Die zusätzliche Strommenge, die benötigt wird, um alle Verbrenner-Autos durch BEVs zu ersetzen, ist überschaubar. Für Industrieländer schätzt man etwa 25% mehr, aber dadurch dass BEVs immer effizienter werden, wird die Zahl tendenziell unter 20% gehen. Das ist auf jeden Fall machbar, selbstverständlich auch nur mit Erneuerbaren, wenn die entsprechenden Energiespeicher gleich mitgebaut werden.
Hier einfache Berechnungen für die USA aus dem Jahr 2019 usafacts.org/articles/...ower-all-cars-if-they-were-electric/
Den Ressourcenverbrauch für die Batterien muss man natürlich im Auge behalten, aber wenn ich mir anschaue, vielviele Ressourcen zur Betankung von Verbrenner verbraucht werden, ist das bei BEVs im Vergleich sehr überschauhbar, zumal ja viele der Batterierohstoffe dann recycelt werden können (was bei Kohlenwasserstoffen schon deutlich schwieriger ist). Deswegen ist ja auch die Entwicklung von Robotaxis und autonomen Fahren so wichtig, weil dadurch theoretisch weniger Autos gebraucht werden (ob das dann wirklich so eintrifft, steht auf einem anderen Blatt...gut möglich dass viele Leute dann aus Geltungsdran gleich drei Robotaxis vor Ihrer Garage geparkt haben).
Dass Dein Kangoo schon nach 9 Jahren eine neue Batterie braucht, ist ärgerlich. Sicherlich sind sie Batterien von BEV-Modellen der 1. Generation nicht so zuverlässig wie heutzutage. Aber gleichzeitig liest man auch immer wieder von Tesla-Fahrern der ersten Stunde, die ihrem Model S inzwischen mehrere hunderttausend km runtergefahren haben, und die Batterie funktioniert nach wie vor einwandfrei und hat immer noch >80% ihrer ursprünglichen Kapazität. Im Übrigen dürfte es etliche Verbrenner-Kangoos geben, wo nach 9 Jahren der Motor oder das Getriebe getauscht werden musste (auch dass kostet Rohstoffe und Energie)...ich spreche da sozusagen aus Erfahrung, weil ich selbst mal einen hatte, und auch wenn das ein sehr praktisches Auto war, war die Zuverlässigkeit und Verarbeitungsqualität doch unter aller Kanone.