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Meldung des Tages: Goldchance mit Substanz: Warum dieses Projekt Investoren aufhorchen lässt

Über Terroristen in Nadelstreifen


Beiträge: 73
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Libuda:

Über Terroristen in Nadelstreifen

11
05.07.08 11:48
Offensichtlich gerät Goldman Sachs immer stärker in eine Falle und lügt immer dreister (das nennen die Analyse, wenn die Lügenabteilung die Handelsaktivitäten unterstützen soll). Was Goldman Sachs schwer im Magen liegt, ist die Tatsache, dass der I-Traxx-Europe zur Zeit nur bei 100 liegt (d.h. die Versicherung einer Kreditsumme von 10 Millionen kostet pro Jahr 100.000 Euro) nach 160 in der Spitze. Das Hochjubeln des Ölpreises durch Sachs-Analysten Murti und Verbreitung anderer Schreckensmeldungen hat den i-Traxx von seinen zwischenzeitlichen Tief nämlich nur von 80 auf 100 getrieben, weil die Finanzwelt die meines Erachtens kriminelle Lügerei von Goldman Sachs enttarnt hat. Goldman Sachs hat nun aber auf weit höhere Werte des i-Traxx-Europe gewettet als 100. Deshalb hat man gestern einem britischer Bubi mit dem Vornamen Cristoffer - vermutlich frisch von der Uni, noch mit der Eierschalen hinter den Ohren und der für britschen Bubis aus höherem Hause typischen Zahnspange im Munde, den Auftrag gegeben 50 von 52 europäischen Banken abzustufen. Das ist an sich nicht verwerflich, denn Investmentbanken werden Teile ihres für die Menschheit nutzlosen oder sogar schädlichen Treibens verlieren, die Abstufung vieler Retailer ist dagegen Schwachsinn, da sie aus Gründen der Sippenhaftung zu sehr mit abgestraft wurden. Kriminell ist aber aus meiner Sicht die Wahl des Datums: Da gestern in den USA nicht gehandelt wurde, hat man wohl gehofft, dass die Botschaften von Zahnspangen-Christoffer in dünnen Markten eine Abwärtspirale nach unten hervorrufen.

Meines Erachtens geht die Bedrohung der zivilisierten Welt weniger von Bin Laden aus, sondern von Terroristen in Nadelstreifen aus.  
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FDSA:

Hier kommen

 
05.07.08 12:02
die "Abiturienten" und machen alles nieder...

schade eigentlich.
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Anti Lemming:

Ich fasse zusammen

9
05.07.08 12:37
Die gottsverfluchten Hurensöhne aus der Lügenabteilung von Goldman-Sachs bejammern im Chor mit schamlosen Pressenutten den Weltuntergang, der in Wahrheit überhaupt nicht stattfindet. Die kriminelle Lügerei gipfelt in absurden Horrormeldungen über den angeblichen Kollaps des i-Traxx Bondmarktes. Die korruptesten Zuhälter sind die kriminellen Bängster, die jetzt auch noch in einer hundsgemeinen, vor Niedertracht strotzenden Lügenkampagne den Retail-Sektor runterstuften, dessen Geschäfte in Wahrheit blühen. Der allerübelste Saufhaufen aber ist die infernalische Sippschaft der Wüstensöhne, die in teuflischer Niedertracht, gepaart mit krimineller Raffsucht, den Ölpreis in apokalytische Höhen treiben, obwohl in Castrop-Rauxel der Strom nach wie vor aus der Steckdose kommt.



Libuda, Du solltest mal ernsthaft überlegen, Dich als neuer Propaganda-Minister im Irak zu bewerben, wo sie "Comical Ali" ja nun leider gehängt haben.

Comical Ali hatte zu Zeiten des Irakkriegs auch immer vom siegreichen Kampf der irakischen Truppen bei der "Befreiung Bagdads" berichtet, während im Hintergrund bereits deutlich sichtbar US-Panzer rumkurvten.

Ersatzweise könntest Du Dich bei der CSU um die Nachfolge von Franz-Joseph Strauß bewerben.
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Lemming711:

Waren es nich auch

 
05.07.08 12:56
die Goldmänner, die 200$ für Öl an die Wand gemalt haben?
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Libuda:

Wer nicht zu Sachargumenten fähig ist

 
05.07.08 12:58
und ein ökonomischer Laie dazu, muss es eben auf diese Art und Weise versuchen.
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Libuda:

Mein letztes Posting bezog sich auf

 
05.07.08 13:02
das von Anti-Lemming, das auf Fakten lediglich mit Polemik antwortet - vermutlich kann  der Verfasser nur so, wofür auch spricht, dass er immer dann andere aus seinen Threads wegsperrt, wenn er keine Antworten hat.
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Libuda:

Lemming 711 hat natürlich in Sachen Öl recht

 
05.07.08 19:16
Deutliche Hinweise für Manipulationen aus einer der letzten Wiwo: "Der Vorsitzende des Energieausschusses im US-Repräsentantenhaus, Bart Stupak, sagte am Donnerstag, er habe deutliche Hinweise auf Manipulationen des Ölpreises durch große Future-Händler. Die seien aber nicht illegal, so Stupak; sie würden vielmehr durch Gesetzeslücken begünstigt. Goldman Sachs erkärte die Bank halt auch im Rohstoffhandel alle Bestimmungen und Börsenregeln ein."

Die Behauptung von Goldman Sachs ist lächerlich, denn es gibt weitgehend gar keine Börsenregeln. Die wurde unter Bush abgeschafft und die Regeln machen sich private Börsen, die an möglichst viel Spekulation interessiert sind, selber. Zum Beispiel bestimmen sie die Höhe der Einschüsse und nicht wie früher eine Aufsichtsbehörde. Die Einschüsse werden also nicht so festgelegt, dass ein geordneter Marktverlauf, der Fundamentaldaten des Underlyings widerspiegelt, zustande kommt, sondern dass viele Provisionen für schmarotzende Schmeissfliegen zusammemkommen - ein einziger Skandal.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Silberspekulation der Gebrüder Hunt vor etwa 30 Jahren. Da musste die Aufsichtsbehörde nur die Einschüsse erhöhen und schon brach das Kartenhaus zusammen. Das werden die den Rohstoffhandel organisierenden Börsen nicht tun, denn brechen ihre Provisioen zusammen.

Die Schlussfolgerungen ist simpel: Bush müsste nur höhere Einschüsse verordnen und die Öl-Spekulation würde zusammenkrachen wie einst das Cornern des Silbermarktes durch die Gebrüder Hunt. Das wird aber der Schutzpatron der Ölbarone und Rohstoffbörsen in seinen letzten Amtstagen nicht tun. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass alle US-Präsidenten auf Ewigkeit total von der kriminellen Investmentbängster-Mafia gekauft sind, vielleicht sind es ja auch einmal statt 100% bei Bush nur 90% bei den beiden neuen Kandidaten - das reicht schon für ein Abkacken der Rohstoffspekulation. Und jeder neue Tag ist ein Bush-Tag weniger - da fühlt man sich als Investor immer besser, denn kein anderer Präsident der amerikanischen Geschichte hat mehr Börsenwerte vernichtet als der Bush-Krieger und sein an ihm ziehender Ku-Klux-Clan.  
   
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Pate100:

...:)

 
05.07.08 19:24
Margins für Gold-Future mit heutiger Wirkung erhöht

Die New Yorker Warenterminbörse gab gestern bekannt, daß sie mit Wirkung von heute an die Margin-Anforderungen für Gold-Kontrakte ändern wird. Die Gold-Future-Margins steigen von 3.250 auf 3.750 $ für Clearing-Mitglieder und Nicht-Clearing Mitglieder und von 4.388 auf 5.063 $ für Kunden.

Die asiatischen Future-Margins für Gold steigen von 1.045 auf 1.206 $ für Clearing Mitglieder und Nicht-Clearing Mitglieder und von 1.411 auf 1.628 $ für Kunden.

Die Margins für COMEX Gold-Future-Kontrakte steigen von 1.625 auf 1.875 $ für Clearing-Mitglieder und Nicht-Clearing Mitglieder und von 2.194 auf 2.531 $ für Kunden.


© Redaktion GoldSeiten.de / Rohstoff-Welt.de
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Pate100:

nicht Öl

 
05.07.08 19:25
aber in deinen Augen ja auch ne gigantische Blase...
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Libuda:

Mit Gold beschäftige ich mich nicht

4
05.07.08 22:30
da ich das für ein Nonevent halte - ich bin in dieser Hinsicht ein richtiger Indianer, denn die hatten ja richtig erkannt: "Geld kann man nicht essen". Oder die modernen Indianer würden sagen: "Mit Gold fährt kein Auto."

Kommen wir daher zu wichtigen Dingen im Leben wie Öl oder Weizen. Ich bin da keineswegs gegen Termingeschäfte, denn die schaffen Sicherheit für Produzenten und Verbraucher. Im Idealfall haben wir da auf der einen Seite einen Produzenten, der durch ein Termingeschäft seinen Preis sichern will, und auf der anderen Seite einen Verbraucher, der auch seinen Preis sichern will. Das passt aber logischerweise nicht immer und daher muss man froh sein, dass sich Spekulanten bereit erklären, als Partner im Rahmen eines Termingeschäftes dem Produzenten oder dem Verbraucher das Risiko abzunehmen. Die Spekulanten, die hier am Werk sind, sind also überaus nützliche Spekulanten, da sie helfen, die Unsicherheit zu reduzieren. Neben diese beiden idealen Konstellationen ist es auch normal, dass sich auf beiden Seiten Spekulanten gegenüberstehen, denn sonst ist die Liquidität nicht gesichert. Selbst wenn in 90% der Geschäfte sich nur Spekulanten gegenüberstehen, ist dabei in der Regel noch eine Verbindung zu dem Stoff (z.B. Öl oder Kupfer oder Dollar oder Schweinebäuche) gegeben. Bis vor etwa drei Jahren achtete die US-Aufsichtsbehörde für den Terminhandel darauf, dass sich diese Zusammenhänge nicht völlig losten und erließ Beschränkungen, wenn die Geschäfte zwischen Spekulanten z.B. 90% (oder vielleicht 95% - das weiß ich jetzt auch nicht) überschritten. Diese Limitsetzung hat aber die Aufsichtsbehörde an die privat organisierten Börsen abgegeben, die nur ein Interesse haben: einen möglichst hohen Handel, weil ein hoher Handel möglichst hohe Provisionen bringt. Und so kommt es, dass statt wie früher nicht mehr schon hohe 90% des Terminhandels zwischen Spekulanten abgewickelt werden, sondern 99% und noch mehr. Dass dabei die Verbindung zu den Knappheitsverhältnissen des Underlyings (also des gehandelten Produkts) verloren geht, liegt auf der Hand. Würde also z.B. die US-Aufsichtsbehörde den privat organisierten Terminbörsen das Heft wieder aus der Hand nehmen (was dringend erforderlich ist und politisch nach Bush auch kommen wird, denn im Mittelpunkt des Handels sollen ja Knappheitsverhaltnisse stehen und nicht Bängsterprovisionen, die uns das dann auch unverschämterweise als Marktwirtschaft zu verkaufen versuchen) und z.B. anordnen, dass beim Handel von Öl über 1.000.000 statt von mir jetzt einmal angenommenen 40.000 Dollar der doppelten Betrag von 80.000 Dollar als Sicherheitsleistung hinterlegt werden müsste, würde sich der Ölpreis auf der Stelle halbieren. Das ist aber momentan politsch nicht durchsetzbar, weil dann die Freunde von Bush Haus und Hof verlieren würden. Denn die beknien ja momentan den Bush sogar, dass der den Iran bombardien soll, weil dort jetzt nicht die Bush-Freunde die Geschäfte machen, sondern Gazprom, Inder und Chinesen. Deshalb werden dort auch die Israeli keine Bomben werfen, weil sich das Machtkräfte verändert haben, der an Bush ziehende Ku Klux Clan ist erledigt - zumal der Iran den Bau einer Bombe schon seit Jahren eingefroren (wenn auch nicht eingstellt) hat (und die CIA davon logischerweise auch Kenntnis hatte und Bush sein Volk wie im Irak über Jahre belog - und das alles weiß die ganze Welt. Ich gehe davon aus, dass Bush doch ein wenig Angst hat, dass ihm wie Nixon ein Prozess droht - der ja auch absolut berechtig wäre und für den Cheney logischerweise auch, denn das ist der eigentliche Strippenzieher.
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Libuda:

Nicht mit Terroristen im Bett: Gottfried Heller

 
06.07.08 14:54
Das zweite Börsenhalbjahr wird besser
von Dr. Gottfried Heller, Gastautor
04.07.2008 - 18.20 Uhr


Der Dax präsentiert sich in desolater Verfassung. Doch nun spricht fast alles für Wiedergutmachung.


Das erste Halbjahr 2008 war für den Dax mit einem Minus von 20,4 Prozent das schlechteste seit 25 Jahren. Damit steht er allerdings nicht allein. Auch die anderen wichtigen Weltbörsen haben 20 Prozent oder sogar mehr verloren.

