6 US-Cent fehlen – Barrick verliert in der Spitze fast 6 Milliarden US-Dollar Börsenwert

Markus Weingran Markus Weingran
Markus Weingran Markus Weingran
Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

 | 
aufrufe Aufrufe: 2145
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Barrick trifft die Erwartungen nicht!
KI-generiert mit DALL-E
Barrick steigert Gewinn und Produktion kräftig. Doch sechs Cent fehlen beim Ergebnis je Aktie und zeitweise lösen sich rund 6 Milliarden US-Dollar Börsenwert auf.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Sechs Cent können teuer sein. Barrick Mining verdient im zweiten Quartal bereinigt 0,82 US-Dollar je Aktie und verfehlt damit die von LSEG erfasste Analystenerwartung von 0,88 US-Dollar. Die Aktie fällt daraufhin um mehr als sieben Prozent. Bei einem Börsenwert von zuletzt rund 73 Milliarden US-Dollar entspricht ein Rückgang von sechs Prozent rechnerisch etwa 5,8 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung, die sich auflösen.

Dabei sehen die Zahlen auf den ersten Blick alles andere als schwach aus. Der Nettogewinn steigt um 50 Prozent auf 1,22 Milliarden US-Dollar. Bereinigt verdient Barrick 1,36 Milliarden US-Dollar und damit 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Der operative Cashflow wächst um 28 Prozent auf 1,70 Milliarden US-Dollar.

Vor allem der Goldpreis spielt Barrick in die Karten. Der Konzern erzielt im Quartal durchschnittlich 4.417 US-Dollar je Unze und damit 34 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch die Produktion überrascht positiv. Barrick fördert aus fortgeführten Aktivitäten 796.000 Unzen Gold (Goldkurs) und übertrifft damit die zuvor erwartete Spanne von 730.000 bis 770.000 Unzen.

Der Haken steckt bei den Kosten. Die All-in Sustaining Costs steigen um elf Prozent auf 1.866 US-Dollar je Unze. Die Produktionskosten legen sogar um 20 Prozent auf 1.993 US-Dollar zu. Gleichzeitig fällt der zurechenbare freie Cashflow um 33 Prozent auf nur noch 141 Millionen US-Dollar.

Werte aus dem Artikel:
Barrick Mining Aktie 36,35 € +0,97%

An seine Aktionäre gibt Barrick dennoch kräftig Geld zurück. Insgesamt fließen im Quartal 1,5 Milliarden US-Dollar an die Anteilseigner, 242 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon entfallen 1,2 Milliarden US-Dollar auf Aktienrückkäufe aus dem im Mai gestarteten Programm über drei Milliarden US-Dollar.

Für das Gesamtjahr hält Barrick an seinem Produktionsziel von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold und 190.000 bis 220.000 Tonnen Kupfer fest. Die Förderung soll im zweiten Halbjahr steigen, wobei das vierte Quartal das stärkste werden soll. Die zurechenbaren Investitionen erwartet Barrick nun bei 3,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar.

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt allerdings ein ganz anderes Thema: die geplante Abspaltung der nordamerikanischen Goldaktivitäten. Nach Informationen von Bloomberg stößt der von Chairman John Thornton vorangetriebene Börsengang bei mehreren Großaktionären auf Widerstand. Portfoliomanager von Van Eck Associates und Mackenzie Financial sollen Barrick ihre Bedenken mitgeteilt haben. Auch Franklin Equity Group soll den Plänen kritisch gegenüberstehen. Die Investoren fürchten dem Bericht zufolge, dass Barrick einige seiner besten Vermögenswerte aus dem Konzern herauslösen könnte.

Gleichzeitig macht Barrick beim geplanten Börsengang einen wichtigen Schritt nach vorne. Newmont und Barrick haben vereinbart, bislang ausgeklammerte Projekte in Nevada Gold Mines einzubringen. Dazu gehören Barricks Fourmile sowie Newmonts Fiberline und Mike. Damit werden zugleich offene Streitigkeiten zwischen den Partnern beigelegt.

Newmont zahlt Barrick im Rahmen der Vereinbarung 1,95 Milliarden US-Dollar und unterstützt den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldaktivitäten. Dieser soll weiterhin bis Ende 2026 erfolgen.

Barrick liefert damit ein ungewöhnliches Bild: Gewinn, Cashflow und Goldproduktion steigen kräftig, die Jahresprognose bleibt bestehen und aus dem Newmont-Deal fließen fast zwei Milliarden US-Dollar. Doch an der Börse reichen sechs Cent weniger Gewinn je Aktie als erwartet, um zeitweise rund 6 Milliarden US-Dollar Börsenwert auszulöschen.

Trotzdem sollten sich Anleger davon nicht verunsichern lassen. Der Rücksetzer ist zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch. Er sollte zum Einstieg oder aufstocken genutzt werden.

Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.

Redaktion Ariva/MW


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB4E403 , DE000NB7DXK1 , DE000NB7FAF4 , DE000NB5TKS1 , DE000NB6NTV7 , DE000NB6NTU9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend