(gekürzt, hier nur die Dax Analyse. Den kompletten Kommentar zu den Märkten gibt es unter Analysen bei technical-investor)
Unter strategischen Gesichtspunkten bleibt unsere technische Grundbeurteilung des deutschen Aktienindex DAX unverändert zu den Aussagen der Vortage. Das heißt:
(1) der DAX befindet sich aktuell innerhalb einer potentiellen, seitwärts ausgebildeten Konsolidierungszone, deren Begrenzungen wir im weiteren Sinne wie folgt definierten: 2395 auf der Unterseite (untere Begrenzung und aktuell gültige Unterstützung), sowie 2731 auf der Oberseite (obere Begrenzung und aktuelles Widerstandsniveau).
(2) eingebettet in diesen erwarteten (und noch nicht bestätigten) Konsolidierungsbereich im weiteren Sinne, definierten wir noch um 2680 ein untergeordnetes Widerstandsniveau;
(3) als markttechnisches Argument für diese weitestgehend neutrale Marktbeurteilung unter strategischem Blickwinkel orientieren wir uns an der Bewegungsdynamik, gemessen über den ADX in seiner Standardeinstellung, sowie an der Entwicklung der kurzfristigen Schwungkraft; die mittelfristige Bewegungsdynamik ist aktuell noch immer rückläufig, was gleichzusetzen ist mit Kraftverlust des mittelfristigen Bewegungsimpulses; die kurzfristig interessante Schwungkraft kann sich derzeit ebenfalls kaum entfalten;
(4) über die Kombination von Trendfolgern mit verschiedenen Zeithorizonten, welche wir als Richtungsfilter unterlegen, wird dem DAX ein neutrales set-up ausgewiesen;

Damit haben wir zunächst den Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen wir den DAX für die nächsten Tage auch weiterhin erwarten.
Ein weiteres Argument, welches zumindest kurzfristig die weitestgehend neutrale Erwartungshaltung im Bezug auf den DAX unterstützt, ist der Vergleich der jeweiligen Korrekturpotentiale gegenüber ihrer vorangegangenen Bewegungsimpulse: orientiert am übergeordneten sekundären Abwärtstrend, der in seiner jüngsten Anpassung von Dezember letzten Jahres bis Mitte März Gültigkeit hatte, korrigierte der DAX vom 13. März bis zum 21. März in etwa das minimale Korrekturpotential, was jedoch nur indikativ interessant war, woraus sich auf Grund der Länge des vorangegangenen Bewegungsimpulses jedoch noch keine Handelserwartung herleiten ließ. Interessanter war da schon, daß diese Aufwärtsbewegung in den Folgetagen dann um das errechnete maximale Reaktionspotential auf der Unterseite wieder nach unten hin korrigiert wurde, woraus sich jetzt eine statistisch gestützte und belegte Erwartungshaltung ableiten ließ, daß der DAX nur noch mit einer Trefferquote / Chance von etwa 37 Prozent das Bewegungshoch bei 2731 im laufenden Bewegungsfraktal überschreiten würde.
Dieser korrigierende Abschwung endete am 01. April mit der Ausbildung eines weißen Kreisels und führte zu einem erneuten Aufwärtsimpuls, der wiederum im gestrigen Hoch das Reaktionspotential auf der Oberseite (bezogen auf die Wegstrecke der unmittelbar vorangegangenen Abwärtsbewegung) maximal ausschöpfte. Damit sollte nun die Kette der Reaktionen und Folgereaktionen abgeschlossen sein, weitere statistisch belegbare und sinnvolle Aussagen lassen sich nun nicht mehr innerhalb dieses konsolidierenden Bewegungsfraktals treffen.

Grundsätzlich leiten wir davon jedoch ab, daß eine neutrale, aber volatile Trading-Range mit hoher Wahrscheinlichkeit für die nächsten Tage das vordergründigste Szenario sein sollte.
Per gestern bildete sich nun ein sogenannter schwarzer shootingstar aus, ein Kursmuster, welches durchaus eine negative Indikation im kurzfristigen Zeitfenster liefert und in der Fachliteratur als Verkaufssignal aufgeführt wird. Innerhalb des DAX können wir einen schwarzen shootingstar jedoch nicht als zuverlässiges Verkaufssignal statistisch nachweisen, in den letzten zehn Jahren hatte dieser nur eine Trefferquote von 38.46 Prozent im Hinblick auf die Möglichkeit einer profitablen Umsetzung dieses Kursmusters. Dennoch, wie per gestern hingewiesen, sollte ein shootingstar in der Tageskerze durchaus als Argument für das Schließen bestehender Trading-Long-Positionen angesehen worden sein.