Fast ein Jahr nach Ausbruch der Kreditkrise in den USA befindet sich die Bankenwelt noch immer in einer Art Schockstarre. Die Notenbanken, allen voran die amerikanische Fed, aber auch die Europäische Zentralbank (EZB), haben jedoch schnell und entschieden als Kreditgeber der letzten Instanz gehandelt. Sie verhinderten als Finanzfeuerwehr mit riesigen Liquiditätsspritzen einen Flächenbrand und überwachen weiterhin aufmerksam die Finanzlandschaft. Sie greifen mit ihren Löschgeräten ein, wenn hier und dort ein Feuer aufflackert. Jetzt geht es wie bei jedem Brand an die Aufräumungsarbeiten und das ist nicht mehr Aufgabe der Feuerwehr. In der Finanzindustrie werden jetzt Ursachen erforscht und Vorkehrungen getroffen, sei es von staatlicher oder von privatwirtschaftlicher Seite, um ein erneutes Debakel zukünftig zu vermeiden.

In den USA ist kaum noch die Rede von einer Rezession. Die niedrigen Zinsen, der billige Dollar und das Konjunkturprogramm der Regierung stimulieren die Konjunktur. Im US-Kongress wird ein Hilfspaket geschnürt, das in Not geratenen US-Eigenheimbesitzern eine Umschuldung in staatlich garantierte Kredite ermöglichen soll. Es soll einen Umfang von 300 Mrd. Dollar haben. In Kraft gesetzt, wird es eine erhebliche Entlastung für den Häusermarkt bringen.

Insgesamt wird die Weltwirtschaft zwar eine langsamere Gangart einschlagen. Das zeigen die Frühindikatoren auf allen Kontinenten an. Das dürfte auch zu einer Entspannung an den überhitzten Rohstoffmärkten führen. Eine weltweite Rezession steht aber nicht zu befürchten. Denn die niedrigen – teilweise sogar negativen – Realzinsen stützen das Wirtschaftwachstum. Wegen des hohen Ölpreises und der steigenden Inflationsraten sind weitere Zinssenkungen nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Die EZB hat mit ihrer Zinserhöhung von 0,25 Prozentpunkten ein Warnsignal vor allem an die Tarifparteien gegeben, dass sie das Entstehen einer Lohn-/Preisspirale verhindern will.

Bleibt der bange Blick auf das zweite Halbjahr. Die Finanzlandschaft beginnt sich nach den düsteren ersten sechs Monaten aufzuhellen. Eine Baisse gibt es, wenn Euphorie herrscht und die Aktien überbewertet sind. Das war so Anfang 2000, als Hochstimmung herrschte und der Dax ein Kurs-/Gewinnverhältnis (KGV) von 30 hatte. Heute herrscht Pessimismus und der Dax hat ein KGV von zehn. Ähnlich günstig bewertet sind die anderen Börsen in Europa, Asien und Amerika. Selbst wenn man bei den Unternehmensgewinnen Abstriche machen muss – Aktien sind noch immer niedrig bewertet.

Das Chance-/Risikoverhältnis hat sich stark verbessert. Aktienkurse haben mehr Luft nach oben als nach unten. In den kommenden Monaten ist ein weiteres Abklingen der Liquiditäts- und Vertrauenskrise zu erwarten. Im Finanzsektor wird der Wertberichtigungsbedarf weiter nachlassen. Die Markttechnik ist ebenfalls positiv. Die Aktien sind überverkauft.

Noch ist die Börsenstimmung aber schlecht, das Lager der Pessimisten übervoll. Global agierende institutionelle Anleger sind in Aktien so stark untergewichtet wie seit 1998 nicht mehr. Die Liquidität der Kapitalmärkte ist dagegen üppig. Einige Billionen Dollar aus den Ölförderländern und den Staatsfonds, wie etwa in China oder Singapur, könnten sich keine besseren Einstiegskurse wünschen als derzeit.

Die Anlagealternativen sind dünn gesät. Anleihen sind mit ihren geringen Renditen unattraktiv, und Langläufer erscheinen sogar riskant. Hedgefonds haben nicht nur magere Ergebnisse geliefert, einige sind sogar in die Pleite gegangen, womit sie offen gelegt haben, wie riskant sie sind. Was bleibt, ist die gute, alte, konservative Anlagestrategie mit soliden, werthaltigen Aktien oder Aktienfonds.

Und nicht zu vergessen: 2008 ist ein Wahljahr für die US-Präsidentschaft. Seit 1925 hatte diese Tatsache fast immer ein positives Börsenjahr zur Folge. Die Aussichten sind deshalb gut, dass das zweite Halbjahr an den Aktienmärkten besser verläuft als das erste.

Der Autor ist Chef der
Vermögensverwaltung Fiduka

Antworten
Anti Lemming:

Frage zum Börsenhalbjahr

2
06.07.08 19:20
Meint Dr. Gottfried Heller das zweite Halbjahr 2018 oder 2019?
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Reinyboy:

Das ist ja schon fährlässig

 
06.07.08 19:25
was der Herr Heller von sich gibt.  
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Libuda:

Die Weltuntergangslügen von Goldman Sachs

2
09.07.08 00:34
haben kurze Beine:

Fabelhafter Kursanstieg vorausgesagt   Libuda  08.07.08 23:08  

Aktienstrategen internationaler Banken erwarten, dass der S+P50 noch in diesem Jahr kräftig zulegen wird. Das US-Börsenbaromenter wird nach Ansicht der Experten von Deutscher Bank, Lehman Brothers und UBS die Marke von 1.600 Punken erreichen. Gestern notierte der S+P500 bei 1.260. Grund für die Euphorie der Strategen ist, dass die Unternehmensgewinne im vierten Quartal einen Sprung von 50% machen werden.

Quelle: Handelsblatt  


Besonders lustig fand ich, was heute noch im Handelsblatt stand, nämlich dass Goldman Sachs jetzt auch den deutschen Privatkunden Fonds verkaufen will?

Eine Gegenfrage und Hand aufs Herz: Würdet Ihr Fonds von Bin Laden kaufen? Oder vielleicht doch, weil der short ist, wenn irgendwo eine Bombe hochgeht.
Antworten
Libuda:

Austritt von Goldman Sachs aus Verband

4
09.07.08 17:11
Interessant ist die heutige Meldung, dass Goldman Sachs aus dem Internationalen Bankenverband ausgetreten ist, weil sich die anderen Banken jetzt zu recht weigern, ihre Vermögenswerte nach von Goldman Sachs manipulierten Indices zu bewerten, die sehr häufig mit den zugrunde liegenden Vermögenswerten so wenig zu tun haben wie die berühmte Kuh mit dem Kräppelbacken. Besonders dreist ist, dass der Öffentlichkeit diese unverschamten Schweinereien auch noch als Marktbewertung verkauft werden - Adam Smith und Wilhelm Röpke drehen sich dabei sicher im Duett im Grab, Al Capone dagegen nicht.

Um das vielleicht am Beispiel der mit BBB gerateten Anleihen zu verdeutlichen. Auf die mussten aufgrund eines idiotischen Index-Wertes zuletzt 10% Abschreibungen vorgenommen werden, obwohl die durchschnittliche Ausfallquote über viele Jahre bei 1% liegt und die höchste Ausfallquote seit es Ratings gibt bei 3% lag.

Der Rest der Welt sollte sich energisch dagegen wehren, dass derartige Schwachsinns-Bewertungssysteme der ganzen Welt übergestülpt werden. Wenn also ihre Sparkasse um die Ecke dann ihrem Gemüsehändler um die Ecke einen Kredit gibt, kommt dann bei der Bewertung des Kredits in der Sparkassenbilanz der von Goldman Sachs manipulierte Gemüsehändler-Kreditindex zum Einsatz und nicht das über 100 Jahre bewährte System von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Und da es auf den rauschenden Festen von Lloyd Blankfein, das ist der Goldman Sachs-Chef, nur Kaviar zum Fressen gibt - und kein Gemüse, sinkt die Nachfrage nach Gemüse, die Sparkassen muss ihr Kredite an den Gemüsehandler um die Ecke abwerten und dann habt Ihr ganz Eurer Nähe den Salat.
Antworten
Libuda:

Kaufen bis zum Anschlag

2
09.07.08 22:41
denn Goldman Sachs hat verzockt. Obwohl die alle nur erdenklichen kriminellen Manipulationskünste angewandt haben, die für 100.00o Jahre Guantanomo ausreichen, ist der i-Traxx nach einem Hoch von 160 und einem Rückgang auf 80 nur auf 112 gestiegen. Erstaunlich bei all der aufgewendeten kriminellen Energie.  
Antworten
Anti Lemming:

Der BBB-Bond-Index aus dem US-Housingsektor

 
10.07.08 07:23
- ABX-HE-BBB-O7-2 - notiert zurzeit bei 5,81 % (Chart unten). Im Januar 2007 stand er noch bei 100 %. Wer in diese BBB-Bonds, die gemäß Rating ja angeblich noch Investmentgrad haben, 1 Million Dollar "investiert" hat, kann für die Bonds nach heutigem Stand, den der ABX-Index korrekt wiedergibt, lediglich 58.100 Dollar erlösen. Der Verlust beläuft sich auf sagenhafte 941.900 Dollar - oder 94,2 %.

Dieser Index gibt die real zu erzielenden Verkaufserlöse dieser Tranche wieder - in ähnlicher Weise, wie ein Aktienkurs den real erzielbaren Wiederverkaufswert einer Aktie wiedergibt. Was nützt es Dir z.B., wenn Du glaubst, die Deutsche-Bank-Aktie sei 180 Euro wert, wenn sie an der Börse nur mit 55 Euro gehandelt wird?

Warum sonst, lieber Libuda, gehen die US-Banken und -Broker dermaßen am Stock? Die Verluste bei diesen Bonds - den ehemaligen Kronjuwelen der Subprime-Ära - sind real, sowohl bei den Bonds selbst wie auch bei den Banken/Brokern, die in diesen Schrott mit teils mörderischem Hebeln von bis zu über 100 "investiert" haben (etwa US-Monoliner). Die Opferkette reicht über die IKB und dt. Landesbanken, RBOS, UBS usw. in die ganze Welt hinein.

Und das Ende ist noch längst nicht erreicht:

Lehman verlor gestern 10 %, Fannie Mae (halbstaatliche Hypobank) ebenfalls 10 %, Freddie Mac (zweite halbstaatliche Hypobank) sogar 20 %. Die Kurse von FNM und FRE sind auf dem Niveau von 1994 angelangt.

Sieh Dir allein mal die gestrigen Schlusslichter im SP-500 an: Alles Banken, Broker, Housing-Lender, Homebuilder - und alle mit Tagesverlusten um 10 %:

http://www.ariva.de/Noch_n_Murmeltier_t283343?pnr=4486953#jump4486953

Wie lange willst Du diese Realitäten noch leugnen, Libuda? Es ist keine Manipulation von Goldman-Sachs, sondern es sind bedrückende Wahrheiten, die Amerika zurzeit an den Rand des Abgrunds bringen und mit Pech demnächst die Rest-Welt dazu (wenn ein von USA ausgehender Derivate-Crash das Weltfinanzsystem in den Abgrund stürzt).

Angesichts dieser Abgründe "Kaufen bis zum Anschlag" zu plärren wie Du im letzten Posting ist grob fahrlässig, Libuda - gegenüber Deinen Lesern bei Ariva, die sich dadurch (wenn sie naiv genug sind, Dir zu glauben) womöglich in unverantwortbare Käufe locken lassen.

Das Gebot der Stunde lautet ganz klar, sein Kapital zu erhalten. Wer sein Geld jetzt in fallenden Märkten verbrennt - ist am wirklichen Tief, das womöglich erst Ende 2009 kommt, nicht handlungsfähig.

Die Lage ist ähnlich ernst wie im Abschwung von 2000 bis 2003 - wenn nicht noch ernster.

DAX 2200 - der Stand von März 2003 - droht erreicht und evtl. sogar unterboten zu werden, denn verglichen mit der jetzigen Finanzkrise - laut Experten wie George Soros "die schlimmste seit der Großen Depression" - war das Platzen der Tech/Internet-Blase ein Zuckerschlecken.

Überleg daher mal ernsthaft, ob Du Deine "Kaufen, kaufen"-Rufe wirklich vor Deinen Lesern hier verantworten kannst.

.
Über Terroristen in Nadelstreifen 174009
Antworten
Libuda:

Deine Argumentation ist lächerlich, denn

 
10.07.08 10:46
die Housing-Bonds machen nicht einmal 1% der weltweit existierenden Anleihen aus. Der von mir zitierte iTrraxx bildet einen sehr viel größeren Ausschnitt ab - und das ist nun einmal Fakt, dass selbst nach den extremen Schaukelversuchen, dieser Index gestern bei 112 lag, das heißt, dass 10 Millionen Anleihen pro Jahr 112.000 an Versicherung kosten (auch wenn wir da zwischenzeitlich einmal einen Tiefststand von 80.000 hatten). Das sah im März ganz anders aus, da waren 160.000 für eine Versicherung von 10 Millionen Anleihen zu zahlen.  
Antworten
Libuda:

Interessant ist im übrigen

 
10.07.08 12:26
warum Goldman Sachs wirklich aus dem Bankenverband ausgetreten ist, denn das Handelsblatt von heute führt die wirklichen Motive an. Die umstrittenen Regeln erlauben es nämlich, dass auch Werte hochgeschrieben werden - und das hat Goldman Sachs - im Gegensatz zu konserativ agierenden Banken - massiv gemacht. Um welche Papiere es sich dabei handelt, dürfte auch klar sein: Goldman Sachs und auch die Deutsche Bank haben mit damals gerade neu auf den Markt gegekommenen Termininstrumenten gegen den iTraxx gewettet. Dieses Papiere sind dadurch im Wert sehr stark nach oben gegangen. Und diese Wertsteigerungen hat Goldman Sachs offensichtlich als Ertrag verbucht und mit den Abschreibungen gegengerechnet. Dass der iTraxx aber gegenüber dem Höchststand von 160 jetzt nur noch bei 112 steht, ist auch Fakt: die Versicherung von 10 Millionen an Anleihen kostet somit statt 160.000 nur noch 112.000 - und wenn das weiter nach unten geht, wird es für Goldman Sachs sehr brenzling. Daher veranstalten die momentan das Affentheater - denn wer die Werte erst unsolide hochschreibt, muss sie nachher abschreiben, wenn die Welt vertrauen fasst.
Antworten
Bärentatze:

Hört sich widerspüchlich an.

