US-Indizes im Crash


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US-Indizes im Crash

 
26.04.02 23:56
Ausgangspunkt des heutigen Kursrutsches in den US Indizes und Futures war die Veröffentlichung wichtiger US Wirtschaftszahlen.

Das Bruttoinlandsprodukt kann lt. Commerce Department mit 5,8% im ersten Quartal zulegen und weist somit das höchste Wachstum seit 2 Jahren aus. Erwartet wurde ein Wachstum von 5,0%. Die Indizien mehren sich, dass die zurückliegende Rezession als die mildeste der US Geschichte enden werde.

Bruttoinlandsprodukt: einige Details und Gefahren

Das Wachstum der US Wirtschaft im ersten Quartal präsentierte sich mit 5,8% überraschen hoch. Einen wesentlichen Beitrag leistete hier der nun verlangsamte Abbau der Lagerhaltung. Ohne den Faktor Lagerhaltung wäre das BIP in der Gegend von 3,0-3,5% ausgefallen. In dem Downturn kürzten sämtliche Unternehmen die Produktion und versuchten die hohen Lagerbestände teilweise über hohe Discounts abzubauen, um Platz für neuere Güter zu schaffen. Dies war ein Hauptgrund für die Rezession. Nun werden zunehmend die Läger wieder gefüllt, was auch der Wirtschaft zu Gute kommen werde.

Hierzu müssen jedoch die Konsumenten weiterhin ihre Kauflaune beibehalten. Die Konsumentenausgaben stiegen im ersten Quartal zwar noch um 3,5%, liegen jedoch weit unterhalb den 6,1% aus dem vierten Quartal 2001. Der zweite Kernpunkt für einen soliden Aufschwung sind die Investitionsausgaben der Unternehmen, die im ersten Quartal nochmals um 5,7% zurückgingen, was jedoch auch einen Trend zum Positiven nach einem Minus von 13,8% im vierten Quartal verdeutlicht. Sollten diese beiden Standbeine wackeln, dann droht ein zweites Abrutschen in die Rezession, eine sog." Double Dip" Rezession.

Die FED habe nach Aussage von Greenspan keine Eile und keinen Druck schnell die Zinsen zu erhöhen, so der FED Chef in dieser Woche, da beispielsweise von der Inflationsfront keine Gefahr drohe.

Wirtschaftsdaten II

Das Konsumentenvertrauen der University of Michigan ging von 95.7 im März auf 93 im April zurück. Die vorläufige Zahl für April lag bei 94.4.

Der Current Conditions Index, der die Stimmung der Verbraucher hinsichtlich ihrer aktuellen Situation bewertet, ging von 100.4 auf 99.2 im April zurück.

Der Expectations Index, der die Zukunftserwartungen der Konsumenten wiederspiegelt, ging von 92.7 auf 89.1 zurück.

Die höheren Benzinpreise, ein stagnierender Aktienmarkt, die Unsicherheit am Arbeitsmarkt und der Krieg im nahen Osten habe laut der University of Michigan die Verbraucher verunsichert.


Nach der Veröffentlichung des US Konsumentenvertrauens brachen die Indizes ein, setzen während der gesamten Trading Session ihren Abwärtstrend fort.

Intraday kam es zu keinem Zeitpunkt zu einer nennenswerten Kurserholung. US Indexfutures und Indizes schließen auf Tages- und auf Wochentiefstkursen.

Der Kursverfall heute hatten ersten Sell Off Charakter.

Der S&P Future verliert deutlich um 21,25 Punkte oder 1,94% auf 1071,25 Punkte.

Auch der Nasdaq Future geht gegen Ende der Trading Session in einen regelrechten Crash über und verliert 55,5 Punkte oder 4,24 % auf 1251 Punkte.

Anbei die aktuellen 30 Minutencharts mit Darstellung des Intradayverlaufs.

US-Indizes im Crash 649149

Wochenschlußkursliste der großen US Indizes und Sektoren.

Outperformer des Tages war wieder der Goldsektor.

Der Gold & Silver Index (XAU) steigt um 4,81% auf 77,5 Punkte und erreicht damit ein neues High innerhalb des sich verschärfenden mittel- bis langfristigen Aufwärtstrends.

Größter Kursverlierer unter den US Indizes war der Amex Internet Index, der besonders aufgrund des Crashs bei VeriSign unter Abgabedruck geriet. Der Index verliert um 4,53 % auf 98,62 Punkte und unterschreitet damit die psychologisch wichtige 100 Punktesupportmarke.

Ebenfalls ein klarer Underperformer des heutigen Tages war der US Halbleitersektor (SOX), der um 4,43% auf 514 Punkte abfällt und damit auf seinem alten mehrfach bestätigten Key Support bei 515-533 Punkten zum Stehen kommt.

Die Tatsache, daß der Nasdaq 100 wieder deutlich mehr Kursverluste einstecken mußte als der "große" Nasdaq Composite zeigt, daß erneut die hochkapitalisierten Aktien abverkauft wurden. Der Amex Biotech Index, der zu Beginn der Trading Session in einen Sell Off übergangenen war, konnte sich intraday erholen und schließt mit einem Minus von 2,53% bei 428,94 Punkten.

Technisch hat sich mit dem heutigen Tag mit einem Schlag die Lage in den US Indizes extrem verschlechtert. Sie sehen, daß sogar der DOW Jones über ein Prozentpunkt verlor und deutlich unter 10.000 Punkten bei 9910 Punkten geschlossen hat.

Technisch extrem kritisch sieht der S&P 500 Index, der auf Wochenschlußkursbasis den Key Support bei 1081 Punkten nach unten verletzt hat.

US-Indizes im Crash 649149

Kursliste der Aktien, die im Amex Internet Index (IIX) gelistet sind. Der Internet Index stand wegen dem Crash bei VeriSign unter Abgabedruck.

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Kursliste der Aktien, die im Gold & Silver Inex gelistet sind.

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Marktscreening - US Sektorenübersicht

US-Indizes im Crash 649149

boerseGo

Gruß
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US-Indizes im Crash 649149
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Schnorrer:

Und? Wo bleibt die Analyse?

 
27.04.02 00:01
Soll ich die Analyse mal wieder hochstellen?
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Yep!

 
27.04.02 00:03
 
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zit1:

Danke Happy End - prima Infos!

 
27.04.02 00:08
Ein Witz ist darin versteckt: "Der Kursverfall heute hatten ersten Sell Off Charakter." hahaha...

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Über den Satz musste ich auch schmunzeln, Zit ;-))

 
27.04.02 00:15
 
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Kicky:

ein Witz ist auch der Absturz von Verisign um 46%

 
27.04.02 00:20
noch vor Kurzem hochgelobt,mehrere Upgrades,jetzt diese völlig überzogene Reaktion,nur weil die Verkäufe 4% geringer waren als erwartet.Dabei sind sie von einem Minus von $6.90 per share auf minus 9 cents/share gekommen!und was passiert:analysts slashed their estimates for 2002 and 2003!um lächerliche 7% bei Salomon Smith Barney.Jetzt sind die Widerstandsmarken im Dow und Nasdaq gebrochen und was das bei den chartgläubigen Amis heisst könnt Ihr am Montag sehen(wenn es nicht einen Rebound gibt,aber woher soll der kommen?

VeriSign shares plunged $8.35, or 46 percent, to $9.89 as the most actively
traded issue on Nasdaq.

posted first-quarter earnings that matched expectations but with sales that fell short of the consensus projection by 4 percent.
The domain-name business became VeriSign's bread and butter, but it began to severely deteriorate last year. Analysts had hoped the business would stabilize as it ramped up other initiatives
Late Thursday, VeriSign said it lost $20.9 million, or 9 cents per share, in the March quarter. This compares to a loss of $1.38 billion, or $6.90 per share, in the comparable period a year ago.
VeriSign earned $47 million on a fully-taxed basis, or 20 cents per share, meeting the consensus estimate for the latest quarter.
Revenue failed to meet expectations, growing 54 percent to $328 million. Analysts expected VeriSign to generate $342.6 million