Praktische Konsequenz
(1) der DAX bleibt aus unserer Sicht derzeit ganz klar ein Trading-Markt und kein Trendmarkt, der strategische Positionierungen sinnvoll macht;
(2) wir hatten am Mittwoch zur Markteröffnung um 2500 Indexpunkte eine Trading-Long-Position eröffnet und das Kursziel für diese per gestern auf 2630 Indexpunkte festgelegt; dieses Kursniveau wurde per gestern erreicht, was zum einen zur angekündigten ersten Gewinnmitnahme über einen Teilbestand der Position führte (siehe gestrigen Punkt (3)) und zum anderen eine sofortige Stop-Kurs Anpassung auf 2560 nach sich zog;
(3) im Tagesverlauf schwächte sich der DAX dann wieder ab, fiel aber im Tief nur auf 2562.62 Indexpunkte, womit der Stop-Kurs nur knapp verfehlt wurde; da es jedoch zur Ausbildung eines shootingstars per Schlußkurs kam, lösten wir zum Handelsende hin bei 2569 den verbliebenen Restbestand der Position auf und sind nun neutral (siehe gestrigen Punkt (4));
(4) für heute orientieren wir uns am gestrigen Tagestief bei 2557; wird dieses per Schlußkurs unterschritten und der heutige Kerzenkörper weist keine lange Lunte auf bzw. zeigt sich nicht als bullish´es Kerzenmuster, gehen wir per Schlußkurs spekulativ short mit Kursziel 2450; aggressiv bzw. intraday bietet sich die 2557 als Trigger für intraday-Spekulationen auf der Short-Seite an, jedoch sollte bei einem Schlußkurs oberhalb der 2557 die Position wieder geschlossen werden; beachten Sie bitte, daß wir uns in einem seitwärts gerichteten Trading-Markt befinden, d.h. wir können aktuell nicht mit tragenden Trends rechnen und die Bewegungen sind aktuell impulsiv, instabil und von zum Teil heftigen Reaktionen geprägt; dies sollte unbedingt in der Positionsgröße berücksichtigt werden; Stop-Kurse engmaschig setzen; für intraday bietet sich Niveau um 2605 Indexpunkte an;
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und ein erholsames Wochenende !!
Uwe Wagner
Unter strategischen Gesichtspunkten bleibt unsere technische Grundbeurteilung des deutschen Aktienindex DAX unverändert zu den Aussagen der Vortage. Das heißt:
(1) der DAX befindet sich aktuell innerhalb einer potentiellen, seitwärts ausgebildeten Konsolidierungszone, deren Begrenzungen wir im weiteren Sinne wie folgt definierten: 2395 auf der Unterseite (untere Begrenzung und aktuell gültige Unterstützung), sowie 2731 auf der Oberseite (obere Begrenzung und aktuelles Widerstandsniveau).
(2) eingebettet in diesen erwarteten (und noch nicht bestätigten) Konsolidierungsbereich im weiteren Sinne, definierten wir noch um 2680 ein untergeordnetes Widerstandsniveau;
(3) als markttechnisches Argument für diese weitestgehend neutrale Marktbeurteilung unter strategischem Blickwinkel orientieren wir uns an der Bewegungsdynamik, gemessen über den ADX in seiner Standardeinstellung, sowie an der Entwicklung der kurzfristigen Schwungkraft; die mittelfristige Bewegungsdynamik ist aktuell noch immer rückläufig, was gleichzusetzen ist mit Kraftverlust des mittelfristigen Bewegungsimpulses; die kurzfristig interessante Schwungkraft kann sich derzeit ebenfalls kaum entfalten;
(4) über die Kombination von Trendfolgern mit verschiedenen Zeithorizonten, welche wir als Richtungsfilter unterlegen, wird dem DAX ein neutrales set-up ausgewiesen;