 
10.07.08 12:46
einmal zusammenfassen
-GS ist ausgetreten weil die Bilanzierung zu Markpreisen aufgeweicht werden sollen
-GS hat Wertpapiere mit dieser Regelung hochgeschrieben, die nun im Wert gefallen sind

Dann würde es meiner Meinung nach eher Sinn machen die Bilanzierungsregeln aufzuweichen.
Zitat André Kostolany
"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
Antworten
Stöffen:

Du schreibst einen absoluten Schmarren, Libuda

 
10.07.08 14:04
und zwar, weil dein Geschreibsel den Artikel des Handelsblatts in einer Weise uminterpretiert, der wahrscheinlich dein Weltbild stärken soll, sich aber vom Wahrheitsgehalt deutlich entfernt.

Die Fakten zu dem von dir genannten Artikel aus der heutigen Ausgabe des Handelsblatts, wobei ich mich hier auf die Print-Ausgabe beziehe:

1) Richtig ist, dass Goldman Sachs die Branchenvereinigung IIF verlassen hat. Goldman Sachs, die DB und das IIF haben sich aber zu den Vorgängen nicht geäußert.

2) Der Vorschlag von DBs Ackermann bzw. des IIF sehen vor, den Instituten in Krisenzeiten mehr Spielraum bei der Bilanzierung ihrer Vermögenswerte einzuräumen, um eine Abwärtsspirale zu stoppen. Da momentan viele Marktsegmente ausgetrocknet sind und somit Käufer fehlen, existieren keine oder wenn, dann halt nur sehr niedrige Preise. Daher wurden hier Preis-Modelle verwendet, weil die jeweiligen Banken auf eine Markterholung hofften. Das hat natürlich zur Folge, dass hier vielfach noch versteckte Risiken in den Büchern stecken

3) Goldman Sachs befürwortet das Fair Value-Prinzip, d,h., dass die derzeitigen Bilanzierungsregeln vorschreiben, Wertpapiere und Kredite zu den jeweiligen Marktpreisen anzusetzen.

4) Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer des deutschen Bankenverbandes, befürwortet ebenso wie die schwedischen Banken das Fair Value-Prinzip, wünscht sich aber ein Stück weit mehr Flexibilität.

Schlussendlich kommt dann das Handelblatt zu einer, m.E. sehr fragwürdigen Wertung, welche dann auch ganz im Sinne Libudas ist:

„Goldman handelt jedoch nicht aus hehren Gründen. Ein Abrücken von der Fair Value-Option brächte deutliche Nachteile mit sich. Ähnlich wie manche Konkurrenten hat Goldman nämlich zuletzt eigene Verbindlichkeiten aufgewertet und so Sondererträge in im dreistelligen Millionenbereich eingefahren“

Sorry liebes Handelsblatt und werter Libuda, die Flanke ist hier eindeutig zu kurz geraten, denn es wird nur eine Seite der Medaille beleuchtet. Denn das Fair Value-Prinzip bedeutet ja nicht nur die Aufwertung eigener Verbindlichkeiten, die Abwertung von eigenen Assets ist hier nämlich die erwähnenswerte Kehrseite.

Desweiteren sind die Begriffe ITraxx, Termingeschäfte, usw. in dem Handelblatt-Artikel überhaupt nicht aufgetaucht. Das sind, wie bereits schon angeführt, deine Schauergeschichten, die du bei dem Hass, den du gegen Goldman Sachs hervorbringst wahrscheinlich so dringend benötigst wie die Luft zum Atmen.
Vielen Dank! Ihr Beitrag wird gerade eingefügt.

Zurück ins Forum!
Antworten
Libuda:

Stöffen verdreht die Sachverhalte

 
10.07.08 15:15
denn in meinem Posting habe ich das Handelsblatt nur an einer Stelle zitiert. In meinem Zitat aus dem Handelsblatt steht nichts über den iTraxx, von dem Stöffen gar nichts versteht und mit ihm auch logischerweise auch nicht umgehen kann. Von dem gibt es mehrere Versionen, je nachdem auf welche Anleihemasse Bezug genommen wird. Der von mir zitierte iTraxx zeigt aber, dass die Weltuntergangslügen von Goldman Sachs kurze Beine haben. Div von mir zitierte Variante des Index hatte ihren Höhepuunkt im Frühjahr mit 160, das heißt, dass die Absicherung von 10 Millionen Anleihen 160.000 kostet. Gestern lagen wir auf dem Höhepunkt des Weltuntergangsgeschreis von Goldman Sachs bei 112, also kosten 10 Millionen Absicherung nur noch 112.000 (auch wenn das mehr sind als das zwischenzeitliche Tief von 80.000). Fakt ist nun auch, dass es seit ca. zwei Jahren einen Produkt gibt, mit dem man auf einen Anstieg des iTraxx wetten kann - genau das haben Goldman Sachs, die Deutsche Bank und auch einige Hedge Fonds gemacht. Goldman Sachs hat also ein gezieltes Interesse an wirtschaftlichen Unsicherheit, deshalb der Klamauk und auch der Versuch über ein Hochjubeln des Ölpreises die gewünschten Unsicherheiten zu produzieren. Die Kursgewinne, die bei dem Terminkontrakt, der auf ein Anstiegen des iTraxx setzt, bei Goldman Sachs entstanden sind, hat man nun mit anderweitigen Abschreibungen verrechnet. Das führt aber in die Sackgasse, wenn wie geschehen, der iTraxx steigt, ohne dass man schon aus der Positition herausgekommen ist, was ohne massive Kursbewegungen nicht möglich ist.

Inzwischen hat die Welt die Manipulationen von Goldman Sachs durchschaut und in der Realwirtschaft ist von einer echten Rezession nichts zu spüren.  
Antworten
Libuda:

Wie verlogen die Argumentation von Goldman

2
11.07.08 11:53
Sachs, die von mit der Materie nicht Vertrauten nachgebetet wird, zeigen die obigen Ausführung von Stöffen, der da eine Stelle aus dem Handelsblatt-Artikel anführt:

"Goldman Sachs befürwortet das Fair Value-Prinzip, d,h., dass die derzeitigen Bilanzierungsregeln vorschreiben, Wertpapiere und Kredite zu den jeweiligen Marktpreisen anzusetzen."


Mit dem Begriff "Fair Value" soll hier suggeriert werden, dass ein richtiger Preis verwendet würde, wenn man die jeweiligen sogenannten "Marktpreise" nehme. Ihr erinnert Euch sicher an mein Beispiel oben mit dem Kredit Eurer Sparkasse um die Ecke an Eurer Gemüsehändler um die Ecke. Nehmen wir an, der hat sich 50.000 Euro geliehen. Seit über 100 Jahren wurde der - und zwar überaus bewährt - wie folgt in der Sparkassenbilanz angesetzt. Zunächst einmal wurde nachgeforscht, ob es einen konkreten Anlass gibt, dass der Gemüsehändler seinen Kredit nicht zurückbezahlen kann. War der vorhanden, wurde die nach der geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeit eine auf den einzelnen Kredit bezogene Wertberichtigung (Einzelwertberichtigung) gebildet. Wurde kein konkreter Anlass für eine nicht mögliche Rückzahlung gefunden, setzte die zweite Stufe ein: Anhand der Ausfälle der jeweils letzten fünf Jahre wurde für alle nicht einzelwertberichtigten Kredite ein zusätzlicher pauschaler Abschreibungssatz festgelegt: Für 2008 werden also die Kreditausfälle in 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 addiert und zu der Summe aus den nicht einzelwertberichtigten Kreditbeträgen vom 31.12.2002, 31.12.2003, 31.12.2004, 31.12.2005 und 31.12.2006 in Beziehung gesetzt. Der so ermittelte Prozentsatz wird von nicht schon einzelwertberichtigten Krediten in 2008 pauschal abgeschrieben (deshalb: Pauschalwertberichtigúngen). Wenn es jetzt nach Golman Sachs geht, wird dieses System abgeschafft und durch einen Marktpreis für den Kredit der Sparkasse an den Gemüsehändler ersetzt. Da aber logischerweise kein Marktpreis existiert, kommt jetzt ein Ersatzinstrument zum Zuge, z.B. ein am Markt gehandelter Gemüsehändlerkreditpreisindex, der von Woche zu Woche stark schwankt und von Goldman natürlich nicht, wie sie mit Ehrenwort versictern (um ein paar weitere kriminelle Lügen sind sie nicht verlegen), beeinflusst wird.

Das gleiche Spielchen läuft momentan in vielen anderen Bereichen. Für viele Kreditprodukte gibt und kann es nie Marktpreise geben, trotzdem werden ihnen obskure Werte von irgendwelchen obskuren Indices, in denen massiv gezockt wird und die z.B innerhelb von zwei drei Monaten um 50% ändern können oder gar mehr, übergestülpt. Glücklicherweise beginnt sich die Europäer und auch die restliche Welt gegen diesen Goldman-Sachs-Schwachsinn, der zu extrem falschen Bewertungen führt, zu wehren.

Und nach den Einzelwertberichtigungen und den Pauschalwertberichtigungen kommt jetzt noch eine dritte Verteidigungsline zum Auffangen ins Spiel, um die es im Grunde genommen geht: das Eigenkapital. Wie jeder Buchführungsanfänger weiss bietet ausreichendes Eigenkapital Schutz vor eventuell anfallenden Verlusten. Das Problem ist nun aber, dass eine hohe Eigenkapitalquote zu einer Reduzierung der Eigenkapitalrentabilität führt. Und da liegt der Hase begraben. Die Investmentbängster haben diese Eigenkapitalrentabilität in den letzten Jahren massiv gesteigert, aber nicht durch Leistung, sondern durch die Erhöhung des Verschuldungsgrads. Das ging, wie das letzte Jahr zeigt, zu Lasten der Stabilität. Daher ist - auch wenn über die nächsten Jahre verteilt - eine Erhöhung der Eigenkapitalquoten der Banken zu fordern. Und genau das will Goldman Sachs verhindern - denn das reduziert die Eigenkapitalrentabilität und jetzt kommt der entscheidende Punkt: die Gehälter der Investmentbängster, die daran gekoppelt sind. Und mit dem Geschwätz von der marktnahen Bewertung soll diese Erhöhung des Eigenkapitaleinsatzes verhindert werden. Wir werden also belogen, dass es Instrumente geben würde, mit denen man Risiken immer verhindern könne. Das ist gelogen - und daher muss mehr Eigenkapital als Schutz vor Risiken her.
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Libuda:

Im Gegensatz zu Goldman Sachs

 
11.07.08 23:23
die ihre Hoherbewertungen ihre Papiere korrigieren müssen, die aus der Spekulation gegen Indices wie den iTraxx entstanden sind, werden in den nächsten Quartalen viele Banken fette außerordentliche Gewinne einstrichen, die aus der Korrektur der zu hohen unsinnigen Abschreibungen, die sich an unsinnigen von Goldman Sachs manipulierten Indices orientierten, entstehen werden.

Die unanständigen, dreisten und meines Erachtens auch kriminellen Lügen von Goldman Sachs können diess Prozess nur für sehr kurze Zeit aufhalten.
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Libuda:

Bernanke und Paulson haben die Schnauze

 
12.07.08 11:31
von den Bängstern auch voll - und haben vorgeschlagen, was Libuda schon seit Jahren und lange vor der Finanzkrise forderte: mehr Regelierung. Das ist insbesondere für Paulson sehr bemerkenswert, denn der kommt von Goldman Sachs. Auch haben die beiden erkannt, dass es wichtig ist, den Investmentbängstern keine Vorzüge, z.B. bei der Eigenkapitalunterlegung und vor allem bei der Kontrolle zuzugestehen. Auch für die Kontrolle der Investmentbängster soll in Zukunft die Fed zuständig sein und nicht mehr die SEC, deren herausragendstes Merkmal ist, dass sie viele wichtige Dinge überhaupt nicht kontrolliert. Die Ursache dafür ist simpel, während die FED von der US-Regierung doch weitgehend unabhängig ist, bekommt die SEC ihre Weisungen von den Bush-Kriegern, die in ihrer durch nichts zu übertreffenden Verbohrheit davon ausgehen, dass sich alles von selbst regelt und das Prinzip "Chaos" auch bei der SEC einführten. Wie wir alle wissen, funktioniert aber Marktwirtschaft nur dann, wenn gute Rahmenbedingungen gesetzt werden. Seit der letzten Krise wissen wir, dass Investmentbängster in ihrer unendlichen Geilheit bei der Maximierung ihres persönlichen Einkommens falsche Schwerpunkte bei den Risiken setzen - also muss es strengere Rahmenbedingungen geben, welche Risiken eingegangen werden dürfen. Damit die Gewinne nicht von den Investmentbängstern eingestrichen werden und die Verluste von den Steuerzahlern, von Lieschen Müller und Joe Sixpack also, gezahlt werden müssen.
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Libuda:

US-Finanzkultur=Abzockerkultur für Goldman Sachs

2
12.07.08 19:35
Unter der Überschrift "Anfang vom Ende eine (Alb)Traums" kann man in der neuesten Wirtschaftswoche folgenden Kommentar lesen:

"Die EU-Finanzminister wollen die Ersteller von internationalen Finanzregeln stärker überwachen. Das ist gut so, weil damit der Einfluss der USA auf die Märkte beschnitten wird.

