Thyssen callen?


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Schuasda21:

Thyssen callen?

 
28.08.06 12:54
Hallo,

was sagt ihr zu diesem Thyssen call?
Und wäre jetzt nicht eine gute Gelegenheit sich den zu schnappen?

hier: DE000DR2VES1
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Börsenfan:

haste mal die Basis und den Spread genauer

 
28.08.06 12:58
betrachtet ??? Gottes Willen...
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Schuasda21:

Callen?

 
28.08.06 13:23
Ja was ist damit???
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Börsenfan:

ähh

 
28.08.06 13:29
Basis 34 EUR, Spread von über 7 Cent. Da kannste dein Geld gleich aus´m Fenster werfen. Gut, laufzeit Mitte Dezember, aber glaubste echt, dass bis dahin 34 EUR erreicht werden ? Nee. Das Teil verliert täglich an Wert.
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Schuasda21:

Kannst mir das mal erklären?

 
28.08.06 14:20
Eine Frage kannst du mir erklären warum Basis 34€ so schlecht ist?
Und warum Spread 0,07€ so schlecht ist ich habe noch nicht so die Erfahrung mit Optionen...
was sagst du zu dme Hebel???
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Börsenfan:

@Schuasda

 
28.08.06 14:25
Dann lass schon 3 mal mehr die Finger von OS, erstmal einlesen ! Zur Info: 34 EUR Basis bedeutet, dass dieser Call bei 34 EUR erst "im Geld" ist. Ist er dies nicht (wie jetzt) verliert der Schein selbst bei Seitwärtslage (+/- Null) jeden Tag an Wert. Ist ja auch klar, je kürzer die Laufzeit und die Wahrscheinlichkeit, dass bis dahin die Basis (also 34 EUR) erreicht werden, umso schneller verliert das Teil an Wert. Wenn du Thyssen callen willst, suche doch einen mit einer Basis um die 26 EUR. Ist auf jeden fall sicherer. Z.B. der hier: ABN931  
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Schuasda21:

ach ok jetzt kapier ich das mit basis...

 
28.08.06 14:34
Danke für deine super Erklärunk!
Kannst du mir vielleicht auch noch sagen was es mit dem Spread auf sich hat?
Ist das dann auch so dass der Hebel mit abnehmender Zeit dann auch automatisch größer wird oder?
Antworten
Börsenfan:

spread

 
28.08.06 14:48
schau mal, Bid 0,008 EUR Ask 0,078 EUR. Für welchen Preis willste denn hier Scheine kaufen ? Du bekommst sie für 0,078 EUR, aber wenn du die wieder verkaufen willst bekommst du nur 0,008 EUR. D.h. du hättst bei Kauf schon einen Verlust von knapp 90% !!!
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Schuasda21:

Achso ok...

 
28.08.06 14:50
Das heißt also um damit Geld zu machen müsste das ding ordentlich zulegen...
Wie sollte ein Spreadwert sein um sich sowas überlegen zu können...???
Woher kannst du denn das alles?
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Börsenfan:

du musst dich einfach mal einlesen

 
28.08.06 14:55
bei der Börse Stuttgart www.boerse-stuttgart.de einfach mal kostenlos registrieren und etwas stöbern.
Antworten
wolle 56:

http://www.boerse-stuttgart.de/index.html

 
28.08.06 15:04
Optionsscheine

Optionsscheine sind Wertpapiere, mit denen sowohl auf steigende wie auf fallende Kurse von einzelnen Basiswerten, etwa einer Aktie, einem Index, einer Währung, einem Rohstoff oder ähnlichem spekuliert werden kann. Das besondere an Optionsscheinen ist die ihnen innewohnende Hebelwirkung auf ihren jeweiligen Basiswert. Diese entsteht im wesentlichen durch den im Vergleich zu einem Direktinvestment deutlich geringeren Kapitaleinsatz, mit dem auf die Kursbewegungen des Basiswerts spekuliert wird. Diese Hebelwirkung kann sich in gleichem Maße für und gegen den Besitzer eines Optionsscheins richten, so dass diesem ein gewisses Maß an Risikobewusstsein zugesprochen werden sollte. Optionsscheine zählen daher auch zu den Finanztermingeschäften, so dass beim Erwerb über eine Bank die Finanztermingeschäftsfähigkeit nachgewiesen sein muss. Optionsscheine ohne zusätzliche Ausstattungsmerkmale werden oft auch als Plain-Vanilla-Optionsscheine bezeichnet. (Die Erklärungen in dieser Rubrik beziehen sich auf diese "klassische Variante" der Optionsscheine).

Die Stärke der Hebelwirkung und damit auch das Risiko lassen sich aber nahezu individuell gestallten und hängen im wesentlichen von der Laufzeit und dem Basispreis des Optionsscheins im Verhältnis zum aktuellen Kurs des Basiswerts ab. Da Optionsscheine am Markt die größte Gruppe unter den verbrieften Derivate darstellen, bieten sich ausreichend Möglichkeiten, die jeweiligen Chancen und Risiken an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Es bedarf dazu jedoch einem gewissen Grundverständnis bezüglich der Funktionsweise von Optionsscheinen, insbesondere dem Verständnis der wichtigsten Einflussfaktoren auf den Preis eines Optionsscheins. Dazu zählen die Restlaufzeit, der Basispreis, die Schwankungsintensität des Basiswerts (Volatilität), aber auch Dividenden und Zinsen haben einen Einfluss auf den Wert eines Optionsscheins. Hilfreich bei der Auswahl und der Analyse eines Optionsscheins sind die dynamischen und statischen Kennzahlen, auf die später noch einmal eingegangen wird.
1. Auf steigende Kurse setzen – Der Kaufoptionsschein (Call)