VeriSign also reduced its outlook for the second time within four months, noted Morgan Stanley.                                                                       Accordingly, analysts slashed their estimates for 2002 and 2003.
Salomon Smith Barney analyst Stephen Mahedy reduced his 2002 estimates to earnings of 75 cents on sales of $1.27 billion. These estimates are down 5 percent from his previous projections, which had already been lowered earlier in the week. Mahedy's revenue forecast was adjusted by 7 percent from $1.37 billion.
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Nasdaq: Kursdebakel zum Wochenende

 
27.04.02 11:08
Das überraschend schwache Verbrauchervertrauen macht den Optimisten einen Strich durch die Rechnung - Internet-Titel unter Beschuss

Zum Wochenende nehmen die amerikanischen Technologiewerte den gestern nur kurz unterbrochenen Abwärtstrend wieder auf und fallen klar unter die Marke von 1.700 Punkten. Dabei ignorieren die Anleger das stark gestiegen BIP des ersten Quartals und konzentrieren sich auf das schwache Verbrauchervertrauen. Internet-Titel gehören nach dem Desaster um Verisign zu den größten Verlierern. Die Nasdaq verliert so 2,9 Prozent oder 50 Zähler und beschließt die Handelswoche bei 1.664 Punkten.

Tagesverlauf Nasdaq Composite

US-Indizes im Crash 649273

Das Bruttoinlandsprodukt der USA steigt im ersten Quartal des Jahres um 5,8 Prozent nach einem revidierten Anstieg von 1,7 Prozent im Vorquartal. Die Experten gingen von einem Anstieg um 5,0 Prozent aus. Das ist das größte Wachstum seit dem vierten Quartal 1999. Der positive Impuls für die Börsen wird aber wieder zunichte gemacht, als veröffentlicht wird, dass der revidierte Verbrauchervertrauens-Index der Universität von Michigan nicht wie erwartet unverändert bei 94,4 Punkten bleibt, sondern auf 93 Zähler sinkt. Eine bedenkliche Entwicklung, da die US-Wirtschaft zu zwei Drittel auf dem privaten Konsum beruht.

Die Internet-Titel der Nasdaq werden vor allem von Verisign nach unten gezogen. Der Anbieter von Internet-Sicherheitsprodukten und Domain-Registrierungsservices hat seinen Netto-Verlust im ersten Quartal 2002 verringert - aber die Umsatzerwartungen des Marktes klar verfehlt. Damit hören die schlechten Nachrichten aber nicht auf . Die Aktie bricht bei enormen Handelsvolumen um 45,1 Prozent auf 10,02 Dollar ein.

Nur leicht geht es hingegen mit PeopleSoft nach unten. Der Konzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Vor allem aggressive Kostensenkungsmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass der schwache Umsatz mit Software-Lizenzen ausgeglichen werden konnte. Die immer noch niedrige Nachfrage nach Hightech-Produkten hat dazu geführt, dass die Lizenzerlöse um 13 Prozent gefallen sind . PeopleSoft verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 21,77 Dollar.

Ein weiterer großer Verlierer dieses Börsentages ist JDS Uniphase. Der Umsatz des einstigen Börsenstars ist im dritten Geschäftsquartal massiv eingebrochen und der Verlust beträgt 5 Cent pro Aktie. Analysten haben das Minus im Vorfeld auf nur 2 Cent je Anteilsschein geschätzt . Da ist es kein Wunder, dass das Papier um 8,6 Prozent auf 4,60 Dollar fällt.

