TA-Börsegang in Gefahr


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HAHAHA:

TA-Börsegang in Gefahr

 
28.10.00 14:48
TA-Börsegang in Gefahr

Wien - Der Börsegang der Telekom Austria, für den die Zeichnungsfrist nach bisher nicht widersprochenen Meldungen am Donnerstag den 2. November beginnen soll, steht auf des Messers Schneide, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format. Aufgrund der angespannten Börsesituation sei vom Steering Committee des Börseganges (ÖIAG, Telekom-Vorstand, Investmentbank) in den letzten Tagen eine Herabsetzung der Preisspanne von 12 bis 15 Euro auf 10 bis 13 Euro ins Auge gefasst worden. Damit würde aber, so heißt es, die Grenze unterschritten, ab welcher der Beteiligungspartner Telecom Italia den Börsegang durch ein Veto verhindern oder eine Rückzahlung vom Kaufpreis für ihr 25-Prozent-Paket verlangen könnte.

Telekom Austria Präsident und ÖIAG Vorstandsdirektor Johannes Ditz war bis heute, Freitag, bereits zwei Tage lang bemüht, in Italien beim Minderheitspartner zu kalmieren. Nicht weniger dramatisch, so Insider, dürfte die Aufsichtsratssitzung der ÖIAG und des ÖIAG Privatisierungsausschusses am kommenden Montag nachmittag werden, bei dem der Börsegang das Hauptthema sein wird. Insider berichten, dass die Stimmung im Kontrollgremium der staatlichen Privatisierungs- und Beteiligungsholding äußerst gereizt sein soll, nicht jedes Mitglied im Aufsichtsrat bzw. Privatisierungsausschuss soll den TA Börsegang befürworten. Indiz für die Verunsicherung ist auch, dass man erst nach der Aufsichtsratssitzung den Termin für die Publizierung des Börseprospektes bekanntgeben will, vermutlich wird dies Donnerstag vormittag sein.

Veto von Telecom Italia droht

Das letzte Wort zum Börsegang hat noch der Finanzminister zu sprechen, für den aus der Emission weniger als die Hälfte der ursprünglich erhofften rund 30 Mrd. S herausspringen könnten.

Eine Absage des Börseganges in letzter Minute können sich Beobachter aber kaum vorstellen, da man dazu bereits zu viel investiert habe. (jedenfalls deutlich mehr als die offiziell genannten mehr als 100 Mill. S). Andererseits wäre es für die Wiener Börse eine Katastrophe, sollte auch der Kurs der TA, wie beispielsweise bei Telia in Schweden, im Verlauf um 30 Prozent einbrechen.
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Guru Brauni:

Das wäre für die Verantwortlichen mehr als peinlic

 
29.10.00 23:20
h...
Deshalb glaube ich, daß sie den Börsegang unter allen Umständen durchdrücken werden.

Wirsd Du zeichnen HAHAHA? Ich bin noch unschlüssig, tendiere aber eher zu ja aus langfristiger Sicht.

Viele Grüße
Guru Brauni
Antworten
HAHAHA:

@guru

 
29.10.00 23:41
ja, ich denke schon.
Man wird mit dem Emissionspreis an die Schmerzgrenze gehen müssen.
Diesen werde ich mir allerdings genauer ansehen (Bewertungs-Vergleich zu "ähnlichen Telekoms").

So banal es klingt - ein grosser Teil der Österreicher, der sich bei der IPO beteiligen wird, hatte bisher keine Aktien. Wenn man gemein ist, könnte man erwarten, dass sie nicht einmal wissen, wie man online verkauft.

Ich schätze, die meisten werden die Aktienanlage als "längerfristige Anlage" ansehen. Die Aktie wird anfangs steigen - die Zeichner werden stolz auf sich selbst sein "Aktienstar" zu sein - und werden halten. Neider, die nicht gezeichnet haben, werden nachkaufen nach IPO.

Ich glaube, dass tatsächlich so handeln werden wie oben beschrieben.
Ösi-Zocker - wie hier auf Ariva oder austroxx.de werden den Riesenwert (etwa 30% des ATX !!!) kaum nennenswert beeinflussen.


Ich glaube wirklich, dass es sich stark lohnen könnte, zu zeichnen.
Ich werde aber nur solange halten, so lange sie steigt.

