossen.
Dow Jones: 8.980 (-0,91 Prozent)

Nasdaq: 1.603 (-1,44 Prozent)

An der NYSE beendeten heute 30 Prozent der Aktien den Handel im Plus. 34 Prozent notierten an der Nasdaq zum Handelsschluss noch im grünen Bereich.

Die am häufigsten gehandelte Aktie mit 72 Mio. Stück hieß heute Sirius Sat. Den stärksten Zugewinn verzeichnete mit 120 Prozent die Aktie von NaPro. Grund ist die Meldung des Unternehmens, das man eventuell ein wirksames Mittel gegen die Gehirn-Krankheit "Huntington´s Disease" gefunden habe. Dies geht aus einer vom Unternehmen vorgestellten Studie hervor. Die Aktie reagierte auf diese Meldung mit einem Plus von 1,32 Dollar auf 2,63 Dollar.

Der amerikanische Eigenheim-Finanzierungskonzern Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corp.) hat mehrere personelle Veränderungen im Management bekannt gegeben. Leland Brendsel, der Chairman und CEO des Unternehmens, wird demnach in den Ruhestand gehen, der CFO Vaughn Clarke sowie der COO David Glenn werden ihren Posten aufgeben. Zum neuen CEO wurde Gregory Parseghian ernannt, Martin Bauman wird den Posten des CFO bekleiden, Paul Peterson den Posten des COO.

Der amerikanische Telekommunikationskonzern Motorola Inc. hat seine Umsatz- und Gewinnprognose für das zweite Quartal gesenkt. Wie das Unternehmen mitteilte, liegt dies in schwächeren Umsatzzahlen in Asien begründet. Der Konzern aus Schaumburg rechnet nun exklusive Sonderposten mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Der Umsatz soll im Bereich von 6-6,2 Mrd. Dollar liegen. Die bisherige Gewinnprognose lag bei 3-5 Cents je Aktie, die Umsatzprognose bei 6,4-6,6 Mrd. Dollar.

Robert Dutkowsky, CEO des Softwareunternehmens J.D. Edwards, das vor wenigen Tagen eine Fusion mit PeopleSoft angekündigt hatte, ist der Meinung, dass das Angebot von Oracle, PeopleSoft für 16 Dollar je Aktie zu kaufen, für Investoren keinen Sinn macht. Zudem ist er der Meinung, dass das Angebot zu diesem Zeitpunkt wettbewerbswidrig sei und deshalb von Wettbewerbsbehörden überprüft werden müsse. Anleger spekulieren derweil darauf, das Oracle das Angebot für PeopleSoft erhöhen wird oder ein anderer Käufer mehr als die momentan gebotenen 16 Dollar je Aktie anbieten wird.

Die Aktien des amerikanischen Biotechnologieunternehmens Oxigene Inc. gehören in den vergangenen Tagen wohl zu den besten. Seit Anfang des Monats konnten sie nun über 400 Prozent zulegen und erreichten heute ein Tageshoch bei 19,40 Dollar, was einem Plus von knapp 150 Dollar entspricht. Nachdem es bereits zu Beginn des Monats positive Nachrichten von der FDA bezüglich eines Medikaments gab, konnte das Unternehmen heute melden, dass das Medikament Combretastatin jetzt mit Chemo-Therapie-Medikamenten kombiniert werden soll um die Wirksamkeit zu erhöhen. Dies bedeutet zusätzliches Umsatzpotential für Oxigene.

Das amerikanische Medienunternehmen USA Interactive, zu dem Beteiligungen wie Home Shopping Network, Ticketmaster, Expedia Inc., und Hotel Reservations Network Inc. gehören, hat eigene Aktien vom französischen Medienunternehmen Vivendi zurückgekauft. Den Angaben zufolge wird USA Interactive 16 Mio. Stammaktien durch Warrants übernehmen. Als Preis hierfür wurden 407 Mio. Dollar vereinbart. Nach dem Verkauf der Aktien hält Vivendi weiterhin 56,6 Mio. Aktien von USA Interactive.

Der amerikanische Rüstungs- und Raumfahrtkonzern General Dynamics Corp. hat heute Pläne veröffentlicht, wonach er die Veridian Corp., ein Unternehmen, das ebenfalls in der Rüstungsbranche tätig ist, übernehmen möchte. General Dynamics bietet insgesamt 1,23 Mrd. Dollar in bar und würde zudem Schulden in Höhe von 270 Mio. Dollar übernehmen. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen des Deals auf 1,5 Mrd. Dollar. Je Aktie entspricht dies 35 Dollar und damit einer Prämie von 28 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Veridian wird in diesem Jahr mit 7.300 Angestellten rund 1,2 Mrd. Dollar umsetzen. Hauptkunde des Unternehmens ist das Pentagon.

