Telecomkonzern Global Crossing beim Konkursrichter


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Happy End:

Telecomkonzern Global Crossing beim Konkursrichter

 
28.01.02 20:12
Der hochverschuldete internationale Telecomkonzern Global Crossing hat gemeinsam mit einigen Tochterfirmen bei einem Konkursgericht in New York und beim obersten Gericht in Bermuda Gläubigerschutz gesucht. Das Konkursverfahren im Rahmen von Chapter 11 des US-Konkursrechtes will das Unternehmen nutzen, um sich zu sanieren. Es will weiter operieren. Die Kunden sollen wie bisher bedient und die Mitarbeiter bezahlt werden.

Die Gesellschaft hat gleichzeitig mit dem riesigen Mischkonzern Hutchinson Whampoa Limited (Hongkong) und mit dem Telekomunternehmen Singapore Technologies Telemedia Pte Ltd. eine Absichtserklärung für ein Barinvestment in Höhe von 750 Millionen US-Dollar vereinbart. Dafür sollen die beiden Firmen aus Fernost eine Mehrheitsbeteiligung an Global Crossing erhalten. Die Aktionäre der Global Crossing gehen leer aus. Der Wert der Global Crossing-Aktien war im vergangenen Jahr bereits um 98 Prozent eingebrochen. Die Gläubiger des Unternehmens sollen hingegen Barmittel, neue Schuldtitel und neue Aktien erhalten.

Global Crossing betreibt ein weltweites Glasfasernetz und bietet Infrastrukturdienstleistungen für Telecom-Carrier an. Insgesamt kann das Global-Crossing-Netz weltweit mehr als 200 Städte in 27 Ländern versorgen. Bereits im vergangenen Jahr allerdings musste die Firma horrende Verluste melden und seine Zuflucht bei Massenentlassungen suchen. Global Crossing hatte nach Darstellung der amerikanischen Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg am 30. September elf Milliarden US-Dollar Schulden
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DarkKnight:

Wann wird Hongkong bomardiert?

 
28.01.02 21:36
wo hat Hutchison nicht die Finger drin?


Philadelphia (Reuters) - Der US-Anbieter von weltumspannenden Datenleitungen Global Crossing hat am Montag Gläubigerschutz beantragt, um das Unternehmen in Ruhe restrukturieren zu können. Mit einer Bilanzsumme von mehr als 25 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) geht das Unternehmen in den USA als bislang größtes Telekommunikationsunternehmen in die Insolvenz. Für die angestrebte Restrukturierung gewann die auf den Bahamas ansässige Global Crossing nach eigenen Angaben aber bereits asiatische Investoren. Die Singapore Technologies Telemedia und die Hongkonger Hutchison Whampoa hätten zugesagt, rund 750 Millionen Dollar (870 Millionen Euro) frisches Geld zuzuschießen und damit die Mehrheit an dem Anbieter schneller Datenübertragung zu übernehmen. Der Betrieb laufe ohne Einschränkungen weiter und auch die Mitarbeiter würden weiter bezahlt, hieß es.


"Es ist eine schmerzvolle Entscheidung", sagte Global-Chef John Legere. Zwar werde das Unternehmen gestärkt, aber einige Weggefährten - unter anderen der Gründer und Hauptaktionär Gary Winnick - blieben auf der Strecke, fügte Legere hinzu.


Nach Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes können Firmen unter Bedingungen des Gläubigerschutzes zunächst weiter tätig sein, während ein Umstrukturierungsplan ausgearbeitet wird.


Global leidet unter einem rasanten Preisverfall für ihre Datenleitungen, mit denen sie 200 Städte in 27 Ländern verbindet. Bereits im dritten Quartal machte Global rund 3,4 Milliarden Dollar Verlust und strich 3200 Stellen. Seit August gab es Marktspekulationen über eine baldige Insolvenz des Konzerns. In Medienberichten hieß es, der Hongkonger Milliardär Li Ka Shing - er kontrolliert Hutchison Whampoa - und die Deutsche Telekom seien daran interessiert bei Global Crossing zu investieren.


Ein Telekom-Sprecher sagte am Montag, der Bonner Konzern sei lediglich Kunde von Global Crossing, kein Anteilseigner. Mit Blick auf mögliche Auswirkungen der Insolvenz fügte er hinzu: "Wir haben Vorkehrungen getroffen."


Seit ihrem Hochstand von 23,75 Dollar im Februar 2001 verloren Global-Aktien fast 99 Prozent ihres Wertes. Am vergangenen Freitag schlossen sie vor Handelsaussetzung bei 0,51 Dollar. Der letzte außerbörsliche Kurs am Montag wurde bei 0,30 Dollar notiert. Auch im deutschen Xetra-Handel gaben Global-Aktien teilweise mehr als die Hälfte auf 0,48 Euro nach. Die Rating-Agentur Standard & Poor's stufte die Global-Anleihen auf Junk-Bond-Status ("junk" für englisch: Ramsch) herab.
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Happy End:

Mmmmmmmh....

 
28.01.02 21:40
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