Telekom bot Großbanken Pakt an


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mothy:

Telekom bot Großbanken Pakt an

 
16.08.01 09:31
Telekom bot Großbanken Pakt an
Von Juliana Ranter, London, und Betrand Benoit, Frankfurt

Die Deutsche Telekom hat sechs Investmentbanken Aufträge versprochen, wenn diese auf den Verkauf von Aktienpaketen im Auftrag von Großaktionären verzichten.

Zwar habe die Telekom nicht zugesagt, dass die Investmenthäuser an bestimmten Transaktionen beteiligt würde, hieß es bei Banken in Frankfurt. Doch sie habe klar gemacht, dass die Banken die bevorzugten Partner bei der Ausgabe von Aktien und Anleihen würden.

Diese Vorkommnisse belegen erneut, wie nervös der Konzern ist, weil er die Überflutung des Aktienmarktes mit Telekom-Papieren und damit Kursverluste befürchtet. Seit dem Kauf der US-Mobilfunkanbieter Voicestream und Powertel zum großen Teil im Tausch gegen Aktien, gibt es weltweit mehrere Großaktionäre der Telekom, die ihre Aktien losschlagen könnten. Erst vergangene Woche hatte die Deutsche Bank im Auftrag eines solchen Aktionärs 44 Millionen Aktien auf den Markt gebracht und damit einen drastischen Kurssturz der T-Aktie ausgelöst. Die Telekom hat in weniger als einer Woche ein Fünftel oder rund 20 Mrd. Euro ihres Börsenwerts verloren.



Guter Kunde


Der Konzern sei mit Abstand der am besten zahlende Kunde bei Investment-Transaktionen in Deutschland, hieß es bei einer Bank: "Also gibt es die Regel, dass man sie nicht verärgert, wenn es sich vermeiden lässt."


Zu den wichtigsten Großaktionären der Telekom seit dem Voicestream-Kauf gehören die Hongkonger Hutchison Whampoa, Telephooe & Data System aus den USA, die Investmenbank Goldman Sachs und der finnische Telekommunikationskonzern Sonera. Sie halten zusammen rund 520 Millionen oder gut zehn Prozent aller T-Aktien.


Das Abkommen zwischen der Telekom und den Banken ist der Grund, weshalb der Bonner Konzern der Deutschen Bank mit dem Entzug von Aufträgen gedroht hat, nachdem er das große Aktienpaket platziert hatte.


Die von der deutschen Großbank verkauften Aktien sollen zum großen Teil von Hutchison stammen. Der Hongkonger-Konzern soll mit der Weitergabe der Aktien an eine verbundene Firma ein Halteabkommen für die Aktien umgangen haben.



Rumtricksen


Ein Telekom-Insider sagte zu möglichen Abkommen mit Banken: "Diese Dinge laufen nicht automatisch ab. Aber wenn man einen guten Partner hat, wird man dazu tendieren, an diesen Aufträge zu vergeben. Auf der anderen Seite kann man mit uns rumtricksen, aber man sollte dann nicht mehr mit Aufträgen von uns rechnen."


Die sechs Banken sind neben der Deutschen Bank die Dresdner Kleinwort Wasserstein, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Credit Suisse First Boston und Schroder Salomon Smith Barney. Bei Banken wird das Abkommen mit der Telekom als nicht bindend beschrieben. Telekom-Insider sagten, es gebe keine formelle Vereinbarung. Doch es herrsche Einverständnis, dass die Banken den Telekom-Kurs nicht vor dem erwarteten Rückfluss von Aktien aus der Voicestream-Transaktion unter Druck bringen.


Den Banken seien implizit zusätzliche Aufträge angeboten worden, wenn sie keine großen Aktienpakete der früheren Voicestream-Aktionäre verkauften, sagte ein Banker, der die Telekom-Offerte kennt. "Wenn die eine Bitte aussprechen, hört man zu", sagte er.


Telekom-Chef Ron Sommer versuchte am Mittwoch in Zeitungsanzeigen, vor allem Kleinaktionäre vom Wert des Unternehmens zu überzeugen. Die Telekom bedauere den drastischen Kursverlust der vergangenen Woche, schrieb Sommer. "Wir sehen die aktuelle Kursentwicklung in krassem Widerspruch zur operativen Performance und zur strategischen Positionierung des Unternehmens." Bereits zu Wochenanfang hatte er in einem Interview die Deutsche Bank wegen des Aktienverkaufs in der vergangenen Woche ungewöhnlich scharf angegriffen. Der Verkauf sei unprofessionell verlaufen

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Gruenspan:

Noch wichtig für T-Aktionäre !!!

