
Wall Street Schluss: Ölpreisrückgang sorgt für festen Wochenausklang
Die US-Märkte konnten am Freitag mit deutlich festeren Notierungen ins Wochenende gehen. Besonders die Entwicklung beim Ölpreis sowie positive Unternehmensmeldungen sorgten zum Wochenschluss für gute Laune unter den Börsianern.
Im Fokus standen die am Vortag nachbörslich veröffentlichten Quartalszahlen von Dell. Der weltgrößte PC-Hersteller konnte die ohnehin bereits gesenkten Prognosen für das dritte Fiskalquartal 2006 nicht ganz erreichen und lieferte einen bescheidenen Ausblick ab, woraufhin die Aktie nachbörslich unter Druck geriet. Heute erholte sich das Papier jedoch um rund 0,9 Prozent.
Die Aktie von General Motors konnte heute ebenfalls deutliche Zugewinne verzeichnen. Hintergrund war die Einigung des weltgrößten Automobilkonzerns mit der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) über Einsparungen im Gesundheitsbereich. Wie heute bekannt wurde, hat die Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder dem im Oktober ausgehandelten Kompromiss zugestimmt, wonach GM die Aufwendungen für Gesundheit und Soziales ihrer derzeitigen und früheren Mitarbeiter senken darf.
Bei den Einzelhandelswerten erhöhten sich die Aktien von Kohl`s um rund 2,9 Prozent. Der Einzelhandelskonzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss einen deutlichen Gewinnsprung für das letzte Quartal gemeldet. Über 3 Prozent konnten auch Papiere des Online-Brokers Ameritrade zulegen, der einen merklichen Anstieg der Kundenorders im Oktober verkündete.
Der Pharmakonzern King Pharmaceuticals musste im Freitagshandel dagegen einen Kurseinbruch um mehr als 7 Prozent hinnehmen. Auslöser war die Herabstufung der Aktie durch das Investmenthaus J.P. Morgan. Die Analysten hatten die Aktie heute von "neutral" auf "underweight" herabgestuft. Als Grund hierfür wurde der gestrige Deal mit Pain Therapeutics genannt. Hierbei geht es um das Medikament Remoxy. Der Deal ist aus Analystensicht mit 400 Mio. Dollar äußerst teuer.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Freitag mit einem Plus von 0,43 Prozent bei 10.686,04 Zählern. Der NASDAQ Composite ging mit einem Plus von 0,26 Prozent auf 2.202,47 Punkte aus dem Handel.
Der weltgrößte PC-Hersteller Dell Inc. (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) gab am Donnerstag nach Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2006 bekannt. Demnach belief sich der Gewinn auf 606 Mio. Dollar bzw. 25 Cents pro Aktie, nach 846 Mio. Dollar bzw. 33 Cents pro Aktie im Vorjahr. Exklusive Sondereffekte belief sich das EPS auf 39 Cents, nach 33 Cents im Vorjahr. Analysten hatten jedoch einen Gewinn von 40 Cents pro Aktie erwartet. Der Umsatz erreichte im Berichtszeitraum 13,91 Mrd. Dollar gegenüber 12,50 Mrd. Dollar im Vorjahr. Analysten waren von Erlösen in Höhe von 14,02 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal prognostizieren Analysten ein EPS von 44 Cents bei Umsätzen von 15,05 Mrd. Dollar. Dell selbst stellt nur ein EPS von 40 bis 42 Cents bei Erlösen von 14,6 bis 15,0 Mrd. Dollar in Aussicht.
Die Private Equity-Gesellschaft Silver Lake Partners übernimmt die Serena Software Inc. (ISIN US8174921010/ WKN 919080) für insgesamt rund 1,2 Mrd. Dollar. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, erhalten die Anteilseigner im Rahmen der Transaktion 24 Dollar je Aktie in bar. Die Übernahme soll im ersten Quartal abgeschlossen werden. Außerdem gab Serena Software bekannt, dass der Gewinn im dritten Quartal bei 20 bis 21 Cents je Aktie liegen wird, wobei das um Sondereffekte bereinigte EPS bei 35 bis 36 Cents liegen soll. Beim Konzernumsatz erwartet Serena Software für das laufende Quartal einen Wert zwischen 64 und 65 Mio. Dollar. Die Analystenschätzungen für das dritte Quartal liegen bei einem EPS von 36 Cents sowie einem Umsatz von 60,8 Mio. Dollar.
Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) meldete heute, dass er mit der Daum Communications Corp. einen Vergleich erzielt hat, nachdem das südkoreanische Internet-Portal dem US-Konzern unfaire Handelspraktiken vorgeworfen hatte. Demnach hat sich Microsoft mit Daum Communications auf eine Einigung im Volumen von 30 Mio. Dollar verständigt, nachdem das asiatische Unternehmen bei der südkoreanischen Fair Trade Commission im Jahr 2001 eine Beschwerde eingelegt hatte. In dieser war Microsoft beschuldigt worden, gegen Handelsgesetze verstoßen zu haben, indem man seine Instant Messenger-Software an das Betriebssystem Windows gekoppelt hat. In 2004 hatte Daum zudem gegen Microsoft geklagt. Im Rahmen des Vergleichs zahlt Microsoft 10 Mio. Dollar in bar an Daum Communications. Zudem umfasst die Einigung weitere 10 Mio. Dollar in Form von Werbeverpflichtungen sowie 10 Mio. Dollar in Form von anderen geschäftlichen Abkommen.
Der Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) veröffentlichte am Donnerstag nach Börsenschluss die Ergebnisse für das letzte Quartal. Das Unternehmen konnte eigenen Angaben zufolge nur einen Verlust von 433 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie erzielen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch ein EPS von 21 Cents erwirtschaftet. Exklusive Sondereffekte lag das Ergebnis jedoch bei 18 Cents. Die Erlöse für die letzten drei Monate wurden wiederum mit 5,7 Mrd. Dollar angegeben, was einem Anstieg von 10 Prozent entspricht.
DER DAX
Es liegt ein technisches Kaufsignal vor solange der Markt über dem Gann Bereich bei 5086.56 bleibt. Wenn der Titel weiter steigt könnte der Gann Widerstandsbereich bei 5112.29 (93.75%) oder der Fibonacci Bereich bei 5138.02 (100.00%) schon bald getestet werden.Über diesem Bereich liegt ein wichtiger (100.00%) Gann Widerstandsbereich bei 5138.02.
- Kurzfristige Marktbeurteilung: Leicht steigend
- Mittelfristige Marktbeurteilung: Stark steigend
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Gruß Moya
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