Das vorläufige Handelsvolumen betrug 1,3 (Donnerstag: 1,4) Mrd Aktien.
Dabei standen den 1.868 Kursverlierern 1.224 -gewinner gegenüber, 223
Papiere gingen auf dem Vortageskurs aus der Sitzung. Die negativen
Nachrichten hätten am Freitag eindeutig mehr Gehör gefunden, hieß es. Die
Verluste seien jedoch von überraschend guten US-Konjunkturdaten begrenzt
worden. "Ich denke, der Markt hätte sehr viel deutlicher nachgegeben, wenn
das Verbrauchervertrauen nicht so ordentlich ausgefallen wäre", sagte ein
Analyst. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die
Verbraucherstimmung in den USA im Januar überraschend stark auf 94,2
gestiegen, nachdem er im Dezember noch einen Wert von 88,8 erreicht hatte.
Volkswirte hatten einen Stand von 89,7 prognostiziert.
Vor allem die Prognosen von IBM und Microsoft trübten die Stimmung ein,
sagte ein Marktteilnehmer. Microsoft waren die Tagesverlierer im DJIA.
Besonders der Ausblick hatte die Anleger enttäuscht: CFO John Connors zeigte
sich nicht sehr optimistisch und warnte, es sei zu früh, einen schnellen und
deutlichen Aufschwung der Wirtschaft vorherzusagen. Microsoft verloren 4,7
Prozent auf 66,60 USD. Auch die Kurse von Hewlett-Packard und Intel standen
im Zuge der schlechten Nachrichten für die Technologiewerte unter Druck. HP
reduzierten sich um 3,9 Prozent auf 22,61 USD, während Intel 2,3 Prozent auf
33,75 USD nachgaben.
IBM bereitete den Anlegern ebenfalls keine freudige Überraschung. Die
Titel büßten 4,7 Prozent auf 114,25 USD ein, nachdem der
US-Computerhersteller am Vorabend nach Börsenschluss berichtet hatte, der
Nettoumsatz sei im vierten Quartal um elf Prozent gefallen. Grund sei die
deutlich gesunkene Nachfrage nach PC, hieß es. Zwar lag der Gewinn je Aktie
noch über den Erwartungen des Marktes, doch die Umsätze verzeichneten eine
Einbuße von elf Prozent und enttäuschten die Analysten.
Wenig Wirkung zeigte auch das Update von Dell für das abgelaufene vierte
Quartal. Das Unternehmen erwartet, über den bisherigen Gewinn- und
Umsatzprognosen zu liegen. Die Anleger zeigten sich jedoch wenig beeindruckt
und verkauften Dell zu einem Abschlag von 2,9 Prozent mit 28,10 USD.
Ein Lichtblick waren hingegen Minnesota Mining & Manufacturing, die mit
einem Plus von 2,2 Prozent auf 106,80 USD aus dem Handel gingen. Die
Kostensenkungen hätten Wirkung gezeigt und der Nettogewinn sei im vierten
Quartal um 17 Prozent gestiegen, erklärte das Unternehmen. Zudem plane man,
weitere Stellen abzubauen. Auch die Mitteilung, die Auswirkungen der
Asbest-Klagen dürften keine "merkliche Belastung" darstellen, erfreute die
Anleger.
Tyco International boten erfolgreich den Gerüchten um das Management und
die finanzielle Lage des Unternehmen die Stirn und legten um 2,7 Prozent auf
46,30 USD zu. Tyco hatte die Spekulationen dementiert und für Dienstag eine
Analystenkonferenz anberaumt. Boeing waren ebenfalls gesucht, nachdem das
Unternehmen eine weitere Runde Stellenkürzungen eingeläutet hat. Die Aktien
erhöhten sich um 2,1 Prozent auf 39,15 USD.