Durchsuchung bei Livedoor erschüttert japanische Börse
Tokio (AP) Ermittlungen der Tokioter Staatsanwaltschaft gegen das Internetunternehmen Livedoor Co. haben am Dienstag den japanischen Aktienmarkt erschüttert. Der Nikkei-Index brach bis Handelsschluss um 2,8 Prozent auf 15.805,95 Zähler ein, nachdem bekannt geworden war, dass die Staatsanwaltschaft Büros von Livedoor durchsucht hatte. Das Unternehmen steht im Verdacht falsche Informationen verbreitete zu haben, nähere Details nannten die Ermittler nicht.
Die Livedoor-Aktie verlor in den ersten Börsenstunden 14,4 Prozent und wurde später vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen bietet verschiedenste Internetdienstleistungen an, einschließlich Beratung, Telekommunikation und Softwareentwicklung. Der 33jährige Firmenchef Takafumi Horie, in Japan wegen seines unkonventionellen Auftretens und seiner häufigen TV-Präsens eine Berühmtheit, betonte, das Unternehmen arbeite mit den Ermittlern zusammen.
Horie, der T-Shirts Anzügen vorzieht, hatte in der Vergangenheit mehrfach für Aufsehen gesorgt. Unter anderem hatte er erfolglos versucht, ein in die Krise geratenes Baseballteam zu kaufen und ein feindliches Übernahmeangebot für Fuji Television Network Inc. gemacht. Zudem war er bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr unterstützt von den regierenden Liberaldemokratischen Partei LDP als unabhängiger Kandidat angetreten, hatte den Sprung ins Parlament aber nicht geschafft.
Gruss Ice
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Börsengewinne sind Schmerzengeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld...(A.K.)