Damit haben wir zunächst den Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen wir den DAX für die nächsten Tage auch weiterhin erwarten.
Ein weiteres Argument, welches zumindest kurzfristig die weitestgehend neutrale Erwartungshaltung im Bezug auf den DAX unterstützt, ist der Vergleich der jeweiligen Korrekturpotentiale gegenüber ihrer vorangegangenen Bewegungsimpulse: orientiert am übergeordneten sekundären Abwärtstrend, der in seiner jüngsten Anpassung von Dezember letzten Jahres bis Mitte März Gültigkeit hatte, korrigierte der DAX vom 13. März bis zum 21. März in etwa das minimale Korrekturpotential, was jedoch nur indikativ interessant war, woraus sich auf Grund der Länge des vorangegangenen Bewegungsimpulses jedoch noch keine Handelserwartung herleiten ließ. Interessanter war da schon, daß diese Aufwärtsbewegung in den Folgetagen dann um das errechnete maximale Reaktionspotential auf der Unterseite wieder nach unten hin korrigiert wurde, woraus sich jetzt eine statistisch gestützte und belegte Erwartungshaltung ableiten ließ, daß der DAX nur noch mit einer Trefferquote / Chance von etwa 37 Prozent das Bewegungshoch bei 2731 im laufenden Bewegungsfraktal überschreiten würde.
Dieser korrigierende Abschwung endete am 01. April mit der Ausbildung eines weißen Kreisels und führte zu einem erneuten Aufwärtsimpuls, der wiederum im gestrigen Hoch das Reaktionspotential auf der Oberseite (bezogen auf die Wegstrecke der unmittelbar vorangegangenen Abwärtsbewegung) maximal ausschöpfte. Damit sollte nun die Kette der Reaktionen und Folgereaktionen abgeschlossen sein, weitere statistisch belegbare und sinnvolle Aussagen lassen sich nun nicht mehr innerhalb dieses konsolidierenden Bewegungsfraktals treffen.

Grundsätzlich leiten wir davon jedoch ab, daß eine neutrale, aber volatile Trading-Range mit hoher Wahrscheinlichkeit für die nächsten Tage das vordergründigste Szenario sein sollte.
Per gestern bildete sich nun ein sogenannter schwarzer shootingstar aus, ein Kursmuster, welches durchaus eine negative Indikation im kurzfristigen Zeitfenster liefert und in der Fachliteratur als Verkaufssignal aufgeführt wird. Innerhalb des DAX können wir einen schwarzen shootingstar jedoch nicht als zuverlässiges Verkaufssignal statistisch nachweisen, in den letzten zehn Jahren hatte dieser nur eine Trefferquote von 38.46 Prozent im Hinblick auf die Möglichkeit einer profitablen Umsetzung dieses Kursmusters. Dennoch, wie per gestern hingewiesen, sollte ein shootingstar in der Tageskerze durchaus als Argument für das Schließen bestehender Trading-Long-Positionen angesehen worden sein.

Praktische Konsequenz
(1) der DAX bleibt aus unserer Sicht derzeit ganz klar ein Trading-Markt und kein Trendmarkt, der strategische Positionierungen sinnvoll macht;
(2) wir hatten am Mittwoch zur Markteröffnung um 2500 Indexpunkte eine Trading-Long-Position eröffnet und das Kursziel für diese per gestern auf 2630 Indexpunkte festgelegt; dieses Kursniveau wurde per gestern erreicht, was zum einen zur angekündigten ersten Gewinnmitnahme über einen Teilbestand der Position führte (siehe gestrigen Punkt (3)) und zum anderen eine sofortige Stop-Kurs Anpassung auf 2560 nach sich zog;
(3) im Tagesverlauf schwächte sich der DAX dann wieder ab, fiel aber im Tief nur auf 2562.62 Indexpunkte, womit der Stop-Kurs nur knapp verfehlt wurde; da es jedoch zur Ausbildung eines shootingstars per Schlußkurs kam, lösten wir zum Handelsende hin bei 2569 den verbliebenen Restbestand der Position auf und sind nun neutral (siehe gestrigen Punkt (4));
(4) für heute orientieren wir uns am gestrigen Tagestief bei 2557; wird dieses per Schlußkurs unterschritten und der heutige Kerzenkörper weist keine lange Lunte auf bzw. zeigt sich nicht als bullish´es Kerzenmuster, gehen wir per Schlußkurs spekulativ short mit Kursziel 2450; aggressiv bzw. intraday bietet sich die 2557 als Trigger für intraday-Spekulationen auf der Short-Seite an, jedoch sollte bei einem Schlußkurs oberhalb der 2557 die Position wieder geschlossen werden; beachten Sie bitte, daß wir uns in einem seitwärts gerichteten Trading-Markt befinden, d.h. wir können aktuell nicht mit tragenden Trends rechnen und die Bewegungen sind aktuell impulsiv, instabil und von zum Teil heftigen Reaktionen geprägt; dies sollte unbedingt in der Positionsgröße berücksichtigt werden; Stop-Kurse engmaschig setzen; für intraday bietet sich Niveau um 2605 Indexpunkte an;
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und ein erholsames Wochenende !!
Uwe Wagner