TUI im ersten Halbjahr im Minus

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TUI im ersten Halbjahr im Minus .happy end

TUI im ersten Halbjahr im Minus

 
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Donnerstag, 29.08.2002, 05:44
AUSBLICK: TUI im 1. Halbjahr mit Minus bei Umsatz und Gewinn - Billigflieger
FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim weltgrößte Touristikkonzern TUI  erwarten Analysten im ersten Halbjahr eutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn. Wie auch seine Wettbewerber hat die Gesellschaft unter der anhaltenden Reiseflaute gelitten. Doch mit Spannung erwarten Analysten vor allem Zahlen zur aktuellen Buchungslage und Details zum geplanten Einstieg der Hannoveraner in den boomenden Billigflugmarkt. TUI will an diesem Donnerstag seine Halbjahresbilanz vorlegen.

Beim Spartenergebnis rechnen von dpa-AFX befragte Unternehmensbeobachter mit 51 bis 118 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatten hier noch 347 Millionen Euro zu Buche gestanden. Das Ergebnis der Tourismussparte dürfte zwischen minus 23 und minus 40 Millionen Euro (Vorjahr: 76 Mio Euro) ausfallen.

Die Spanne der Umsatzerwartungen der Analysten liegt zwischen 8,3 und 9,69 Milliarden Euro (10,89 Mrd Euro). Beim Fehlbetrag liegt die Schätzung bei etwa 125 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte die damalige Preussag noch einen Überschuss von 134 Millionen Euro erzielt. Eine Jahresprognose hat der Konzern noch nicht gegeben. Allerdings hieß es bereits, an das Rekordergebnis des Jahres 2001 könne nicht angeknüpft werden.

BUCHUNGSLAGE IM FOKUS

Im Fokus: die derzeitige Buchungslage. TUI selbst hatte im Juni gesagt, die Buchungen im wichtigsten Markt Deutschland lägen um 12,4 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Die Analysten von Credit Suisse First Boston schrieben, das Management habe ihnen signalisiert, per Ende Juli habe der Buchungs-Rückstand hier 11,8 Prozent betragen. TUI-Konkurrent Thomas Cook hatte kürzlich für den deutschen Markt von rund 10 Prozent Minus im Vergleich zum Vorjahr gesprochen. Allerdings habe sich die Situation in den Reisemonaten Juli und August gebessert, sagten Branchenexperten.

Zudem interessiert die Experten die weitere Deinvestitionsstrategie des Branchenprimus. Auf der Hauptversammlung hatte TUI angekündigt, die profitable Energiesparte zu verkaufen. Die Frage sei auch, ob weitere Veräußerungen angepeilt würden, sagten Analysten. Aufklärung erhoffen sich die Experten von TUI darüber, wann die Beteiligung am insolventen Anlagenbauer Babcock Borsig  abschrieben wird. Nach Unternehmens-Angaben könnten sich der Abschreibebedarf auf bis zu 180 Millionen Euro summieren.

EINSTIEG IN BILLIGFLUG-MARKT

Unterdessen wird immer klarer: TUI steigt, wie angekündigt, in den Billigflugmarkt ein. Unternehmenskreisen zufolge geht der Konzern zusammen mit der Berliner Germania noch in diesem Jahr an den Start. An diesem Mittwoch soll sich der Aufsichtsrat mit dem Thema beschäftigen. Details stehen bei der Vorlage der Halbjahresbilanz auf dem Programm.

Noch müsse die genaue Ausgestaltung abgewartet werden, sagten Branchenbeobachter. "Vom Strategischen her würde ich das positiv sehen", sagte Viktor Hund von der Baden-Württembergischen Bank. "Da es derzeit aber Mode ist, in den Billigflugmarkt einzusteigen, könnte es teuer werden."/ar/mur/



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