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US-Investmentbanken – böser Verdacht


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US-Investmentbanken – böser Verdacht

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01.08.01 21:59
US-Investmentbanken – böser Verdacht

Dass auch Analysten nur Menschen sind und sich hinsichtlich ihrer Empfehlungen ebenso irren können/dürfen wie private Investoren, sollte jedem Anleger klar sein. Nicht zu tolerieren sind hingegen solche Finanzprofis, die das Gegenteil von dem tun, was sie zuvor den Anlegern empfohlen haben.

Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC ermittelt in drei Einzelfällen gegen Analysten, die gegen ihre eigenen Empfehlungen gehandelt und damit Gewinne zwischen 100.000 und 3,5 Millionen Dollar erzielt haben sollen. Entsprechende Untersuchungen bestätigte die Leiterin der Behörde, Laura Unger, am Dienstag während einer Kongressanhörung zu den Praktiken der Analysten an der Wall Street.  

So soll ein Analyst Aktien leerverkauft haben, in der Hoffnung, die Papiere zu einem späteren Zeitpunkt billiger zurückkaufen zu können. Der Leerverkauf von Aktien erfolgt in der Erwartung fallender Kurse. Gleichzeitig hätte der Experte aber seine Kaufempfehlung ("Buy") für den Titel aufrechterhalten.

Objektivität: Fehlanzeige

Auch ansonsten zeigt sich die SEC-Chefin alles andere als zufrieden mit dem Gebaren der amerikanischen Investmentbanken. Vor-Ort-Ermittlungen hätten ergeben, dass ein signifikanter Teil der Neuemissionen im Internet und Hightech-Sektor von neun Investmentbanken durchgeführt worden seien.

Von den in diesem Zusammenhang untersuchten 57 Analysten, hätte sich rund ein Viertel im Vorfeld von Börsengängen an Firmen beteiligt, über die sie später Studien verfasst hätten.

Von 317 Neuemissionen seien zudem 308 nach dem Börsengang auch von solchen Investmentbanken weiter begleitet worden, die schon die Emission betreut hätten.

Bedenklich sei auch der Umstand, dass Analysten ihren Investmentabteilungen im Vorfeld von Bewertungsänderungen entsprechende Tipps geben.

Das Schlimmste an den Untersuchen sei die Erkenntnis, dass keine der neun Investmentbanken in der Lage sei, Mitarbeiter festzunageln, die sich vor einem Börsengang engagiert hätten – obwohl dies sowohl gegen die Bestimmungen der National Association of Securities Dealers (NASD) als auch der New York Stock Exchange (NYSE) verstoße.

Trotz der jüngsten Ergebnisse plant die Wertpapieraufsichtsbehörde keine Änderungen ihres Regelwerks. Viel lieber würde sie es sehen, wenn die NASD und die NYSE ihre eigenen Bestimmungen verschärfen würden.

© 01.08.2001
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Eaglemen:

Das war garantiert nicht nur bei den US-Banken so!

 
01.08.01 22:15
Schätze bei uns hat sich so auch manche eine Goldene Nase verdient.Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind(bei diesen Summen)hätten wir es mit den entsprechenden Möglichkeiten nicht auch gemacht?Ehrlich!!!
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schnee:

yep,

 
02.08.01 09:46
ist doch bei uns genauso  
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hjw2:

Im Westen nichts Neues.. o.T.

 
02.08.01 09:56
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