Mit einem Kaufoptionsschein (Call) erwirbt der Anleger das Recht, einen Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis bis zu einem festen Zeitpunkt in der Zukunft (amerikanischer Typ) oder an einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft (europäischer Typ) vom Verkäufer des Optionsscheins zu kaufen. Ein Call verbrieft somit ein Kaufrecht für den Anleger auf einen Basiswert, wie etwa eine Aktie, einen Index, eine Währung oder ähnlichem. Dieses Recht wird der Anleger natürlich nur solange in Anspruch nehmen wollen, wie er diesen Basiswert über seinen Optionsschein billiger beziehen kann, als über den Markt oder die Börse. Das Recht ist somit keine Verpflichtung, sondern wie das Wort Option schon andeutet, eine Wahlmöglichkeit.

Man stelle sich vor, ein Anleger erwirbt von einer Bank – auch Emittent genannt – einen Kaufoptionsschein auf eine Aktie der Muster-AG, mit einem Basispreis von 100 Euro. Dieser Optionsschein hat eine Laufzeit von einem Jahr und ist als amerikanischer Typ begeben worden.

Für den Anleger heißt das nun, dass er zu jedem Zeitpunkt in kommenden Jahr das Recht hat, von dem Emittenten die Lieferung einer Aktie der Muster-AG zu einem Preis von 100 Euro zu verlangen. Wann wird er dieses Recht in Anspruch nehmen? Natürlich macht die Anspruchnahme dieses Rechts aus Sicht des Anlegers nur solange Sinn, wie er die Aktie über seinen Optionsschein günstiger beziehen kann als über die Börse. Also nur solange, wie die Aktie der Muster-AG für mehr als 100 Euro an der Börse gehandelt wird. Sollte die Aktie indes unter 100 Euro gehandelt werden, könnte der Anleger die Aktie an der Börse günstiger erwerben als über sein Optionsrecht gegenüber dem Emittenten, denn dem müsste er immer 100 Euro für die Aktie bezahlen. In diesem Fall verzichtet unser Anleger einfach auf die Ausübung seines Optionsrechts.

Die Möglichkeit, das Optionsrecht in Anspruch zunehmen, es aber auch zu lassen, wenn es für den Anleger keinen Sinn macht, zeigt, dass die Risken, die sowohl der Anleger, als auch der Emittent mit diesem Geschäft eingehen ungleich verteilt sind. Während der Anleger die Möglichkeit hat auf die Ausübung seines Optionsrechts zu verzichten, muss der Emittent jederzeit die Aktie der Muster AG liefern, sofern der Anleger das wünscht.

Diese Risikoasymmetrie ist natürlich auch dem Emittenten bewusst, der dem Anleger den Kaufoptionsschein angedient hat. Daher verlangt er für dieses Ungleichgewicht vom Anleger beim Kauf eine Prämie, die gleichzeitig den Kaufkurs des Optionsscheins darstellt – beispielsweise 10 Euro.

Der Anleger bezahlt also 10 Euro an den Emittenten und erwirbt dadurch das Recht, eine Aktie der Muster AG zu einem Preis von 100 Euro innerhalb des nächsten Jahres zu kaufen. Nun sieht die Ausübung des Optionsrechts aus Sicht des Anleger etwas anders aus. Denn nun macht er am Fälligkeitstag der Option durch die Ausübung seines Optionsrechts erst dann einen Gewinn, wenn der Kurs der Muster AG über 110 Euro steigt. Denn schließlich zahlt er 100 Euro für die Aktie, die er vom Emittenten bekommt, hat aber im Vorfeld bereits 10 Euro für seinen Optionsschein bezahlt.

Diese Betrachtung stimmt in so weit, wenn sie mit Blick auf den Fälligkeitszeitpunkt des Optionsschein gemacht wird. Vorher kann diese Option durchaus mehr wert sein, was in letzter Konsequenz von der Kursentwicklung der Aktie der Muster-AG abhängt. Zudem stellt sich die Frage, ob der Käufer des Kaufoptionsschein tatsächlich daran interessiert ist, irgendwann im kommenden Jahr in den Besitz einer Aktie der Muster-AG zu gelangen? In aller Regel ist er es nicht! Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er lediglich an den Kursgewinnen der Aktie interessiert die nach dem Kauf seines Optionsscheins hoffentlich auch eintreten. Denn logischerweise wird das Recht eine Aktie der Muster-AG zu einhundert Euro zu kaufen umso mehr wert sein, je stärker der Kurs der Muster-AG steigt. Am einfachsten wird dies deutlich, wenn man sich vorstellt, dass die Aktie immer weiter über 100 Euro hinaus steigt. Entsprechend wird es natürlich immer attraktiver eine Aktie der Muster AG für 100 Euro zu kaufen.

Umgekehrt funktioniert dieser Mechanismus jedoch auch. Je weiter der Kurs der Muster AG sinkt, desto unattraktiver wird es, das Kaufoptionsrecht für 100 Euro in Anspruch zunehmen, spätestens wenn die Aktie beginnt unter 100 Euro zu fallen.






Der Wert des Kaufoptionsscheins hängt also maßgeblich von der Kursentwicklung der Aktie der Muster-AG ab. Da der Besitzer des Optionsscheins aber im Vergleich zum Direktinvestment in eine Aktie der Muster AG deutlich weniger investiert hat, entsteht somit eine Hebelwirkung im Optionsschein. Prozentual gewinnt der Optionsschein also mehr als die Aktie bei steigenden Kursen, und umgekehrt.

Der Preis eines Optionsscheins hängt während der Laufzeit des Optionsscheins aber neben der allgemeinen Kursentwicklung der Muster-AG auch noch von einer Reihe anderer Faktoren ab. Dazu zählt in erster Linie die Volatilität – als die Schwankungsintensität, der Aktie. Ein weiterer ist Entwicklung des Zeitwerts des Optionsscheins. So kann die gezahlte Prämie, also der Kaufkurs des Optionsscheins zum Teil oder ganz aus Zeitwert bestehen. Und zu guter Letzt spielen auch noch Dividendenerwartungen und Marktzinsen eine gewisse Rolle bei der Preisbildung des Optionsscheins. Auf diese Faktoren wird später noch einmal eingegangen.

2. Auf fallende Kurse setzen – Der Verkaufsoptionsschein (Put)

Das Gegenstück zum eben beschriebenen Kaufoptionsschein ist der Verkaufsoptionsschein (Put). Seine Funktionsweise ist analog zu der des Calls. Im Gegensatz zum Kaufoptionsschein erwirbt der Anleger eines Verkaufsoptionsscheins das Recht einen Basiswert – etwa eine Aktie, einen Index eine Währung oder ähnliches – zu einen heute schon festgelegten Preis an einem bestimmten Termin in der Zukunft (europäischer Typ) oder bis zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft (amerikanischer Typ) zu verkaufen. Dafür zahlt er dem Emittenten, ebenso wie beim Call, vorab eine Prämie. Der Anleger wird sein Verkaufsrecht natürlich nur solange in Anspruch nehmen wollen, solange er den Basiswert über seinen Optionsschein teurer verkaufen kann, als über den Markt oder die Börse. Andernfalls verzichtet er auf die Wahrnehmung seines Optionsrechts. Die Verkaufsoption ist somit ein Recht, aber keine Verpflichtung.

Auch die Wertentwicklung eines Verkaufoptionsscheins ist analog zu der des Calls. Es ist logisch, das ein Verkaufsoptionsschein um so mehr im Wert steigt, je stärker der jeweilige Basiswert verliert und umgekehrt. Darüber hinaus spielen beim Verkaufsoptionsschein die selben Faktoren eine Rolle bei der Preisentwicklung während der Laufzeit, wie beim Call. Dazu zählen neben dem Basispreis erneut die Volatilität, die Zeitwertentwicklung, aber auch Zinsen und Dividendenerwartungen.



3. Exkurs: Das Bezugsverhältnis

Optionsscheine haben grundsätzlich ein Bezugsverhältnis. Im einfachsten Fall ist das Bezugsverhältnis 1:1. Das bedeutet, das zur Ausübung eines Optionsrechts lediglich ein Optionsschein benötigt wird. Es gibt aber auch durchaus höhere Bezugsverhältnisse. So werden beispielsweise Optionsscheine auf den Deutschen Aktienindex meist mit einem Bezugsverhältnis von 100:1 (0,01) ausgegeben. Daher benötigt ein Anleger theoretisch 100 Optionsscheine diesen Typs, um einen kompletten Index zu wandeln. Bei Währungsoptionsscheinen etwa, kann das Bezugsverhältnis durchaus niedriger sein. Optionsscheine auf den Euro zum US-Dollar haben in der Regel ein Bezugsverhältnis von 1:100. Ein Optionsschein bildet somit die Wertentwicklung von 100 Euro gegenüber dem Dollar ab. Dieses hohe Bezugsverhältnis ermöglicht es, dass der Preis eines Optionsscheines bereits auf die Veränderung der dritten Nachkommstelle beim Wechselkurs vom Euro zum US-Dollar reagiert.

Der Grund für die Einführung von Bezugsverhältnis ist relativ simpel. Es geht lediglich darum – ähnlich wie es bei einem Aktiensplit beabsichtigt ist – die Optionsscheine optisch billiger zu machen und somit mehr Anleger für die Produkte zu gewinnen. An der Funktionsweise der Optionsscheine ändert das Bezugsverhältnis dagegen nichts. Allerdings muss bei der nun folgenden Berechnung des Werts eines Optionsscheins das Bezugsverhältnis natürlich berücksichtigt werden.
4. Der Optionsscheinpreis

Die Berechnung von Optionsscheinpreisen ist eine mathematisch durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Fischer Black und Myron Scholes entwickelten gemeinsam 1973 die Black-Scholes-Formel zur Preisberechnung von Optionsscheinen. Parallel zu Black und Scholes erarbeitete aber auch Robert Merton die gleiche Formel. 1997 erhielten Scholes und Merton dafür den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, Myron Black war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben.

Die Black-Scholes-Formel ist über die Jahre immer weiter entwickelt worden, findet aber im wesentlichen immer noch ihre Anwendung. Ein Modifizierung war aber allein deshalb schon notwendig, da die Black-Scholes-Formel lediglich für Optionen europäischen Typs gedacht ist. Die überwiegende Mehrheit der am Markt erhältlichen Produkte ist jedoch amerikanischen Typs.

