Wall Street Schluss: Aufatmen im Markt - Dow Jones wieder fester
Nach der deutlichen Korrektur der vergangenen Tage starteten die amerikanischen Börsen zunächst behauptet in die neue Woche. Am Mittag kämpfte vor allem wieder der Dow Jones mit den Vorzeichen. Am Ende zeigte der Index Stärke und schloss knapp 0,5 Prozent fester bei 11.428 Zählern. Die NASDAQ hingegen musste erneut mit einem Abschlag von 0,23 Prozent auf 2.238 Punkte den Handel beenden.
Seitens der Konjunktur gab es heute nur Mäßiges zu berichten. So notiert der New York Empire State Index bei 12,4 und steht damit auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2005. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 16,1 Punkte gerechnet.
Target-Aktien verloren schon im frühen Handel mehr als 7 Prozent, am Ende waren es knapp 4,3 Prozent. Der zweitgrößte Discount-Händler in den USA konnte seinen Umsatz und Gewinn im ersten Quartal steigern und erfüllte damit die Erwartungen des Marktes, die Börsianer hatten aber auf ein noch besseres Ergebnis gehofft. Der Nettogewinn belief sich auf 554 Mio. Dollar bzw. 63 Cents pro Aktie, nach 494 Mio. Dollar bzw. 55 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 12,1 Prozent auf 12,86 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 63 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 12,80 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 69 Cents bei Erlösen von 13,36 Mrd. Dollar in Aussicht.
Der US-Flugzeughersteller Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) beabsichtigt nach Angaben des "Wall Street Journal", sich in einer Klage seitens des US-Justizministeriums in Bezug auf Verstöße im Bereich Beschaffung auf einen Vergleich zu einigen, in dessen Rahmen er 615 Mio. Dollar zahlt. Wie die Zeitung heute in ihrer Online-Ausgabe berichtet, vermeidet der Konzern mit diesem Vergleich strafrechtliche Anklagen, räumt dabei jedoch keinerlei Fehlverhalten ein. Im Rahmen der Einigung zahlt Boeing dabei 565 Mio. Dollar zur Abd! eckung zivilrechtlicher Forderungen sowie 50 Mio. Dollar zur Beilegung von strafrechtlichen Untersuchungen.
Der amerikanische Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000), zu dem unter anderem die deutsche Marke Opel gehört, könnte Presseangaben zufolge in den nächsten zwei bis fünf Jahren bis zu drei seiner neun Werke in Westeuropa schließen. Wie "Automotive News Europe" heute berichtet, prüft GM Europe die Schließung von bis zu drei Werken, was laut GM Europe President Carl-Peter Forster jedoch ein Extrem-Szenario sei, das nicht als wahrscheinlich angesehen werde. Es sollen mindestens zwei Werke geschlossen werden, um die Europasparte nachhaltig in die schwarzen Zahlen zu führen, darunter das Fahrzeugwerk in Azambuja in Portugal sowie das Astra-Werk in Ellesmere Port in England.
Der US-Computerhersteller Apple Computer will Presseangaben zufolge ins Mobilfunkgeschäft einsteigen. Wie die "WirtschaftsWoche" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, verhandelt Apple-Chef Steve Jobs hinter den Kulissen bereits mit ! mehreren asiatischen Auftragsproduzenten über die Produktion des iPhone, einer Kombination aus Mobiltelefon und dem iPod. Gute Chancen habe die taiwanische Hon Hai Precision Industry Co. Ltd. (US4380902019/ WKN 928182), die für Apple bereits den iPod Nano sowie den Mac Mini fertigt. Auch mit dem taiwanischen Handyhersteller BenQ habe man bereits gesprochen.
Die Altaktionäre des amerikanischen Internetsuchmaschinenbetreibers Google Inc. (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) trennten sich Presseangaben zufolge in den vergangenen Monaten verstärkt von Anteilsscheinen des Unternehmens. Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, veräußerte Google-CEO Eric Schmidt binnen zweier Monate zuletzt Aktien im Wert von rund 88 Mio. Dollar. Das Google-Gründungsmitglied Sergey Brin kassierte rund 460 Mio. Dollar aus dem Verkauf von Google-Anteilsscheinen, während das Gründungsmitglied Lawrence Page durch Aktienverkäufe 300 Mio. Dollar erlöste.
Die amerikanische HealthSouth Corp. (ISIN US4219241! 019/ WKN 875508), der angeschlagene Betreiber von Gesundheitseinrichtu ngen, meldete am Montag, dass sich ihr Verlust im ersten Quartal deutlich vergrößert hat, was mit geringeren Umsätzen zusammenhängt. Der Nettoverlust erreichte demnach 435,5 Mio. Dollar bzw. 1,09 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu einem Fehlbetrag von 258,3 Mio. Dollar bzw. 65 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Verlust aus dem laufenden Geschäft lag bei 1,06 Dollar pro Aktie. Der Umsatz ging im Berichtszeitraum von 848,6 Mio. Dollar auf 792 Mio. Dollar zurück. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 795,1 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 3 Cents bei Erlösen von 788,3 Mio. Dollar in Aussicht.
Gruß Moya 