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing Co. hat im vergangenen Monat Mai rund 30 Prozent weniger Flugzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnte das Unternehmen aus Seattle nur 23 Jets ausliefern. Schwache Nachfrage auf Seiten der Airlines waren die Ursache hierfür. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang um 27 Prozent auf 280 Flugzeuge. Verglichen mit dem Jahr 2001 entspricht dies sogar einem Rückgang um fast 50 Prozent. Konkurrent Airbus könnte Boeing deshalb in diesem Jahr erstmals den Rang als größter Flugzeugbauer abjagen.

Der amerikanische Automobilhersteller General Motors Corp. gab am Montag bekannt, dass er ca. 107.000 Automobile der Marke Buick Rendezvous in die Werkstätten zurückrufen wird. Als Begründung gab das Unternehmen mögliche Probleme mit der hinteren Hebetüre an. GM wird die Reparatur für die Fahrzeugbesitzer kostenlos durchführen. Wie viel Kosten durch die Rückrufaktion für GM entstehen, wurde bislang nicht bekannt.
 
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Teil 3

 
09.06.03 22:51
#3
Instock) Die Börsenwoche begann mit einem Fehlstart. Übeltäter des Tages war Handy- und Chiphersteller Motorola (- 3 Prozent auf 8,62 Dollar), der seine Ergebnis- und Umsatzprognose für das laufende zweite Quartal gesenkt hat. Zudem sollen auch die Erwartungen für das Gesamtjahr überprüft werden. Ursache sei der schleppende Handyabsatz in Asien wegen der Auswirkungen der Lungenerkrankung SARS, teilte das Unternehmen mit.

Der Dow Jones-Index büßte 83 Zähler auf 8.980 Punkte ein. Der breiter gefasste S&P 500 gab 11 Zähler auf 975 Punkte nach. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite-Index auf 1.604 Punkte – ein Minus von 23 Zählern oder 1,4 Prozent.

Am Rentenmarkt notierte die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Staatsanleihe mit 3,28 Prozent (- 7 Stellen), die der 30-jährigen Staatsanleihe mit 4,34 Prozent (- 5 Stellen). Am Devisenmarkt stieg der Euro auf 1,1717 US-Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold gab auf 361,60 Dollar nach. Ein Barrel Rohöl kostete 27,85 Dollar.  
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Teil 4

 
09.06.03 22:53
#4
New York, 09. Jun (Reuters) - Die Kurse an den US-Börsen
sind am Montag auf breiter Front gesunken, nachdem die Nachricht
über die Auswechslung der Führungsspitze des zweitgrößten
US-Immobilienfinanzierers Freddie Mac Sorgen über die
Lage des Wohnungsbausektors verstärkt hat. Die Technologiewerte
wurden zusätzlich durch die Senkung der Umsatz- und
Gewinnprognose bei Motorola belastet.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,9
Prozent tiefer auf rund 8980 Punkten. Der breiter gefasste
S&P-500-Index verlor 1,20 Prozent auf rund 975 Zähler. Der
Index der US-Technologiebörse Nasdaq ging sogar um 1,44
Prozent auf rund 1603 Punkte zurück.
Die Nachrichten von Freddie Mac und Motorola hätten viele
Anleger veranlasst, ihre Gewinne nach dem Anstieg der
Aktienkurse in den jüngsten drei Monaten um bis über 20 Prozent
zu realisieren, sagten Händler. Die Hausse wurde durch
Hoffnungen auf eine Belebung der US-Wirtschaft im zweiten
Halbjahr ausgelöst.
"Es gab viele Spekulationen darüber, dass die Sachen bei
Freddie Mac zu gut waren um wahr zu sein. Wir sind allerdings
besorgt um den gesamten Wohnungsbausektor", sagte der Leiter der
Aktienhandelsabteilung der Vermögensverwaltung Victory Capital
Management, Brian Pears.
Freddie Mac entließ am Montag seinen Chief Operating Officer
David Glenn wegen unzureichender Zusammenarbeit bei der Prüfung
der Bilanzen der Jahre 2000 bis 2002 und besetzte das
Top-Management neu. Das Unternehmen kündigte auch an, die für
das Ende des zweiten Quartals geplante Vorlage der neu
erstellten Bilanzen 2000 bis 2002 werde sich bis in das dritte
Vierteljahr verzögern. Die Freddie-Mac-Aktien verloren mehr als