Lange hat es gedauert, doch werden Europas Politiker endlich wach. Die Finanzminister der EU wollen die Macht des Internationalen Accounting Standard Boards (IASB) beschneiden, es zukünftig stärker überwachen und fordern mehr Transparenz ein. Das IASB verordnet für Unternehmen in mehr als 100 Ländern die Bilanzregeln IFRS, so auch für Deutschland. Skurril war daran schon immer, dass es sich dabei um eine private Veranstaltung handelt. Das IASB hat sich seit seiner Gründung 1973 schon immer als Einfallstor amerikanischer Finanzkultur und Finanzlogik gedient, die aus der Praxis heraus ständig weiterentwickelt wird, in der Realität aber - siehe Finanzkrise - häufig versagt."

Dass Goldman Sach bei dieser Weiteretnwicklung der amerikanischen Finanzversagerkultur seine Finger immer ganz kräftig im Spiel hatte, wurde ja jetzt in den lezten Tagen mit dem Austritt aus dem Bankenverband klar, der nicht mehr so die Bilanzen fälschen wollte, wie das Goldman Sachs gerne gehabt hätte. Denn ein Merkmal dieser amerikanischen Finanzversagerkultur ist, dass da laufend im fliegenden Galopp die Pferde gewechselt werten, statt auf die Kontinuität der Bilanzierung zu achten - wahrscheinlich in dem Tempo, wie es Goldman Sachs entsprechend seiner Positionierung seiner Handelabteilungen braucht. So hängen die angeblichen Schieflagen der beiden großen US-Hypothekenfinanzierer zwar hauptsächlich mit den Problemen auf dem US-Häusermarkt zusammen, aber auch damit dass man wieder einmal im fliegenden Galopp andenkt die Bilanzierungspraxis in bestimmten für die Hypothekenfinanzierer wichtigen Punkten zu ändern.

Wer da wohl seine Finger im Spiel hat? Meint Ihr nicht auch, dass das jemand sein könnte, der gerne den iTraxx statt bei 112 wieder bei 160 hätte wie einst im März. Wahrscheinlich ein Schelm, der Böses dabei denkt.  
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nopanic:

Libuda lass dich auswechseln,

2
12.07.08 20:43
das spiel wird immer härter.das grundproblem der zukunft wird nicht die finanzkrise sein,sondern die preiserhöhungen der rohstoffländer wie rußland und opec-staaten.die nachfrage ist da,warum sollten sie nochmals mit dem preis runter.selbst in einer rezession wird die derzeitige öl und gasabnahme gesichert sein.no chance.es wird keine großen zwischenerholungen mehr geben.warum,ganz einfach,weil's jeder merkt und der kapitalismus duch seine gier sich selber beerdigt.ok ein bißchen übertrieben.ich bin spekulant mit geduld und war früher oberbulle,aber momentan brummt in meinem bauch der bär.the times they are a changing.
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Libuda:

Du äffst die Märchen von Goldman Sachs und

 
12.07.08 22:32

anderer Märchenerzähler nach, die den Leute auf Ohr binden wollen, dass wir hier eine Planwirtschaft haben.  Preise können immer nur kurzfristig gemacht werden, selbst von Goldman Sachs, und danach setzen sich die Kräfte von Angebot und Nachfrage durch. Die Nachfrage ist im wesentlichen durch Billiarden von Anlagegeldern entstanden, die  in die Rohstoffmärkte geströmt sind - mit den entsprechenden Reaktionen wie bei den Tulpenzwiebeln in Holland und Aktien wie Intershop und ähnlichem Grobzeug auf dem Neuen Markt oder Verzockeraktien wie Commerce One an der Nasdaq, Das Rohstoffangebot (einschließlich der Substitute) wird sich ausweiten - hoffentlich nicht so stark wie nach den Fantastereien des Club of Rome vor fast 40 Jahren. Denn dann würde der Schweinezyklus, der wegen sinkender Rohstoffpreise in den Entwicklungsländern Millionen Menschen umgebracht hat,  neu beginnen. Positiv an diesen Überinvestitionen könnte aber  wie damals bei den Überinvestitionen ins Internet sein, dass wir Quantensprunge im Energie- und Materailsektor erleben (schon jetzt sind große Windkraftanlagen beim momentant Gaspreis den vielen angeblich so günstigen Gaskraftwerken haushoch überlegen und deshalb investieren dort auch Frimen wie Blackrock massiv), die den für die Aktienkursentwicklung wichtigen Produktiviätsfortschritt noch weiter antreiben, als wir ihn viel höher als im Durchschnitt der letzten 50 Jahre momentan schon ehr erleben.

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Libuda:

Eigentlich geht es hier in diesem Thred

 
13.07.08 00:20
umd eine Sachdiskussion. Und daher macht es meines Erachtens keinen Sinn, wenn Poster wie nopanic und andere, die momentan jetzt einmalig zufällig Puts in ihrem Depot haben, Grußadressen an ihre Mitzocker von Goldman Sachs ablassen, ohne Argumente zum eigentlichen Sachthema zu äussern.
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Libuda:

Nach den neuesten Untersuchungen über die Zukunft

 
13.07.08 14:21
der Kreditinstitute muss man Investmentbanking sehr viel tiefer hängen als es in der Vergangenheit tönte - unter 5% soll dieses Betätigungsfeld ausmachen, der Löwenanteil Vermögensverwaltung. Umso absurder ist, dass Goldman Sacht dem gesamten Bereich der Kreditinstitute sein market-to-market-Modell überstülpen will, obwohl es durchgehend Marktpreise vielleicht bei den Assets einiger Investmentbanken gibt, aber niemals bei den Kreditinstituten allgemein.

Im Börsen-Kommentar von Christof Schürmann in der letzten Wirtschaftswoche heißt es zu dem Schwachsinnsmodell von Goldman Sachs, das mutwillig überall drübergestült werden soll, wo es nicht passt: "Unter dem Deckmantel vermeintlicher Transparenz müssen mittelständische Unternehmen plötzlich Bilanzierungsmethoden anwenden, die zu Scheingewinnen oder -verlusten führen und ihre echte Ertragssituation verschleiern. Nicht ausgeschlossen ist, dass der Verstoß der EU den (Alb-)Traum von einem einheitlichen weltweiten Bilanzstandard (Anmerkung: nach Gutsherrenart von Goldman Sachs verordnet) beenden wird. Denn die ständigen und enormen Veränderungen der Bilanzregeln in den vergangenen Jahren (Anmerkung: wie es eben der Gutsherr gerade brauchte) haben zu einem Chaos geführt, wie es seinesgleich sucht."
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Stöffen:

Ich verstehe deine Aufregung immer noch nicht

 
13.07.08 15:12
und es geht wahrscheinlich manch anderem hier auch so. Denn wie bei vielen Argumenten gegen das Fair-Value-Prinzip werden in dieser hier nebensächlichen Diskussion zu den Bilanzierungsregeln die tatsächlichen Gründe für die Finanzkrise ausgeblendet. Und DAS ist der hier eigentlich springende Punkt. Aber im Ausblenden hast du ja 'ne Menge Erfahrung.

Da übt die Bankenlobby richtig schön Druck auf die Regulierungsbehörden aus, um ihren ganzen Schrott mit einer „Alice-im-Wunderland-Bilanzierung” aufzuhübschen, und du klatscht da noch Beifall und pöbelst gegen Goldman, eigentlich völlig unverständlich:
“Jungens, das mit diesem fair value geht uns aber jetzt wirklich zunehmend auf den Sack, seht mal zu, dass Ihr da was unternehmt!”. Oder etwas weniger salopp steht dort genau das als Forderung, nämlich die Abkehr vom “fairen Wert” und die Rückkehr zu den “Historischen Anschaffungskosten” für derlei illiquiden Finanzschrott, wie ABS, CDOs und dergleichen.

Und aufgepasst, jetzt kommt Libudas großer Traum vom großen Tischlein-deck-dich-Spiel der stillen Reserven:

Was könnte passieren, wenn man von “mark-to-model” abrücken sollte? Und die wahrscheinliche Antwort lautet: zu ANSCHAFFUNGSKOSTEN. Nota bene, wohl evtl. vermindert um etwaige eingetretene Wertberichtigungen für Kreditausfälle und dergleichen, aber keineswegs auch nur annähernd zu tagesaktuellen “Marktpreisen”. Und wäre dem tatsächlich so, dann hätten alle Banken wohl in besagten “Level 3″-Assets plötzlich gehörige “stille Reserven”, die man, je nach Gusto der Aufsichtsbehörden, gewinnwirksam oder -neutral auflösen lassen könnte.

Die Banken, die noch schnell den maximalen Betrag nach Level 3 geschaufelt haben, stünden dann mit ihrem nach wie vor illiquiden Schrott natürlich wieder sehr gut da.

Und genau hier hat Goldman Sachs natürlich clevererweise angesetzt

“The proposals are extraordinary,” a Goldman official said on Thursday.
“This is Alice-in-Wonderland accounting.”

www.ft.com/cms/s/0/fe3ae802-2857-11dd-8f1e-000077b07658.html
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relaxed:

Man kann Libuda auch einmal etwas recht geben:

 
13.07.08 15:31
Das "Fair-Value" Prinzip ist manipulierbar, gerade in illiquiden Märkten, und die Goldmänner sind "Meister" darin. Bedeutet jedoch nicht, dass es nicht etwas "belastbarer" ist als das, was man bislang hat.  
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Libuda:

Das Wort "Fair-Value-Prinzip"

 
13.07.08 15:34
ist schlichte Volksverdummung und Stöffen plappert das, da ohne jedwegliche Sachkenntnis von der nicht ganz einfachen Materie, einfach nach. Weiter oben hatte ich das ja schon einmal ausgeführt.

Mit dem Begriff "Fair Value" soll hier suggeriert werden, dass ein richtiger Preis verwendet würde, wenn man die jeweiligen sogenannten "Marktpreise" nehme. Ihr erinnert Euch sicher an mein Beispiel oben mit dem Kredit Eurer Sparkasse um die Ecke an Eurer Gemüsehändler um die Ecke. Nehmen wir an, der hat sich 50.000 Euro geliehen. Seit über 100 Jahren wurde der - und zwar überaus bewährt - wie folgt in der Sparkassenbilanz angesetzt. Zunächst einmal wurde nachgeforscht, ob es einen konkreten Anlass gibt, dass der Gemüsehändler seinen Kredit nicht zurückbezahlen kann. War der vorhanden, wurde die nach der geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeit eine auf den einzelnen Kredit bezogene Wertberichtigung (Einzelwertberichtigung) gebildet. Wurde kein konkreter Anlass für eine nicht mögliche Rückzahlung gefunden, setzte die zweite Stufe ein: Anhand der Ausfälle der jeweils letzten fünf Jahre wurde für alle nicht einzelwertberichtigten Kredite ein zusätzlicher pauschaler Abschreibungssatz festgelegt: Für 2008 werden also die Kreditausfälle in 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 addiert und zu der Summe aus den nicht einzelwertberichtigten Kreditbeträgen vom 31.12.2002, 31.12.2003, 31.12.2004, 31.12.2005 und 31.12.2006 in Beziehung gesetzt. Der so ermittelte Prozentsatz wird von nicht schon einzelwertberichtigten Krediten in 2008 pauschal abgeschrieben (deshalb: Pauschalwertberichtigúngen. Wenn es jetzt nach Golman Sachs geht, wird dieses System abgeschafft und durch einen Marktpreis für den Kredit der Sparkasse an den Gemüsehändler ersetzt. Da aber logischerweise kein Marktpreis existiert, kommt jetzt ein Ersatzinstrument zum Zuge, z.B. ein am Markt gehandelter Gemüsehändlerkreditpreisindex, der von Woche zu Woche stark schwankt und von Goldman natürlich nicht, wie sie mit Ehrenwort versichern (um ein paar weitere kriminelle Lügen sind sie nicht verlegen), beeinflusst wird. Stöffen hat nicht kapiertund kann es wegen vermutlicher fehlender Sachkenntnisse auch nicht, dass die Bilanzen der Kreditinstitute überwiegend Werte enthalten, die nicht an Märkten bewertet werden, sondern z.B. nach den von mir über Jahrzehnte bewährten und in abgewandelter Form über Jahrhunderte bewährten Methoden.
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Stöffen:

Oder mal andersherum

 
13.07.08 15:41
Werter Libuda, du darfst ja jeden Tag den „Fair Value“ deiner Internet Capital Group-Aktien in deinem Depot bewundern. Selbstverständlich erscheint dir da der momentane Kurs als viel zu niedrig angesetzt.

Also rufst du kurzentschlossen deinen Broker an und sagst diesem, dass die Bewertungsregeln für deine Shares jetzt mal kurzfristig geändert werden müssten, denn ICGE sei ja eigentlich der Top-Inkubator in seinem Sektor und mit einer Kursverdreifachung sei innerhalb der nächsten 12 Monate zu rechnen. Dementsprechend sei hier die Kursbewertung zu ändern.