Die wenigsten Anleger haben in ihrem Leben jemals mit der Black-Scholes-Formel gearbeitet und Gott sei Dank ist das auch nicht erforderlich, wenn in Optionsscheine investiert werden soll. Wichtiger für den Anleger ist es, die sich aus der Optionsscheinpreisformel ergebenden Konsequenzen für die Wertentwicklung eines Optionsscheins einschätzen zu können. Eine große Hilfe sind dabei Optionsschein-Kennzahlen. Dabei werden dynamische, teilweise auch als „Große Griechen“ bezeichnete, sowie statische Kennzahlen unterschieden. Einige dieser Kennzahlen werden im folgenden erläutert, dazu müssen jedoch vorab einige Bestandteile und Einflussfaktoren des Optionsscheinpreises geklärt werden.


Innerer Wert und Zeitwert

Grundsätzlich setzt sich der Wert eines Optionsscheins aus zwei Teilen zusammen. Zum einen dem „Inneren Wert“ und zum zweiten dem „Zeitwert“. Der Innere Wert entspricht dem Betrag, den der Anleger bei sofortiger Ausübung seines Optionsrechts erhalten würde. Bei einem Call ist diese die Differenz aus dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Basispreis des Kaufoptionsscheins. Bei einem Put sieht es dagegen genau umgekehrt aus. Hier ist der Innere Wert stets die Differenz aus dem Basispreis und dem aktuellen Kurs des Basiswerts. Der Innere Wert eines Optionsscheins kann positiv oder gleich Null sein, aber niemals negativ. Am Laufzeitende eines Optionsscheins besteht sein Wert lediglich aus Innerem Wert, oder er ist wertlos.

Beispiel (Call):
Ein Kaufoptionsschein (Call) auf die Muster-AG mit einem Bezugsverhältnis von 1:1 hat einen Basispreis von 100 Euro. Der aktuelle Kurs der Muster-AG liegt bei 105 Euro. Der Innere Wert ergibt sich somit bei 5 Euro (105 Euro – 100 Euro).



Beispiel (Put)
Ein Verkaufsoptionsschein (Put) auf die Muster-AG mit einem Bezugsverhältnis von 1:1 hat einen Basispreis von 100 Euro. Der aktuelle Kurs der Muster-AG liegt bei 95 Euro. Der Innere Wert ergibt sich somit bei 5 Euro (100 Euro – 95 Euro).



Der andere Teil des Optionsscheinpreises – der Zeitwert – hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Dabei spielt die Restlaufzeit eine wichtige Rolle. Der Zeitwert ist um so höher, je länger die verbleibende Restlaufzeit des Optionsscheins ist. Den je länger die Restlaufzeit, desto größer ist zunächst einmal die Wahrscheinlichkeit, dass ein Optionsschein am Ende seiner Laufzeit einen Inneren Wert verbrieft. Entsprechend baut sich der Zeitwert über die Restlaufzeit ab. Dieser Zeitwertabbau läuft dabei überproportional. Das heißt, je stärker sich die Restlaufzeit verkürzt, desto größer ist der Zeitwertverlust. Als Faustregel lässt sich sagen, dass ein Optionsschein innerhalb der ersten Hälfte seiner Laufzeit rund ein Drittel an Zeitwert verliert und in der zweiten Hälfte zwei Drittel.



Der Zeitwert wird aber noch von weiteren Einflussfaktoren bestimmt. Dazu zählt die Schwankungsintensität des Basiswertes (Volatilität), aber auch Zinsen und Dividendenerwartungen spielen bei der Berechnung des Zeitwerts eine Rolle.


Die Volatilität

Den größten Einfluss auf den Zeitwert einer Option hat die Volatilität. Die Volatilität ist gleichfalls die Größe, die am schwierigsten einzuschätzen ist, wenn ein Anleger einen Optionsschein erwirbt. Grundsätzlich ist die Volatilität ein Maß für die Schwankungsintensität eines Basiswerts. Je höher die Volatilität, desto stärker sind die Auf- und Abbewegungen des Basiswerts. Je höher die Volatilität, desto höher ist aber auch gleichzeitig die Prämie (Preis) eines Optionsscheins. Denn je stärker eine Aktie schwankt, desto wahrscheinlicher werden weiter entfernte Kurse und damit höhere Auszahlungen an den Optionsscheinbesitzer.

Wie stark ein Basiswert in der Vergangenheit geschwankt hat, lässt sich problemlos berechnen. Für den Wert eines Optionsschein spielt aber weniger diese historische Volatilität eine Rolle, sondern viel mehr die für die Zukunft erwartete Schwankungsintensität, die sogenannte implizite Volatilität. Diese hängt in aller letzter Konsequenz von der Erwartung des jeweiligen Emittenten ab, so dass es hier leichte Unterschiede geben kann. Bei Optionsscheinen, die gleiche Laufzeiten und gleiche Basispreise haben, kann somit derjenige mit der höheren Volatilität als der teurere angesehen werden.

Mathematisch ist die Volatilität, zumindest die historische, die Standardabweichung der Kursbewegungen der Vergangenheit um ihren Mittelwert. Dabei können die Zeiträume sowohl kurz-, mittel- oder langfristig sein. Die Volatilitäten einzelner Basiswert sind unterschiedlich und müssen im einzelnen betrachtet werden. So haben beispielsweise Technologiewerte in aller Regel eine höhere Volatilität als etwa Maschinenbauer.

