Die US-Börsen konnten am vorletzten Handelstag am Ende doch noch überzeugen, nachdem sie am Mittag uneinheitlich notiert hatten. Der Dow Jones gewann knapp 1 Prozent auf 10.643 Punkte hinzu, die NASDAQ konnte ebenfalls deutlich zulegen. Der Technologie-Index gewann 0,88 Prozent auf 2.194 Zähler hinzu.
Neben wichtigen Quartalszahlen sorgten zahlreiche Konjunkturdaten für reichlich Gesprächsstoff. Unter anderem veröffentlichte das US-Handelsministerium Daten zum Handelsbilanzdefizit im September 2005, welches mit 66,1 Mrd. Dollar deutlich höher als erwartet ausfiel. Der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan fiel hingegen leicht besser als prognostiziert aus.
Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors Corp. (GM) (ISIN
US3704421052/ WKN
850000) gab bekannt, dass er seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2001 korrigieren wird, da sie um rund 300 bis 400 Mio. Dollar zu hoch ausgewiesen worden sind. Wie der US-Konzern erklärte, haben Bilanzierungsfehler dazu geführt, dass der Nettogewinn aus dem laufenden Geschäft um 25 bis 35 Prozent zu hoch ausgewiesen wurde. Die Feststellung erfolgte im Rahmen einer internen Untersuchung hinsichtlich Lieferantenkredite und deren Erfassung in der Bilanz in den Jahren 2000 bis 2005. Den Angaben zufolge wurden einige Lieferantenkredite fälschlicherweise im Jahr ihrer Vergabe als Erträge verbucht und nicht in späteren Perioden, denen sie zuzurechnen gewesen wären. Möglicherweise wird man auch weitere Ergebnisse nach 2001 neu darlegen müssen, sollten sich ähnliche Fehler finden, so GM weiter.
Der Internet-Medienkonzern Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) ist aus dem Bieterwettstreit um eine Beteiligung an der America Online Inc. (AOL), der Internet-Sparte des US-Medienkonzerns Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629), ausgestiegen. Dies berichtet das "Wall Street Journal" heute. Der Zeitung zufolge, die sich auf einen Konzernsprecher beruft, hätten sich zwar Yahoo-CEO Terry Semel und Time Warner-Chairman Richard Parsons Ende Oktober getroffen, jedoch habe man seit der Überreichung der Modalitäten einer möglichen Transaktion eine solche nicht mehr in Betracht gezogen.
Die Monster Worldwide Inc. (ISIN
US6117421072/ WKN
484840), die Muttergesellschaft des Karriereportals Monster.com, meldete am Mittwoch, dass sie beabsichtigt, innerhalb
ie, nach 324 Mio. Dollar bzw. 36 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Nettogewinn ging von 531 Mio. Dollar auf 435 Mio. Dollar zurück. Der Umsatz erhöhte sich um 11,9 Prozent auf 12,21 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 44 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 12,21 Mrd. Dollar gerechnet. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 1,08 Dollar bei Erlösen von 16,88 Mrd. Dollar in Aussicht.
Gruß Moya 