Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo


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Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo

 
03.05.04 08:28

Nach einem mauen Wochenabschluss am vergangenen Freitag, gehen die Börsianer unsicher ans Werk. Die Vorgaben aus den USA sind verhalten. Und Japan hat sich für das "goldene Wochenende" gleich bis Donnerstag vom Handel verabschiedet.

Frankfurt/New York/Tokio - Nachdem der Dax Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo 1485734 vergangene Woche wieder unter die 4000er-Marke rutschte, blicken die meisten Börsianer dem Börsenstart am Montag mit gemischten Gefühlen entgegen. Anzeichen für steigende Kurse erwarten nur die wenigsten, die Prognosen sind widersprüchlich. "Der Markt weiß auch nicht so recht wo er hin will. Aber das mit aller Kraft", kokettierte Stefan Rangosch vom Bankhaus Seydler in Frankfurt.

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Börsianer in Frankfurt: Becheidene Impulse
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Die Impulse von der Wall Street jedenfalls sind bescheiden. Mit einer leichteren Tendenz haben sich die US-Börsen am Freitag aus dem Handel verabschiedet. Händler berichteten von einem für den Wochenschluss "typischen Ausverkauf" zum Ende der Session.

Der Dow-Jones-Index Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo 1485734 für 30 Industriewerte verlor 0,5 Prozent beziehungsweise 47 Punkte auf 10.226 Zähler. Der S&P-500-Index reduzierte sich um 0,6 Prozent beziehungsweise sieben Punkte auf 1107 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo 1485734 büßte gar 1,9 Prozent oder 39 Punkte auf 1920 Zähler ein.

Japan im langen Wochenende

Unverändert schauen die meisten Marktteilnehmer skeptisch auf die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten, wo das Öl teurer als zur Zeit des Irakkriegs gehandelt wird. Aber auch die Sorge um eine baldige Leitzinsentwicklung in den USA sollte die Börsen weiter fest im Griff halten, sagen die Marktstrategen der Commerzbank voraus.

Aus Fernost sind weder gute noch schlechte Nachrichten zu erwarten. Der Handelsplatz in Japan bleibt am Montag, Dienstag und Mittwoch geschlossen. Nach dem so genannten "Goldenen Wochenende" startet der Handel in Tokio wieder am Donnerstag.

An der Frankfurter Börse werden beim Dax-Start am Montag Kursverluste erwartet. Vorbörslich sehen Deutsche Bank und Citibank den Index bei 3965 Punkten, die Commerzbank sieht den Dax bei 3960 Zählern.

Banken stellen Wirtschaftsprognose vor

In Deutschland wird der Bundesverband deutscher Banken am Montag die Wirtschaftsprognose für 2004/2005 vorstellen. Im Vorfeld gibt es Signale, dass auch die Finanzkonzerne ihren Beitrag zum Aufschwung leisten wollen.

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Deutsche Großbanken wollen laut einem Zeitungsbericht nach dem massiven Abbau von Problemkrediten künftig wieder mehr neue Darlehen an Unternehmen vergeben. Die zum Allianz-Konzern gehörende Dresdner Bank habe zum Beispiel innerhalb ihres Risikorahmens noch Spielraum für eine Ausweitung des Volumens um 15 Prozent, berichtet die Tageszeitung "Die Welt".

Allein: Die Nachfrage ist derzeit gering. Die Commerzbank Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo 1485734 starte daher eine neue Kampagne, um in den kommenden drei Jahren 9000 neue Firmenkunden zu gewinnen.

Morgan Stanley: Ausländische Banken wollen nicht zugreifen

Erneut steht auch das Thema "Bankenübernahme" auf der Agenda. Ausländische Banken scheuen nach Einschätzung des deutschen Morgan-Stanley-Chefs derzeit noch vor der Übernahme hiesiger Kreditinstitute zurück. "Es sitzen viele Interessenten auf dem Zaun. Das, was sie bisher gesehen haben, halten sie aber nicht für ausreichend, um den Sprung zu machen", sagte Lutz Raettig, der Vorstandsvorsitzende der Morgan Stanley Bank, in einem Gespräch mit der DPA in Frankfurt.

Neben den notwendigen "Reparaturmaßnahmen" schreckten die Ausländer vor allem die im internationalen Vergleich geringen Marktanteile und Eigenkapitalrenditen der deutschen Banken ab. "Sie sind nicht bereit, diese Opfer gleichzeitig zu bringen."

Haim Saban: Übernahmen in Deutschland

Der US-Milliardär Haim Saban plant nach der Übernahme von ProSiebenSat1 Media AG Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo 1485734 weitere Zukäufe in Deutschland und hat unter anderem den Musiksender Viva der Viva Media AG Tagesausblick: Mit aller Kraft nach Nirgendwo 1485734 im Visier. Nähere Angaben machte Saban im Nachrichtenmagazin SPIEGEL nicht.

Die personellen Umwälzungen bei der führenden deutschen Sendergruppe, die praktisch alle Schlüsselposten betrafen, seien abgeschlossen. Er wolle "absolut" auf längere Zeit bei ProSiebenSat1 engagiert bleiben, betonte Saban.

Ende des rot-grünen Sparkurses verärgert Ökonomen

Führende Volkswirte und Vertreter von Wirtschaftsverbänden haben Zeitungsberichten zufolge eine mögliche Wende in der Finanzpolitik der rot-grünen Bundesregierung scharf kritisiert.

Die Abkehr von einer Konsolidierung des Staatshaushaltes sei ein verheerendes Signal, sagte der Finanzexperte Rolf Peffekoven, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums, der "Rheinischen Post" laut einem Vorabbericht aus der Montagsausgabe. "Inzwischen weiß jeder, dass neue Schulden die Steuern von morgen sind", sagte er und: "Konsum braucht Vertrauen, ein erneuter Kurswechsel erzeugt aber in der Bevölkerung das Gegenteil." Er warnte zudem davor, dass die Bundesregierung damit die Stabilität des Euro in ernste Gefahr bringe.

Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt sagte einem Vorabbericht der "Bild"-Zeitung zufolge, ein Reformstopp "wäre eine Katastrophe für Deutschland". An einer Haushaltskonsolidierung und weiteren nachhaltigen Reformen führe kein Weg vorbei.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Braun, sagte dem Blatt, eine schuldenfinanzierte expansive Haushaltspolitik werde die Konjunktur kaum ankurbeln. "Strohfeuer bringen uns nicht weiter."

In mehreren Medienberichten hatte es am Wochenende geheißen, die Bundesregierung wolle ihren Sparkurs aufgeben und der Förderung des Wirtschaftswachstums Vorrang geben. Das Finanzministerium wies die Berichte am Sonntag allerdings zurück.

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