Dein Broker wird dich wahrscheinlich dann fragen, ob du einen an der Waffel hast ;-)))
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Libuda:

Strukturfaschisten ist ein Ausdruck

 
13.07.08 15:57
der einmal von Theo Sommer in der ZEIT vor ca. 25-30 Jahren für Leute erfunden hat, die allen anderen ihre Strukturvorstellungen aufzwingen wollen, die ihnen Vorteile bringen, aber den Sachverhalten nicht angemessen sind und der Allgemeinheit schaden.

Lange Zeit hat sich die ganze Welt in Sachen Finanzkultur von derartigen Strukturfaschisten gängeln lassen. Aber es scheint so, dass Welt jetzt die Schnauze voll hat von den Finanzstrukturfaschisten, die dann beleidigt aus Verbänden austreten, wenn sie ihren Strukturfaschismus nicht mehr durchsetzen können.

Damit will ich den übermäßigen Risikoappetit der Bängster im allgemeinen nicht verteidigten, niemand hat wohl über Jahre diese Truppe, wie sich jetzt im nachhinein zu recht herausstellt, so hart attackiert wie Libuda, aber es ist kriminell in das von den Bängstern aus Eigenkaptialrenditegeilheit, die Gehälter nach oben trieb, geschaffene Feuer noch unberechtigerweise Öl zu gießen, wie das Goldman Sachs als kaltem Kalkül macht. Es geht eben unter Bängstern zu wie im Schweinestall: Bekanntlich fressen sich kranke Schweine auch gegenseitig die Schwänze ab. Wenn dadurch auch das Wohl der Allgemeinheit auf dem Spiel steht, sollte sich der Staat nicht scheuen, sich auch mit der größten Sau anzulegen und sie notfalls auch zu schlachten.
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meistermind:

Die Problematik

 
13.07.08 15:59
kann nicht so einfach gelöst werden, da es sowohl Argumente für als Gegen Bilanzierung von Marktwerten gibt. Vorteil von Marktwerten: sie entsprechen dem tatsächlich erlösbaren Geldbetrag.

Andersherum sind Marktwerte oftmas sehr schwankend. Diese Schwankungen sind oftmals irrational und auch durch reine Spekulation angefeuert.

Durch eine durchgehende Bilanzierung von Marktwerten, wie sie im Fair Value Ansatz, der IAS vorgeschlagen werden, werden die an den Märkten vorhandene Schwankungen noch mit in die Bilanzen der Firmen getragen, was wiederum die Gesamtschwankung verstärkt.

Da Beispielsweise während der I-Net Blase 2000 viele Firmen die aktuellen Börsennotierungen an Beteiligungen bilanziert haben, wurden dadurch die Bilanzen aufgehübscht, was zu steigeden Gewinnen führt und dann wiederum zu einer Vergrößerung der Blase.

Ähnliches Gilt jetzt für die Bilanzierung von Krediten. Der Wert von Krediten ist gesunken, von daher müssen die Banken ihre Bilanzen korrigieren, was ihre Gewinne schmälert. Das wiederum drückt den Markt und so weiter....

Gerade das angloamerikanische Finanzverständnis unterstützt die Bildung von Blasen und Auf- und Abwärtsspiralen. Dieses System ist nützlich für die Börsen selbst und für die Investmentbanker.

Eine vorsichtige Bilanzierung wie sie im HGB vorgesehen ist, wo Marktwerte allerdings auch herangezogen werden können, ist meines Erachtens immer noch der beste Schutz gegen das entstehen von derartigen Mechanismen.

Leider haben die US ihre Bilanzierungsvorstellungen weltweit durchgesetzt. Wenn die Welt insbesondere die USA nach HGB bilanzieren würden, wäre die Finanzkrise garnicht erst entstanden.

Der Nutznießer Blasen und irrationalen Spiraen sind Spekulanten, die auch hier im Board genügend vorhanden sind. Zu Lasten der Investoren.  
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Stöffen:

Das Problem besteht doch darin

 
13.07.08 16:04
dass die IFRS-Regeln bei ihrer Einführung sehr hoch gelobt und allseits akzeptiert worden sind und nun unverständlichweise jetzt hier Aufweichungen und Änderungen vorgenommen werden sollen.
Und das nur, weil die Banken die Karre gegen die Wand gefahren haben und nun lauthals jammern und du im Prinzip diesem Gejammere auf dem Leim gehst.
Tricksen bis der Notarzt kommt. Nope.
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Libuda:

Weitgehend Zustimmung Meistermind

 
13.07.08 16:14
wie erleben ja momentan, dass sich weltweiter Widerstand bildet, der die Bilanzierung nicht den Interessen von Zockern überlassen will. Man kann inzwischen sogar sagen, dass bei den Banken die Trennlinie zwischen Goldman Sachs und dem Rest der Welt verläuft. Und daher habe ich so harte Worte wie Terroristen in Nadelstreifen und Finanzstrukturfaschisten verwendet.
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Libuda:

Besonders amüsiert mich bei Stöffen

2
13.07.08 16:25
die Formulierung "IFRS-Regeln bei ihrer Einführung sehr hoch gelobt und allseits akzeptiert". Dass das ausgerechnet Stöffen schreibt, der mit Unternehmen wie Commerce One und ähnlichem Schrott in 2000 sein Vermögen versenkt hat, ist schon sehr verwunderlich, haben diese Schrottunternehmen doch die Möglichkeiten des IFRS genutzt um Anlegern wie Stöffen den letzten Cent aus der Tasche zu leiern. Die Anhänglichkeit von Stöffen für Postings von Libuda hängt übrigen damit zusammen, dass Libuda damals postete: Verkauft den Schrott. Zufälligerweise (ich bin schließlich kein Hellseher) stürtzen sofort ab - und seit dieser Zeit folgt mir eine "treue" Commerce One-Gemeinde mit dem Obertreusten Stöffen wie dem Rattenfänger von Hameln.
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Libuda:

Besonders amüsiert mich bei Stöffen

 
13.07.08 16:29
die Formulierung "IFRS-Regeln bei ihrer Einführung sehr hoch gelobt und allseits akzeptiert". Dass das ausgerechnet Stöffen schreibt, der mit Unternehmen wie Commerce One und ähnlichem Schrott in 2000 sein Vermögen versenkt hat, ist schon sehr verwunderlich, haben diese Schrottunternehmen doch die Möglichkeiten des IFRS genutzt um Anlegern wie Stöffen den letzten Cent aus der Tasche zu leiern. Die Anhänglichkeit von Stöffen für Postings von Libuda hängt übrigen damit zusammen, dass Libuda damals postete: Verkauft den Schrott. Zufälligerweise (ich bin schließlich kein Hellseher) stürtzen sofort ab - und seit dieser Zeit folgt mir eine "treue" Commerce One-Gemeinde mit dem besonders treuen Stöffen wie dem Rattenfänger von Hameln.

Nicht auszuschließen ist, dass Stöffen damals den Schrott kaufte, weil er ihm von Abby Cohen von Goldman Sachs empfohlen wurde. Die waren auch damals schon "voll" im Einsatz.
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Stöffen:

Du kannst es ruhig dreimal posten

 
13.07.08 16:41
der Wahrheitsgehalt nimmt dadurch nicht automatisch zu ;-)))
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meistermind:

jetzt kackt euch hier doch nicht an

3
13.07.08 18:34
wie die kleinen kinder. Die Lage ist ernst - aber sehr interessant - eine sachliche Diskussion hilft bei der Investitionsentscheidung.

Nochmals zu der Einführung von IFRS: Als Daimler sich damals an der New Yorker Börse notieren lassen wollte haben die alles versucht um eine Bilanzierung nach HGB zu nutzen (selbst der Kanzler war mit dabei). Hat alles nichts gebracht. Obwohl in der Wissenschaft die Kritik an IFRS überwiegt, musste man sich in Zeiten der Globalisierung nach den AMIS richten.

Man sollte mal Schmalenbach und Moxter lesen und sich mit den GoB beschäftigen. Ein Kaufmann sollte immer vorsichtig bilanzieren.

Etwas ähnliches passiert übrigens im Bildungssystem. Wir deutschen sind aufgrund eines internationalen Druck von unserem - eigentlich besserem System - auf batchelor und Master umgeschwenkt.  
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Libuda:

Wir sollten allerdings die Bilanzierung nach HGB

 
13.07.08 22:28
nicht zu sehr verklären, die im wesentlichen das Ziel hatte, die Kreditgeber zu schützen. Wir sollten deshalb den guten Adolf Moxter in der Flasche lassen, denn obwohl es schon fast 40 Jahre her ist, kann ich mich nicht erinnern, von ihm irgendwas zu dem Thema gehört zu haben, dass man nicht nur die Kreditgeber, sondern auch die Kapitaleignr schüzten mussen. Ein Anleger hat schon ein Interesse an einer zeitnahen Bewertung, wie es IAS vorsah bzw. IFRS vorsieht - allerdings nicht an den Pervertierungen der letzten Zeit. Die Frage ist, wer für diese Pervertierungen zuständig ist. Und da stößt man doch auf sehr Sonderbares zum International Accounting Standard Boards, das die IFRS fabriziert. In der letzten Wirschaftswoche wurde das wie folgt beschrieben wurde: "Skurill daran war schon immer, dass es sich dabei um eine private Veranstaltung handelt, finanziert vor allem von großen Banken, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und den Top-Industrieunternehmen." Wer von diesen drei Gruppen in der letzten Zeit das Sagen hatte, dürfte wohl klar sein, denn eigentlich ist ja gegen eine zeitnahe Bewertung von Assets nichts einzuwenden. Zeitnah heißt aber nicht, dass man für Assets ohne Marktpreise - und die dominieren nun einmal in Firmenbilanzen und auch in den Bilanzen von normalen Kreditinstituten - krampfhaft nach Marktpreisen sucht, die es nicht gibt, und bewährte Bewertungsmethoden wie z.B. die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, wie sie deutsche Kreditinstitute auf ihre Kredite vornehmen, durch Mondpreise eines von Goldman Sachs manipulierten Index ersetzt, der mit diesen Kredit so wenig zu tun hat, wie die schon einmal von mir zitierte Kuh mit dem Kräppelbacken. Und so ähnlich ist es auch bei vielen strukturierten Krediten ohne Marktpreise gelaufen, die mit 50% abgeschrieben wuruden, weil unsinnigerweise herangezogene manipulierte Indices es zum Bewertungsstichtag so verlangten (nur kurze Zeit später hatte sich dann dieser Index schon um 50% geändert, z.B. fiel der itraxxEurope vom März bis Mai von 160 auf 80), obwohl vermutlich, was momentan noch niemand weiss, vielleicht noch nicht einmal 10% ausfallen.

Das Problem von Goldman Sachs ist nun, dass da etwas eingetreten ist, was sie anders erhofft haben. Goldman Sachs hat gegen Indices wie den iTraxx gewettet und war bei einem Stand von 160 mit dieser Wette dick im Plus und hat diesen kurzfristigen Wettgewinn als Gewinn bilanziert. Das Problem ist, dass man nun von diesen Wettpositionen runterkommen muss (denn momentan stehen wir bei diesem Index selbst nach großem Weltuntergangsgetöse von Goldman Sach nur bei 112), wobei ich vielleicht erklären sollte, was 160 und 112 bedeutet: Auf dem Höhepunkt der Krise musste man für einen Kredit von 10 Millionen einen Versicherungsprämie von 160.000 pro Jahr bezahlen, jetzt nur noch 112.000. Von diesen Positionen hätte Goldman Sachs runterkommen können, wenn sie als Gegengeschäft (Hedging) von den anderen Banken entsprechende risikobelastete Assets verkauft bekommen hättne. Fast alle diese Banken mit risikobehafteten Assets haben aber nicht auch ein Stück an Goldman Sachs und ähnlich spekulierende Hedge Funds verkauft, sondern fast all die Assets behalten und auf diese Assets Abschreibungen getätigt, selbst wenn die wesentlich höher waren als die Verluste beim Verkauf. Was daraus in den nächsten Monaten und Jahren folgt, wenn die Kreditrückzahlungen abgerechnet werden, kann sich jeder, der mit dieser Materie auf nur einigermaßen vertraut ist, leicht ausrechenen: gigantische außerordentliche Gewinne, die nicht weit von den momentanen Abschreibungen entfernt sind. Die Banken auf der Gegenseite von Goldman Sachs wissen schon, warum sie Goldman Sachs nicht mit dem Verkauf dieser Risikoaktiva, die viel zu hoch abgeschrieben wurde, füttern.

Und sollten jetzt auch im zweiten Quartal noch einmal Abschreibungen folgen - was soll's. Dann sind eben die außerordentlichen Erträge in den nächsten Monaten und Jahren entsprechend höher.
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Libuda:

Da kann die SEC gleich bei Goldman Sachs

 
13.07.08 22:53
anfangen. Aber Ihr könnt sicher sein, dass es bei der von Bushkriegern und Goldman Sachs unterwanderten SEC läuft wie schon seit Jahrhunderten auch: Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.

SEC opens probe to prevent spread of false info
Sunday July 13, 3:22 pm ET
By Jeannine Aversa, AP Economics Writer  
SEC opens probe to prevent spread of false information that manipulates stocks


WASHINGTON (AP) -- The Securities and Exchange Commission said Sunday it is immediately opening a probe to prevent the spread of false information used to manipulate securities prices.
SEC Chairman Christopher Cox said the investigation is aimed at "ensuring that investors continue to get reliable, accurate information about public companies in the marketplace."

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The probe comes amid a new bout of turmoil that has gripped investors. Questions have been swirling about the financial health of mortgage giants Fannie Mae and Freddie Mac as well as Lehman Brothers Holdings Inc.

Earlier this year, a run on Bear Stearns pushed the investment bank to the brink of bankruptcy and into a takeover by JPMorgan Chase. Bear officials blamed market rumors for the run.

The investigation will be conducted by the SEC's Office of Compliance Inspections and Examinations as well as the Financial Industry Regulatory Authority and New York Stock Exchange Regulation Inc.

Cox said the probe will provide an opportunity to make sure brokers and investment advisers have "appropriate training for their employees and sturdy controls in place to prevent intentionally false information from harming investors."

By law, brokers and investment advisers must have procedures in place to prevent market manipulation and other violations. Investigators will focus on such procedures, or controls, and whether "they are reasonably designed to prevent the intentional creation or spreading of false information intended to affect securities prices or other potentially manipulative conduct," the agency said.

The probe is separate from SEC's investigations, already under way, into alleged intentional manipulation of securities prices through "rumor-mongering and abusive short selling," the agency said in a statement.



Antworten
meistermind:

Bilanzierung ist

 
13.07.08 23:10
nimals eine gute Informationsquelle für den Kapitalmarkt. Auch eine nach Vair-Value Prinzipien erstellte Bilanz bringt für den Kapitalanleger keinen Mehrwert. Die aktuellen Marktwerte der Assets in der Bilanz kann er ja selbst am Markt ablesen.

Informationen über den Marktwert des Eigenkapitals können - theoretisch fundiert zumindest - nur über Prognose der zukünftigen Cash Flows (oder auch unter Berücksichtung der Kapitalkosten auch Gewinne nach Lücke-Theorem) generiert werden.

Das Ziel des Gläubigerschutzes ist in der Tat im HGB priorisiert. Aber es ist doch genau das was jetzt fehlt! Somit kann die Pleite des einen zu Dominoeffekten führen, wie jetzt in den USA erlebt.

Ich empfehle hierzu Kahle, Holger: Internationale Rechnungslegung un ihre Auswirkung auf Handels- und Steuerbilanz

Ein überaus weites und interessantes Feld
Antworten
Libuda:

Da liegst Du falsch

 
13.07.08 23:34
natürlich ist ein richtiges Betriebsergebnis die wichtigste Information, die wir benötigen - denn das ist die Grundlage für die Ermittlung des KGV's. Kein außenstehender Analyst kann ein HGB-Ergebnis vernünftig aufarbeiten.

Und logischerweise ist auch der Cash Flow falsch, wenn das Betriebsergebnis falsch ist, wenn z.B Stille Reserven verborgen werden. Denn es ist eine Legende, dass in einem solchen Fall der Cash Flow ein besseres Ergebnis bringt, denn die Unterbewertung dieser Assets ist weder in Abschreibungen noch in den Zuführungen zu den Langfristigen Rückstellungen, den beiden weiteren Komponenten des Cash Flows neben dem Betriebsergebnis, enthalten.

Überhaupt ist die Cash Flow-Manie in der heutigen Welt lächerlich. Bei den großen Firmen, die sich immer mehr zu Systemköpfen wandeln, spielen Abschreibungen keine große Rolle mehr - die finden in den Vorstufen bei den Vorlieferanten statt. Schwachsinn sind deshalb auch Vergleiche, wie sie z.B. der schwachsinnigste deutsche Börsenkommentar, der Verfasser der Spalte "Kapital" in der FTD, von sich gibt: Der behauptet nämlich fast jeden Tag, die niedrigen KGV's seien bedeutungslos, denn das Kurs-Cash-Fow-Verhältis der DAX-Werte oder von großen US-Indices liege nachwievor nicht niedriger als früher. Technologiefirmen haben eben kaum noch etwas zum abschreiben und selbst Autokonzerne schrauben nur noch zusammen. Kamem früher auf 100 Euro Gewinn vielleicht 300 Euro Abschreibungen, so ist das Verhältnis heute vielleicht 100 Euro Gewinn zu 150 Euro Abschreibungen - dass dadurch das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis höher ausfällt dürfte bis auf dem Verfasser der Spalte Kapital und vielleicht Stöffen wohl fast jedem einleuchten.
Antworten
meistermind:

Folgendes:

 
14.07.08 00:35
1. Was an der Börse interessiert sind die zukünftigen Cash-Flows oder Gewinne. Eine Bilanz gibt nur das an, was in der Vergangenheit passiert ist (Auch IAS). KGV Rechnungen werden zwar oft gemacht. Man geht aber hier (implizit) davon aus, dass die zukünftigen Gewinne ebenso ausfallen. Wenn eine Firma jetzt ein KGV von 4 hat und zukünftig nur Verluste macht ist ihr wert null. Deswegen hat der KGV nur eine begrenzte Aussagekraft.



2. Gewinne und Cash Flows können, unter berücksichtigung gewissen Prinzipien, umgerechnet werden. Schau mal unter Lücke-Theorem nach, ein weiteres Deutsches Accounting Genie. Das Theorem besagt, daß über die Totalperiode, der Barwert der Zahlungsströme gleich dem Kapitalwert der um die Kapitalkosten reduzierten Gewinne(Verluste) ist. Über längere Zeit können die Cash-Flows und die Gewinne also nicht voneinander Divergieren. Über einige wenige Teilperioden betrachtet schon. Von daher muss man den Kommentar aus Kapital genauer unter die Lupe nehmen.

Von daher ist es auch egal ob du - über länger Zeiträume gesehen - mit Cash Flows oder mit Gewinnen rechnest. Aufwand und Ertrag stellen Periodisieren(Verschieben) nur Aus- und Einzahlungen

Du musst dir halt anschauen was die Firma tatsächlich für Geschäftsvorfälle getätig hat und dich vorallem  Fragen, was passiert in der Zukunft. Dies kannst du auf Basis von Gewinnen oder auch von Cash-Flows tun, ist total egal. Grundlage sind allerdings immer die tatsächlich stattfindenden Ein- und Auszahlungen.

Aber auch das wussten schon unsere Großväter.

Antworten
meistermind:

Beispiel

 
14.07.08 00:48
a) Gewinn nach Abschreibung 100 Euro,
Abschreibungen waren 300 Euro. Das heißt Ergebniss vor Abschreibungen war 400 Euro. Wenn man davon ausgeht, daß es ansonsten nur ertragsrelevante einzahlungen und Aufwandsrelevante Auszhalungen gegben hat (also keine Aufwände ohne Auszahlunge, wie zum Beispiel durch Rückstellungen, oder Auszahlungen ohne Aufwand wie der Kauf und die Aktivierung einer neuen Maschine ) sind diese 200 Euro der Cash Flow

b) Gewinn nach Abschreibung 100 Euro, Abschreibungen 150 => Cash Flow = 250 Euro

es kann nur das abgeschrieben werden, was irgndwann in der Bilanz aktiviert wurde. Aktivieren bedeutet Auszahlungen sind nicht Aufwandsrelevant. D.h. Gewinn wird höher als Cash Flow. Wer also nichts mehr zum Abschreiben hat, hatte auch nichts mehr zum Aktivieren. Also nähern sich Cash Flow und Gewinn an.  
Antworten
meistermind:

Wenn also die Cash Flows im Dax

 
14.07.08 01:18
weniger gewachsen sind wie die Gewinne, so kann das folgende Ursachen haben.

1. Die Firmen tätigen verstärkt Investitionen ins Anlagevermögen und Umlaufvermögen
  Diese Verringern den Cash Flow jetzt, sind aber durch die Aktivierung Aufwandsneutral
  und verringern somit nicht den Gewinn
2. Die Firmn haben massiv Forderungen aus LL aufgebaut, die zwar als Ertrag verbucht  
  aber noch nicht in der Kasse sind.

Ob diese sachverhalte zutreffen kann ich nicht wirklich beurteilen, halte dies aber für unwarscheinlich.
Antworten
Libuda:

Lass die Leser mit Deinen langatmigen

 
14.07.08 09:19
nichtssagenden Worthülsen in Ruhe und komme statt zu schwafeln auf den Punkt und verschone uns mit jedem bekannten Weisheiten, Mistermind.

Fakt ist, dass zumindest die großen Unternehmen heute weniger anlageintensiv sind und folglich dadurch im Vergleich zu früher weniger abzuschreiben haben, was einen historischen Vergleich zwischen einem Kurs-Cash-Flow-Verhältnis von vor 20 Jahren und heute wenig sinnvoll macht.

Das ist alles - dazu braucht es keiner langatmigen Ergüsse.
Antworten
asdf:

hahaha

 
14.07.08 09:33
Antworten
Libuda:

Steckt den New Yorker Senator in den Knast

 
14.07.08 09:39
Auch einem Senator sollte bekannt sein, wie ein Bank funktioniert. Auch die beste Bank kracht trotz komfortabler Eigenkapitalausstattung zusammen (und andere Unternehmen auch), wenn es gelingt, das Gerücht zu etablieren, dass die nicht mehr zahlungsfähig seien - dann haben wir nämlich das Phänomen einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung. Wenn das Lieschen Müller oder Joe Sixpack oder Stöffen hier auf dem Board tun, ist das so egal, als ob in China ein Sach Reis umfällt, wenn das aber ein New Yorker Senator oder ein Deutsche Bank-Vorstand namens Breuer tun, ist das etwas anderes. Und daher gehört meines Erachtens der New Yorker Senator in den Knast und über den Breuer haben die deutschen Gerichte ja schon zu Gericht gesessen und sitzen wohl auch noch weiter. Das, was Goldman Sachs oder noch intensiver so mancher Hedgefund tut, ist allerdings nich sehr weit von dem, was der New Yorker Senator tat entfernt - und Motive sind noch mieser: Während der Senator nur publicitygeil ist, fällt das Verhalten von Goldman Sachs und mancher Hedge-Funds unter den Begriff der Leichenfledderei, wobei man noch vorher versucht die Leichen zu produzieren.

Bankenkollaps wirft Schatten
08:31 14.07.08

Nun ist es also soweit. Die Hypothekenkrise hat ihr erstes großes Opfer gefordert. Die amerikanische Spar- und Hypothekenbank Indy-Mac ist zusammengebrochen. Indy Mac  war eine der größten unabhängigen Hypothekenfinanzierer nach Countrywide Financial. Indy-Mac hatte sog. Alt-A Darlehen, bei denen häufig auf einen Vermögens- oder Einkommensnachweis verzichtet wird, ausgereicht. Dieser Kollaps ist der erste größere in der Bankenwelt seit 1984.

Auslöser der Misere war die Aussage des New Yorker Senator Charles Schumer, der in unverantwortlicher Manier über die Möglichkeit eines Zusammenbruches der Bank spekuliert hat. Daraufhin rannten die Bankkunden Indy-Mac die Bude ein. Den Vorwurf der für die Sparkassen zuständigen Aufsichtsbehörde OTS (=Office of Thrift Supervision) an den Senator mit seinen unvorsichtigen Äußerungen den Zusammenbruch herbeigeredet zu haben, konterte dieser mit der offensichtlich unzulänglich wahrgenommenen Aufsicht der Behörde in der Vergangenheit.

Als Mitgliedsbank des Einlagensicherungsfonds FDIC (=Federal Deposit Insurance Corporation) sind je Kunde von Indy Mac 100.000 Dollar gesichert. Die FDIC schätzt dass der Zusammenbruch etwa 4 bis 8 Mrd. Dollar des sich auf 53 Milliarden Dollar belaufenden Sicherungsfonds kosten wird.

Dieser Zusammenbruch und die Gerüchte um die mögliche Zahlungsunfähigkeit von Freddie Mac und Fannie Mae hatten am Wochenende die amerikanische Bundesbank und das amerikanische Finanzministerium auf den Plan gerufen. Schließlich besitzen bzw. garantieren Freddie und Fannie zusammen ca. 5,2 Billionen Dollar an Eigenheim-Hypotheken, was ca. die Hälfte aller vergebenen Hypotheken im Markt ausmacht.

In einer eilig einberaumten Krisensitzung wurde die Lage sondiert und schließlich mitgeteilt, dass die Behörden sich hinter die beiden Hypothekenfinanzierer stellen werden. Das US- Finanzministerium hat versichert, dass sie sich die Erlaubnis einholen wird, um „jeder Gesellschaft, die es nötig hat, Kapital zukommen zu lassen“. Der Orignaltext lautete: „…if needed to ensure they have sufficient capital to continue to serve their mission”. Schließlich gibt es weitere 12 regionale sog. Federal Home Loan Banks die eine Erweiterung ihrer Kreditlinien benötigen.

Das kurzfristige Handeln der US-Behörden war notwendig geworden, da man rechtzeitig zu Börseneröffnung in Tokyo ein Signal der Sicherheit und des Vertrauens in den Markt geben wollte, um so einen möglichen Einbruch der weltweiten Börsen, ausgehend von der japanischen Börse zu verhindern.

Die eröffnete - wie aufgrund der Hilfsaktion der amerikanischen Notenbank Fed erwartet – zunächst positiv. Gegen Ende des Börsenhandels drehte sich der Nikkei jedoch mit -0,23 % leicht ins Minus. D.h., dass die Botschaft bei den Anlegern gehört wurde und angekommen ist.

Obwohl die Situation, insbesondere der reinen Hypothekenfinanzierer sehr ernst ist und mit dem Zusammenbruch weiterer kleinerer Hypothekenbank gerechnet werden muss, so wird die umgehende Reaktion der Bundesbank und des Finanzministeriums zunächst die Lage entschärfen. Allerdings lassen diese Vorkommnisse erahnen, welche Verwerfungen derzeit auf dem amerikanischen Immobilienmarkt für Eigenheime stattfinden und wie schwer die Finanzbranche angeschlagen ist.

