Aktien NYSE/NASDAQ Schluss: Leichte Verluste - Warten auf Fed - Ölpreis stützt
NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch mit leichten Verlusten geschlossen. Der Dow Jones sank um 0,30 Prozent auf 10.374,48 Punkte. Der S&P-500-Index gab 0,14 Prozent auf 1.199,86 Zähler nach. Für den NASDAQ 100 ging es um 0,30 Prozent auf 1.504,11 Punkte nach unten und der Composite-Index fiel um 0,05 Prozent auf 2.068,89 Zähler. Die Indizes vollzogen in einer engen Spanne eine Berg- und Talfahrt, schlossen dann aber nahe ihrer Tagestiefs. Zu den Gewinnern zählten Technologie-Titel, Öl-Werte waren erneut schwächer als der Gesamtmarkt.
Händler begründeten die Verluste mit der abwartenden Haltung vieler Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Donnerstag. Eine Zinserhöhung um 0,25 Punkte auf 3,25 Prozent gilt als sicher, Börsianer warten aber auf Ausführungen zur US-Konjunktur und der künftigen Zinspolitik. Die Stimmung wurde Händlern zufolge durch den erneut gesunkenen Ölpreis aufgehellt, der nach der Meldung über deutlich gestiegene Lagerbestände weiter unter Druck geriet. Positiv wurde auch das US-Bruttoinlandsprodukt aufgenommen, das im ersten Quartal stärker als in der Zweitschätzung ermittelt stieg und dabei leicht über den Prognosen lag.
Einen Kurssprung machte das Papier der Versicherers American International Group (AIG)

. Am Vorabend hatte AIG für das erste Quartal hat einen höheren Umsatz und Überschuss vorgelegt. Der Nettogewinn stieg von 2,56 Milliarden auf 3,68 Milliarden Dollar. AIG hatte seine Bilanzen der vergangenen fünf Jahre neu auflegen müssen. Hintergrund waren Fehlbuchungen. Dadurch verzögerte sich die Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2005. Die AIG-Aktie gewann an der Spitze des Dow Jones 6,00 Prozent auf 58,48 Dollar.
Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen gewann die Oracle-Aktie

5,77 Prozent auf 13,57 Dollar und war zweitbester Wert im NASDAQ 100. Für das abgelaufene Geschäftsquartal hatte das Unternehmen nach GAAP 20 Cent Gewinn je Aktie vorgelegt. Bereinigt betrug das Plus jedoch 26 Cent je Anteilsschein und übertraf damit die allgemeine Markterwartung. Analysten hatten hier im Durchschnitt mit 23 Cent gerechnet.
Öl-Werte entwickelten sich erneut schwächer als der Markt. Exxon Mobil

war einer der schlechtesten Werte im Dow Jones und fiel um 1,10 Prozent auf 58,44 Dollar. ConocoPhillips

sanken um 0,57 Prozent auf 57,77 Dollar, ChevronTexaco

büßten 0,42 Prozent auf 56,76 Dollar ein.
Nach einer Heraufstufung durch Morgan Stanley kletterte die Aktie des Telekomzulieferers Motorola

um 0,98 Prozent auf 18,53 Dollar. Die Investmentbank hatte den Titel von "Equal-Weight" auf "Overweight" herauf gestuft und den Schritt mit einem steigenden Endgeräteabsatz in China und Westeuropa begründet. Es sei zu erwarten, dass Motorola in China drei Prozent und in Westeuropa rund zwei Prozent Marktanteil hinzu gewinnen werde.
Aktien von Millennium Pharmaceuticals

legten um 8,17 Prozent auf 9,80 Dollar zu und waren damit Spitzenreiter im NASDAQ 100. Das Unternehmen teilte mit, dass Deborah Dunsire Chefin (CEO) von Millennium wird. Sie übernehme das Amt am 1. August und sei damit Nachfolgerin von Mark Levin. Dunsire leitet den Angaben zufolge das nordamerikanische Onkologie-Geschäft von Novartis Pharmaceuticals./fs/sb
Quelle: dpa-AFX