Als Orientierungsgröße für eine allgemeine Einschätzung der Volatilitätsentwicklung kann allerdings der V-Dax herangezogen werden. Der V-Dax spiegelt die implizite (erwartete) Volatilität am Geld liegender Dax-Optionen mit 45 Tagen Restlaufzeit wider. Im langfristigen Durchschnitt bewegte sich der V-Dax etwa um 25 Punkte. Ein niedriger V-Dax lässt allgemein auf ein niedriges Volatilitätsniveau bei den Einzelwerten schließen und umgekehrt. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass es hier auch Ausnahmen von diesem allgemeinen Volatilitätstrend geben kann.


Dividendenerwartungen und Zinsen

Ein Teil des Zeitwerts eines Optionsscheins besteht aus Finanzierungskosten. Relevant für die insgesamt weniger bedeutenden Finanzierungskosten sind das allgemeine Zinsniveau und bei Optionsscheinen auf Einzelaktien zudem die Dividendenerwartungen.

Ein Emittent, der einem Anleger einen Kaufoptionsschein verkauft und damit die Verpflichtung eingeht gegebenenfalls den Basiswert liefern zu müssen, werden finanzielle Mittel entzogen, um den jeweiligen Basiswert vorzuhalten. Dafür zahlt der Käufer des Calls dem Emittenten mit dem Zeitwert, den jeweiligen Zinsverlust für diesen Betrag. Denn hätte der Emittent den Call nicht verkauft, hätte er diesen Betrag anderweitig zinsbringend anlegen können. Andererseits fließen dem Emittenten, der einem Anleger einen Call auf eine Einzelaktie verkauft hat, Dividenden aus diesem Basiswert zu, den er wie beschrieben vorhalten sollte. Diese Dividenden verbilligen die Finanzierungskosten wiederum. Je höher also das Zinsniveau, desto teurer wird ein Kaufoptionsschein und umgekehrt. Je je höher aber auch die Erwartungen für künftige Dividendenzahlungen sind, desto stärker sinken die Finanzierungskosten eines Kaufoptionsscheins.

Bei einem Put sieht es genau andersherum aus. Hier muss der Emittent, der einem Anleger den Verkaufsoptionsschein verkauft hat Bargeld zurücklegen, um gegebenenfalls den jeweiligen Basiswert des Anlegers abnehmen zu können. Aus diesen liquide gehaltenen Mitteln erhält der Emittent Zinseinnahmen, wodurch die Finanzierungskosten sinken. Je höher dabei die Zinsen, desto mehr verbilligt sich dadurch der Put. Dagegen muss sich der Käufer eines Puts die Dividenden, die er aus dem Besitz des jeweiligen Basiswerts erhält, auf die Finanzierungskosten des Puts anrechnen lassen. Je höher also die künftig erwarteten Dividenden sind, desto höher wird der Finanzierungskostenanteil im Verkaufsoptionsschein

5. Wichtige dynamische Optionsschein-Kennzahlen

Nachdem nun bekannt ist, wie sich der Preis eines Optionsscheins zusammensetzt, stellt sich nun die Frage, wie er auf Kursveränderungen des Basiswerts reagiert. Daneben ist es natürlich von großem Interesse zu wissen, wie sich der Wert eines Optionsscheins ändert, wenn die Restlaufzeit sinkt oder sich die implizite Volatilität ändert. Darauf soll im folgenden eingegangen werden. Nicht zuletzt sind die Antworten auf diese Fragen auch ein wichtiges Auswahlkriterium auf der Suche nach einem Optionsschein. Dazu wurden eine Reihe von Kennzahlen entwickelt, die teilweise auch als „Große Griechen“ bezeichnet werden und einen Eindruck von der Reaktion eines Optionsscheins auf Veränderungen seiner Determinanten geben. Dabei muss bei all diesen Kennzahlen beachtet werden, dass sie jeweils ceteris paribus, also unter der Bedingung, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben, zu betrachten sind. Zudem handelt es sich um sogenannte dynamische Kennzahlen. Das heißt, ihr Wert kann sich im Zeitablauf ständig ändern.

Der Einfluss einer sich ändernden Dividendenerwartung oder Zinsentwicklung auf den Optionsscheinpreis, bleibt hier, wegen ihrer ohnehin untergeordneten Bedeutung für den Optionsscheinpreis, außen vor.

Alle im folgenden beschriebenen Kennzahlen, müssen vom Anleger nicht selbst berechnet werden. Diese Arbeit wurde bereits von den Emittenten oder einschlägigen Internetportalen übernommen. Wichtig ist dagegen das Verständnis ihrer Bedeutungen.


Veränderungen des Zeitwerts – Das Theta

Wie bereits beschrieben, enthält der Preis eines Optionsscheins einen Zeitwertanteil, der sich mit abnehmender Restlaufzeit immer schneller abbaut. Eine Kennzahl, die näherungsweise einen Aufschluss darüber gibt, wie sich der Wert eines Optionsscheins in Abhängigkeit von seiner Restlaufzeit verändert liefert das Theta.

Ein Theta von beispielsweise -0,02 gibt an, dass ein Optionsschein, bei einem Bezugsverhältnis von 1:1, wöchentlich 0,02 Euro an Zeitwert verliert. Ist das Bezugsverhältnis dagegen höher, muss das Theta mit dem jeweiligen Bezugsverhältnis multipliziert werden. Bei einem Bezugsverhältnis von 1:10 bzw. 0,1 ergibt sich somit ein wöchentlicher Zeitwertverlust pro Optionsschein von 0,002 Euro.

