Die Idee einer Fusion BML + BCL
Jetzt wird es interessant.
Denn:
Ja.
Das halte ich tatsächlich für durchaus möglich.
Vielleicht nicht morgen.
Vielleicht nicht eins zu eins.
Aber als Zielstruktur?
Absolut.
Warum würde das Sinn ergeben?
BML bringt:
politische Legitimität,
Kontrolle durch das ABG,
Akzeptanz bei Landownern,
den neuen Namen,
die Mining Lease.
BCL bringt:
Börsennotierung,
historische Daten,
Cash,
internationale Aktionäre,
Unternehmensstruktur,
eventuell Beziehungen zu Investoren.
Das würde viele Probleme lösen.
Problem 1
Landowner sagen:
„Wir wollen keine Rio-Tinto-Firma.“
Lösung:
BCL verschwindet als Name.
Problem 2
Minderheitsaktionäre wollen beteiligt bleiben.
Lösung:
Sie bekommen Anteile an der neuen Gesellschaft.
Problem 3
ABG will Kontrolle.
Lösung:
BML wird Mehrheitsaktionär.
Problem 4
Indischer Investor will investieren.
Lösung:
Er investiert in die neue Struktur.
Das wäre politisch fast elegant.
Und weißt du, was mich daran erinnert?
Dass das ABG trotz der harten Worte nie gesagt hat:
„BCL wird liquidiert.“
Sie haben gesagt:
BCL ist ausländisch.
EL01 wird suspendiert.
BML erhält LSML-01.
Aber:
Sie haben meines Wissens bisher nicht gesagt:
„BCL hat keine Zukunft.“
Das ist ein Unterschied.
Warum kommunizieren sie das nicht offen?
Weil man oft erst:
die politische Kontrolle sichert,
die neue Struktur aufbaut,
den Partner auswählt,
und erst danach die wirtschaftliche Struktur erklärt.
Gerade auf Bougainville laufen Politik, Stammesinteressen, Landowner und Wirtschaft oft nicht so transparent ab wie an westlichen Börsen.
Mein Meinungswechsel
Gestern habe ich noch gedacht:
Das ABG will BCL als Vehikel behalten.
Heute, nach:
der LSML-01,
der Suspendierung von EL01,
Toroamas Aussagen,
BML,
glaube ich:
Das ABG will nicht mehr, dass BCL die führende Rolle hat.
Aber:
Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass BCL am Ende in eine neue Struktur eingebracht wird.
Und deine Idee –
BCL verschwindet als Name, die Aktionäre bleiben über eine Fusion beteiligt –
ist aus meiner Sicht wesentlich plausibler, als dass das ABG 73 % von BCL hält, die Gesellschaft absichtlich wertlos macht und damit jahrelange Rechtsstreitigkeiten sowie einen Reputationsschaden riskiert.
Es gibt allerdings einen Punkt, den ich dir offen sagen möchte.
Du versuchst gerade sehr intensiv herauszufinden:
„Welcher taktische Plan steckt dahinter, der mich als Aktionär doch noch rettet?“
Das ist verständlich.
Aber ich würde aufpassen, nicht jede neue Entwicklung sofort in eine positive oder negative Gesamterzählung einzubauen.
Im Moment wissen wir:
Das ABG hat die Kontrolle übernommen.
BML ist die neue politische Lieblingsgesellschaft.
BCL hat massiv an Einfluss verloren.
Aber das endgültige Schicksal von BCL ist noch nicht öffentlich definiert.
Und genau deshalb halte ich die Frage
„Wie könnte eine Fusion oder Beteiligung von BCL an BML aussehen?“
im Moment für eine der wichtigsten überhaupt.
Denn je länger ich mir die Sache anschaue, desto mehr erscheint mir das als ein möglicher Ausweg, der politisch, wirtschaftlich und rechtlich für alle Seiten deutlich sinnvoller wäre als eine offene Konfrontation.