Grund zur Panik ist dennoch nicht gegeben. Wer wie Indy-Mac in so unverantwortlicher Weise Darlehen vergibt, scheidet zu Recht aus dem Markt aus. Da gibt es kein Pardon. Man sollte die IKB Deutsche Industriebank AG, wo nach wie vor Steuergelder verbrannt werden, gleich hinterherwerfen.

Eines zeigt die gesamte Krise deutlich. Wir müssen die gesamte Bankenwelt stärker an die Kandare nehmen. Die Funktion der Geldversorgung in den Volkswirtschaften ist einfach zu wichtig, als dass wir sie Menschen überlassen, die nur dem kurzfristigen Profit hinterherlaufen. Es ist an der Zeit, dass sich die klügsten Leute in den verschiedenen Ländern zusammentun und entsprechende Regelungen einfallen lassen.

Meines Erachtens ist ein erster Schritt die Haftung der Bankenvorstände drastisch zu erhöhen. Und zwar so, dass bevor eine D&O Versicherung greift, das Gesamt-Privatvermögen der Bankenvorstände eingezogen werden kann. Statt sie mit hohen Abfindungen in den Ruhestand zu schicken. Sie können sicher sein, dass die Damen und Herren dann etwas vorsichtiger mit ihren Entscheidungen wären, wenn sie mit ihrem eigenen Vermögen gerade stehen müßten.

Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen.

Ihr Norbert Lohrke
Antworten
asdf:

eine bank hat nie eine "komfortable EK Ausstattung

 
14.07.08 09:45
diese bank war wahrscheinlich auch schon vor dieser äußerung bankrott
Antworten
Enna:

Es ist Wahlkampf in USA

 
14.07.08 09:51
Sen. Schumer defends comments on IndyMac collapse

AP
Sen. Schumer defends comments on IndyMac collapse
Sunday July 13, 4:27 pm ET
By Stephen Bernard, AP Business Writer
Schumer: IndyMac's failure result of lax regulation, not his recent letter about bank's woes

NEW YORK (AP) -- Sen. Charles Schumer on Sunday defended himself against claims by regulators that he was partially to blame for a run on IndyMac Bancorp Inc. that led to the bank's takeover by the government Friday.

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At a news conference Sunday, the New York Democrat deflected blame cast upon him by regulators for causing a run on the bank that saw depositors withdraw more than $1.3 billion during the 11 days after Schumer released a letter about the possible risks of IndyMac failing.

"The regulator here was asleep at the switch," Schumer said. "The administration is doing what they always do, blaming the fire on the person who called 9-1-1."

Schumer noted his letter in late June provided "no new revelations" about IndyMac, and instead pointed out the bank's problems had been building for years.

On Friday, the Office of Thrift Supervision transferred control of IndyMac to the Federal Deposit Insurance Corp. because it did not think the lender could meet its depositors' demands.

IndyMac is the largest regulated thrift to fail and the second largest financial institution to close in U.S. history, regulators said after taking control of the bank.

As of March 31, IndyMac had $19.06 billion in total deposits.

Regulators pinned part of IndyMac's recent problems on Schumer's June 26 letter causing alarm with depositors, leading to the run on the bank that that essentially sapped it of the liquidity needed to continue functioning properly.

During the housing boom earlier in the decade, IndyMac was one of the largest lenders of alt-A loans -- mortgages given to customers with minor credit trouble or that did not have the proper documentation to receive a traditional, prime loan.

Schumer was quick to point out Sunday that IndyMac is an outlier among banks because it was heavily involved in originating riskier mortgages than traditional community and regional banks.

Defaults among alt-A mortgages, like many other nontraditional loans, rapidly increased over the past year, forcing banks like IndyMac to set aside more money to cover defaults.

It also made it difficult for IndyMac to sell pools of mortgages -- known as mortgage-backed securities -- because investors shied away from bonds backed by the troubled loans. That left IndyMac searching for new ways to generate capital to continue operations, as it relied heavily on the mortgage securities market to raise funds.

The bank is scheduled to reopen Monday as IndyMac Federal Bank, FSB, under the oversight of the FDIC.

The FDIC estimates its takeover of IndyMac will cost between $4 billion and $8 billion.

The FDIC set up a help page and hotline for IndyMac customers with questions regarding their deposits.

AP Radio Correspondent Julie Walker in New York contributed to this report.



Interessanterweise hat Schumer nicht die schlafenden Aufsichtsbehörden geweckt, sondern die Öffentlichkeit - es ist Wahlkampf,
The poor complain, they always do,
But that's just idle chatter
Our system brings reward to all

- At least to all that matter!

Globalization - zit. nach chomsky
Antworten
Libuda:

Man sollte nur über Dinge schreiben

 
14.07.08 09:54
von denen man auch etwas versteht, denn oft ist Reden Blech und Schweigen Gold.
Antworten
Enna:

Government pledges support for Fannie, Freddie;

 
14.07.08 09:58
AP
Government not expected to help more companies
Monday July 14, 12:49 am ET
By Joe Bel Bruno and Stephen Bernard, AP Business Writers
Government pledges support for Fannie, Freddie; but banks, brokerages might be left to founder

biz.yahoo.com/ap/080714/credit_crisis_new_phase.html
The poor complain, they always do,
But that's just idle chatter
Our system brings reward to all

- At least to all that matter!

Globalization - zit. nach chomsky
Antworten
Libuda:

Was soll da ein Problem sein?

 
14.07.08 10:33
Die Notenbank macht jetzt das, was ich schon immer für bankrotte Banken vorgeschlagen habe, pleite gehen lassen und die Notenbank bzw. die Einlagensicherungen übernehmen nach der Pleite die Bank und wickeln ab. Das war auch, was ich für die IKB hier auf diesem Board immer wieder gefordert habe.

Worries about financial companies failing intensified after a run on IndyMac Bancorp Inc. led to the bank's takeover by the government on Friday. It wasn't the Treasury or Fed helping to keep IndyMac in business, but a transfer of control to the Federal Deposit Insurance Corp. -- which backs deposits on all the nation's banks.

Das hat den Vorteil, dass die Aktionäre der Pleitebanken alles bis auf den letzten Cent verlieren. In Zukunft wird man also Hasardeuren besser auf die Finger schauen. Und was noch viel wichtiger ist, ist dass die Hasardeure ihre Pensionen verlieren. Es ist zum Beispiel ein Skandal, dass die bei der IKB Geschassten immer noch dicke Gehälter und Pensionen bekommen. Meines Wissens stehen hier Schadensprozesse noch aus bzw. die änderen Krähen hacken den anderen kein Auge aus und wollen die ganze Geschichte vertuschen und begraben, obwohl außer dem Sozialhilfesatz für die Verantwortlichen von der IKB nichts übrig bleiben sollte. Eigentlich sollte diejenigen, die den Bundesbürgern 8 Milliarden Euro gestohlen haben (womit man sicher jedem Kind in Deutschland für mehr als ein Jahr einen Krippenplatz hätte finanzieren können) auch bis an ihr Lebensende 12 Stunden täglich Steine kopfen.
Antworten
daxcrash2000:

Seht interessanter Artikel von den Goldseiten

 
14.07.08 11:18
www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7675
Antworten
meistermind:

du hast den Zusammenhang immer noch nicht

 
14.07.08 16:11
verstanden. Wenn du willst ekläre ich dir das nochmal genauer. Aber dafür musst du erst einmal lernen dich vernünftig zu benehmen.

Ich glaube, daß du Talent hast und durchaus zu vernünftigen Beiträgen in der Lage ist... Du musst halt nur noch an dir arbeiten.

jetzt aber schluss mit dem Kinderquatsch hier....  
Antworten
Libuda:

Ich gehe davon aus, dass

 
15.07.08 11:06
Goldman Sachs einen Kinderschüler eingekauft hat oder einen PR-Mitarbeiter hier als Kinderschüler auftreten lässt, der mit vielen Nonsense-Postings wichtige Informationen über Goldman Sachs zu verstecken versucht.
Antworten
Libuda:

Im Kampf gegen den Terrorismus nicht auf die SEC

 
15.07.08 11:24
setzen, denn die von Bushkriegern und Investmentbängstern völlig unterwandert. Alles was die tun ist extrem halbherzig und ausschließlich davon bestimmt, dass man sie nicht wegen mangelnder Erfüllung ihrer Aufgaben bzw. Rechtsbeugung nicht vor den Kadi zerrt.

Deshalb wird das auch halb so schlimm werden wie angekündigt:

"SEC opens probe to prevent spread of false info
Sunday July 13, 3:22 pm ET
By Jeannine Aversa, AP Economics Writer  
SEC opens probe to prevent spread of false information that manipulates stocks


WASHINGTON (AP) -- The Securities and Exchange Commission said Sunday it is immediately opening a probe to prevent the spread of false information used to manipulate securities prices.
SEC Chairman Christopher Cox said the investigation is aimed at "ensuring that investors continue to get reliable, accurate information about public companies in the marketplace."

Dabei wäre alles ganze einfach: Wer ab bestimmten Größenordnungen handelt, hat das Maul zu halten. Das sollte übrigens auch für Hedge-Funds gelten, die übrigens (Heucnelei im Quadrat) von der obigen Untersuchung der SEC nicht betroffen sind. Wer hätte das bei dem vielen Schmiergeld, das die einsetzen, auch anders erwarten können. Goldman Sachs macht das anders, die kaufen in rund um den Globus Ex-Politiker ein. Hier sollte man sich einmal überlegen, wie man die Verbindungen dieser Ex-Poliker zu den Noch-Politiker kappt, um unständige Ferkeleien zu unterbinden. Zum Beispiel könnten die gekauften Politiker mittels Gesetz gezwungen werden ein im Internet für alle zugängiges "Fahrtenbuch" über jeden Kontakt mit einem Noch-Politiker zu führen. Ihr haltet das für übertrieben? Ich nicht, überlegt einmal, was der Normalbürger alles machen muss.
Antworten
Depothalbierer:

na toll, merkelst du es nicht?

 
15.07.08 11:27
der krampf gegen die echten terroristen geht schon vollkommen in die hose, weil die einfach nix zu verlieren haben.

was passiert nun im krampf gegen die "börsenterroristen"

richtig,nichts!

die börse ist dazu da, daß viele kleine ihr geld da reinwerfen und wenige große es sich wieder rausholen.

da hilft dir kein bafin und andere kaspervereine wie sec o.ä. ...
Antworten
Libuda:

sagte Klein-Erna

 
15.07.08 12:26
und war zufrieden mit ihrer Welt.
Antworten
Libuda:

Welt wehrt sich gegen Finanzkriminelle

 
15.07.08 22:49

gegenüber denen Laden ein Waisenknabe ist und die von unseren Lemmingen des Weltuntergangs hier auf dem Board glühend verehrt werden. Die Perversion ist meines Erachtens in der Finanzgeschichte einmalig und vor allem, dass die noch nicht in Guantanomo sind und man die dort Einsitzenden noch nicht éntlassen hat. Denn dass sind im Vergleich zu den Finanzkriminellen harmlose Jungelchen. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Welt doch aufrafft und die kriminelle Geldwechsler aus ihren Tempeln und nach Guantanomo jagt - das soll ja alle 2000 Jahren einmal vorkommen.


Wall Streeter
Wanted - dead or alive!
von Jens Korte
Die Wall Street erinnert in diesen Tagen an den Wilden Westen. "Werft sie ins Gefängnis!" Diese Forderung stammt von keinem Geringeren als von Jamie Dimon. Der Chef von JP Morgan Chase, der als nüchterner Pragmatiker gilt, ließ sich von Charlie Rose, dem Biolek Amerikas, interviewen.
Dimon appellierte in dem TV-Gespräch an die Börsenaufsicht SEC. Sie solle die Schuldigen des Bear-Stearns-Kollaps ausfindig machen und hinter Gitter bringen. Die Schuldigen? Ja, die Leute, die die Gerüchte über Liquiditätsengpässe bei Bear bewusst gestreut haben sollen.

Der Chef der zweitgrößten US-Bank ist nicht gerade für Verfolgungswahn bekannt. Dimon ist auch nicht der Einzige, der eine Art Verschwörung wittert. "Ich will den Shorts wehtun. Das ist mein Ziel", hatte vor einigen Wochen Richard Fuld, der Chef von Lehman Brothers, gesagt. Lehman wird schon seit Monaten als nächster Abschusskandidat einiger Hedge-Fonds gehandelt. Erst in dieser Woche brach die Aktie der viertgrößten US-Investmentbank erneut im zweistelligen Bereich ein. Rund 70 Prozent hat der Broker in diesem Jahr bereits an Wert verloren.

Wurde Bear Stearns zur Strecke gebracht? Dieser Frage geht Bryan Burrough in einem heiß diskutierten Artikel in der jüngsten Ausgabe von "Vanity Fair" nach. Burrough hatte mit seinem Buch "Barbarians at the Gate" Anfang der 90er-Jahre an der Wall Street Ruhm erlangt. Damals ging es um Beteiligungsgesellschaften, die heutigen Heuschrecken. Jetzt hat sich Burrough mit zahlreichen Bear-Stearns-Insidern unterhalten. Und die Indizien verdichten sich, dass Bear Stearns Gerüchtestreuern zum Opfer gefallen ist. Hedge-Fonds, die bekanntlich aktiv als Shortseller unterwegs sind? Oder der Konkurrent Goldman Sachs? Oder womöglich ein Mitarbeiter der Deutschen Bank, der vormals bei Bear angestellt war? Oder Reporter des Börsensenders CNBC, die eine lockere Hand am Abzug hatten? Selbst SEC-Chef Christopher Cox räumte ein, dass Bear über einen Mangel an Vertrauen und nicht an Kapital gestolpert ist. Jetzt wird also der Kopf der Verschwörer gefordert. Denn die Finanzgemeinde hat Angst, dass sich Ähnliches wiederholen könnte. Gerüchte um Kapitalbedarf des Hypothekenfinanzierers Freddie Mac haben die Aktie binnen zwei Tagen die Hälfte ihres Werts gekostet.

Jens Korte schreibt als Wall-Street-Korrespondent für die FTD.

Diskutieren Sie verschiedene Themen in der FTD-Debatte
Antworten
Libuda:

Ein Gerücht ist es meines Erachtens allerdings

 
15.07.08 23:22
dass die von Goldman Sachs den Ex-Chef von der Deutschen Bank, den Breuer, verpflichen wollen, weil der auch so gut Gerüchte in die Welt setzen kann.
Antworten
Depothalbierer:

tja,64 zeigt, daß jetzt ein paar große opfer

 
15.07.08 23:32
ihres eigenen schweine-systems geworden sind.

schon scheiße, wenn man nicht von den gerüchten profitieren kann und auf der falschen seite sitzt.

hoffentlich passiert sowas noch sehr häufig, denn nur lds funktioniert.

die tatsache, daß jetzt auf die bösen shorter geschimpft wird, zeigt nur, daß es weiterabwärts gehen wird, ein paar kräftige zwischenerholungen (hoffentlich) nicht ausgeschlossen...



Antworten
Libuda:

Den Terroristen geht es jetzt an den Kragen

 
16.07.08 14:55
Goldman questioned on Bear, Lehman share fall: report
Wednesday July 16, 5:36 am ET


(Reuters) - Goldman Sachs (NYSE:GS - News) has been questioned by chiefs of rivals Bear Stearns Cos and Lehman Brothers (NYSE:LEH - News) about speculation that the securities firm had a role in putting pressure on their firms' stocks, the Wall Street Journal said on Wednesday citing people familiar with their talk.
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Alan Schwartz, who headed Bear Stearns when it collapsed in March, has asked Goldman CEO Lloyd Blankfein whether there was any truth to talk that in the days preceding Bear Stearns's fall, traders in Goldman's London office manipulated the struggling firm's stock, the paper said.

Lehman Brothers CEO Richard Fuld Jr., whose firm's shares also have been battered, has also spoken with Blankfein. The Lehman chief also contacted traders he felt may have been bad-mouthing his stock, the paper said.

Spreading rumors one knows to be false with the intention of manipulating a public company's price is illegal.

The U.S. Securities and Exchange Commission has been investigating whether investors have looked to profit by spreading rumors to push down Lehman and Bear shares.

Goldman, which strongly denied wrongdoing, never altered its terms for doing business with Bear even as lenders pulled their financing and some trading partners retreated during the troubled securities firm's struggles in early March, the paper said citing a Goldman spokesman.

Earlier this year, JPMorgan Chase & Co (NYSE:JPM - News) acquired Bear Stearns for a fire-sale price, after the latter collapsed under the weight of the credit crisis and suffered the equivalent of a bank run.

In the weeks before Bear reached its initial deal to sell itself, Goldman Sachs International, which encompasses the firm's European trading units, was one of the most-active parties in trading securities known as credit default swaps that it had bought from or sold to Bear, the paper said citing trading documents involved in a regulatory probe into the collapse.

The documents show that a handful of other prominent firms cut their exposures to Bear Stearns, including Chicago hedge fund Citadel Investment Group and New York hedge fund Paulson & Co., which is run by a Bear Stearns alumnus.

Goldman, Lehman, Citadel and Paulson could not be immediately reached for comment.

Antworten
Libuda:

FBI liest offensichtlich bei Libuda mit

 
17.07.08 12:56
denn da konntet Ihr schon seit Monaten lesen, dass die Krise von den kriminellen von SEC tolerierten Bängstern mit ihrer extremen Geilheit, das eigene Gehalt zu maximieren und dabei unsinnige Risiken für die Arbeitgeber (nicht für sich selber) einzugehen, ausgelöst wurde, dann aber die Superbängster die Krise nutzten, um mit noch kriminelleren Methoden eines draufzusetzen. Da helfen nur viele Jahre Knast und die Sauställe gnadenlos ausmisten.

Die Krise wird zum Krimi
Erschienen am 17. Juli 2008 | Spiegel Online
Kriminalfall Finanzkrise - das FBI ermittelt (Foto: Reuters)  
Die US-Kreditkrise entwickelt sich immer mehr zum Kriminalfall. Jetzt hat die Justiz Betrugsermittlungen aufgenommen. Im Fadenkreuz stehen nicht nur Einzeltäter, sondern auch große Investmentbanken. Sie sollen das Chaos absichtlich mitverursacht haben - um dann eiskalt zu profitieren. Die Geschichte der Wall Street ist immer schon auch eine Geschichte des Verbrechens gewesen. Eine Geschichte von Betrügern und bösen Buben, von Gaunern und Gangstern. Das liegt in der Natur des Geldes.

Fortune-Ranking - Die umsatzstärksten Unternehmen der Welt
Übersicht - Die weltweiten Abfindungskönige
Ratgeber - Stichworte in der Finanzkrise

Skandale ohne Ende

Ihre Namen sind Legende: Spekulant Ivan Boesky erschwindelte sich einst 200 Millionen Dollar. "Junkbond-König" Michael Milken riss mit seinen Insidergeschäften die Börsenfirma Drexel in den Bankrott. Tyco-Chef Dennis Kozlowsky stellte seinen Shareholdern einen 6000-Dollar-Duschvorhang in Rechnung. "Skandale", schrieb der geläuterte ehemalige Morgan-Stanley-Trader Frank Partnoy schon 1997 in seinem Enthüllungsbuch "Fiasko" (Untertitel: "Blut im Wasser der Wall Street"), "wird es so lange geben, wie es Banker gibt." So ist es kein Wunder, dass auch in diesen aktuellen US-Krisenzeiten unweigerlich die Frage aufkam: Wer trägt denn wirklich Schuld an dem ganzen Schlamassel? Eine Antwort, die man in den USA dieser Tage immer lauter hört ist: kriminelle Elemente!

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Die Fahnder schwärmen aus
Die Krise wird zum Krimi. Die Börsenaufsicht SEC, die Regulierungsbehörde FINRA, die New York Stock Exchange (NYSE), sogar das FBI - ein ganzes Heer von Ermittlern ist inzwischen auf der Suche nach unkoscheren Ursachen der Unbill. Ihr Verdacht: Hinter dem Chaos, das Wall Street wie Main Street (die Verbraucher) zu immer neuen Panikschüben treibt, stecken nicht nur Gier, Dummheit und Maßlosigkeit - sondern auch klar illegale Machenschaften. Es ist die am weitesten reichende Ermittlungswelle an der Wall Street seit den Fondsskandalen von 2003. Gezielt gestreute Gerüchte, anonym lancierte Falschmeldungen, böswillige Spekulationen oder ganz einfach nur Schwindeleien: Deren Hintermänner schrecken offenbar vor nichts zurück, um die Misere anzufachen - und dann davon zu profitieren. Im Fadenkreuz der Fahnder stehen sowohl Einzeltäter - etwa skrupellose Trader - als auch große, namhafte Investmentbanken.

IndyMac im Visier
Während sich vor den Filialen von IndyMac in Kalifornien also zum dritten Tag in Folge wilde Szenen abspielten, als aufgebrachte Kunden versuchten, ihre Kontoeinlagen zu retten, durchforsteten FBI-Beamte die Bücher der Bank. CNN und die Nachrichtenagentur AP meldeten, es bestehe der Verdacht, dass IndyMac seinen Klienten dubiose Darlehen verkauft habe. Der Konzern, dessen Geschäfte von der staatlichen Einlagenversicherung (FDIC) übernommen wurden, war einer der führenden Hypothekenkreditgeber des Landes.

Ermittlungen gegen 21 Firmen
Insgesamt ermittelt das FBI nach eigenen Angaben derzeit wegen Betrugsverdacht im Zusammenhang mit der Hypothekenkrise gegen 21 US-Finanzkonzerne. Konkrete Namen nennt das FBI nicht, doch mehr als 400 Personen seien seit März unter anderem wegen Bilanzbetrugs und Insiderhandels angeklagt worden. FBI-Direktor Robert Mueller hat den Schaden für die Kunden der Institute kürzlich auf mehr als eine Milliarde Dollar beziffert. Auch die Börsenaufsicht SEC zieht nun die Schrauben an. Als mitverantwortlich für die Probleme am Finanz- und Bankenmarkt hat sie anonyme Gerüchtetreiber und "Short Seller" identifiziert (Trader, die mit dem Kursverfall von Firmen ihr Geld machen) - sowie schwarze Schafe bei bekannten Wall-Street-Häusern. "Was uns besonders besorgt", sagte SEC-Chef Christopher Cox, "ist das Potential für böswillig fabrizierte Falschinformationen." Diese gezielten Börsengerüchte - gestreut von interessierten Parteien - sollten die betroffenen Firmen destabilisieren, indem sie einen Run (einen Ansturm auf deren Aktien) auslösten, unkontrollierbare Panik verursachten und die Kurse damit künstlich in den Keller trieben.

Antworten
Libuda:

Meine These von Terroristen in Nadelstreifen

 
13.08.08 19:52
die Bin Laden weit in den Schatten stellen verdichtet sich. Gestern gab es dazu einen sehr interessanten Artikel in der FAZ. Wenn Ihr in im Internet lesen wollt, müsst Ihr leider zwei Euro bezahlen:


Bear Stearns war wohl das Opfer von Spekulanten
Der Zusammenbruch der Investmentbank war kein Zufall. Darauf deuten die Käufe von Optionen im März an der CBOE hin.

New York, 11. August (Bloomberg). Der Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns begann bereits am 11. März. An diesem Tag setzten Spekulanten über Verkaufsoptionen 1,7 Millionen Dollar darauf, dass der Aktienkurs der Bank innerhalb von wenigen Tagen kräftig einbrechen werde.

F.A.Z. vom 12.08.2008 738 Wörter



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Was im Artikel steht ist nur der Einstieg und die Summe erscheint Euch sehr klein - aber die Optionen waren damals so aberwitzig billig, weil das Ereignis (der Preis von Bear Stearns zum Zeitpunkt der Übernahme) so aberwitzig schien, dass man selbst für diesen geringen Millionenbetrag aberwitzig viele Optionen erwerben konnte.

Um das Ziel zu erreichen, wurden dann unbegrenzte nicht gedeckte Leerverkaufe (in den Schlagzeilen eher als nacktes Shorten bekannt) vorgenommen, denn im Gegensatz zu gedeckten Shorten, wo man nicht mehr als die vorhandenen Aktien verkaufen kann, kann man beim nackten Shorten unbegrenzt leer verkaufen - man muss allerdings kreditwürdig sein. Daher stemmt das normalerweise auch nicht ein nackter Shorter allein, sondern es bilden sich illegale Konsorten, die im Konzert handeln (und alle Bedingungen einer kriminellen Bande bilden, für die z.B. in Deutschland das BKA und der Bundesstaatsanwalt zuständig ist). Begleitet wird das Ganze vom Streuen von unwahren Gerüchten. Immerhin gehen jetzt FBI, Staatsanwaltschaften und SEC der Sache nach, wobei man bei der SEC gewisse Zweifel am Aufklärungswillen haben muss, da die Aufklärer und die Kriminellen früher in der Regel die gleichen Arbeitgeber hatten. Sensationell ist meines Erachtens, dass Großbankenschefs den Chef von Goldman Sachs Lloyd Blankfein auffordern auf dreckige Goldman-Sachs-Finger zu achten.

Wichtig für die Stabilisierung der Finanzwelt ist, dass die Kriminellen so schnell wie möglich ausfindig gemacht werden, in den Knast kommen und die Firmen ihre Arbeitgeber dichtgemacht werden. Das wäre ein wichtiger Schritt, denn die Banken mißtrauen sich weniger untereinander, sondern wollen Sicherheit, dass Kriminellen, die wie im Fall Bear Stearns agieren, das Handwerk gelegt wird.

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Libuda:

Die Nachricht, die weltweit die Kurse exploieren

 
13.08.08 23:12
lassen würde, lautet:

"Der New Yorker Staatsanwalt Cuomo ermittelt gegen den Chef von Goldman Sachs Lloyd Blankfein."
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Libuda:

Libuda erzählte Euch das schon 6 Jahre früher

 
19.11.14 22:09
www.t-online.de/wirtschaft/jobs/...nd-banker-so-unehrlich.html
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Libuda:

Ein Zitat aus der heutigen Druckausgabe

 
20.09.19 16:20
des Handelsblattes: "Aber weil hochrenommierte Rechtsberater wie Freshfields die Cum-Ex-Geschäfte als unbedenklich stempelten, machten alle mit. So viel wird schon bei der ersten Aussage deutlich: Wenn die Rendite stimmt, fragt niemand nach ihrer Herkunft. Auch nicht, wenn es die Steuerkasse ist."

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Libuda:

Hier helfen nur Gewinnabschöpfungen der

 
20.09.19 17:57
gestohlenen Gelder, zusätzliche Strafzahlungen in mindestens doppelter Höhe der erzielten Gewinne und Knast für die Betrüger.
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