Mathematisch ergibt sich das Theta aus der ersten Ableitung der Optionsscheinpreisformel nach der Zeit.


Kursveränderungen des Basiswerts – Das Delta

Ein wichtiges Entscheidungskriterium für der Auswahl eines Optionsscheins ist seine Reaktion auf Kursveränderungen seines Basiswerts. Die Kennzahl, die darüber Aufschluss gibt ist das „Delta“.

Das Delta eines Kaufoptionsscheins liegt stets zwischen Null und eins, dass eine Verkaufsoptionsscheins dagegen zwischen Null und Minus eins.

Ein Kaufoptionsschein mit einem Delta von 0,3 steigt bei einem Bezugsverhältnis von 1:1 um 0,3 Euro im Wert, wenn sein Basiswert sich um eine Einheit verteuert, und umgekehrt. Ist das Bezugsverhältnis dagegen höher, muss das Delta mit dem jeweiligen Bezugsverhältnis multipliziert werden. Bei einem Bezugsverhältnis von 1:10 bzw. 0,1 ergibt sich Wertzuwachs pro Optionsschein von 0,03 Euro, wenn der Basiswert um eine Einheit zulegt.

Mathematisch entspricht das Delta der ersten Ableitung der Optionsscheinpreisformel nach dem Preis.


Der Investitionsgrad – Der Hebel

Die Kennzahl „Hebel“ im Zusammenhang mit Optionsscheinen ist von ihrer Bezeichnung her missverständlich ja sogar irreführend. Üblicherweise erwartet der Anleger von dem Hebel eines Optionsscheins eine Aussage darüber, um wie viel Prozent sich ein Optionsschein im Wert verändert, wenn sein Basiswert um ein Prozent steigt oder fällt. Aber genau diese Aussage trifft der Hebel eben nicht.

Der Hebel ist lediglich eine Kennzahl, die den Investitionsgrad des Optionsscheinbesitzers zum Besitzer des Basiswertes ins Verhältnis setzt. Anders ausgedrückt sagt der Hebel lediglich aus, wie viele Optionsscheine eines Typs zum aktuellen Kurs ihres Basiswerts gekauft werden können.

Der scheinbar triviale Hebel spielt aber dennoch eine zentrale Rolle in der Optionsscheintheorie, denn ohne ihn lässt sich eine der wichtigsten Kennzahl eines Optionsscheins nicht berechnen: Das Omega.


Der effektive Hebel – Das Omega

Man könnte sagen, das Omega hält das, was der Hebel verspricht. Denn während der Hebel lediglich den Investitionsgrad eines Anleger widerspiegelt, trifft das Omega eine Aussage darüber um wie viel Prozent ein Optionsschein im Wert steigt oder fällt, wenn der Kurs des Basiswerts sich um ein Prozent verteuert oder verbilligt. Aus diesem Grund wird das Omega auch als effektiver Hebel bezeichnet.

Ein Omega von etwa sieben besagt, dass ein Optionsschein um rund sieben Prozent im Wert steigt oder fällt, je nachdem ob sein Basiswert um ein Prozent steigt oder fällt.

Rechnerisch ergibt sich das Omega als Produkt aus Delta und Hebel eines Optionsscheins.





Veränderungen der Volatilität – Das Vega

Neben den Kursveränderungen des Basiswerts selbst hat den wohl größten Einfluss auf den Wert eines Optionsschein die bereits beschriebene implizite Volatilität. Auch wenn ihre Entwicklung für die meisten Anleger schwer einzuschätzen ist, so sollte dennoch die Wirkung von Volatilitätsveränderungen im Wert eines Optionsscheins vor dem Kauf einmal überschlagen werden. Dabei hilft das Vega.

Das Vega gibt an um welchen Betrag ein Optionsschein sich im Wert verändert, wenn die implizite Volatilität um ein Prozent steigt. Ein Optionsschein mit einem Bezugsverhältnis von 1:1 und einem Vega von 0,5 steigt bzw. fällt um 0,50 Euro im Wert, wenn die implizite Volatilität um ein Prozent steigt oder fällt.

Ist das Bezugsverhältnis dagegen höher, muss das Vega mit dem jeweiligen Bezugsverhältnis multipliziert werden. Bei einem Bezugsverhältnis von 1:10 bzw. 0,1 ergibt sich somit ein Wertzuwachs pro Optionsschein von 0,05 Euro, wenn die implizite Volatilität um ein Prozent zu legt.

Volatilitätsveränderungen haben eine um so größere Wirkung auf den Wert eines Optionsscheins, je größer der Zeitwert und je geringer der innere Wert eines Optionsscheins ist. Anleger die das Risiko stark schwankender Volatilitäten reduzieren möchten, konzentrieren sich daher auf Optionsscheine mit einem hohen inneren Wert.

6. Wichtige statische Optionsschein-Kennzahlen

Neben den dynamischen Kennzahlen gibt es noch eine Reihe von statischen Kennzahlen. Diese Kennzahlen sind deshalb als statisch anzusehen, da sie zumindest ab Zeitpunkt des Einstiges in einen Optionsschein unveränderlich sind. Sie geben weder einen Einblick in die Wertentwicklung eines Optionsscheins während seiner Laufzeit noch auf seine Reaktion auf Veränderungen von wichtigen Einflussfaktoren, wie beispielsweise der Restlaufzeit oder der Volatilität. Dennoch haben sie eine Existenzberechtigung, weil sie Aufschluss über die mit dem erworbenen Optionsschein eingegangenen Risiken geben und bei der Auswahl des passenden Optionsscheins hinsichtlich der Erwartungshaltung für den Basiswert behilflich sind.

