Marktbericht New York
Technologiewerte erhellen die trübe Wall Street
Die Technologiewerte an der Wall Street haben am Donnerstag von einer starken Nachfrage nach den Papieren von Chipherstellern profitiert.
HB NEW YORK. Im Allgemeinen wurde die Stimmung der Investoren allerdings durch einen enttäuschenden Weihnachtsumsatz des Einzelhändlers Wal-Mart sowie eine Herabstufung der Papiere des Flugzeugbauers Boeing gedrückt.
Positive Daten zur US-Konjunktur konnten dem Markt da nur wenig Impulse geben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 10 882 Punkten fast unverändert. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10 908 und 10 843 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag ebenfalls beinahe unverändert bei 1273 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,59 Prozent auf 2276 Punkte.
Titel des Chipherstellers Xilinx verteuerten sich um gut sechs Prozent auf 28,55 Dollar. Der Konzern hatte seine Umsatzprognose wegen der weltweit starken Nachfrage nach seinen Produkten angehoben. Vom großen Interesse der Anleger konnte auch der Konkurrent Altera profitieren - die Aktien legten um 2,8 Prozent auf 19,73 Dollar zu. Händlern zufolge wird weithin erwartet, dass viele Unternehmen in diesem Jahr verstärkt in ihre Technik investieren und der Sektor dadurch insgesamt boomen wird.
Auch Anteilsscheine des Technologieunternehmens Cisco Systems verzeichneten Aufschläge. Sie legten um 2,8 Prozent auf 18,35 Dollar zu. Ray Rund von ShakerInvestments machte für die Rally bei den Tech-Werten auch den Beginn der Verbraucherelektronik-Messe in Las Vegas verantwortlich, bei der zahlreiche neue Produkte vorgestellt werden.
Der Dow dagegen litt unter den jüngsten Nachrichten von Wal-Mart. „Wal-Mart hat die Kundenzahlen erreicht, aber nicht die Margen“, sagte Analyst Jim Awad von Awad Asset Management mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft des weltgrößten Einzelhändlers. Der Konzern hatte mitgeteilt, er erwarte den Gewinn im vierten Quartal am unteren Ende der vorher prognostizierten Spanne von 82 bis 86 Cent je Aktie. „Das veranlasst zu frühzeitiger Vorsicht“, betonte Awad. Wal-Mart-Papiere büßten um knapp 1,4 Prozent auf 45,69 Dollar ein.
Auch Boeing-Titel zählten zu den Verlierern und gaben um 1,2 Prozent auf 70,33 Dollar nach. Banc of America Securities hatte das Rating für den Konzern auf „neutral“ von „kaufen“ gesenkt und das Preisziel für die Aktien auf 72 Dollar von 73 Dollar nach unten korrigiert.
Das im Dezember unerwartet stark beschleunigte Wachstum im US-Dienstleistungssektor konnte den Markt nur für kurze Zeit beflügeln. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 59,8 Punkte von 58,5 Punkten im November, wie das Institut mitteilte. Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index eine weiter expandierende Geschäftstätigkeit des Sektors, der 80 Prozent der US-Wirtschaft ausmacht.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,79 Milliarden Aktien den Besitzer. 1856 Werte legten zu, 1534 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1630 im Plus, 1422 im Minus und 137 unverändert.
An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 02/32 auf 101-04/32 nach. Sie rentierten mit 4,356 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 05/32 auf 112-10/32 und hatten eine Rendite von 4,546 Prozent.
Quelle: HANDELSBLATT, Donnerstag, 05. Januar 2006, 22:40 Uhr
...be invested
Der Einsame Samariter
Technologiewerte erhellen die trübe Wall Street
Die Technologiewerte an der Wall Street haben am Donnerstag von einer starken Nachfrage nach den Papieren von Chipherstellern profitiert.
HB NEW YORK. Im Allgemeinen wurde die Stimmung der Investoren allerdings durch einen enttäuschenden Weihnachtsumsatz des Einzelhändlers Wal-Mart sowie eine Herabstufung der Papiere des Flugzeugbauers Boeing gedrückt.
Positive Daten zur US-Konjunktur konnten dem Markt da nur wenig Impulse geben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 10 882 Punkten fast unverändert. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10 908 und 10 843 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag ebenfalls beinahe unverändert bei 1273 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,59 Prozent auf 2276 Punkte.
Titel des Chipherstellers Xilinx verteuerten sich um gut sechs Prozent auf 28,55 Dollar. Der Konzern hatte seine Umsatzprognose wegen der weltweit starken Nachfrage nach seinen Produkten angehoben. Vom großen Interesse der Anleger konnte auch der Konkurrent Altera profitieren - die Aktien legten um 2,8 Prozent auf 19,73 Dollar zu. Händlern zufolge wird weithin erwartet, dass viele Unternehmen in diesem Jahr verstärkt in ihre Technik investieren und der Sektor dadurch insgesamt boomen wird.
Auch Anteilsscheine des Technologieunternehmens Cisco Systems verzeichneten Aufschläge. Sie legten um 2,8 Prozent auf 18,35 Dollar zu. Ray Rund von ShakerInvestments machte für die Rally bei den Tech-Werten auch den Beginn der Verbraucherelektronik-Messe in Las Vegas verantwortlich, bei der zahlreiche neue Produkte vorgestellt werden.
Der Dow dagegen litt unter den jüngsten Nachrichten von Wal-Mart. „Wal-Mart hat die Kundenzahlen erreicht, aber nicht die Margen“, sagte Analyst Jim Awad von Awad Asset Management mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft des weltgrößten Einzelhändlers. Der Konzern hatte mitgeteilt, er erwarte den Gewinn im vierten Quartal am unteren Ende der vorher prognostizierten Spanne von 82 bis 86 Cent je Aktie. „Das veranlasst zu frühzeitiger Vorsicht“, betonte Awad. Wal-Mart-Papiere büßten um knapp 1,4 Prozent auf 45,69 Dollar ein.
Auch Boeing-Titel zählten zu den Verlierern und gaben um 1,2 Prozent auf 70,33 Dollar nach. Banc of America Securities hatte das Rating für den Konzern auf „neutral“ von „kaufen“ gesenkt und das Preisziel für die Aktien auf 72 Dollar von 73 Dollar nach unten korrigiert.
Das im Dezember unerwartet stark beschleunigte Wachstum im US-Dienstleistungssektor konnte den Markt nur für kurze Zeit beflügeln. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 59,8 Punkte von 58,5 Punkten im November, wie das Institut mitteilte. Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index eine weiter expandierende Geschäftstätigkeit des Sektors, der 80 Prozent der US-Wirtschaft ausmacht.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,79 Milliarden Aktien den Besitzer. 1856 Werte legten zu, 1534 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1630 im Plus, 1422 im Minus und 137 unverändert.
An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 02/32 auf 101-04/32 nach. Sie rentierten mit 4,356 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 05/32 auf 112-10/32 und hatten eine Rendite von 4,546 Prozent.
Quelle: HANDELSBLATT, Donnerstag, 05. Januar 2006, 22:40 Uhr
...be invested
Der Einsame Samariter