Dass jetzt wieder die dt. Telekom steigt und sich die Börsen (hoffentlich) auch in der nächsten Woche stabilisieren - könnte  die TA-IPO noch retten.

Eine Verschiebung wäre sicher ein eher schlechtes Signal - aber auch kein Beinbruch.

Also ich empfehle ganz klar die Zeichnung

Gruss
haha
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Guru Brauni:

Deine Einschätzung klingt plausibel für mich.

 
30.10.00 08:19
Kenne da auch so ein Beispiel. Ein Kollege von mir hat eine Freundin in Berlin. Deren Vater hatte seinerzeit mit der dt. Telekom einen schönen Wertzuwachs. Er beobachtet deshalb seit ein paar Monaten die Märkte (vorwiegend NM und sonstige Technotitel). Und er freut sich schon seit langem auf den TA-Börsengang. Jetzt wo es konkret wird hat er schon ein paar Sachen ausprobiert. Er führt seit ca. einem halben Jahr ein Musterdepot im Internet. Und nun hat er vor ca. 1,5 Monaten ein echtes Depot erföffnet und hat vor einer Woche "testhalber" Apple bei ca. 22,6 Euro für in Summe 4000ATS (! kein Tippfehler!)gekauft und vor ein paar Tagen Libro fast am Tiefststand. Er dürfte genau in Dein Bild passen.
Ich denke auch, daß ich zeichnen werde. Sollte es bald schöne Gewinne geben, was sehr gut möglich ist werde ich aus raus gehen. Die eine Gratisaktie nach - ich glaub es waren 1,5 Jahre oder so - macht das Kraut auch nicht fett, wenn sie etwas konsolidieren sollte.

Viele Grüße
Guru Brauni
Antworten
HAHAHA:

@Guru brauni

 
30.10.00 16:38
www2.kurier.at/

insbesondere der letzte Satz stimmt mich sehr optimitisch - ich denke, man kann da nichts falsch machen mit zeichnen.

Gruss


29.10.2000  18 : 18 Uhr
Großer Wert, aber kleiner Preis

Ein Telekom-Austria-Chef, der im Zeitungsinterview eher unverhüllt zu Absprachen bei der UMTS-Auktion aufruft; (Unwahre) Marktgerüchte, dass die Telekom Austria den Börsegang doch noch verschiebt; hektische Vorbereitungen bei den Banken und in der Telekom Austria, die am 6. November die erste "road show" im Austria Center abhält: Kurz vor Beginn der größten Privatisierung in der Geschichte Österreichs mit einem Volumen von rund 25 Milliarden Schilling liegen bei den Beteiligten die Nerven blank. Zwar hat sich in den vergangenen zwei Wochen das Umfeld für Telekom-Aktien gebessert, und das sollte jetzt in den kommenden Wochen auch so bleiben - am 21. November soll die Telekom-Aktie erstmals in Wien und New York notieren.

Noch etwas scheint mittlerweile klar: Es wird eine ziemlich hohe Stückzahl an Aktien emittiert, um den Preis je Aktie so klein wie möglich zu halten. Analysten rechnen dabei mit einem Preis von unter 200 Schilling je Aktie, also etwa zehn bis 14 Euro. Wenn die UMTS-Auktion gut für die Telekom, aber schlecht fürs Budget ausgeht, dürfte der Preis am oberen Ende liegen. Das Endergebnis der UMTS-Versteigerung wird etwa eine Woche vor der Erstnotiz der Aktie vorliegen.

"Die Platzierung der Aktien ist kein Problem", ergab ein Rundruf bei heimischen Banken. Das Interesse der Anleger ist da, die laufende Werbe-Kampagne hat die Anfragen in den Filialen deutlich erhöht. Vor allem aber in den Fonds ist ausreichend Kapital vorhanden. "Der Börsegang wird ein Erfolg, weil er ein Erfolg werden muss", sagte ein Banker lakonisch, aber mit dem Blick fürs wesentliche, nämlich die Zukunft der Wiener Börse. Bei einem so günstigen Kurs - rechnen Banker - wird auch die Telekom Italia, mit 25 Prozent strategischer Aktionär der Telekom Austria, ihren Anteil via Börse aufstocken.

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