US-Anleger dürften sich dieser Tage etwas ruhigeres Fahrtwasser wünschen. Auch der Mittwoch brachte keine klare Richtung. Nach anfänglichen Gewinnen drehten sowohl der Industrie-Index Dow Jones als auch die Technologiebörse Nasdaq zu Handelsende ins Minus und schlossen jeweils 0,3 und 1,4 Prozent schwächer. Neben den anhaltenden Bilanzsogen warten Anleger nach wie vor auf den Startschuss, dass die Rally wieder los geht. Solange jedoch die Unsicherheit anhält, dürfte auch der unruhige Handel weitergehen.
Eigentlich hatte der Tag ganz vielversprechend begonnen. Noch bevor der Netzwerkausrüster Cisco nach Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Quartal 2001/02 präsentierte, erklärte das Unternehmen, es werde die Prognosen übertreffen. Damit legte Cisco den Grundstein für Kurszuwächse. Zwischenzeitlich legte die Aktie um bis zu drei Prozent zu. Allerdings musste der Technologie-Gigant diese Gewinne zu einem großen Teil wieder abgeben, da Unsicherheiten und schwache Aussichten von anderen Technologiewerten auf die Stimmung drückten. Dennoch waren die anfängliche Kurszuwächse wohlverdient. Der Gewinn je Aktie fiel mit neun Cent je Aktie fast doppelt so hoch wie von Analysten erwartet aus.
Die meist gehandelte Aktie an der Technologiebörse Nasdaq war, noch vor Cisco, das Papier des Telefonkonzerns WorldCom . Die Aktie setzte ihren Abwärtstrend der vergangenen Tage weiter fort. Etwa ein Drittel haben die Aktionäre des auf Ferngespräche spezialisierten Konzerns in den vergangenen fünf Handelstagen verloren. Der Grund: Neben Liquiditätssorgen belasten den Konzern die schlechten Ergebnisse und trüben Aussichten von Konkurrenten wie Sprint oder AT&T.
Die Letzten werden die Ersten sein
Einen besseren Tag hatten nach langer Zeit mal wieder die Aktionäre von Industrie-Konglomerat Tyco . Nachdem die Aktie in den vergangenen Tagen nur eine Richtung kannte, nämlich abwärts, legte der Kurs am Mittwoch um teilweise bis zu 16 Prozent zu. Tyco war wegen seiner verworrenen Konzernstruktur in den vergangenen Tagen in die Missgunst des Marktes gefallen. Zu tief sitzt noch immer der Schreck, den die häppchenweisen Enthüllungen über Bilanztricks beim Energiekonzern Enron am Markt hinterlassen haben. Nachdem Tyco jedoch ankündigte, dass es über eine starke finanzielle Position verfüge, gab es auch kleine Kurs-Belohnungen. Selbst die Tatsache, dass Tyco die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr nicht erfüllen wird, konnten die Erleichterung nicht mindern.
Bei den Konsumwerten war die Stimmung am Freitag auch eher getrübt. Obwohl die weltweite Nummer zwei unter den Softdrink-Herstellern, PepsiCo , Zahlen präsentierte, die im Rahmen der Erwartungen lagen, gab die Aktie zwischenzeitlich um bis zu 2,03 Dollar nach. Anleger schienen beunruhigt über die Nachricht, dass der Erzrivale Coca-Cola dem Konzern bei Sportgetränken den Rang abzulaufen versucht. Für viel Geld hatte Pepsi erst im vergangenen Jahr QuakerOats übernommen, um an deren Marke Gatorade zu kommen, die bis jetzt noch marktführend ist.
Aus der Konjunkturecke kamen gute Nachrichten. Im vierten Quartal 2001 war die Produktivität in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent gestiegen. Damit wurden die Erwartungen weit übertroffen. Allerdings sind auch diese Zahlen noch nicht überzeugend genug für die meisten Anleger, um sich wieder mit aller Kraft in das Börsengeschehen zu werfen.