Zu den wenigen Gewinner zählt der Fertigungs-Dienstleister Flextronics. Der übertrifft im laufenden Quartal mit einem Umsatz von 3,3 Mrd. Dollar die Erwartungen (3,19 Mrd. Dollar) und macht nach einem Verlust von 193 Mio. Dollar im Vorjahr nun einen Netto-Gewinn von 5,7 Mio. Dollar. Die Aktie steigt um 1,1 Prozent auf 13,62 Dollar.

boersenreport.de

.Gruß    
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US-Indizes im Crash 649273
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heal:

hehe, ich liebe kleine rote Kerzchen :-) aber nur

 
27.04.02 11:12
bis ich meinen put gut im Plus verkauft habe :-)

heal
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hjw2:

Verisign auf deutsch

 
27.04.02 13:26
Umsatz verfehlt die Prognosen - Pessimistischer Ausblick belastet zusätzlich
 
Der Anbieter von Internet-Sicherheitsprodukten und Domain-Registrierungsservices Verisign hat seinen Netto-Verlust im ersten Quartal 2002 verringert – aber die Umsatzerwartungen des Marktes klar verfehlt. Damit hören die schlechten Nachrichten aber nicht auf. Der Konzern wird 10 Prozent seiner Angestellten bzw. 350 Mitarbeiter entlassen und erwartet im zweiten Quartal einen Umsatz von 320 bis 330 Mio. Dollar. Der Gewinn pro Aktie soll dann 18 Cent erreichen. Wall Street-Experten gingen bisher davon aus, dass Verisign im laufenden Berichtszeitraum 23 Cent je Aktie verdient und dabei einen Umsatz von 361 Mio. Dollar erzielt.

Unternehmens-Chef Stratton Sclavos wollte für das Gesamtjahr keine Prognose abgeben, erklärt jedoch, es könne ein bis zwei Quartale dauern, bevor sich die Situation im Enterprise-Segment erholt. Verisign habe zudem unter Preisdruck und unter Verschiebungen bei der Einführung neuer Produkte in der Telekom-Sparte gelitten, fügt er hinzu. Verisigns Netto-Verlust beträgt im ersten Quartal 2002 21 Mio. Dollar oder 9 Cent je Aktie nach einem Minus von 1,4 Mrd. Dollar bzw. 6,90 Dollar/Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ohne Akquisitions- und andere außerordentliche Kosten macht der Konzern einen Gewinn von 68 Mio. Dollar oder 28 Cent je Anteilsschein. Diese Zahlen sind allerdings noch nicht vollständig besteuert.


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So schlimm war es seit September nicht mehr

 
27.04.02 19:04
Schwache Zahlen und Konjunkturdaten drücken auf die Kurse - Amazon strahlende Ausnahme
 
Die vergangene Woche hatte es in sich: Nicht nur, dass mit Amazon, AOL, JDS Uniphase und PeopleSoft allein aus dem Technologie-Sektor große Namen Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt haben. Hinzu kommen eher negative Konjunkturdaten und Untersuchungen in Bezug auf das Verhalten der Investmentbanken bei Aktien-Empfehlungen.

Auch abseits der Quartalszahlen-Saison gibt es Aufreger: Die US-Börsenaufsicht SEC leitet Untersuchungen gegen Wall-Street-Analysten ein. Es sollen Vorwürfe untersucht werden, die Analysten hätten Investoren mit übertrieben optimistischen Aktien-Empfehlungen in die Irre geführt. Im einzelnen geht es um die Frage, inwieweit die Analysten mit den geschönten Berichten ihren eigenen Investmentabteilungen zugearbeitet haben.

5-Tageschart Dow Jones Industrial

US-Indizes im Crash 649446img.wallstreet-online.de/news/001/65/90" style="max-width:560px" >

Auch JP Morgan muss Untersuchungen der Börsenaufsicht über sich ergehen lassen. Das Unternehmen steht im Verdacht, den Kunden zu hohe Kommissionen für den Aktienhandel abgeknöpft zu haben. Als Ausgleich für die hohen Gebühren wurden angeblich IPO-Aktien ausgehändigt. Die Aktie ist unter den großen Verlierern der Handelswoche zu finden.

Da findet sich auch Hewlett-Packard wieder. Der anhängige Rechtsstreit in Bezug auf die Fusion mit Compaq setzt der Aktie weiter zu. Unternehmens-Chefin Carleton Fiorina wurde zwei Mal vor Gericht vernommen. Walter Hewlett, ehemaliges Board-Mitglied bei HP und Sohn eines der Firmengründer, unterstellt der Konzern-Führung, dass man die Zustimmung des Großaktionärs Deutsche Bank zur Fusion mit unlauteren Mitteln erworben hat.

