"""""Du sprichst aber einen wichtigen Punkt an: die Bodenqualität.
Neue, niedrigere Preise, die keine Mondpreise mehr sein werden, sorgen künftig dafür, dass Rüben nur noch dort angebaut werden, wo es aus sich heraus sinnvoll und ertragreich ist und nicht aufgrund eines astronomischen Mindestrübenpreises künstlich rentabel gemacht wurde."""""""
was macht dann der Landwirt, der seine anbaurechte und somit Mitgliedschaft in der Genossenschaft teuer erkauft hat -und nicht in der nähe von Magdeburg, oder Straubing wohnt?
""""Die Absenkung des Rübenpreises in der dargestellten Dimension ist soweit richtig.
Man sollte jedoch auch nicht verschweigen, dass der Referenzpreis für das Endprodukt Zucker stärker gesunken ist als der Rübenpreis."""""
zumindest ich verschweige dies ganz und gar nicht, da es ja das eigentliche Dilemma von
sz ist.
das Endprodukt wird auf dem markt günstiger, aber die kosten über billige Einkaufspreise können aufgrund des widerstandes der bauernlobby nicht genügend gedeckt werden.
lest doch einmal in den einschlägigen foren, in denen sich die betroffenen zuckerrübenbauern unterhalten. da wird doch ganz offen über die situtation diskutiert. dem Bauern ist es wichtig, dass er einen für ihn angemessenen rübenpreis bekommt, auch unter dem aspekt einer deutlichen niedrigen rentierlichkeit des Unternehmens sz. der Landwirt wird der Minderheitsbeteiligung keine dividende auf "seine" kosten zugestehen.
auch wenn du nur 6 aufsichtsräte direkt der Genossenschaft zuordnen kannst, mußt du wissen, dass alle!!! nur mit Zustimmung der Genossenschaft in den ar gekommen sind.
ohne deren Zustimmung geht nichts!!!
"""Selbst der unsubventionierte Weltmarkt war schon mal wesentlich teurer.""""
solange es Regionen auf dieser welt gibt, auf denen es sich lohnt zu diesen günstigen preisen zucker anzubauen, bedarf es keiner Subventionen um weiterhin Überproduktion zu erzeugen.
die neue Marktordnung ab 2017 kann für sz eine vollkommene neuausrichtung ihrer unternehmensstruktur und umdenken in der firmenphilosophie bedeuten. sollten die Landwirte nicht weiterhin in dt. zu für sie interessanten preisen anbauen können, wird die Notwendigkeit einer Interessen Gemeinschaft in form der rübengenossenschaft in fragegestellt werden dürfen -und würde dann direkt und schmerzlich auf sz überschwappen.
mancher sieht diesen punkt als sehr weit hergeholt. kürzlich habe ich einige Landwirte auf diesen punkt angesprochen. antwort: bei uns brechen die dörflichen zuckerrübenvereinigungen jetzt schon weg. wenn nicht schnell von dem unternehmen für die Landwirte ein verlässliche perspektive ausgesprochen wird, dürfte die von mir oben beschriebene Situation als nächstmögliche Konsequenz nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
ich jedenfalls werde auch weiterhin von einem invest absehen, solange die erforderlichen Maßnahmen nicht ersichtlich sind. nachdem nun seit Monaten nichts!!! diesbezüglich zu erkennen war, dürfte es auch nicht in den nächsten tagen zu einer Aufklärung kommen
-und somit gibt es für mich keinen grund zu voreiligen Aktivitäten.
wie immer meiner pers. sicht der dinge.