16 Prozent auf 50,26 Dollar. Die Aktie des Branchenführers
Fannie Mae geriet ebenfalls in Mitleidenschaft und
verbilligte sich um 4,8 Prozent auf 71,31 Dollar. Die Nachricht
über Freddie Mac sei auch deswegen Besorgnis erregend, weil die
niedrigen Hypothekenzinsen in den letzten Jahren geholfen
hätten, die US-Wirtschaft trotz der Rückgang der Aktienkurse auf
dem Wachstumspfad zu halten, sagten Händler.
Die Technologieaktien wurden zusätzlich von der Nachricht
belastet, das der weltweit zweitgrößte Hersteller von
Mobiltelefonen, Motorola wegen des schwachen
Asiengeschäfts nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Sars seine
Gewinn- und Umsatzprognosen für das zweite Quartal gesenkt
hatte. Der in Chicago ansässige Konzern erwartet nun im zweiten
Quartal nach der US-Bilanzierungsmethode GAAP einen Netto-Gewinn
von rund zwei Cent je Aktie. Nach vorheriger Prognose sollte der
Netto-Gewinn pro Anteilschein drei bis fünf Cent ausmachen. Der
Kurs der Motorola-Aktie fiel um 2,36 Prozent auf 8,68 Dollar.
An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,30
Milliarden Aktien den Besitzer. 2237 Werte gaben nach, 1086
legten zu und 167 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei
Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1129 im Plus, 2066 im Minus
und eine unverändert.
An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen
Staatsanleihen mit 102-30/32 um 14/32 höher und rentierten mit
3,277 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen einen vollen Punkt
auf 116-17/32 Zähler. Sie rentierten mit 4,343 Prozent.
US Schlußbericht Nassie

Teil 5

 
#5
Die meisten US-Standardwerte haben am Montag ihren jüngsten Auftwärtstrend vorerst beendet. Der Dow Jones Industrial Average  verlor bis Handelsende 0,91 Prozent auf 8.980,00 Zähler. Das Minus sei aber vor dem Hintergrund der jüngsten Kursrallye zu sehen. So hat der Index seit Mitte März mehr als 21 Prozent zugelegt. Der S&P-500-Index  sank um 1,20 Prozent auf 975,93 Punkte. Händler erklärten die Kursschwäche unter anderem mit den schwachen Prognosen von Motorola und negativen Meldungen des US-Immobilienfinanzierers Freddie Mac.

Die Aktien des US-Handy- und Halbleiterherstellers Motorola   gaben 2,36 Prozent auf 8,68 Dollar nach. Das Unternehmen hatte zuvor seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das zweite Quartal und für das Gesamtjahr 2003 gesenkt. Im zweiten Quartal werde voraussichtlich ein Umsatz von 6,0 bis 6,2 Milliarden Dollar erreicht, teilte der Konzern in Schaumburg mit. Zuvor hatte Motorola mit 6,4 bis 6,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Papiere des US-Immobilienfinanzierers Freddie Mac   stürzten um 16,05 Prozent auf 50,26 Dollar ab, nachdem mehrere Topmanager das Unternehmen im Zusammenhang mit Bilanzierungsunregelmäßigkeiten verlassen haben. Eine Untersuchung wurde ebenfalls eingeleitet. "Bis es zu klaren Verhältnissen bei Freddie Mac kommt, wird die Aktie unter Druck bleiben", sagte eine Analystin von der Banc of America, die Freddie Mac von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hat. Aktien des Freddie Mac-Konkurrenten Fannie Mae   verloren 4,84 Prozent auf 71,31 Dollar.

Aus der Rüstungsbranche gab es eine Reihe von Nachrichten. Der britische Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems liebäugelt einem Bericht des "Sunday Telegraph" zufolge mit einem Zusammenschluss mit einem der amerikanischen Konkurrenten Boeing   oder Lockheed Martin  . Boeing-Aktien gaben 4,85 Prozent auf 33,17 Dollar nach. Dagegen rückten Lockheed Martin um 0,19 Prozent auf 46,50 Dollar vor.

Der US-Rüstungskonzern General Dynamics   will den Informationstechnologie-Spezialisten Veridian  für rund 1,5 Milliarden Dollar kaufen. Während General Dynamics um 2,07 Prozent auf 67,19 Dollar nachgaben, zogen Veridian um 26,07 Prozent auf 34,48 Dollar an. Northrop Grumman   hat einen Rechtsstreit um Fehlbuchungen des von ihm erst im vergangenen Jahr übernommenen Rüstungs- und Autoteile-Herstellers TRW   beigelegt. Northrop werde rund 111 Millionen Dollar zahlen, hieß es. Northrop-Aktien büßten 2,22 Prozent auf 83,50 Dollar ein.

Analystenkommentare zogen das Interesse der Anleger auf einige Werte. Aktien des Aluminium-Unternehmens Alcoa   verloren 1,66 Prozent auf 25,50 Dollar. Merrill Lynch hatte den Titel von "Neutral" auf "Buy" heraufgestuft, während UBS das Papier von "Neutral" auf "Reduce" herunter gesetzt hatte. Die Papiere von Nortel Networks    gaben 4,85 Prozent auf 3,14 Dollar nach. Das US-Investmenthaus Lehman Brothers hatte die Aktien des kanadischen Netzwerkausrüsters auf "Underweight" heruntergestuft./tw/ari






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