Soros sieht das Schlimmste noch kommen
Für den Starinvestor haben die Aufsichtsbehörden auf ganzer Linie versagt: Der unregulierte Handel mit Kreditderivaten habe die Krise herbeigeführt, wettert er. Und: Die Folgen werden nicht so schnell überwunden sein, wie es Regierungen und Zentralbanken gerne hätten.
Die internationale Finanzkrise wird nach Einschätzung des 77-jährigen Finanzinvestors länger dauern als vielfach angenommen. Die Verantwortlichen in den USA sähen "Besserung in der zweiten Jahreshälfte vorher". "Ich kann das nicht glauben", sagte Soros in einer Telefonkonferenz zur Vorstellung seines neuen Buches "The New Paradigm for Financial Markets. The Credit Crisis and What It Means".
Soros deutete an, dass US-Regierung und -Notenbank mit ihrem Optimismus nur zu verschleiern suchten, dass sie selbst die Verantwortung für die Krise trügen: "Dies ist eine von Menschen gemachte Krise", sagte er. Sie basiere auf dem "falschen Glauben, dass die Märkte ihre eigenen Exzesse korrigieren". Bevor Besserung in Sicht sei, werde die Krise noch schlimmer werden, warnte Soros.
Dabei haben die internationalen Banken im Verlauf der Krise bereits Wertberichtigungen und Risikorückstellungen im Volumen von insgesamt mehr als 230 Mrd. $ gemacht. Nicht nur für Soros ist damit das Ende der Fahnenstange allerdings noch lange nicht erreicht: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte in dieser Woche gewarnt, die potenzielle Verluste aus der Krise könnten sich auf fast 1000 Mrd. $ summieren.
Soros selbst hält diese Schätzung für "ziemlich genau". In sie sei aber "noch nicht der volle Effekt einer möglichen Rezession" eingeflossen, warnte er. Sie habe den "möglichen Qualitätsverlust" der von den Banken gehaltenen Kreditpapiere noch gar nicht berücksichtigt. Eine eigene Schätzung über das Verlustrisiko gab Soros allerdings nicht ab.
Der gebürtige Ungar Soros, dessen Vermögen im vergangenen Jahr laut US-Magazin "Forbes" 8,5 Mrd. $ betrug, ist nicht nur im Investmentgeschäft tätig: Die Gewinne seines Quantum-Fonds dienen auch dazu, seine politischen Aktivitäten zu finanzieren. Über eine Stiftung setzt sich Soros unter dem Schlagwort "Offene Gesellschaft" vor allem für mehr Demokratie und Zivilgesellschaft in osteuropäischen Ländern ein.
Für den Starinvestor haben die Aufsichtsbehörden auf ganzer Linie versagt: Der unregulierte Handel mit Kreditderivaten habe die Krise herbeigeführt, wettert er. Und: Die Folgen werden nicht so schnell überwunden sein, wie es Regierungen und Zentralbanken gerne hätten.
Die internationale Finanzkrise wird nach Einschätzung des 77-jährigen Finanzinvestors länger dauern als vielfach angenommen. Die Verantwortlichen in den USA sähen "Besserung in der zweiten Jahreshälfte vorher". "Ich kann das nicht glauben", sagte Soros in einer Telefonkonferenz zur Vorstellung seines neuen Buches "The New Paradigm for Financial Markets. The Credit Crisis and What It Means".
Soros deutete an, dass US-Regierung und -Notenbank mit ihrem Optimismus nur zu verschleiern suchten, dass sie selbst die Verantwortung für die Krise trügen: "Dies ist eine von Menschen gemachte Krise", sagte er. Sie basiere auf dem "falschen Glauben, dass die Märkte ihre eigenen Exzesse korrigieren". Bevor Besserung in Sicht sei, werde die Krise noch schlimmer werden, warnte Soros.
Dabei haben die internationalen Banken im Verlauf der Krise bereits Wertberichtigungen und Risikorückstellungen im Volumen von insgesamt mehr als 230 Mrd. $ gemacht. Nicht nur für Soros ist damit das Ende der Fahnenstange allerdings noch lange nicht erreicht: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte in dieser Woche gewarnt, die potenzielle Verluste aus der Krise könnten sich auf fast 1000 Mrd. $ summieren.
Soros selbst hält diese Schätzung für "ziemlich genau". In sie sei aber "noch nicht der volle Effekt einer möglichen Rezession" eingeflossen, warnte er. Sie habe den "möglichen Qualitätsverlust" der von den Banken gehaltenen Kreditpapiere noch gar nicht berücksichtigt. Eine eigene Schätzung über das Verlustrisiko gab Soros allerdings nicht ab.
Der gebürtige Ungar Soros, dessen Vermögen im vergangenen Jahr laut US-Magazin "Forbes" 8,5 Mrd. $ betrug, ist nicht nur im Investmentgeschäft tätig: Die Gewinne seines Quantum-Fonds dienen auch dazu, seine politischen Aktivitäten zu finanzieren. Über eine Stiftung setzt sich Soros unter dem Schlagwort "Offene Gesellschaft" vor allem für mehr Demokratie und Zivilgesellschaft in osteuropäischen Ländern ein.