Eine schwache Woche legt auch Exxon Mobil aufs Parkett. Der Erdöl-Multi erwirtschaftet im ersten Quartal 2002 einen Gewinn je Aktie von 31 Cent bei einem Umsatz von 43,5 Mrd. Dollar. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 57,3 Mrd. Dollar. Das Unternehmen unterschreitet die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten damit um 8 Cent je Aktie .

5-Tageschart Nasdaq Composite

US-Indizes im Crash 649446img.wallstreet-online.de/news/001/65/91" style="max-width:560px" >

Ganz anders verläuft die Woche für den Internet-Einzelhändler Amazon. Der erreicht zwar wie erwartet im ersten Quartal keinen Netto-Gewinn, verringert aber seine Verluste deutlicher als von Expertenseite erwartet. Zudem stimmt auch der Ausblick für die Zukunft . Die Anleger belohnen das mit einem zweistelligen Kursanstieg.

Ein dickes Minus steht hingegen vor der Wochen-Performance von AOL Time Warner. Der Internet- und Medien-Konzern hat seine Ankündigung wahr gemacht  und die Abschreibung auf den Firmenwert nach der Fusion mit Time Warner auf einen Schlag durchgeführt. Damit macht der Konzern den höchsten Quartalsverlust der US-Geschichte. Das zweite Quartal soll zudem hinter den Erwartungen zurück bleiben .

Eine schwere Börsenwoche erwischen auch die amerikanischen Biotech-Werte. Eine ganze Reihe enttäuschender Unternehmensnachrichten, unter anderem von MedImmune und Celera setzt den Branchen-Index stark unter Druck. Deutlich besser hält sich da schon Branchen-Riese Biogen. Und das obwohl der Konzern einen klar gestiegenen Umsatz nicht in höhere Gewinne umsetzen kann und für 2002 die Prognose senkt. Durch eine Kooperation mit Celltech will Biogen aber 2005 fünf neue Medikamente auf dem Markt haben und 2 Mrd. Dollar Umsatz machen .

Wie geht es weiter?

Die Konjunkturdaten der vergangenen Handels-Woche zeichnen erneut kein eindeutig positives Bild vom Zustand der US-Konjunktur. Auf der Haben-Seite stehen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. In der Woche zum 20. April sind diese von 452.000 auf 421.000 gefallen und damit stärker als erwartet. Hinzu kommt, dass das Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals mit plus 5,8 Prozent ebenfalls über den ohnehin schon hohen Prognosen (plus 5,0 Prozent) liegt. Das ist aber kein Grund zur übermäßigen Freude, da ein Großteil der Steigerung aus dem Lageraufbau der Unternehmen stammt und damit im nächsten Quartal nicht mehr zu realisieren ist. Eindeutig negativ fallen die revidierten Zahlen zum Verbrauchervertrauens-Index der Universität von Michigan aus. Der bleibt nicht wie erwartet unverändert bei 94,4 Punkten, sondern sinkt auf 93 Zähler. Eine bedenkliche Entwicklung, da die US-Wirtschaft zu zwei Drittel auf dem privaten Konsum beruht.

In der kommenden Woche geht es dann ebenfalls spannend zu. Neben den Daten zu persönlichen Einkommen und Ausgaben der US-Bürger stehen noch das nationale Verbrauchervertrauen für April sowie die Einkaufsmanager-Indizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe auf der Tagesordnung. Am Freitag sind dann - wie immer in der letzen Woche des Monats - die Arbeitsmarktdaten auf dem Programm. Impulse für den Handel dürften gegeben sein.

Die ganz großen Namen sind es nicht, die in der kommenden Woche ihre Quartalszahlen vorlegen. Die Devise heißt dann aber immer noch: die Masse macht’s. Von Interesse sind unter anderem: Procter & Gamble, Qwest Communications, Charter Communications und Peregrine Systems.

w.o.
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