Wie bei den dynamischen muss der Anleger die Berechnung der statischen Kennzahlen ebenfalls nicht selbst vornehmen. Auch hier helfen die jeweiligen Emittenten beziehungsweise entsprechende Internetportale. Aber auch hier geht es darum, die Aussage hinter den Kennzahlen zu verstehen.


Das Aufgeld

Das Aufgeld gibt bei einem Kaufoptionsschein an, um wie viel Prozent der Erwerb des Basiswerts über den Optionsschein teurer ist als das Direktinvestment in den Basiswert. Im Umkehrschluss sagt das Aufgeld bei einem Call also aus, um wie viel Prozent der Basiswert bis zum Laufzeitende des Optionsscheins mindestens im Wert steigen muss, damit aus Sicht des Anlegers keine Verluste anfallen. Das Aufgeld für einen Call errechnet sich nach folgender Formel:




Beim Verkaufsoptionsschein ist die Aussage des Aufgelds etwas anders zu interpretieren. Hier besagt das Aufgeld, um wieviel der Erlös aus dem Verkauf des Basiswerts über den Optionsschein geringer ist, als der direkte Verkauf des Basiswerts über den Markt. Die Formel für den Verkaufsoptionsscheine lautet:




Um Optionsscheine unterschiedlicher Laufzeiten mit einander vergleichbar zu machen, ist es ratsam, das prozentuale Aufgeld jeweils zu anualisieren, das heißt durch die Restlaufzeit in Jahren zu dividieren. Dadurch ergibt sich das jährliche Aufgeld.

Neben Aufgeld, sind grundsätzlich aber auch Abgelder – also negative Aufgelder – denkbar. Ein Optionsschein mit einem Abgeld wird dem zufolge unter seinem Inneren Wert gehandelt. Die Ursache kann zum einen der Optionsscheintyp sein. So sind Abgelder gerade bei Optionsscheinen europäischen Typs denkbar, bei denen eine Ausübung jeweils nur zum Laufzeitende möglich ist. Ein weiterer Grund könnten etwaige Kapitalmaßnahmen sein, wie etwa die angekündigte Auszahlung einer Sonderdividende, die im Optionsscheinpreis schon berücksichtig, aber aus dem aktuellen Kurs des Basiswerts noch nicht heraus gerechnet ist.


Die Gewinnschwelle – Das Break-even

Die Gewinnschwelle gibt an, auf welchen Betrag der Kurs des Basiswerts bis zum Ende der Laufzeit eine Calls mindestens steigen muss, damit der Anleger keine Verluste erleidet. Das sogenannte Break-even für den Call wird nach folgender Formel berechnet:




Beim Verkaufsoptionsschein ist die Aussage der Gewinnschwelle genau entgegengesetzt zu der des Calls. Hier gibt die Gewinnschelle an, auf welchen Betrag der Kurs des Basiswerts bis zum Ende der Laufzeit des Optionsscheins mindestens sinken muss, damit dem Anleger keinerlei Verluste entstehen. Die Formel für den Put lautet:

7. Grundbegriffe im Überblick

Basispreis (Strike-Price oder Exercise-Price)/ Im Geld - Am Geld - Aus dem Geld

Die Höhe des Basispreises (Strike Price) ist der in den Optionsscheinbedingungen festgelegte Preis, zu dem der Optionsscheininhaber den Basiswert erwerben oder veräußern kann. Bei einem Optionsschein, dessen Basispreis identisch mit dem aktuellen Kurs des Basiswerts ist, wird von einem „am Geld“ liegenden Optionsschein gesprochen. Ein Kaufoptionsschein (Call), dessen Basispreis über dem derzeitigen Kurs seines Basiswerts notiert, wird als „aus dem Geld“ liegend bezeichnet. Notiert der Basiswert indes oberhalb des Basispreises eines Calls liegt der Schein „im Geld“. Die Bezeichnung „im Geld“ weißt darauf hin, dass dieser Optionsschein neben dem üblichen Zeitwert bereits einen zusätzlichen „Inneren Wert“ besitzt. Würde dieser Optionsschein somit an diesem Tag auslaufen, wäre er immer noch werthaltig, im Gegensatz zu einem „aus dem Geld“ und „am Geld“ liegenden Optionsschein. Entsprechend stellen sich diese Beschreibungen bei einem Verkaufsoptionsschein (Put) spiegelbildlich dar. Ein Verkaufsoptionsschein dessen Basispreis unterhalb des aktuellen Kurses seines Basiswerts liegt, ist somit „aus dem Geld“. Notiert der Basiswert dagegen unterhalb des Basispreises, ist der Put „im Geld“.

Entsprechend ist ein Kaufoptionsschein (Call) als um so riskanter einzustufen, je weiter der aktuelle Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis notiert. Bei einem Verkaufsoptionsschein (Put) ist es genau umgekehrt. Hier ist der riskantere Optionsschein grundsätzlich derjenige, dessen Basiswert weiter oberhalb des Basispreises liegt.