 
16.08.01 09:44
Ab 01.09.01 bzw. dem 01.12.01 werden mehr als 500 Mio Aktien der Deutschen Telekom frei.
An diesen Tagen sind Haltefristen der T-Aktie von Amis und Angelsachsen am Auslaufen.
Alles unter dem Motto:
Das Erbe der Voicestream-Geschichte.
Der Kurs der Telekom wird dies noch lange spüren.
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Peet:

die 18 wird wohl auch bald fallen o.T.

 
16.08.01 09:47
Antworten
Speculator:

@Gruenspan

 
16.08.01 10:05
Die Haltefrist wird doch mit tricks (Warentermingeschäft, etc.) umgangen. Ich glaube daß die T-aktie aufgrund der grossen Unsicherheit zwar noch unter Druck geraten wird, bei Kurse um die 17€ würde ich diese aber ganz genau beobachten (möglicher Boden).


mfG: Speculator
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jopius:

Voicestream 3Mrd. Verlust !!!

 
16.08.01 10:11
Telekom-Tochter VoiceStream mit hohen Verlusten im Halbjahr 2001

 
(dpa-AFX) Der US-Mobilfunkbetreiber VoiceStream hat im ersten Halbjahr tiefrote Zahlen geschrieben. Die Nettoverluste der neuen Tochterfirma der Deutschen Telekom verdoppelten sich gegenüber der Vorjahresperiode auf 1,3 Milliarden Dollar (rund 3 Mrd. DM). Das teilte VoiceStream in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC am Mittwoch mit.

Die Verluste vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) seien vom ersten auf das zweite Quartal 2001 aber rückläufig gewesen, erläuterte ein Telekom-Sprecher die vorgelegten Zahlen. "Wir sehen VoiceStream auf dem richtigen Weg". Für das gesamte Jahr erwartet Unternehmens-Chef John Stanton einen EBITA-Verlust von 300 Millionen Dollar. Bis Ende Juni war ein Fehlbetrag von 265 Millionen Dollar aufgelaufen.

Wie es weiter hieß, erhöhte VoiceStream seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten um 116 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Dollar. Den Anstieg führte die Telekom-Tochter unter anderem auf den Erwerb der Mobilfunkbetreiber Omnipoint und Aerial im Februar und Mai vergangenen Jahres sowie auf internes Wachstum zurück. Einschließlich Powertel telefonierten Ende Juni rund sechs Millionen Menschen im Netz von VoiceStream. Die Telekom Ende Mai ihren bislang größten Zukauf abgeschlossen und damit den Einstieg in den US-Markt geschafft.  
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Peet:

Deutsche Telekom streitet mit Konkurrenz

 
16.08.01 10:26
'Handelsblatt': Deutsche Telekom streitet mit Konkurrenz um neues Tarifsystem  
 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom will laut einem Pressebericht im Streit mit der Konkurrenz um ein neues Tarifsystem nicht nachgeben. Der Konzern halte an seinem neuen Mietmodell für seine Netze fest und habe einen entsprechenden Antrag bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post eingereicht, berichtet das "Handelsblatt" am Donnerstag. Die alternativen Telefonanbieter befürchten durch die neue Abrechnungsmethode allerdings höhere Kosten.

Bislang berechnen sich die Gebühren für die Konkurrenz nach der Entfernung, die ein Gespräch im Telekomnetz durchläuft. Diese Regelung läuft zum 30. November aus. Das neue Modell sieht eine Berechnung nach der Anzahl der Vermittlungsknoten zwischen dem Netz der Telekom und dem Netz der Mitbewerber vor. Laut Telekom seien mindestens 936 Verknüpfungspunkte nötig, um auch nur die niedrigsten Durchleitungstarife nutzen zu können. Die Konkurrenten halten dagegen 475 Schnittstellen für ausreichend, alles andere treibe die Kosten in die Höhe. Einige der Unternehmen erwägen bereits, einen Gegenantrag bei der Regulierungsbehörde zu stellen, schreibt die Zeitung./sh/jh/ms


16.08. - 10:01 Uhr  Artikel drucken | Artikel senden
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Nobody II:

Der Bankenartikel

 
16.08.01 10:41
das ist ja wie, wenn man bei einer Wasserleitung den Wasserhahn abschraubt anstatt zu verhindern, dass Wasser fließt.

Ich finde Ron Sommer sollte lieber die Banken überzeugen, dass man wie er bei Sprint die Aktien nicht über die Börse ausschüttet.

Ist so ja ein Teufelskreis : 500 Millionen Aktien sollen raus - aber auch zu jedem Preis ? - solange die aber nicht weg sind, steigt der Kurs auch nicht nachhaltig !

Interessant ist bei Voicestream aber, dass man schon 6 Mio Kunden hat - ich denke mal bei ca. 16-20 Mio erreicht man ein positives EBIT !

Gruß
Nobody II
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