Der US-Markt ist weiterhin von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt. Anleger sind noch nicht bereit, sich wieder mit vollem Elan in das Geschäft zu schmeißen. Gerade der Mittwoch hat wieder einmal gezeigt, wie schnell die Stimmung umschwingen kann. Nachdem anfangs ein gewisser Optimismus herrschte, schien Richtung Handelsende, als rechneten die Anleger damit, dass irgend etwas Unerwartetes passiert. Solange dies Wankelmütigkeit anhält, wird auch der Markt orientierungslos fallen und steigen.
Eigentlich hatte der Tag ganz vielversprechend begonnen. Noch bevor der Netzwerkausrüster Cisco nach Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Quartal 2001/02 präsentierte, erklärte das Unternehmen, es werde die Prognosen übertreffen. Damit legte Cisco den Grundstein für Kurszuwächse. Zwischenzeitlich legte die Aktie um bis zu drei Prozent zu. Allerdings musste der Technologie-Gigant diese Gewinne zu einem großen Teil wieder abgeben, da Unsicherheiten und schwache Aussichten von anderen Technologiewerten auf die Stimmung drückten. Dennoch waren die anfängliche Kurszuwächse wohlverdient. Der Gewinn je Aktie fiel mit neun Cent je Aktie fast doppelt so hoch wie von Analysten erwartet aus.
Die meist gehandelte Aktie an der Technologiebörse Nasdaq war, noch vor Cisco, das Papier des Telefonkonzerns WorldCom . Die Aktie setzte ihren Abwärtstrend der vergangenen Tage weiter fort. Etwa ein Drittel haben die Aktionäre des auf Ferngespräche spezialisierten Konzerns in den vergangenen fünf Handelstagen verloren. Der Grund: Neben Liquiditätssorgen belasten den Konzern die schlechten Ergebnisse und trüben Aussichten von Konkurrenten wie Sprint oder AT&T.
Die Letzten werden die Ersten sein
Einen besseren Tag hatten nach langer Zeit mal wieder die Aktionäre von Industrie-Konglomerat Tyco . Nachdem die Aktie in den vergangenen Tagen nur eine Richtung kannte, nämlich abwärts, legte der Kurs am Mittwoch um teilweise bis zu 16 Prozent zu. Tyco war wegen seiner verworrenen Konzernstruktur in den vergangenen Tagen in die Missgunst des Marktes gefallen. Zu tief sitzt noch immer der Schreck, den die häppchenweisen Enthüllungen über Bilanztricks beim Energiekonzern Enron am Markt hinterlassen haben. Nachdem Tyco jedoch ankündigte, dass es über eine starke finanzielle Position verfüge, gab es auch kleine Kurs-Belohnungen. Selbst die Tatsache, dass Tyco die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr nicht erfüllen wird, konnten die Erleichterung nicht mindern.
Bei den Konsumwerten war die Stimmung am Freitag auch eher getrübt. Obwohl die weltweite Nummer zwei unter den Softdrink-Herstellern, PepsiCo , Zahlen präsentierte, die im Rahmen der Erwartungen lagen, gab die Aktie zwischenzeitlich um bis zu 2,03 Dollar nach. Anleger schienen beunruhigt über die Nachricht, dass der Erzrivale Coca-Cola dem Konzern bei Sportgetränken den Rang abzulaufen versucht. Für viel Geld hatte Pepsi erst im vergangenen Jahr QuakerOats übernommen, um an deren Marke Gatorade zu kommen, die bis jetzt noch marktführend ist.
Aus der Konjunkturecke kamen gute Nachrichten. Im vierten Quartal 2001 war die Produktivität in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent gestiegen. Damit wurden die Erwartungen weit übertroffen. Allerdings sind auch diese Zahlen noch nicht überzeugend genug für die meisten Anleger, um sich wieder mit aller Kraft in das Börsengeschehen zu werfen.
Der US-Markt ist weiterhin von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt. Anleger sind noch nicht bereit, sich wieder mit vollem Elan in das Geschäft zu schmeißen. Gerade der Mittwoch hat wieder einmal gezeigt, wie schnell die Stimmung umschwingen kann. Nachdem anfangs ein gewisser Optimismus herrschte, schien Richtung Handelsende, als rechneten die Anleger damit, dass irgend etwas Unerwartetes passiert. Solange dies Wankelmütigkeit anhält, wird auch der Markt orientierungslos fallen und steigen.