Laufzeit und Optionsfrist

Die Laufzeit eines Optionsscheins umfasst den verbleibenden Zeitraum bis zum Verfalltag, an dem das Optionsrecht letztmals ausgeübt werden kann. Danach erlischt das Optionsrecht und der Optionsschein verfällt. Hiermit wird deutlich, dass der Optionsschein nur eine begrenzte "Lebensdauer" aufweist. Von der Laufzeit ist die eigentliche Optionsfrist zu unterscheiden. Die Optionsfrist gibt den Zeitraum bzw. den Termin an, innerhalb dessen bzw. zu dem das Optionsrecht ausgeübt werden kann. In Bezug auf den Ausübungszeitpunkt werden Optionsscheine europäischen und amerikanischen Typs voneinander unterschieden.


Ausübungsmöglichkeiten - amerikanischer und europäischer Typ

Bei Optionsscheinen des sog. amerikanischen Typs kann das Optionsrecht an jedem Bank- und Börsenarbeitstag während der Laufzeit des Optionsscheins ausgeübt werden. Bei Optionsscheinen europäischen Typs ist die Ausübung des Optionsrechts nur am Ende der Laufzeit möglich. Teilweise ist in den Optionsscheinbedingungen auch vorgesehen, dass die Ausübung nur innerhalb bestimmter Zeiträume während der Laufzeit möglich ist. Der amerikanische Typ ist heute der am meisten anzutreffende Optionsscheintypus.


Optionsverhältnis

Das Optionsverhältnis (Bezugsverhältnis) ist der festgelegte Betrag bzw. die Anzahl der Basiswerte, die pro Optionsschein bezogen oder veräußert werden können. Ein Optionsverhältnis von z.B. 5:1 besagt, dass fünf Optionsscheine zum Bezug einer Aktie erforderlich sind. Hingegen bedeutet umgekehrt ein Optionsverhältnis von 1:2, dass pro Optionsschein zwei Aktien bezogen werden können. Das Optionsverhältnis bleibt in der Regel während der Optionslaufzeit konstant. Ausnahmen können Aktienoptionsscheine bilden, wenn das Optionsverhältnis bei Kapitalmaßnahmen des zugrundeliegenden Unternehmens (wie z.B. Kapitalerhöhung, Kapitalherabsetzung oder Umstellung des Nennwertes der Aktie) entsprechend angepasst wird, um den Optionsscheininhaber nicht zu benachteiligen.

Das Bezugsverhältnis von Zins- und Währungs-Optionsscheinen gibt den in den Optionsscheinbedingungen vertraglich festgelegten Betrag eines Basiswertes an, der dem Optionsschein zugrunde liegt. Bei Währungsoptionsscheinen ist dies der Devisenbetrag, bei Zinsoptionsscheinen der Nennbetrag. Mit steigendem Optionsverhältnis nimmt naturgemäß der Preis des Optionsscheins ab. Um Optionsscheine mit unterschiedlichen Optionsverhältnissen miteinander vergleichen zu können, ist es daher sinnvoll, den Optionsscheinpreis mit dem Optionsverhältnis zu multiplizieren, um so einen standardisierten Optionsscheinpreis zu erhalten (sog. Homogenisierung).


Ausübungsarten: automatische Ausübung oder durch schriftliche Erklärung

In den Optionsscheinbedingungen ist geregelt, ob eine automatische Ausübung des Optionsrechts vorgesehen ist, oder ob die Ausübung des Optionsrechts einer schriftlichen Erklärung bedarf.


Barausgleich versus physische Lieferung

Der Inhaber eines Optionsscheins ist je nach Optionsscheinbedingungen dazu berechtigt, vom Emittenten einen Barausgleich oder die physische Lieferung des zugrundeliegenden Basiswertes gegen Zahlung des Basispreises zu verlangen. Bei den meisten Neuemissionen von Covered Warrants wird die physische Lieferung des Underlyings ausgeschlossen und stattdessen von vornherein ein Barausgleich fixiert (d.h. die Zahlung des Differenzbetrages zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes am Ausübungstag und dem Basispreis). Damit werden die mit der physischen Lieferung für den Investor verbundenen Transaktionskosten vermieden. Klassische Aktienoptionsscheine hingegen berechtigen den Optionsscheininhaber stets zum Erwerb von Aktien des emittierenden Unternehmens







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Schuasda21:

hey danke da werd ich mich gleich mal anmelden...

 
28.08.06 15:29
was sagst du zu diesem call?

DE000DB292A8
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wolle 56:

@Schuasda21

 
28.08.06 15:39
lies bitte alles noch mal durch ich glaube du hast es noch nicht verstanden

DE000DB292A8 = Toilettenpapier basis 22!!

aber wenn du so ein fluxxschein vor einer woche gekauft HÄTTES wär du heute

ein gemacher mann :-)

wolle

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Schuasda21:

ja ok die basis ist nich ok aber

 
28.08.06 15:50
es gibt leider zu dem papier keien option mit einem besserm basispreis als
die hier: DE000DB743E2
Was meinst du zu der???
Das ist die einzige Option die ich finden kann die einen so kleinen Basisipreis hat....
Wo suchst du immer nach Optionenn?
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wolle 56:

@

 
28.08.06 16:00
http://www.boerse-stuttgart.de/
http://www.ariva.de/

naja der geht ja noch

aber warum hci? chart ?

wolle



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Schuasda21:

Warum hci?

 
28.08.06 16:05
Keine Ahnung hatte die schon mal hab sie dann auch wieder einigermaßen gut verkauft und ich meine dass die Aktie mom. unterbewertet ist.
Hast du dazu eine andere Meinung oder einen anderen Topfavoriten???
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