Ohne Tesla wäre der Übergang zu E-Autos langsamer vorangegangen, das stimmt. Dass mittelfristig mit E-Autos mehr Geld zu verdienen ist, als mit anderen Antriebsformen sehe ich nicht. Dazu müssten ja die Leute bereit seit, Premium-Preise für etwas technisch sehr einfaches zu bezahlen. Insofern können sie der Entwicklung gelassen entgegenschauen und das Portfolio flexibel umbauen.
Die Hälfte unserer Bevölkerung bei uns hat mittlerweile realisiert, dass wir gar keinen sauberen Strom für zusätzliche Verbraucher haben und wir uns die eigentlich gar nicht leisten können. Dass elektrische Energie empfindlich teuer geworden ist, hat jeder erfasst. Wenn ich auf 100km z.B. 14h Euro an der Stromtankstelle bezahle, wird E-Mobilität von den Betriebskosten her uninteressant. Wenn dieser Strom aktuell dann auch noch aus Kohlekraftwerken stammt, wird E-Mobitilität erst mal ganz witzlos.
Dass die teuren Fahrzeuge kommendes Jahr nicht mehr subventioniert werden, nimmt zumindest bei uns der Schwung raus und ein kleiner Kuchen wird unter vielen Herstellern aufgeteilt. Im Rest Europas ist wenig Geld für zu teure Teslas.
Die Automobilindustrie als Gesamtes stellt sich auf den Technologietrend ein und substituiert angestammtes Geschäft durch neues, so wie es der Markt verlangt. Anschieben muss man nichts und der Aufruhr ist auch hier wieder eher in den Köpfen der Tesla-Fans, als in der Automobilbranche. Weil die Transformation am Ende doch viel länger braucht, als man das gerne hätte und in einem großen Teilen der Länder dieser Erde noch nicht einmal begonnen hat.